Beiträge von Windkobold

    Nari137

    Wir waren in einer ähnlichen Situation - zwar hatten wir keine Giardien, da aber in unserer Region bis vorvergangene Woche selbst Einzeltraining monatelang verboten war, gab es wenige bis keine Hundekontakte.

    Nun hatten wir die erste Einzelstunde bei einer Trainerin mit unserem Junghund, da ich gerne mal einen professionellen und nicht betriebsblinden Blick auf den Junghund werfen lassen wollte und das Ergebnis ist, dass es auch die letzte Stunde bleibt. Er ist ein fröhlicher, entspannter, sicher gebundener und mit anderen Hunden sehr verträglicher Jungspund.

    Ihm haben die wenigen bis nicht vorhandenen Hundekontakte offenbar nicht geschadet.


    Cati06

    Darf ich mal vorsichtig fragen, was ihr denn in den vergangenen sechs Monaten gemacht habt?

    Auch wenn hier coronabedingt ebenfalls einiges ausgefallen ist oder nur eingeschränkt möglich war, so sind wir mit unserem Welpen trotzdem spazieren gegangen, Auto gefahren, haben an der Schnellstraße LKW beobachtet, andere Menschen besucht, an einem Bahnübergang einen Zug abgewartet, Silvester überstanden, Katzen gesehen, sind durch eine Innenstadt gegangen und ins (nun eben weitgehend leere) Büro gefahren.

    Das war ja alles trotz Corona möglich und bei euch liest es sich so, als sei der Hund sechs Monate nicht vor die Haustür gekommen. Vielleicht magst du etwas mehr erzählen.

    DCM wurde doch aber nicht bewusst-erwünscht in der Rasse Dobermann verankert. Kein

    Züchter dachte sich wohl, dass ein krankes Herz und umfallende Hunde verkaufsfördernd

    wären. Seriöse Züchter haben von Beginn an versucht, herauszufinden woher diese Erkrankung kommt, welche Linie, welcher Rüde sie weitergibt - um es zu verhindern, die Ausbreitung zu stoppen. Ignoranten liefen weiter zum "Top-Rüden" weil der halt so schön ist, Erfolge hat -ungeachtet seiner nachweislich kranken Nachzucht. Keiner redet sich DCM schön, jeder hofft dass die eigenen Hunde nicht betroffen sind.


    Das ist, für mich, der Unterschied. Bei den Brachys wird diese Optik dringend erwünscht, nur das ist rassetypisch, nur das ist sooooo süß. Der Hund wird körperlich verformt wie ein Stück Lehm, weils manchen Menschen (warum auch immer...) gefällt. Ganz bewusst wird Leid in Kauf genommen. Züchter die einen anderen Weg gehen möchten (längere Schnauze, Frenchie mit Rute etc) werden geschnitten und ausgebuht, die Hunde werden schlecht bewertet etc. So ziemlich jeder Halter findet seine Knautschgesichter irre toll, das Schnarchen so putzig - und ne OP nimmt man halt in Kauf, weils ja so klasse Charaktere sind....

    Hinsichtlich des Ursprungs dieser Entwicklung gebe ich dir zu 100% Recht. Allerdings finde ich auch, dass die Ist-Situation gar nicht so wahnsinnig unterschiedlich ist.


    Es gibt weiterhin Menschen, denen die Erkrankung ziemlich egal ist. Und es gibt, denen es nicht egal ist, die sich aber trotzdem einen Dobermann (aus möglichst verantwortungsvoller Zucht) kaufen und hoffen, dass dieser einfach gesund bleibt, obwohl klar ist, dass das Risiko einer Erkrankung vorhanden ist. Warum tun sie das? Weil sie den Dobermann als Gebrauchshund wollen? Weil sie seine Optik mögen? Oder weil sie den Charakter toll finde? Es läuft also letztlich auch auf rein menschlich-egoistisch motivierte Entscheidungen hinaus. Den Dobermann selbst würde es nicht kümmern, wenn er in 15 Jahren ausgestorben wäre, weil der Mensch sich entschieden hat, die Rasse nicht mehr auf Teufel komm raus retten zu wollen.


    Gibt es tatsächlich völlig altruistische Gründe, an bestimmten Rassen auf Teufel kommt raus festhalten zu wollen?

