Hilfe!!!! Hund will nicht alleine bleiben

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    Wir haben einen 9 Monate alten Whippet. Wir ließen ihn immer wieder mal alleine, was anfangs super klappte. Er hat ein bisschen gejault und zwischendrin immer wieder mal Ruhe gegeben. Auf einmal fing er an, an der Tapete neben der Eingangstür zu kratzen. Von mal zu mal wurde es schlimmer. Dann hat er an der Eingangstür genagt und nun hat er ein Riesenloch aus der Wand gekratzt. Auch die Eingangstür leidet zunehmend.


    Anfangs wenn wir weg sind, habe ich ihm etwas zu nagen gegeben. Mittlerweile rührt er nichts mehr an, solange wir weg sind. Wie schon geschrieben, es wird immer schlimmer, im Eingangsbereich macht er immer mehr kaputt.


    Weiß jemand einen Rat. Wäre für Hilfe sehr dankbar. :help:


    Leider fährt er auch nicht gerne Auto. Er steht die meiste Zeit und hechelt wie wild. Vielleicht hat jemand einen Tipp, wie man es ihm schmackhafter machen kann.


    Ich hoffe auf eine Antwort und bedanke mich hierfür im Voraus.

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  • Es ist immer schwer so auf die Entfernung, ohne dass man den Hundehalter, den Hund und das ganze Zusammenleben kennt, einen Rat zu geben.


    Unser Paul ist unser erster Hund aus dem Tierschutz und als er zu uns kam (ca. 3 Monate alt) hatte er unheimliche Trennungsängste. Er hat vor lauter Verzweiflung versucht durch eine geschlossene Tür zu kommen. Es war grauenhaft. Wir haben ihn dann erstmal eine Eingewöhnungszeit von ungefähr 4 Monaten gegeben und dann so angefangen:


    Nach einem ausgiebigen Spaziergang - Paul so richtig müde - sind wir nach hause. Paul hat was zu futtern bekommen und nach einiger Zeit hat er sich gemütlich zum Schlafen hingelegt. Als er eingeschlafen war, haben wir für kurze Zeit die Wohnung verlassen. Paul hat es gar nicht mitbekommen, dass wir weg waren. Nach so ca. 10 Minuten sind wir, sehr laut die Wohnungstüraufschließend, zurück. Paul hat uns ganz verdutzt angeschaut und wir haben ihn ganz doll gelobt. Diese Prozedur haben wir immer öfter wiederholt. Dann habe ich angefangen ihn kurze Momente - zum Briefkasten, in den Keller, zum Mülleimer etc. alleine zu lassen. Ich habe einfach den Schlüssel genommen, Paul kam, ich hab gesagt, sei schön brav, bin gleich wieder da und Paul hat sich hingesetzt - war schon noch aufgeregt aber ist geblieben. Wenn ich reinkam, hab ich ihn gelobt. Nach einiger Zeit, als das funktionierte, habe ich angefangen, die Zeiten zu verlängern und so nach ca. 1 - 2 Monaten üben, hatten wir es geschafft.


    Heute ist es für Paul selbstverständlich, dass es Zeiten gibt, da muss er halt alleine bleiben. Wenn ich morgens in den Job muss, legt er sich schon von sich aus hin und wartet auf die Verabschiedung. Immer das Gleiche Ritual - ich sag tschüß Paul, bin gleich wieder da und streichle ihm noch mal über seinen Kopf. Er legt sich irgendwo gemütlich hin und schaut mir müde nach. Ach ja, bevor ich morgens das Haus verlassen, haben Paul und ich einen ca. 1 Stündigen Spaziergang hinteruns.


    Mein Mann und ich machen immer das Gleiche Ritual, wenn wir das Haus verlassen. Ohne Kommentar Anziehen, Schlüssel nehmen etc., dann Paul angesprochen: Tschüß Paul, sei schön brav, wir sind gleich wieder da und ein Leckerchen gegeben. Am Anfang kamen da noch Aufforderungen, dass er mit wollte. Heute wartet er, ob er aufgefordert wird mitzukommen oder ob das zuvor beschriebene Ritual kommt und er zu hause bleiben soll.


