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sekundäres Lymphödem

  • Hallo,
    ich brauche ganz ganz dringend Tipps von Leuten, die so etwas schon mal erlebt haben.
    Unserem Schäfermix Lola (9 Jahre alt) ist am Donnerstag (also vor 6 Tagen) der linke Vorderlauf amputiert worden (einschließlich Schulterblatt). Sie hatte sich ein Jahr lang gequält mit vielen Schmerzen, hatte diverse Operationen usw. schließlich hat der Arzt in der Klinik doch noch einen Tumor in der Achselhöhle entdeckt. Ob dieser Ursache war bzw. bösartig ist, wissen wir noch nicht.
    Aber: Lola kommt mit der Amputation super klar, lief (rannte!) bereits am 2. Tag fröhlich durch die Gegend, wollte spielen, rennt die Treppe rauf und runter, alles allerbest - dachten wir.


    Nun aber sei 3 Tagen ein Riesenproblem: Da ihr ja auch der eine große Lymphknoten in der Achsel entferrnt werden musste, kann die Flüssigkeit nicht ablaufen. Sie staut sich im Kopf- Halsbereich. Es ist ganz schrecklich. Morgens, beim Aufwachen, ist in der Regel alles in den Kopf gelaufen, so dass die Seite, auf der sie gelegen hat, ganz schief ist. Es ist nach Schätzung der Physiotherapeutin inzwischen ca. ein Liter Flüssigkeit! Tagsüber wandert das Ganze in den Kehlbereich und hängt dann fest und schwer in der "Wamme". Das kann und darf so auf keinen Fall lange dauern. Lola leidet sichtlich, weint vor allem morgens und mag kaum noch aufstehen.


    Nicht dass uns ihr Aussehen wichtig wäre, aber sie sieht aus wie ein Monster aus einem Horrorfilm. Ich hätte nie gedacht, dass es so etwas überhautp geben kann!


    Gestern hatte sie ihre erste Lymphdrainage. Die Therapeutin meinte, sie hättte (ältere Fachkraft!) so etwas auch noch nie gesehen. (Die Ärztin nach meinem Eindruck auch nicht, sagte sie aber nicht direkt.) Die Lymphdrainage hat nur wenig Erleichterung gebracht und vor allem war die Ansammlung nach wenigen Stunden wie zuvor.


    Was kann man da machen?
    Gibt es Medikamente? Gibt es andere Möglichkeiten?
    Geht so etwa wieder weg? Die Ärztin, die ich sprach, (nicht der Spezialist der operiert hat, sondern eine Vertretung), meinte, die Lymphe würde sich auf "längere Sicht" einen neuen Weg suchen. Ist das realistisch und wie lange kann das dauern????


    Bitte, wenn jemand etwas weiß oder erlebt hat, möglichst schnell Bescheid geben.


    Ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich unseren Hund einschläfern lasse, ich kanns nicht mit ansehen! Jedenfalls nicht, wenn das so ewig weitergehen soll! Wir hängen sehr an ihr!


    Danke


    Elise

  • Hallo Elise,


    ich hab mit meinem Yacco etwas ähnliches erlebt. Er war lange krank und am Ende haben wir herausgefunden, daß er ein Lymphatishes Sarcom irgendwo im Körper hatte.


    Ein Endsymptom war, daß plötzlich sein ganzes rechtes Bein dick war bis runter in die Zehen. Am nächsten Tag ist an einer Stelle neben der Liegeschwiele Lympfflüssigkeit in Mengen ausgetreten. Meine Tierärztin meinte damals, daß die Flüssigkeit unbedingt aus dem Körper raus muß, da sie in der gestauten Form Schmerzen verursacht. Mein armer Knubbel hatte 2 Tage später, nachdem das rechte Bein wieder ok war, da die Flüssigkeit rauslief, das linke Bein dick!


    Sprich nochmal mit Deiner TÄin, ob die Flüssigkeit evtl. rausgezogen werden kann.
    Unterstützend hab ich Yacco damals Lymphomyosat von Ratiopharm in Tropfenform verabreicht, die unterstützen den Lymphfluß.


    Ich drücke Dir und Deiner Fellnase ganz fest die Daumen!!!!!! Berichte bitte weiter!


    Liebe Grüße

  • Hallo Elise!


    Hört sich ja gar nicht gut an für Hundi :|
    Mit Hundephysio kann ich leider nicht dienen, aber beim Mensch. Dort gehört zur Lymphdrainage unbedingt!!! die Kompression da das ganze Gewebswasser wie du ja schon beschreibst sich gleich wieder sammelt. Du schreibst es ist im Kopf-Halsbereich, das erschwert das ganze natürlich. Sprich bitte mit deiner Hundephysiotherapeutin (oder hol dir auch noch eine zweite Meinung ein- mache ich immer) ob man nicht doch irgendwie einen Verband anlegen kann, zumindest stundenweise, um das ganze etwas besser erträglich zu machen.
    Ansonsten wüsste ich auch grad nicht weiter. Beim Mensch gibt es meines Wissens nach auch keine Medikamente die tatsächlich was an der Ursache (den fehlenden Lymphknoten) verändern. Vielleicht kann man das ganze homöopathisch unterstützen?


