Angst um Bobby... Hörgeräte für Hunde???

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    Hallo zusammen,


    Bobby ist fast 18 Jahre alt und topfit. Bis auf einen leichten Hörschaden und Schwierigkeiten beim Sehen geht es ihm trotz jahrelanger leichter Herz-Rhythmus-Störungen und Epilepsie (ganz selten) richtig gut.
    Leider kann man ihn nicht mehr durch die Schwerhörigkeit und sein eingeschränktes Sehvermögen von der Leine lassen, was schon sehr schlimm für meinen aktiven Hund ist.


    Letzte Nacht ist dann das Schlimme passiert: Bobby büxte aus und irrte die zum Glück ganz wenig befahrene Straße entlang. Er fand nicht nach Hause (da er auch schon leicht verwirrt ist), reagierte nicht auf Rufen oder Pfeifen, erkannte weder meine Eltern noch mich. Er lief ständig an uns vorbei und haute, wohl vor Angst vor uns da er uns ja nicht erkannte, vor uns ab. Ich war verzweifelt, nur noch am Heulen und lief stundenlang umher um ihn zu finden. Irgendwann stand er vor mir, als ich ihn packen wollte, rannte er wieder weg. Ich konnte mich noch grade so auf ihn schmeißen, wobei meine Knie komplett aufgeschürft wurden nebst Ellenbogen. Doch nicht genug: Bobby biss auch noch zu, und das nicht zu knapp. Ich hab überall blaue Flecke und mein Daumen war heftisgt am Bluten.


    Ich mache mir solche Vorwürfe. Ihm ist zum Glück nichts passiert, aber ich komme grade absolut nicht mit der Situation klar.
    Was kann ich machen, dass sowas nie wieder passiert? Gibt es Hörgeräte für Hunde?? Blinkhalsband und Glöckchen will ich auf jeden Fall besorgen, dass, wenn man abends mit ihm raus geht, ihn wieder finden kann, sollte er sich von der Leine reißen oder irgendwie ausbüxen. Aber mir tut es in der Seele weh, dass er mich nicht mal mehr hören und dadurch nicht erkennen kann. Ich denke, dass er lauch durch den wenigen Freiraum, den er mittlerweile nur noch hat, leidet. Außerdem ist er dadurch träger geworden. Jetzt habe ich zusätzlich Angst, dass er dadurch abbaut und so vom Verhalten her auch alt wird.


    Liebe Grüße, eure Janina


    PS: Seht ihr es genauso wie manche meiner Bekannten, dass sich der Hund quält und eingeschläfert werden sollte??? Er ist sonst total fit!

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  • Hi Du!


    Wenn dein Hund sonst fit ist und keine Schmerzen hat, würde ich einen Teufel tun und diesen Hund einschläfern...! Warum auch?


    Wie sieht es bei deinem Hund mit lernen aus? Kann er das noch in seiner Verwirrtheit? Wenn ja gibt es Halsbänder für gehörlose Hunde! Die haben eine Fernbedienung und wenn man draufdrückt vibrieren die (KEINE Teletakt-Geräte!). Der Hund kann lernen auf dieses Signal zu dir zu schauen... Dann hast du die Möglichkeit ihm Sichtzeichen zu geben. Das dürfte aber ein bisschen Geduld und Zeit fordern ihm das bei zu bringen...!


    LG murmel

  • Danke für die schnelle Antwort!


    Mit Lernen sieht es nicht so gut bei ihm aus. Aber ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert. Wieviel kostet denn so ein Gerät? Krieg ich das im normalen Zoohandel-Geschäft?


    Liebe Grüße, Janina

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  • Hi Du!


    Ich glaub diese Dinger sing gar nicht so einfach zu bekommen...!


    Guck mal hier: http://www.einfach-taub.de/ Unter "Vibrationshalsband" müsstest du was darüber finden und einen Erfahrungsbericht. Außerdem noch einige Infors zu tauben Hunden. Ich weiß, dass ein Gassibekannter sein Halsband selbst gebastelt hat. Das ist so ein Tüftler... Wenn ich ihn mal wieder treffe kann ich mal fragen, wenn du magst. Sonst kannst du ja auch mal die Betreiberin der Seite fragen, wo sie das Halsband her hat...


    http://www.einfach-taub.de/page92.html auf der einfach-taub-seite sind ein paar Links, wo die dinger zu bestellen sind.


    LG murmel

  • Entschuldigt bitte, aber was soll ein Vibrationshalsband bringen wenn der Hund auch kaum noch etwas sieht?


    Dazu kommt die Orientierungslosigkeit.


    Du sagst selbst das er an der Leine leidet. Ohne Leine, taub, fast blind und und senil- ohne die Sicherheit seines Frauchens/Herrn- muss der Hund Angst haben. Stell Dir vor, man setzt Dich blind und taub am Amazonas aus. Außerdem sagst Du das er selbst Dich auf wenige Meter nicht mehr erkennt.


    Wenn Du keinen Bereich hast (Garten) in dem er sich auskennt und sicher fühlt, lass ihn gehen. Ihn seine letzten Monate in Angst leben zu lassen ist falsch verstandene Tierliebe.


    Gruß
    Wakan

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallo!


    Ich würde vom Vibrationshalsband auch abraten. Die Dinger gibts übrigens unter http://www.softtrainer.de. Aber: Wie Wakan schon sagt - was soll es bringen? Der Hund merkt zwar das Vibrieren, aber er müsste ja auch lernen, was es bedeutet und da sehe ich auch die Probleme.


