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Aggression unter Rüden

  • Hallo!


    Ich poste hier mal einen Thread, den ich bereits in einem anderen Forum eingestellt habe, da ich gern ganz viele verschiedene Meinungen dazu einholen möchte.
    Mimo ist jetzt ja ein Jahr alt und so langsam wird ihm bewusst was fürn geiler Typ er ist. Nun bin ich mir tweilweise unsicher wie ich reagieren soll und ob ich reagieren soll. Und des weiteren würde mich interessieren ob Mimos Verhalten so normal ist oder überdurchschnittlich dominant. Vielleicht kann mir der eine oder andere Rüdenerfahrene sagen...ob es Grund gibt in irgendweiner Weise erzieherische Maßnahmen zu ergreifen...oder ob ich weiter so verfahren kann, wie ich es im Moment tue. Denn zum einen möchte ich natürlich nicht, dass Mimo durch mögliche Negativerfahrungen verstört wird, zum anderen muss er ja aber die Möglichkeit haben seine Grenzen etwas auszutesten um zu verstehen wo er eigentlich steht.
    Ich versuche jetzt einjfach mal kurz zu schildern wie er sich verhält:
    Hündinnin (ob läufig oder nicht) und kastrierte Rüden werden in den meisten Fällen bestiegen....wenn sich die Hündin nicht selbst wehrt schicke ich ihn runter. Ich hoffe das alles besteigen ist pubertätsbedingt...aber darum solls hier nun auch nicht gehen.
    Bei Rüden wird kurz abgecheckt und stolziert...im Idealfall wenn ihm der Rüde massiv überlegen erscheint, spaziert er unauffällig weiter.
    Sollte der andere Rüde jedoch seine Überlegenheit ausspielen und rennt ihm hinterher um weiter zu prahlen (ohne in dem Sinne agressiv zu sein)...und rückt ihm nicht mehr von der Pelle, fällt Mimo ziemlich abrupt in eine starke Defensive. Stellt das Fell auf knurrt zeigt die Zähne...schnappt.
    Möglichkeit 1: der andere Rüde bleibt unbeeindruckt und prahlt weiter....dann fängt Mimo an zu fiepen und zu schnappen und rennt zu mir, will sich bei mir verstecken...ich gehe dann weiter in der Hoffnung, dass sich der andere Hund verpisst oder abgerufen wird.
    Möglichkeit 2: der andere Rüde ist beeindruckt und das Blöatt wendet sich...bekommt schiss vor Mimo...zieht sich zurück...nun merkt Mimo ja das seine Masche voll zieht...und folgt ihm wiederum und bedrängt den anderen Hund...ich gehe dann meist ein Stück weg...und rufe Mimo...bisher ist er dann auch gekommen.


    Eskaliert ist die Situation bisher zweimal...als MIR ein anderer Rüde zu dicht auf die Pelle rückte...da ist es dann endgültig vorbei...Mimo knurrt den anderen an ...schnappt nach ihm...drängt ihn weg von mir.je nachdem wie dominant der andere ist-....eskaliert die Situation...oder auch nicht. Als es das erste Mal eskalierte habe ich mich enorm erschrocken und wollte Mimo am Geschirr wegziehen...er hatte sich aber in der Wange des anderen verbissen und hat nicht mehr losgelassen. Irgendwann doch. Im Naxchhinein glaube ich, wenn ich ihn nicht gepackt hätte, hätte er sich garnicht erst festgebissen...das war meine Schuld. Der andere Hund hatte ne winzige Stelle und hat ein klitze kleins bisschen geblutet...aber wirklich minimal.
    Beim zweiten Mal hab ich garnix gemacht...und hab se sich einfach kloppen lassen. Bis dann eben die Fronten geklärt waren.
    Diese Situationen sind jedoch in sofern vermeidbar...als das sie nur passieren wenn ich mich länger an einem Ort aufhalte z.B im Park...und dort ein anderer Rüde ist der um mich rum läuft...wärend ich mich zb. mit einem anderen Hundehalter unterhalte. D.h. im vorbeigehen oder so würde nix passieren.


