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Schilddrüsenunterfunktion-Hilfeeee!

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    Wenn ein Hund mit so schlechten Werten keine typischen Anzeichen (dick, träge) hat, dann ist der Hund meistens noch jung = hatte keine Zeit typische körperliche Anzeichen zu entwickeln. Da hast Du Glück gehabt, dass es so früh erkannt wurde, viele Tierärzte kennen sich mit SDU nicht so gut aus und wollen nicht auf Unterfunktion untersuchen oder gar behandeln, wenn der Hund fit und schlank ist.

    Zitat von "Bullyfan"

    Mein Tierarzt hat mich mit dem Rezept zur Apotheke geschickt, weil er kein Medikament da hatte und ich gleich mit der Medikation anfangen sollte. Ich habe für die knapp 2 Monate bis zur nächsten Blutuntersuchung 15 Euro für die Tabletten bezahlt....ist das zuviel?


    Ach so - na dann wird er später vielleicht Forthyron selbst bestellen. Eine Packung Euthyrox 200 / 100 Stück (insgesamt also 20.000 µg) kostet ca. 15,- Euro. Mit Forthyron 400 / 250 Stück bekommst Du 100.000 µg für ca. 53,- Euro, also 20.000 µg für 10,60 Euro. Manche Hunde brauchen bis zu 2000 µg täglich, da macht das schon einen Unterschied. ;)


    Das Buch "Schilddrüse und Verhalten" kann ich auf jeden Fall empfehlen, es ist sehr ausführlich und deckt eigentlich alles ab was man über diese Krankheit wissen sollte.


    Bei der Substitution gibt es übrigens unterschiedliche Auffassungen. Allgemein gehen die meisten TAs, die sich mit SDU auskennen davon aus, dass ein Hund der substituiert wird, 6 Stunden nach der Tablettengabe mit seinem T4-Wert im oberen Drittel des Referenzbereichs liegen sollte. Manche Tierärzte gehen sogar noch weiter:

    Zitat

    Therapiekontrolle: 14 - 20 Tage nach Beginn der Substitution wird 12 Stunden nach der letzten Tabletteneingabe T4 bestimmt: der T4-Wert muß im Referenzbereich liegen. Wird die Blutprobe 4-6 Stunden nach der letzten Eingabe entnommen, muß T4 über dem Referenzbereich liegen.


    Quelle


    Ich substituiere meinen Hund nach diesem Beispiel und habe damit gute Ergebnisse. Kommt aber eben auf den jeweiligen Hund an. :)


    LG Nikka

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  • Nikka hat dir ja schon viele Infos gegeben. Ich würde zusätzlich noch empfehlen, ein Verhaltenstagebuch zu schreiben. Die Blutwerte zu kontrollieren ist gut und wichtig, aber sie sind nur EIN Anhaltspunkt. Wichtig ist, wie es deinem Hund unter der Medikation geht. Das heißt, selbst wenn die Blutwerte wieder ok sind, kann es sein, dass es der Hündin immer noch schlecht geht. Und aus eigener Erfahrung kann ich sage, dass das kein schönes Gefühl ist.

  • Meine Hündin hatte auch Unterfunktion,wurde mit Euthyrox behandelt. Ihr Verhalten hatte sich in keiner Weise verändert, sie war immer lieb und ist es auch geblieben. Sie hatte nur an Gewicht einiges zugelegt.


    Gruß Sigrid

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  • Also nikka du bist klasse-danke!(Werde deine Infos ausdrucken..)
    Das Buch habe ich gestern bestellt-sollte Dienstag da sein.
    Leider hat mir die Hündin die Tablette gestern abend wieder ausgeko..., ich hoffe, es bleibt ein Einzelfall...oder ist es möglich, dass sie die Tabletten nicht verträgt? Ich habe ihr dann erst heute morgen wieder eine im Futter gegeben-bisher blieb die drin. Kittine deutete da ja auch schon irgendetwas an, oder meintest du etwas anderes?
    Liebe Grüßle!

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • 150 µg sind für einen 8kg-Hund als Anfangsdosis viel, das sehe ich wie Nocte.
    Im Beipackzettel für Forthyron steht zwar: "Empfohlene Anfangsdosis für Levothyroxin-Natrium beträgt 10 µg/kg Körpergewicht alle 12 Stunden." (Levothyroxin ist auch der Wirkstoff in Euthyrox.)
    In dem Fall wären das dann bei 8 kg 80 µg alle 12 Stunden = 160 µg täglich. 150 µg wären danach perfekt.
    Tatsächlich raten aber einige Tierärzte dazu das Medikament langsam einzuschleichen, weil das für den Kreislauf und das Herz weniger belastend ist. Bei einem jungen Hund ist es nicht ganz so schlimm gleich hoch zu dosieren. Bei älteren Hunden besteht eine SDU meistens schon länger und innere Organe (z.B. Herz) sind oft bereits angegriffen, dann kann es mit der lt. Beipackzettel empfohlenen Anfangsdosis zum Kreislaufkollaps kommen. Es kann auch sein, dass es bei sofortiger hoher Dosierung eine Erstverschlimmerung gibt und der Hund erst einmal noch flippiger wird bevor er dann "runterkommt". Das passiert beim Einschleichen eher weniger.


