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Fremde und Kinder, wie verhalte ich mich am besten!!!

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    Hallo zusammen,


    meine 5 Jahre alte Windhund-Mix Hündin kommt aus einer Tötungsstation in der Türkei (sie hing mit den Pfoten Kopfüber an einem Baum und ist von Kindern mit Steinen beworfen worden, als Urlauber sind fanden und mitgenommen haben).Sie ist aber wieder abgegeben worden, weil die Leute nicht mit Ihr zurecht kamen :schockiert: Wundert mich etwas da sie ja noch ein Baby war. Ich habe sie mit 6 Monaten bekommen.


    Eigentlich hört sie ganz gut und ist ein ziemlich braver Hund, auf der einen Seite sehr ängstlich aber auch wieder forsch, zurückhaltend und neugierig zugleich.


    Das mal zur Vorgeschichte, mein Problem ist folgendes:


    Ich weiß nicht recht wie ich mich verhalten soll, ich habe sie von kleinauf immer viel überall mit hin genommen, ich habe einen großen Freundeskreis und wir haben auch immer viel Besuch das klappt alles super, aber wenn vollkommen Fremde oder auch Kinder sie versuchen anzufassen oder auch auf sie zugehen dann hat sie tatsächlich schon öfter geschnappt. Insbesondere wenn ich das nicht richtig mitbekomme, sonst sage ich direkt "Bitte nicht anfassen" aber ich stehe z.B. an der Kasse beim TA, Mia sitzt hinter mir und ein kleines Kind geht hin und will sie streicheln in dem Moment wo es schon zu spät war habe ich erst mitbekommen. Sie hat glücklicherweise das Kind nicht erwischt.. aber trotzdem..


    Oder sie sitzt im Biergarten an der Getränkeausgabe neben mir, eine ältere Damen kommt an und beugt sich über sie und meint dann "Naaa was bist du denn für ne Süße" die Mia hat so ihre Zähne gezeigt die ältere Dame hat richtig Angst bekommen.


    Ich kann meinem Hund ja schlecht ein Schild umhängen "Vorsicht ich mag keine Fremden und Kinder" aber dennoch habe ich Angst das mal was passiert.


    Habt Ihr ne idee?????


    Danke und Gruß
    Steffi

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  • Huhu..
    ich bin der Meinung das sich mein Hund net von jedem anfassen zu lassen hat. Gibt aber auch Leute die sagen das sich der Hund des gefallen lassen muss ohne zu murren. Und das Deine so reagiert ist bei der Vorgeschichte ja auch irgendwie verständlich *denk.


    Wenn Du sie oft mithast würd ich versuchen sie mit dem Körper abzuschirmen oder sie dort hinzulegen/setzen wo net jeder Hinz & Kunz an sie rankommt bevor Du einschreiten kannst.
    Also z.B. im Biergarten unter den Tisch ablegen wo sie in Sicherheit ist oder an der Getränkeausgabe vor Dir absitzen zu lassen, gleiches beim TA. So kann jedenflls keiner an sie ran ohne das Du irgendwie im Weg stehst bzw ohne das Du nen Auge drauf haben kannst wer sie anfässt und kannst "warnen".


    Alternativ dazu würd mir nur noch der Maulkorb einfallen wenn ihr zu belebten Plätzen geht? Eigentlich fässt sie dann garkeiner mehr an und Du bist vor Anzeigen geschützt falls sie dochmal richtig schnappen sollte.
    Mehr kommt mir grad net, tut mir Leid.

    1, 2 oder 3.
    Letzte Chance... vorbeeei!
    M.m.E.B.E.


    ..mit wehenden Fahnen und erhobenem Haupt!
    Der Dramatiker Eugene Ionescu sagte: „Ideologien trennen uns. Träume und Ängste bringen uns einander näher."

  • Das gleiche Problem hatte ich anfangs mit Snoop.