    Heute hat er sich richtig dolle gekloppt als ich beim Gassi gehen einigen Hunden mit ihren Besitzern begegnet bin. Da waren,auch Hündinin anwesend...und eben ein relativ dominanter Rüde. Die beiden sind sich an dem Tag zweimal begegnet...beim ersten Mal gab es zwar spannungen aber gekloppt haben sie sich nicht...beim zweiten mal waren eben Damen anwesend...da sind sie dann ausgerastet. Da flogen richtig die Fetzen...sah furchtbar aus...aber ich hab mal einfach nich reagiert...die andere Besitzerin auch nicht...haben beide einvernehmlich der Dinge geharrt ...sag ich mal. Mimo lag am ende am Boden und war vom anderen fixiert, hat geschrien...hatte verloren...und dann gingen die beiden auch auseinander.
    Mimo war danach recht erschreckt und zwerknautscht...ich bin dann mit ihm schweigend weiter gegangen und hab direkt Bällchen gespielt...als wäre nichts passiert.


    So...gibt es tatsächlich nen Grund da in ingend ner Weise einzugreifen oder ist das normal?
    Ich hab mich da jetzt fast schon dran gewöhnt...aber ich will das alles nicht leichtfertig auf die leichte Schulter nehmen. In den meisten Fällen kam die Aggression nicht nur von Mimo sondern das war von beiden Seiten.
    Was Schlimmes passiert ist auch noch nicht...und ich hoffe das das auch so bleibt.
    Über eine Einschätzung von euch wäre ich sehr dankbar.
    Ich bin in der Hinmsicht ja noch recht unerfahren...hab mir das meiste durch Beobachtung selbst zusammengereimt...aberi ch weiß nicht ob das Verhalten jetzt irgendwie abnorm ist...kenne ja nur meinen Mimo.


    Ich hatte eher den Eindruck, dass die Hunde aggressiver werden wenn man eingreift...als hätten sie das Gefühl man macht mit oder so. Als ich das letzte Mal eingegriffen habe hatte sich ein Hund festgebissen. Daher dachte ich es ist besser sie tragen das aus...das ganze sieht zwar ganz schrecklich und beängstigend aus...aber richtig zubeißen tun sie dabei ganz offensichtlich nicht. Mimo wurde mal von einem Hund an der Leine angegriffen. Beide Hunde angeleint...der andere stürzt sich auf ihn und beißt ihm in die kehle. Völlig ohne Vorwarnung. Das war meines Erachtens tatsächlich eine sehr gefährliche Situation...denn das hatte nix mehr mit Rang ausfechten zu tun sondern war pure Aggression. Da stand ich natürlich nicht blöd daneben...bzw mein Freund...sondern hat ihn direkt daraus gerissen zum Gloück mit Erfolg.
    Aber bei diesen Rangkämpfen...ich weiß nicht. Mimo weiß sich zumindest zu wehren...viele Hunde haben nicht das Selbsbewusstsein sich zu wehren und sind somit ständig in der Opferrolle. Der Hund eines Bekannten muss ständig ein Halsband mit Stacheln nach außen tragen weil er ständig und immer von aggressiven Rüden attakiert wird und sich nicht zu wehren weiß. Wie gesagt ist Mimo bisher nie von sich aus aggressiv geworden. Das kämpfen kam erst wenn er auf einen augenscheinlich gleichrangigen stieß...und das kam dann nicht nur von ihm sondern auch vom anderen.
    Ich hatte ziemlich mit mir zu kämpfen, dass ich eben nicht immer sofort ausraste und dazwischen gehe wenn sowas passiert.
    In dem anderen Forum wurde ich regelrecht angeprangert dass ich unbedingt eingreifen müsse...aber wie gesagt hab ich damit eher schlechte erfahrungen gemacht. Leider habe ich bisher auch keine Tipps bekommen, was ich in einer solchen Situation genau machen soll. Ihn wegziehen kann voll ins Auge gehen, rumbrüllen wird ebenfall eher als Anstachelung empfunden...also was tun?

    Grüße!
    Tine

  • Meine Deckrüden spielen in einer noch ganz anderen Liga. Wenn die sich prügeln, gehts ja um der Minne Preis, da ist man als Mann ohnehin gnadenloser.