    LG

    "Es ist Unrecht einen Menschen zu töten...
    ... und es ist genauso Unrecht ein Tier zu töten"
    (Dalai Lama)

  • Ach Mensch, jetzt habt ihr grad so einen riesigen Einfriff hinter euch und schon die nächste Baustelle...


    Also, wenn das ganze so schnell nach der OP auftritt, ist ein Tumor im Lymphsystem unwahrscheinlich, das ict zumindest eine gute Nachricht.


    In schlimmen Akutphasen kann man entwässernde Medikamente geben, aber das ist keine Dauerlösung. Sprich mit deinem TA.


    Als Ursache ist eine Unterbrechung der Lympfbahnen durch Entfernung der Lymphknoten im Schulterbereich sehr wahrscheinlich.
    Hilfreich wäre es, den Hund mit dem Kopf-/Schulterbereich etwas höher zu lagern. Lymphdrainage in Richtung der gesunden Seite macht Sinn, denn dort sind die Bahnen unverletzt und können die Flüssigkeit abtransportieren.
    Im Humanbereich gibt es mittlerweile verschiedene Operationstechniken, die sind aber auch nicht unbedingt ausgereift.
    Generell würde ich erstmal mit Kompression, Lagerung und Lymphdrainage versuchen Zeit zu gewinnen.
    Oftmals verbessern sich solche Ödeme mit der Zeit deutlich, weil die Flüssigkeit einen neuen Weg sucht. Aber es kann neben Verbesserungen immer mal wieder Verschlimmerungen geben, das sollte man wissen.
    Beobachte deinen Hund gut, du kannst am besten beurteilen, wie es dem Hund geht. Aber noch ist das alles nicht annähernd verheilt, daher solltest du etwas Geduld haben.


    Aufmunternde Grüße
    das Schnauzermädel

    Wer die Dunkelheit fürchtet, kennt die Grausamkeit des Lichtes nicht.


    Es ist gut zu wissen, dass der Hund an sich gar keine Fehler zu machen in der Lage ist. Er reagiert höchstens anders, als wir es wünschten und erhoffen.
    (Helmut Kettelake)

  • Hallo,
    vielen Dank für die Anworten.


    Kompressen sind kaum möglich, ohne ihr die Kehle zuzuschnüren! Und wie sollte man den Kopf mit Kompressen versehen?
    Höherlagern versuche ich auch schon, da bleibt sie aber nicht liegen.
    "Flüssigkeit rausziehen!" oder so habe ich die Ärztin gefragt, sie meinte, das ginge nicht. Sie hat uns Novalgin mitgegeben, falls die Schmerzen zu doll werden. Aber eine Dauerlösung kann das ja wohl kaum sein. Verträgt sie auch nicht mit dem Magen.
    Ein bisschen hilft spazieren gehen, dann läuft die Flüssigkeit zumindest etwas aus dem Gesicht heraus, sammelt sich aber dann im Kehlbereich und ist recht schwer.
    Als Ergänzung: Sie mag auch kaum mehr fressen, weil ihr das Kauen schwer fällt, obwohl sie deutlich Appetit hat. Ich gebe ihr nun Dosenfutter ganz kleingedrückt aus der Hand. Es sit schrecklich mühsam.
    Warum helfen Entwässerungstabletten nicht?
    Was gibt es da für welche?
    Elise

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen kostenlosen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Entwässerungstabletten werden nicht helfen, da es sich ja hier um Lymphflüssigkeit handelt, die auch wohl immer wieder nachfließt.


    Mensch ich hätte jetzt echt gedacht, daß man die Flüssigkeit rausziehen kann :|


    Versuch es doch mal mit dem Lymphomyosat von Ratiopharm, es verschafft vielleicht Linderung.


    Das mit dem Kühlen ist schwierig, ich weiß, ich hab immer Leinentücher eingefroren oder in ganz kaltes Wasser getaucht. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, die sind nicht so unhandlich wie Kompressen und Du könntest sie wie einen Schal benutzen. Kühlen ist eigentlich ganz wichtig, sollte ich auch machen.


    Ich weiß wie schlimm das ist, hilflos mit anzusehen wie die Fellnase leidet und so gar nichts weiter machen zu können.


    Wünsche Dir viel Kraft! Daumen und Pfoten sind gedrückt!!!

  • Hallo,


    es geht Lola VIEL besser, wir waren gestern noch mal zur Lymphdrainage und ich hatte mir beim ersten Mal die wichtigsten Stellen zeigen lassen, so dass ich auch zwischendurch immer mal wieder sanft massieren konnte. Heute früh sah sie extrem viel besser aus, es ist noch nicht ganz weg, aber überhaupt gar kein Vergleich mit Montag/Dienstag!!! Ich bin ganz glücklich und voller Hoffnung! Morgen haben wir noch einen Lymphdrainage-Termin und wenn alles weiter gut läuft, werden Montagnachmittag die Fäden gezogen.


    Jetzt muss nur noch das Laborergebnis wegen des Tumors gut sein. Daumen drücken!!


    Elise

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