    Bei dem Ansatz der Zucht von hochbeinigen Möpsen oder freiatmenden Frenchies wird ja auch darauf hingewiesen, dass es viele Generationen und damit leidende Hunde kosten wird, bis man die Rasse einigermaßen stabil verändert hätte und dass sich da die Frage stellt, warum man das tun sollte und ob es das wert sei.

    Die gleiche Frage stellt sich mir dann auch für andere Rassen - ganz unabhängig davon, ob die Erkrankung da zunächst zufällig und ohne bewusstes Zutun aufgetreten ist oder ob sie durch Menschen als Zuchtziel definiert wurde.

    Hm, komisch. Genau diese Züchter gibt es bei Frenchies und Möpsen doch auch erstaunlich oft. Dazu muss man sich nur den “Spaß” machen und mal Züchterseiten ansehen - die Hunde sind da alle pumperlgesund, mit Nase, sportlich und von absolut gesunden Elterntieren. Dann sieht man die Elterntiere und denkt “Öhm, ja...”

    Mich beschleicht langsam das Gefühl, du hast ein persönliches Problem mit mir, weil es mir hier nicht zum ersten Mal auffällt, dass dein Textverständnis bei dem was ich schreibe mehr als mangelhaft ist.

    Nochmal zum mitschreiben (und denken)

    Die meisten Züchter sagen deutlich, es gibt keine freien Linien mehr. Sie züchten mit Hunden mit aktuell freien Ergebnissen, achten auf Langlebigkeit bei den Ahnen und der Rest ist Glück im Moment. Viele gehen auch ganz offen mit erkrankten Hunden um, wenn welche in der Zucht gefallen sind.

    Ich habe kein „persönliches Problem“ mit dir. Wie auch, ich kenne dich ja nicht persönlich.


    Womit ich allerdings ein Problem habe sind Aussage wie „Nochmal zum mitschreiben (und denken)“, weil ich das für überflüssige Polemik halte und mich frage, warum du dich als Moderatorin auf so ein Niveau begibst.


    Was genau mich an der ursprünglichen Aussage gestört hat, habe ich begründet. Sie verharmlost in meinen Augen das Problem.


    Warum dir auffällt, dass das nicht zum ersten Mal passiert?

    Deine Theorie: Ich habe ein persönliches Problem und bin nicht in der Lage zu denken.

    Meine Theorie: Du legst an deine Beiträge und die Äußerung deiner Meinung nicht immer den gleichen hohen Maßstab an wie an die Beiträge anderer. Diese Art der Doppelmoral fällt mir auf und dann reagiere ich ab und zu darauf. Gemessen an der Anzahl deiner Beiträge sind meine Antworten aber wahrscheinlich eher nicht signifikant.

    Ich kenne viele Züchter, die ganz klar sagen, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun, um gesunde und langlebige Hunde zu züchten, es aber eben keine Garantie gibt und die freien Linien ein Mythos sind.

    Hm, komisch. Genau diese Züchter gibt es bei Frenchies und Möpsen doch auch erstaunlich oft. Dazu muss man sich nur den “Spaß” machen und mal Züchterseiten ansehen - die Hunde sind da alle pumperlgesund, mit Nase, sportlich und von absolut gesunden Elterntieren. Dann sieht man die Elterntiere und denkt “Öhm, ja...”

    Oh, ich lese durchaus und genau deshalb stört es mich, wenn gerade hier im Qualzucht-Thread das Thema verharmlost und auf eine Stufe mit “weiterwachsenden Gehirnen” gestellt wird.


    Dein Beitrag impliziert:

    Beim Dobermann ist also alles nicht so schlimm, der kippt ja nur tot um - Frenchiehalter sind alle egoistisch und uninformiert und wollen ihren Hund 15 Jahre quälen.

    Ich finde es einfach nur zynisch, hier eine künstliche Abgrenzung vorzunehmen, allein weil der Dobermann im Gegensatz zu Mops oder Frenchie angeblich einfach “nur tot umfällt”. Dass es unterschiedliche und sehr heftige Verlaufsformen von DCM gibt, die eine Qual für Hund und Halter sind, darfst du dann nämlich auch gerne erwähnen.