    Du musst auf jeden Fall super gut aufpassen, dass niemand sie überraschend anfasst. Beim Tierarzt an der Kasse hinter dir ist leichtsinnig.
    Da musst du sie vor dir sitzen haben, wo du alles mitbekommst.
    Das ist nicht immer einfach, aber bei Snoop ist mir das schon gelungen.
    Notfalls hatte ich den Hund vor mir und hab ihn breitbeinig von allem abgeschirmt.


    Evtl. sogar mit Maulkorb. Das konnte ich bei Snoop aber umgehen, da ich wirklich immer sehr gut aufgepasst habe.


    Nach und nach hab ich ihn dann an Fremde und Kinder gewöhnt. Dazu hab ich jedes Kind und jeden Fremden, der dazu in Frage kam, eingespannt. Sie durften Snoop Leckerchen geben, aber nur anfassen, wenn er signalisiert hat, dass es okay ist.
    So hat er langsam gelernt, dass er von Kindern und Fremden nur Gutes zu erwarten hat.


    Den Kontakt und die Intensität der Begegnungen hab ich langsam gesteigert. Immer nur so viel, wie er ertragen konnte.


    Der Nachteil ist, dass Snoop daran gewöhnt ist, Futter von Fremden zu nehmen. Aber ich musste eben abwägen, was mir wichtiger ist.


    Mittlerweile ist er sehr entspannt mit Kindern und fremden Leuten. Aber ich bin immer noch sehr vorsichtig.
    Wenn damit zu rechnen ist, dass Kinder plötzlich losrennen oder auf ihn zugehen, nehm ich ihn immer noch an die Leine und "beschütze" ihn.
    So behält er das Vertrauen, und ich kann verhindern, dass er doch mal nach einem Kind schnappt o.ä.


    Wenn man die Vorgeschichte von Hunden nicht genau kennt, muss man wirklich immer sehr genau aufpassen und beobachten.

    Mit besten Grüßen aus dem schönen Taunus
    von Snoop, Sari und Christine

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  • Hallo,


    kann mich nur anschließen. Du musst wirklich schauen, dass keiner an sie rankommt.
    Ich weiss wie schwierig das ist, aber mit der Zeit lernt man überall seine Augen zu haben und setzt den Hund dann schon automatisch nach vorne.


    So wie Snoop schon geschrieben hat, so würde ich auch vorgehen.
    Langsam Schritt für Schritt versuchen sie an Kinder und Fremde zu gewöhnen.
    Nichts überstürzen, sondern nur so weit fordern wie sie es verkraftet.


    Wenn ich mit Filou in die Öffentlichkeit gehe und nicht 100% schauen kann was um mich herum passiert, oder wenn jemand dabei ist und ich abgelenkt bin, trägt er einen Maulkorb.


    Einmal ist es ein Schutz für die Menschen, aber auf der anderen Seite auch für ihn. So kommt nicht jeder auf die Idee in Anfassen zu wollen.
    Ihn stört es auch nicht, da er nur positves mit dem Maulkorb verbindet.


    Liebe Grüße


    Steffi

    Liebe Grüße


    Steffi E.


    ____________________________



    Filou August 2007 der Spanier
    Murphy April 2010 der Amerikaner
    Ronja 10.08.1998 - 13.06.2012 die Deutsche, tief im Herzen und unvergessen

  • Hallo,


    wenn das stimmt was du geschrieben hast, dann hat dein Hund bereits in den ersten Wochen seines Lebens direkt in die Hölle geblickt.


    Das dieser Hund Angst hat, wenn Fremde oder Kinder auf sie zukommen ist mir vollkommen klar.


    Hier kannst du nur eines machen: deinen Hund ganz behutsam an solche Situationen heranführen. Bei ängstlichen Hunden bestimmst du zwar die Richtung aber der Hund entscheidet die Geschwindigkeit der Therapie, soll heissen: du kannst bzw. solltest hier nichts forcieren!! Wenn du merkst, dass dein Hund die Situation nicht packt, dann geh wieder ein Stück zurück und verweile dort für einen Moment. Dein Hund soll die Kinder noch sehen, soll aber auch gleichzeitig merken, dass Du ihm die Sicherheit gibst, die der Hund ganz dringend braucht.


