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Hund mit 2 Gesichtern

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    Hallo gibts jemand der ähnliches berichten kann.


    Wir haben uns einen Hund(m) (vermutlich Retrievermix und evtl. ca 1-2 Jahre alt) aus einer Pflegestelle geholt und diese hatte den Hund aus Griechenland exportiert. Dieser arme Hund scheint schon einiges mitgemacht zu haben, ihm wurde der Schwanz teilweise abgeschnitten und eine Vergiftung hat er nur dadurch überstanden, daß er von 7 Hunden anscheinend der kleinste und schwächste war und deswegen nur wenig von dem vergiftetem Fleisch bekommen hat.
    Nun meine Probleme: Wenn ich mit ihm Gassi gehe und da kommen Autos mit Anhänger, da geht er los wie eine Rakete und möchte hinterher, desgleichen bei bestimmten Autoklängen oder- farben, meist schwarze PKWs. Weis nicht welche negative Erfahrungen er da gemacht hat. Desweiteren bei Treffen mit fremden Hunden, die läßt er nicht an sich ran bzw. er reagiert sehr agressiv.. nur mit unserem Nachbarshund (w) versteht er sich prima. Meine Frau geht einmal pro Woche in die Hundeschule und da gibts auch Streß mit fremden Rüden.


    Das 2. Gesicht ist zuhause. Der Hund ist superbrav, macht nichts kaputt, bleibt ruhig alleine, man kann alles mit ihm machen, Knochen hole ich ihm aus dem Maul, was ich bei meinen anderen Hunden vorher nicht konnte....Silvester keine Anzeigen von Streß, bin zwar bei ihm im Wohnzimmer geblieben, aber er hat das ganze cool weggesteckt... Das einzige was mir da auffällt, er steigt keine Treppen, sowohl in den Keller als auch in das OG geht er nicht.... aber das finde ich ok, bleibt uns auch ein Rückzugsgebiet, denn im Erdgeschoß läuft er immer hinterher und will dabeisein.


    Wenn sich die anfangs angesprochenen Probleme noch lösen würden, wäre das ein Superhund....
    Kann mir jemand dazu Tips geben...


    Danke im Voraus.

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  • Wie lange lebt der Hund denn schon bei Euch?


    Habt ihr "draußen" denn ein anderes Verhalten, evtl. Streß, etc. was vom Hund sehr schnell wahrgenommen wird und ihn möglicherweise ungewollt in seinem Verhalten bestärkt?

    LG


    beauci

  • Haben den Hund schon ca. 2 Monate.
    Nein, draußen geht auch alles problemlos, kann normal mit ihm laufen, bis evtl. ein Auto mit Hänger kommt oder ein bestimmtes Autogeräusch oder ein fremder Hund. Ich vermute mal, da er ein wildlebender Hund in Griechenland war, das Sozialverhalten gibt es bei ihm nicht. Ob ich das jemals geregelt bekomme, ich weis nicht...


    Werde versuchen ihn mal mit einer Wassersprayflasche zu beeinflussen wenn er mal wieder abgeht...


    Erich

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  • Würde ich nicht. Denn das kann ganz schnell ins Auge gehen und falsche Verknüpfungen erstellen. Du könntest dein Problem noch verschlimmern.


    Suche dir lieber einen guten Hundetrainer, der dir zeigt, wie man das Problem in den Griff bekommt und experimentiere nicht mit einem Hund, der eh schon schlimmes erlebt hat.


    Bitte!

  • Wasser sprayen würde ich auch ganz schnell vergessen, damit zerstörst Du jegliches Vertrauen, und im schlimmsten Fall bestätigst Du
    Auto= böse, da jetzt noch zusätzlicher Schrecken.


    Autos sind ja nicht gerade zu übersehen, also geh´vorausschauend mit ihm.
    Wenn in Entfernung ein schwarzes Auto sichtbar wird, dann würde ich ihn in dem Moment anfangen zu füttern, wenn er das erste Mal Sichtkontakt zum Objekt aufnimmt.
    Also nicht ablenken, sondern gezielt
    Auto sehen = füttern = ist ja was tolles.
    Und dann raus aus der Situation. Sei es durch um eine Ecke gehen, in einen Hauseingang, Kehrtwendung o.ä.


    Und die Dauer der Annäherung, also Verkürzung der Entfernung langsam steigern.


    Genauso mit Hunden. Bevor er die Chance hat, sich reinzusteigern: wechsel die Straßenseite, lauf großzügige Bögen. Jeder Hund hat eine andere Wohlfühlzone; wird diese unterschritten kann es zu austickern kommen.
    Meine Süße z.B. braucht sicher 5-6Meter Zwischenraum, alles darunter bedeutet Stress und sie hängt in der Leine. Im Freilauf sieht es anders aus, da macht ihr auch ein dichtes Nebeneinander nichts aus


    viel Glück und Erfolg beim Trainieren
    Constanze

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Vielleicht fühlt sich euer Hund unsicher draußen?! Habt ihr ihn schonmal ohne Leine laufen lassen? Dreht er dann auch so ab (Autos & Rüden gegenüber)? Oder ihn draußen vllt ablenken?! Also mit Spielzeug, Wurst oder so was ähnliches. Hmm :???:

  • Lass das mit der Sprayflasche! Wie gesagt, die Angst vor den unbekannten Sachen wird dadurch noch schlimmer, da Autos ja gleich Wasserspritzer bedeuten. Er wird dies nicht mit seinem Verhalten verknüpfen und demnächst vor Angst sich überhauptnichtmehr einkriegen!


