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mein Hund hört nicht (mehr) auf mich

  • Hallo zusammen,


    habe meines Erachtens ein wirklich großes Problem was mich einfach nicht in Ruhe lässt.


    Und zwar bin ich vorhin vom Gassi-Gang wiedergekommen.
    Als kurze Erläuterung: Meine Freundin und ich besitzen einen Boxer namens Rascall, 11 Monate alt. Sie ist auch diejenige, die man als "Alpha" bezeichnen kann, da meine Freundin und ich erst seit etwa sieben oder acht Monaten zusammen sind aber schon zusammen in einer Wohnung leben. Mit dem Hund hatte/habe ich auch normalerweise keinerlei Probleme, ich liebe ihn genauso sehr und kümmere mich dementsprechend auch in meiner freien Zeit um ihn. Wenn meine Freundin und ich gemeinsam mit Rascall spazieren gehen, halte ich mich dezent im Hintergrund wenn sie mit ihm Übungen macht und spielt, damit er eine Person hat auf die er sich für den Moment fixieren kann.
    Wenn ich dann mal alleine mit dem Hund einen ausgiebigen Gassi-Gang nach der Arbeit mache - was natürlich tagtäglich vorkommt, da meine Freundin und ich berufstätig sind und einer von uns beiden immer früher als der andere zuhause ist - mache ich auch solche Übungen und spiele mir ihm. Hören tut er dann auf mich wie bei "Alpha". Bis vor ein paar Tagen...


    Rascall reagierte bei einem ausgiebigen Gassi-Gang auf keinerlei meiner Kommandos, hielt ständig einen Abstand in Lauerposition vor mir. Das macht er üblicherweise, wenn er mit dem Spielen nicht aufhören will. Nach 2 oder maximal 3mal "Aus" ist das dann auch wieder gegessen und dann lässt er es auch sein.
    Nunja, jedenfalls hat er selbst nach etlichen Versuchen von mir nicht damit aufhören wollen. Irgendwann hat es auch kein Sinn mehr ihn ständig aufzufordern und bin dann einfach weiter gegangen. Nach etwa 100 Metern kam er dann im normalen Schritt hinter mir her, ohne das ich ihn dazu auffordern musste. Als er mich dann erreichte, habe ich vielleicht einen großen Fehler gemacht und ihm einen Schlag auf den Hintern gegeben und ihn angeleint. Ich muss dazu sagen, dass das, das erste Mal war, dass ich ihm einen Schlag gegeben habe, weil ich generell gegen Gewalt an Tieren bin. Doch da haben meine Nerven einfach nicht mitgespielt und mir tat das wohl mehr weh als ihm. Zuhause angekommen war auch wieder alles i.O. und auch bei den darauf folgenden kurzen Gassi-Gängen zum Pinkeln etc. gab es keinerlei Probleme - als wäre nichts gewesen.


    So, und nun zu heute. Gleicher Ort und wieder gleiche Situation. Bin dann wieder verärgert voran gegangen, doch Rascall kam nicht hinterher. Natürlich habe ich mir dann irgendwann Sorgen gemacht, schließlich war es auch dunkel und nach einigen hundert Metern dreht man sich dann doch mal um und schaut. Doch keine Spur von meinem Hund. In Sorge bin ich zurück gelaufen und habe ihn gesucht. Irgendwann habe ich ihn dann auch endlich entdeckt. Jedoch ist er an mir vorbeigerannt und hielt einen Mindestabstand vor mir und ging in Richtung nach Hause. Ich war mehr als verzweifelt und verärgert und habe weiter versucht ihn zu mir zu locken, da der Nachhauseweg über eine kleine Straßenkreuzung führt und ich das natürlich nicht riskiere, dass er umgefahren wird. Doch Rascall lief und lief, ohne um sich zu schauen und gar auf mich zu hören. Ich bin ihm kurz bevor er an der Kreuzung angekommen war hinterher gerannt um vielleicht eine Chance zu haben. Das ist in dieser Situation normalerweise unmöglich gewesen aber ich konnte nichts anderes mehr tun. Als ich dann kurz vor der Haustür angekommen bin und er auch schon dort war blieb ich kurz stehen und habe ihn zu mir holen wollen. Das klappte dann auch aber er hatte irgendwie eine gewisse Angst vor mir. Und das verstehe ich nicht.