    Zitat von "Bullyfan"

    Leider hat mir die Hündin die Tablette gestern abend wieder ausgeko..., ich hoffe, es bleibt ein Einzelfall...oder ist es möglich, dass sie die Tabletten nicht verträgt?!
    Ich habe ihr dann erst heute morgen wieder eine im Futter gegeben-bisher blieb die drin. Kittine deutete da ja auch schon irgendetwas an, oder meintest du etwas anderes?


    Die Tabletten werden eigentlich gut vertragen - ich kenne mittlerweile einige SDU-Hunde und keiner hat da Probleme. War bei deiner Fellnase wohl Zufall heute früh.
    Ach noch was - die Tablette sollte man mindestens 1 Stunde vor oder mindestens 3 Stunden nach dem Füttern geben. Gibt man sie zusammen mit dem Futter binden sich die Inhaltsstoffe an die Nahrung und verlieren an Wirkung. In ein kleines Stück Wurst kann man die Tablette jedoch stecken, damit sie nicht im Hals hängenbleibt. Die Tablette kann auch, wenn´s gar nicht anders geht, zusammen mit dem Futter gegeben werden, dann braucht man aber eine höhere Dosis.


    Ich denke, was Kittine meint, ist, dass man bei SDU-Hunden, bei denen auch das Verhalten betroffen ist, mehr auf eine Verhaltensänderung zum Besseren achten sollte, als auf die Blutwerte. Da hat sie Recht. Manche Hunde werden sogar bis an den obersten Rand des Referenzwertes und teilweise sogar darüber hinaus substituiert bis eine Besserung des Verhaltens eintritt. Dabei ist auf Überdosierung zu achten: Hecheln im Ruhezustand, zu hoher Puls.
    Vorsicht. ;) Besserung des Verhaltens bedeutet, dass das schizophrene Verhalten - von "aggressiv" zu ängstlich und zurück sowie völlig überzogenes, unangemessenes Verhalten in bestimmten Situationen, aufhört. Probleme wie Leinenpöbeln, das sich manche Hunde angewöhnt haben muss man natürlich, wenn der Hund dann gut eingestellt ist, gesondert in Angriff nehmen. Leider - seufz.


    Eigentlich ist es gar nicht so viel was zu beachten ist. Ein Verhaltenstagebuch, wie von Kittine vorgeschlagen, ist eine sehr gute Idee. Dazu noch die Untersuchung der Schilddrüsenwerte alle 6-8 Wochen und dann kann eigentlich nicht viel schief gehen. Hoffentlich ist dein TA bereit sich etwas mit dem Thema SDU zu beschäftigen.


    LG Nikka

  • Okay Nikka, es ist wohl doch eine zu hohe Dosierung: Die Hündin hat gleich nach meinem "Zwischenbericht" wieder alles ausgek....
    Heute abend hab ich ihr eine 1/4 Tablette gegeben, die blieb bis jetzt drin...Ich gehe gleich morgen zum Tierarzt und bespreche das nochmal!
    An den Erziehungsfehlern der Vorbesitzerin arbeite ich mit gutem Erfolg (so etwas kann ich zum Glück...)- ich muss hier "nur" lernen, mit meiner Angst umzugehen, dass sie wieder einen Hund der Gruppe unkontrolliert angreift und schwerst verletzt, wenn ich nicht da bin.Da sie auch beim vorherigen Zuhause einen schwächeren Hund schwer verletzt hat, muss sie sich jetzt eben in der Box aufhalten, wenn ich nicht da bin.
    Liebe Grüße!
    P.S. Du kommst aus dem Raum Franken??? Ich wohne zwischen CR und DKB!!!

  • Nocte
    Soweit ich weiß, gibt es so ein Medikament nur in der Humanmedizin.
    Für Hunde wird man das aber nicht verwenden können, weil das Verhältnis T4 zu T3 bei Hunden anders ist. Beim Hund ca. 25:1, beim Menschen ca. 10:1.


    Zitat von "Bullyfan"

    Die Hündin hat gleich nach meinem "Zwischenbericht" wieder alles ausgek....
    Heute abend hab ich ihr eine 1/4 Tablette gegeben, die blieb bis jetzt drin...Ich gehe gleich morgen zum Tierarzt und bespreche das nochmal!


    Dann scheint sie die Tabletten tatsächlich nicht zu vertragen.


    Zitat von "Bullyfan"

    An den Erziehungsfehlern der Vorbesitzerin arbeite ich mit gutem Erfolg (so etwas kann ich zum Glück...)


    Da bist Du mir weit voraus. Ich habe das erste Mal einen Hund mit Macken - der Vorteil ist, da lernt man so richtig was über Hundeverhalten.


    Zitat von "Bullyfan"

    P.S. Du kommst aus dem Raum Franken??? Ich wohne zwischen CR und DKB!!!


    Ja, wohnhaft zwischen N und AN.
    It´s nice to be a Preiß. It´s higher to be a Bayer. But the highest rank is to be a Middlefränk. :D


    LG Nikka

  • Hy
    Also, war beim Tierarzt: Ich soll nun mit 1/4 Tablette jeweils "einschleichen" - es klappt nun viel besser!(Heute war es schon 3/4 Tablette insgesamt)
    Das Buch ist angekommen-da hab' ich am Wochenende 'was zu tun...
    Bis dann, Grüßle!

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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