    Such dir eine Strasse, z.B. Landstrasse, wo du die Möglichkeit hast auf einer Wiese daneben zu üben, ohne das Bäume die Sicht versperren.
    Beschäftige dich mit deinem Hund erst einmal in 300 oder 500 Meter Entfernung mit Grundgehorsam, Suchspielen, Apportierarbeit...
    Lobe ihn viel und näher dich, wenn alles gut klappt immer um 20 m der Strasse, bellt er, wieder ein Stück zurück. Lass ihn kurz gucken, aber ruf ihn dann zu dir und beschäftige dich weiter mit ihm - natürlich mit ganz viel Lob.
    So lernt er, "da vorne sind Autos (mit Hänger), aber Herrchen reagiert nicht drauf und macht weiter wie zuvor, also muss von ihnen keine Gefahr ausgehen" .


    So näherst du dich Schritt für Schritt immer weiter der Strasse bis du irgendwann erst für 2 m Bei Fuß vorbeigehen kannst (zuerst an normalen Autos, dann an Autos mit Hängern) und nachher die ganze Zeit einen entspannt, lockeren Hund neben Autos mit Hängern vorbeiführst.
    Dabei die ganze Zeit loben (fürs Bei Fuß gehen, nicht für ängstliches zusammenzucken ohne bellen)
    Dann kannst du mal Sitz und Platz neben einer befahrenen Straße verlangen und das "Bleib" irgendwann so weit steigern bis er in 20 m Entfernung daneben liegen bleibt während Autos vorbeifahren.


    Das ist keine Sache von 3 Tagen , du musst dort über mind. 2 Wochen täglich für eine Stunde dran üben, auch mit einigen Spiel- und Schnüffelpausen unterbrochen.


    Das Problem mit anderen Hunden klingt nach Unsicherheit.
    Wichtig wäre zu wissen, wie der Hund sich angeleint anderen Hunden gegebüber verhält und wie abgeleint.
    Ist es nur ein Bellen in einigen Abstand drumherumschleichen und ein nichtam Hinternschnüffelnlassen-rumspring-abwehr Verhalten verbunden mit Knurren und Aufstellen der Nackenhaare.
    Rastet er an der Leinevöllig aus und ist dann nicht mehr ansprechbar?


    Könntest du diese Fragen bitte beantworten ;)


    LG Jana

    Hunde kommen, wenn sie gerufen werden. Katzen nehmen die Mitteilung zur Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück


    Mary Biy

  • Zitat von "Hornet"

    Haben den Hund schon ca. 2 Monate.


    ich würde sagen erst zwei monate :D gebt ihm ein wenig mehr zeit. wenn deine frau mit ihm auf dem hundeplatz arbeitet - ich hoffe nicht in einer großen gruppe, wird er bald leichter zu händeln sein und ihr könnt draußen mit ihm arbeiten.


    gruß marion

  • Hi,


    lass das mit der Sprühflasche. Es wurde ja bereits erklärt, warum.
    Ich bin mir sicher, dass du das mit einem guten Trainer oder einer guten Hundeschule hinbekommst.
    2 Monate sind ja keine Zeit. Das dauert schon länger.


    Bei Snoop war das ähnlich. Pferde und andere Hunde. Ein furchtbares Theater. Wir waren in der ganzen Nachbarschaft verschriehen.


    Ich hab auf genügend Abstand geachtet und hab Snoop immer gelobt (Leckerchen) solange er ruhig war.
    Und ignoriert, wenn er gebellt hat. Ich bin dann einfach schnell mit ihm weiter gegangen.
    Auch Bemerkungen wie "Aus! Seit still!!" oder auch "Ist doch gut, alles in Ordnung" hab ich mir verkniffen.
    Aber bereits den ersten Blickkontakt, während dem er noch still war, hab ich belohnt.
    So hat er schnell gelernt, dass ein anderer Hund, oder ein Pferd, nur Gutes bedeutet.


    Und mit der Zeit festigt sich auch das Vertrauen, das gegenseitige Verstehen ohnehin noch.


    Es gibt halt relativ viel zu beachten und zu wissen. Deshalb fände ich für so ein Problem eine gute Hundeschule wichtig.
    Achtung: nicht mit Abschreckung und Meideverhalten arbeiten. Sondern mit Vertrauen und Sicherheit.


    Hunde von der Straße haben übrigens überwiegend sogar ein besseres Sozialverhalten, als andere.
    Eurem Hund fehlt vermutlich die Sicherheit.


    Nehmt euch Zeit, arbeitet mit Geduld und Einfühlungsvermögen, und lasst euch erklären, wie ihr eurem Hund vermitteln könnte, was ihr von ihm wollt.


    Viel Erfolg
    und Spaß (es macht wirklich große Freude, im Laufe der Zeit die Verbesserungen zu erleben :smile:)

    Mit besten Grüßen aus dem schönen Taunus
    von Snoop, Sari und Christine

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