    Ich bin mir sicher selbst dir wäre es zuviel, wenn man andauernd auf deine Rassenwahl zu sprechen käme, egal wie sehr du weißt, dass die Kritik nicht haltbar ist.

    Ich bin DSH und Dobermann Halter, ich bekomme bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit (auch hier im Forum) vorgehalten, dass meine Hunde vor HD nicht laufen können, bald tot umfallen werden oder mich auf Grund ihres zu großen Gehirns bald fressen werden. Ichw eiß also sehr wohl wie das ist, ganz besonders wenn man sich ständig mit Märchen und Gruselgeschichten vom Stammtisch herumschlagen darf.

    Es darf doch durchaus differenziert werden zwischen irgendwelchen abstrusen Geschichten und ernsthaften Rassethemen.


    Mir fällt auf, dass du das Problem DCM nicht mal konkret anspricht, sondern nur schwammig umschreibst (“bald tot umfallen”), stattdessen aber ausführlich auf das Märchen vom weiterwachsenden Gehirn eingehst und damit implizierst, dass jede Kritik genauso lächerlich ist.


    Bezüglich DCM klingt die Argumentation für mich übrigens oft genauso wie die bei “Retro-Möpsen” oder Frenchies, die aus der absoluten Ausnahme-frei-atmend-Zucht kommen. Da wird dann das Problem nicht grundsätzlich geleugnet, allerdings für die eigene Zucht oder die eigenen Tiere negiert.

    Zitat

    wir machen gerne lange Spaziergänge und kleine Wanderungen.

    Das war aus dem Eingangsbeitrag, darauf beziehe ich mich die ganze Zeit und lese daraus nicht stundenlanges „Sportwandern“.


    Es geht/ging hier ja nicht um persönliche Definitionen des Wanderns, sondern um eine konkrete Frage.

    Windkobold Es macht einen Unterschied, ob ein Hund "mal/regelmäßig 5 Minuten abspackt", oder ob eine dauerhafte und gleichmäßige Bewegung auf den Körper einwirkt.


    Man soll seinen Welpen/Junghund nicht in Watte packen, aber bspw. mit 6 Monaten mit dem Hund joggen oder Rad fahren würde ja auch niemand (der sich mal Gedanken drüber macht).

    Die Kräfte, die da wirken, sind ganz andere als beim freien Spiel, wenn der Hund selbst entscheiden kann, was er wann tut, wie er sich abfedert, wie eng er eine Kurve nimmt usw.

    Hier war ja nicht die Frage nach dem Joggen oder Radfahren mit dem Hund, sondern nach ausgedehten Spaziergängen.


    Anders als bei einem ständigen, immer gleichen Bewegungsablauf in hoher Intensität wie bei den von dir angeführten Beispielen, ist bei einem lockeren Spaziergang die Belastung doch eine völlig andere. Zumindest unser Junghund rennt mal, schnuppert, schlendert, trabt oder bleibt zwischendurch stehen. Macht also genau das, was du im freien Spiel als unproblematisch anführst.


    Deshalb ja auch meine Frage, ob es dazu Fakten gibt, die belegen, dass derartige längere Spaziergänge schaden.

    Die Kombi-Impfung SHPPi ist einzig und allein wegen Pi nur für ein Jahr gültig...

    Sicher? (bin gerade unterwegs, daher Suchfaul :mute:)
    Mir werden immer 3 Jahre eingetragen, nur Lepto wird gesondert geklebt mit 1-jähriger

    Jepp, Pi hält nur ein Jahr.


    https://www.msd-tiergesundheit.de/produkte/nobivac-shppi/


    Da steht es leider etwas kryptisch, so als würde einzeln verimpft werden. Für Pi ist aber auch die jährliche Nachimpfung angegeben.


    Dreijährig für Nobivac SHPPi passt schon, für den vollen Pi-Schutz müsste dann aber in den zwei Jahren dazwischen Pi jährlich einzeln geimpft werden.


    Aber daran merkt man mal wieder, wie gut die Impf-Information beim Tierarzt informiert. Es gibt glaube ich genug Leute, die entweder unnötig jährlich SHP impfen oder aber nur alle drei Jahre SHPPi in dem Glauben, ihr Hund sei damit gegen Zwingerhusten ausreichend geschützt. Ich würde mir da schon mehr Aufklärung von den Fachleuten wünschen.