    Ich denke, Du brauchst bei Deinem Hund sehr viel Geduld.


    Da Du leider bei den Zerstörungen Deines Hundes an der Wand im Flur und der Tür nicht einwirken kannst, wenn Du nicht da bist, würde ich die Wände und die Türe mit Holz schützen. Dann kann er nicht noch mehr zerstören. Wichtig, mach die Zeit, die er alleine bleiben soll am Anfang nicht zu lang, versuch es in kleinen Schritten. Immer nur ein bißchen. Wenn Du nach ein paar Versuchen, die Zeit erhöhst und er wieder anfängt, dann fang noch mal mit kleineren Schritten an. Lass Dich nicht aus der Ruhe bringen. Er braucht bestimmt nur noch etwas mehr Sicherheit in der Wohnung und dass ihr wiederkommt und dann wird es bestimmt auch klappen.


    Ich hoffe, ich konnte Dir helfen. Das ist ja jetzt ganz schön viel geworden. Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mir ruhig eine Mail schicken, da ich nicht ständig im Forum bin.


    LG und viel Erfolg


    agil

  • Hallo!!


    Vielen Dank für deine Antwort.


    Da haben wir noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns. Aber du machst mir Mut. Anfangs war es auch okay mit ihm und ich hoffe, mit etwas Geduld bekommen wir das wieder hin.


    Viele liebe Grüße


    Ultra-A


    PS: Wenn ich in einen anderen Raum gehe, in den Keller, an den Briefkasten..... da gibt er Ruhe. Er ist auch gerne im Garten, da schaut er auch nicht nach mir. Nur, wenn er merkt wir gehen weg, dann rastet er aus.

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  • Hallo,


    wenn Du in den Keller oder in einen anderen Raum gehst, merkt der Hund, dass Du das Haus Nicht verlässt.


    Wir haben im Moment ein ähnliches Problem mit unserem Zweithund. Ihn haben wir seit 6 Wochen, er ist 1 Jahr alt und solange der andere Hund auch im Haus ist, meckert er nicht. Lassen wir ihn aber mal ohne den anderen Hund allein, findet er das ziemlich dämlich und macht theater. Also versuchen wir jetzt, ihn erst ein paar Minuten und dann immer länger ganz allein zu lassen. Ich muss allerdings sagen, er betätigt sich nicht innenarchitektisch.


    LG


    Nele

  • Hallo, als mein hundchen noch jünger war, hat er auch solche sachen veranstaltet. in nem schlauen buch (ich weiss den titel leider nicht mehr) hab ich dann gelesen, dass hunde, in dem moment, wenn wir menschen das haus verlassen, sich für den wohnbereich "verantwortlich" fühlen. sie wollen ihren job des aufpassens/beschützens erledigen und sind oftmals mit dieser aufgabe (zu grosser bereich) völlig überfordert und müssen diesen "druck" dann über solche für uns unerfreuliche zerstörungen abbauen. ich hab daraufhin meinen hund im kleinsten raum gelassen, alle anderen bereiche verschlossen und....siehe da...es wurde zunehmend besser. natürlich sollte mann das ganze, wie von den anderen oben schon beschrieben, langsam angehen. vielleicht klappts ja bei euch auch :gut: gruss frodo

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallöchen -


    zu den bereits gegebenen super Tipps kann ich vielleicht auch noch ein bisschen was beisteuern.


    Wenn Ihr zuhause seid und Euch sehr viel um den Hund 'kümmert', d.h. er bekommt übermässig viel Aufmerksamkeit, und dann geht Ihr weg und plötzlich ist er alleine und ohne Aufmerksamkeit, dann ist für ihn dieser Unterschied viel grösser und beängstigender, als wenn Ihr ihn zwar zuhause um Euch rum habt, aber ihn nicht zu sehr 'betüdelt'.


    Weiss nicht, ob das bei Euch so ist, das ist nur eine Theorie.........


    LG
    Chrissi

    Positive reinforcement works when you find something that is positively reinforcing to the dog. That you have not found what it is, does not negate the method.
    (Debbie Jacobs)


    Duran und der Flitzeflummi Dixie
    http://www.dogforum.de/dixie-chick-t157648.html

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