Beiträge von san94

    Naja jetzt Leine und Box zu vergleichen... Selbst wenn ich einen Hund habe der draußen nur an der Leine sein kann wird da nichts tierschutzrelevantes draus. Es gibt schon einen Grund warum Boxenhaltung(!) verboten ist, während Leinen an sehr vielen Orten Pflicht sind.

    Davon abgesehen sind so Vergleiche whataboutism. Also natürlich kann ich Hunde auf hunderte verschiedener Arten quälen, aber das hat nichts mit der Diskussion um Boxen zu tun.

    Nein, das ist genau der passende Vergleich. Anbindehaltung ist übrigens ebenfalls erstmal verboten. Das ist genauso neu in der Tierschutzhundeverordnung. Aber der Einsatz einer Leine ist es nicht pauschal.

    Und das Prinzip für den Hund ist nicht so anders. Sowohl in der Leinenführigkeit, als auch im Boxentraining soll der Hund lernen, wie er mit Begrenzung umzugehen hat. Mein Ziel ist bei beidem: entspannt und stressfrei.


    Cindychill ich glaube, ich hab mich etwas falsch ausgedrückt. Ich nutze selbst "einsperren" und wundere mich, wieso das so negativ gesehen wird.


    Also, ich bin seit dem Vorfall mit dem Welpen ebenfalls vorsichtiger, was ich so von mir gebe und finde das gar nicht paranoid. Mit ein bisschen Recherche lässt sich gut herausfinden wer ich bin.


    KreativeLogik Also, meine Hunde gebe ich nicht einfach irgendwo mit. Ohne arrogant klingen zu wollen, aber grade die Hündin muss man schon handeln können. Ich hab die ein oder andere Anlaufstelle, aber grundsätzlich nutze ich zum Trennen Zwinger und Türgitter. Genauso bei Fremden im Haus oder bei kritischem Besuch (Gartenpartys). Bei Gartenpartys kommt meine Hündin aber durchaus in eine Box im Haus, wenn meine Betreuung sie nicht nehmen kann. Sie würde sich im Zwinger nur stressen und im Haus genauso, wenn sie dann aus dem Fenster guckt. In der Box pennt sie einfach, weil sie eben gut aufgebaut wurde.

    Ich sperre meinen Hund auch in seine Ruhezone wenn wir das allein zuhause bleiben üben, somit begrenze ich seinen Bewegungsraum innerhalb der für ihn zu großen Wohnung, mit der er überfordert ist wenn allein zuhause :ka:. Ich finde es aber auch überhaupt nicht verwerflich wenn andere Betitelungen dafür genutzt werden. Du hängst Dich ja ebenso daran auf wie umgekehrt. Man kann es auch einfach lassen, weiss doch jeder was gemeint ist.

    Ich glaube, ich komme massiv emotionaler rüber, als das Thema für mich ist :ops:

    ja eben, man sperrt sie ein. Die Alternative ist Neudeutsch "Eingrenzen", ein Ort zum "runterfahren" blablubb. Aber letztendlich ist es halt: Türe zu, eingesperrt. Punkt

    Ahh, okay. Also, ich sperre wie gesagt einfach ein |)

    Und mir ist halt wichtig, dass der Hund lernt sich entspannt einsperren zu lassen.

    Begrenzen nutze ich auch gerne, aber eher, weil es so schön allgemein beschreibt was der Hund im Prinzip lernen soll. Sich (entspannt) begrenzen zu lassen. Völlig egal ob Auslauf, Box, Zwinger, Auto, Türgitter, Leine....

    san94 das ist aber halt auch das was man macht: Man schließt die Tür und sperrt den Hund ein. Wer dafür schon eine blumige Umschreibung braucht, wenn er seinen Hund einsperrt, da würde ich meinen, daß das tiefe Unterbewußtsein schon mitteilt, daß es vielleicht nicht ganz so richtig ist

    Also, ich sperre meine Hunde halt auch ein. "Sperre die Hunde mal in die Küche" (Türgitter), wenn zum Beispiel unser einer Handwerker da ist, der Angst vor Hunde hat.

    Genauso meine ich das ja. Es ist halt einsperren. Tür auf, Hund rein, Tür zu. Ich weiß halt nicht, was an dieser Beschreibung so schlimm ist. Wie nennt man das denn alternativ? :???:

    Leinenführigkeit und der Umgang mit Außenreizen haben für mich eine ganz hohe Priorität. Es gibt kaum etwas, was mir wichtiger ist.

    Gibt es nur die Lösung, dass du den Kleinen mitnimmst oder könnte er auch daheim betreut werden, bis ihr im Training soweit seid?


    Leinenführigkeit übe ich gezielt über Entspannung und Bestätigung. Den Umgang mit Außenreizen üben ich ebenfalls gesondert mit viel Ruhe, Geduld und Bestätigung.


    Wenn der Welpe wirklich mitkommen muss, dann würde ich ihn den ganzen Weg über tragen und dabei an einer Futtertube oder eingefrorenen Schleckmatte arbeiten lassen (und schauen, ob ich ggf. dichter dran parken kann). So, dass er möglichst fixiert auf das ist, was es da schönes auf dem Arm gibt. Parallel dazu Leinenführigkeit und Umgang mit Außenreizen. Dann würde ich - wenn der Welpe soweit ist, da muss man bissl auf seinen Bauch hören - eine kurze Pause machen, den Welpen an der Leine vor das Gebäude tragen und dort Leinenführigkeit und den Umgang mit Reizen üben. Nur ganz kurz, 2 vielleicht 3 Minütchen. Danach wieder reintragen. Und das dann je nach Kapazität mehrmals pro Woche, mehrmals pro Tag, Dauer verlängern...

    Na, man braucht’s nun aber auch nicht ins lächerliche ziehen… früher lebten Hunde dann eben draußen im Zwinger, angebunden, etc.

    Und es kommt auch einfach auf Hund drauf an.


    Und ich bin mir sicher, dass sich hier niemand immer zu 100% an alle Gesetze und Verordnungen hält.

    Nein, denke ich auch nicht.

    In dem von mir verlinkten Urteil wertet das Gericht 3-4x wöchentlich für 4 Std. als Haltung. Das heißt aber nicht, dass alles unter dieser Zeitspanne keine Haltung ist. Aber Haltung beginnt eben nicht erst bei 24/7.

    Ich denke, dass man Haltung zwar zum einen an der bloßen Zeitspanne festlegen kann, aber auch die Angemessenheit wichtig ist. Eine reine Bequemlichkeit (parken) ist einfach was anderes als zB eine Sicherungsmaßnahme, weil der Handwerker im Haus ist und der Hund darauf nicht gut zu sprechen. Auch die Regelmäßigkeit könnte ein Indiz sein.


    Letztendlich ist es aber auch wie bereits angesprochen wurde. Ein „Boxenfreies“ Leben ist nicht zwangsläufig das bessere Leben.