    Kauft euch ein langes Seil und funktioniert das als Leine um. 20 bis 30 Meter Umkreis - da hat er noch genug Bewegungsfreiheit und weder du noch er müsst in Angst geraten. Er hat Führung und ihr habt ihn im Griff.

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

  • Hallo zusammen,


    Wakan: Ich lasse meinen besten Freund nicht hängen, nur weil es schwerer geworden ist. Dass er mich nachts, wenn er orientierungslos durch die Gegend rennt, mich nicht erkennt, kann ich ihm verzeihen und auch verstehen. Er ist auch nicht taub, er hört schlecht. Er hat auch keine Angst wenn ich mit ihm spazieren gehe. Er ist 18 Jahre alt, umgerechnet sind das ca. 126 Menschenjahre. Dass man dann vielleicht schlechter sieht und das Hörvermögen nachlässt, ist verständlich. Und, wie gesagt, er ist topfit. Er rennt durch den Garten, spielt mit uns, überschlägt sich vor Freude, wenn wir nach Hause kommen. Er ist genauso wie vor vielleicht 10 Jahren. Nur weil es nicht mehr das normale Gassigehen ist oder ich ab und zu mal Pipi wegmachen muss und es allgemein betrechtet schwerer geworden ist, schläfer ich doch nicht meinen Hund ein!! Damit würde man es sich ziemlich leicht machen, oder? Warum soll ich denn diesem lebhaften Tier sein Leben nehmen? Er leidet höchstens unter dem Mangel an Freiheit, aber hier kann Abhilfe geschaffen werden (z.B. lange Leine, wie Pebbles es vorgeschlgen hat).
    Ich bin wirklich geschockt darüber, ganz ehrlich. Als ich einen Hund bekommen habe, habe ich Verantwortung übernommen. Für mich heißt es "wie in guten so in schlechten Tagen". Und nur weil die Verantwortung mehr geworden ist, schieb ich sie doch nicht von mir wie ein Problem.
    Und was heißt hier "letzte Monate"?? Klar, er ist 18, aber fit wie ein Turnschuh. Von letzten Monaten kann noch nicht mal die Rede sein (auch wenn das jetzt evtl. zu optimistisch gedacht ist). Aber ich (und etliche Tierärzte) gehen davon aus, dass Bobby noch weitere 2 Jahre problemlos leben kann. Anzeichen, die dagegen sprechen, gibt es nicht.
    Mein Hund wird genau dann von uns gehen, wenn die Zeit gekomen ist: entweder eines natürlichen Todes oder eingeschläfert. Eingeschläfert wird er dann, und auch nur dann, wenn er unter Schmerzen leidet oder vor sich hin vegetiert. Nicht, weil er ein Problem geworden ist!!!


    Ich bin wirklich geschockt, absolut geschockt über diese Antwort!!


    Für die anderen Antwortn, die mir und meinem Hund helfen wollen, bin ich sehr dankbar. Eine lange Leine werd ich mir auf jeden Fall zulegen.


    Liebe Grüße, Janina und Bobby

  • Hallo Janina!


    :gut: Genauso sehe ich es auch. Wie gesagt, den Streß würde ich auch möglichst vermeiden und so kannst du es ihm wirklich einfacher machen. Du kannst ihm ja, wenn er z. B. gern aus dem Halsband schlüpft, auch ein gutes Geschirr noch zulegen.


    Du mußt ihm eben Augen und Ohren ersetzen und daher muß man eben doppelt und dreifach vorsichtig sein - aber ich denke, das wirst du eh nach den Erfahrungen!

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

  • Zitat von "Pebbles"

    Wie Wakan schon sagt - was soll es bringen? Der Hund merkt zwar das Vibrieren, aber er müsste ja auch lernen, was es bedeutet und da sehe ich auch die Probleme.


    Huhu!


    Ich hab es nicht so verstanden das betreffender Hund komplett blind ist... oder komplett senil... Und wenn er sonst noch so fit ist wäre es unter Umständen noch möglich ihm das bei zu bringen. Ich hatte ja geschrieben, dass ich es davon abhängig machen würde, wie lernfähig er noch ist. Ein schwieriger Lernvorgang ist es ja nicht unbedingt... Die lange Leine ist natürlich auch eine klasse Lösung, die dem Hund die Freiheit gibt, die er braucht.


    Ich sehe allerdings keinen Grund ein Tier, das sich noch bester Gesundheit erfreut - oder zumindest fröhlich ohne Schmerzen lebt - einzuschläfern. Warum auch? Es geht ihm doch gut, er freut sich, hat Spaß am leben. Ob nun ein bisschen altersstur und altersvergesslich und mit schlechtem Hörvermögen ist doch völlig egal.


    Aus der Ferne ist es sicherlich recht schwierig einzuschätzen, aber der Beitrag hörte sich für mich doch nicht nach einem todkranken, leidenden Hund an...


    LG murmel

  • Zitat

    Ein schwieriger Lernvorgang ist es ja nicht unbedingt...


    Doch ist es. Es ist schon für junge noch komplett sehende Hunde schwierig und daher unter Haltern von tauben Hunden (zu denen ich auch gehöre) durchaus umstritten. Ich selbst weiß noch nicht, ob ich mir einen Pager zulegen werde - es gibt sehr viel positive, aber eben auch sehr viele negative Stimmen dafür.

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

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