    Was das unbefugte Antatschen deines Hundes angeht...nun, das kenne ich zu genüge. Auch wir haben einen Hund übernommen, der bereits in den ersten Wochen nicht viel Gutes zu sehen bekommen hat und im Rahmen der letzten 3 Jahre ist es auch immer wieder dazu gekommen, dass fremde Passanten (egal ob Kind oder Erwachsener) meinte, den Hund tätscheln zu müssen und schreckten dann zurück als Momo bellte.


    Okay....diese Situationen sind immer ärgerlich. Zum einen weil sie uns das aufwendige Training immer wieder kaputtmachen und uns zurückwerfen. Zum anderen aber auch, weil wir erkennen müssen, dass unser Hund noch nicht soweit war obwohl wir uns schon weiter wähnten. Naja und zu guter letzt dann noch wegen der betreffenden Passanten, denn die stehen dann plötzlich da und geifern rum, was das denn soll.


    Wir hatten uns seinerzeit tatsächlich überlegt, dem Hund zuliebe einen Maulkorb zu kaufen und allen Menschen damit zu signalisieren: "Achtung! Kommt mir nicht zu nahe - ich verschlucke Kinder am Stück und beisse Erwachsenen auf einen Happen die Hand ab!"


    Ich habe wirklich noch niemals einen Passanten an einen Hund herangehen sehen, der einen Maulkorb trägt - ihr vielleicht?


    Wir haben es dann aber doch nicht getan und uns darauf beschränkt, die Umwelt noch aufmerksamer zu beobachten. Kommt ein Passant auf uns zu, sagen wir freundlich aber bestimmt, dass wir das nicht möchten. Es klappt, ist zwar manchmal wirklich ein wenig stressig aber es geht. Denn ich wollte Momo nicht in einen Maulkorb zwängen, nur damit die Menschen von ihm wegbleiben. Wäre es anders herum und Momo würde auf die Menschen zugehen, dann sähe es schon wieder anders aus, aber so haben wir uns gegen den Maulkorb entschieden.


    Lg
    Volker

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallo zusammen,


    erst mal Danke für die vielen Tipps.
    Vieleicht noch mal kurz zur Erklärung, ich habe den Hund seit 4,5 Jahren und genauso lang versuche ich schon Ihr mit Übungen und ähnlichem klar zu machen das sie schlimme Zeit vorbei ist und ihr niemand etwas tut, was bis auf das auch schon sehr gut geklappt hat im Gegensatz zum Anfang. Es ist so, sie würde nie zu einem Kind oder Fremden von sich aus hingehen und irgendwas machen, klar sag niemals nie. Sie hat auch keine Angst davor, den Eindruck habe ich nicht. Sie geht super ohne Leine und hört auch sehr gut. Wenn z.B. ein fremder kommt und sie geht als erstes zu ihm hin dann gibts gar kein Problem, aber wenn der Fremde zuerst auf sie zugeht dann kann sie schon mal knurren. Also im Prinzip sucht sie sich die Leute aus die sie anfassen dürfen, was ja auch in Ordnung ist.


    Ich passe schon sehr gut auf, das sind jetzt mal eben zwei Situationen gewesen wo ich mal einen Moment nicht aufgepasst habe, nur habe ich eben tierisch Angst das sie mal irgendwann wenn ein Kind sie anfasst und ich es doch nicht mitbekomme nach einem schnappt :/
    Aber ihr dafür gleich immer einen Maulkorb anzulegen z.B. wäre schon hart.


    Ich werde auf jeden Fall versuchen, wie Ihr schreibt den Hund mehr abzuschirmen mit meinem Körper und noch besser aufzupassen und die Leute bevor sie auf sie zugehen darauf hinzuweisen das bitte zu unterlassen. Hoffenlich klappt es (-: Ich habe eigentlich nur zwei Bausstellen die echt schwierig sind, diese und Hündinnen, so hat man immer was zu tun (-: .


    Dank Euch noch mal.
    Liebe Grüße
    Steffi

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