    Mir macht das wirklich zu schaffen weil der Hund mir einiges bedeutet.


    Danke für jede Hilfe!


    Gruß Christian

  • Hallo Christian!


    Du hast falsch reagiert.
    Du wolltest das Rascall zu dir kommt, was er erst nach einiger Zeit getan hat.
    Also warst du sauer und hast ihm einen klaps gegeben. Der Hund kann das nicht damit verbinden das du sauer auf ihn warst weil er so lange gebraucht hat, sondern verbindet den Klaps eher damit das er überhaupt zurückgekommen ist.


    Deswegen hat er sich wohl heute gedacht - ohweia... na bevor ich zurückkomm und meinen Klaps abhol, lass ich mich mal gar nicht einfangen.


    Wenn der Hund zurückkommt, egal wie lange es dauert, egal was davor vorgefallen ist - IMMER belohnen. Gerade WENN es länger gedauert hat.


    Zum Herrchen zurückkommen sollte Rascall immer mit etwas positiven verbinden!
    Ignorier seine Spielaufforderungen, wenn du nicht mehr willst und lauf weiter. Kommt er dann zu dir belohn ihn ausgiebig (streicheln, leckerchen etc) und lein ihn an :)



    Meine rster Hund hiess auch Rascall :ops:



  • Dann stelle Dir mal vor das ich mit Dir einen Spaziergang mache und plötzlich schlage ich Dir eine drüber, und Du weisst nicht warum?


    Du wirst Dich vor mir dann in Acht nehmen, nach der gemachten Erfahrung.


    SOOOO ähnlich geht es Deinem HUNDI!


    Nun heißt es die negative Verknüpfung löschen.


    Würde Dir empfehlen an den Ort der Gewalt-Einwirkung zu gehen und den angeleinten Hund sehr nahe bei Dir führen, und dort sehr ruhig und leise zu streicheln/setze Dich dabei auf den Boden, und alles langsam in den Bewegungen, und langsam stehst Du dann wieder auf.


    Erzähle Ihm das er für Dich der beste Hund der Welt ist!


    Zukünftig solltest Du auf dem Rückweg den Hund rechtzeitig anleinen, um den Heimweg entspannt und mit lockerer Leine gehen, bevor Du an der "Angst-Stelle" vorbei kommst.
    Gehe einfach im Bereich der Stelle lautlos Deinen Weg und lass IHN neues Vertrauen in der Augenblick-Situation fassen.



    WUFF



    MASSAvonSAMMY

  • HuHu,
    ich kann mich Senecca und Massa nur anschließen.
    Ich hatte bei einem meiner ersten Hunde auch den Fehler gemacht.
    Mein Hund hat das "Sitz" korrekt ausgeführt und daher gabs bei mir kein fangen spielen.
    Übrigens hilft ein hinterherrennen rein garnicht.
    Lieber weggehen und den Hund ignorieren.


    LG Gaby und die 12 Pfoten.

    LG Gaby und die 12 Pfoten.


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    Meine Hunde sind mein Leben - aber die Regeln müssen eingehalten werden.

  • Hallo Christian,


    vielleicht wäre es auch ratsam, mit dem Hund mal ganz woanders spazieren zu gehen und Unmengen Käse oder sonst was Tolles dabei zu haben, immer mal wieder den Hund rufen und belohnen und wieder fort schicken.
    Als Gegenkonditionierung sozusagen...um das erschütterte Vertrauen wieder herzustellen.


    Hast du dazu die Möglichkeit?

    Liebe Grüße von Antonia

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen kostenlosen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


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