    Vorweg: Seltsamerweise sind Männer oft überfordert, wenn die Hündinnen sich prügeln, Frauen, wenns um die Rüden geht. Offenbar vermenschlicht man viel mehr als man denkt....
    :D


    Agressionen zwischen Hündinnen sind fast immer viel gefährlicher als solche zwischen Rüden, da letztere fast nur Comment-Kämpfe führen.


    Wenns wirklich zur Beiserei kommt, kann man entweder
    eingreifen, indem man die Hunde an den Ruten oder Hinterbeinen nach oben hebend weg zieht
    oder
    alle Hundeführer weg gehen.


    Mit allen andern Varianten erlebte ich bisher keinen nennenswerten Erfolg.


    Aber vielleicht kommt ja noch die eine oder andere gute Idee....

  • Dankeschön für deine Einschätzung.
    Schonmal der erste, der nicht sagt "immer sofort eingreifen" ...dachte schon ich bin total doof, dass ich damit relativ relaxt umgehe...und versuche den Überblick zu behalten und nicht direkt dazwischen zu keulen.


    Wie gesagt beim ersten mal hab ich sofort eingeriffen...mit der Hinterbeinmethode, die du erwähntest...un da hat Mimo dann blöder Weise nicht mehr losgelassen.


    Was verstehst du denn genau unter ner Beißerei? Meinst du damit wenn sie sich prügeln? Oder noch ne Nummer härter?

  • Bei Kommentkämpfen eingreifen tue ich eigentlich auch nicht, jedoch versuche ich sie schon im Vorfeld zu vermeiden, soll heißen, wenn ich merke, dass es Spannungen zwischen Janosch und nem anderen Rüden gibt, dann rufe ich ihn ab und gehe weiter...bisher bin ich so immer gut gefahren und bis auf kleinere Rangeleien war Janosch noch nie in eine ernsthafte Beißerei verwickelt.

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • Kannst du Kommentkämpfe definieren?


    Ich finde es auch schwierig zu saegn was ne richtige Beißerei ist und was ne Rangelei ist.
    Also Bissverletzungen hatte bisher auch noch niemand...aber es sah schon echt schlimm aus.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen kostenlosen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Kommentkämpfe sind die typischen Kämpfe unter Rüden (Hündinnen können das allerdings auch), die furchtbar laut sind, die aber nach kurzer Zeit, oft schon nach wenigen Sekunden, wieder vorbei sind, aus denen sich meist keine dauerhafte Feindschaft entwickelt und die grundsätzlich OHNE Verletzungsabsicht geführt werden (auch wenn kleinere Verletzungen im Eifer des Gefechts durchaus auftreten können).

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • Ah ok danke...und was gibt es für andere Kämpfe?
    Wie werden die definiert bzw. was kennzeichnet die?
    Ich muss das ja unterscheiden können...um zu wissen wann ich eingreifen muss weils nicht nur ein Kommentkampf ist.
    Oder merkt man das erst wenns zu spät ist?

  • Dann gibt es noch Ernstkämpfe...mit einem recht fließenden Übergang zu den Kommentkämpfen.
    Diese Kämpfe sind dadurch gekennzeichnet, dass sie viel leiser vonstatten gehen, es wird mit echter Beschädigungsabsicht zugebissen, die Hunde verbeißen sich ineinander, versuchen den Gegner zu schütteln etc. und es gibt nicht dieses plötzliche, unentschiedene Auseinandergehen wie bei einem typischen Kommentkampf, sondern es wird, wenn kein Besitzer einschreitet, solange gekämpft bis ein Hund aufgibt (oder tot ist).
    Diese Art der Kämpfe sind unter normal sozialisierten HUnden allerdings eher selten...bei typischen Rüden würd ich mal aus dem Bauch raus schätzen, dass über 90 % aller Auseinandersetzungen typische Kommentkämpfe sind.

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • Hallo,


    eine Trainerin hat mir mal gesagt, solange die Hunde laut sind, also bellen, knurren ect., passiert nichts Schlimmes. Wenn es leise wird, sollte man nen Auge drauf haben.


    So richtig zuverlässig kann ich harmlose Kämpfe aber auch nicht von ernsten Rangeleien mit Verletzungsabsicht unterscheiden.


    Unser Räuber damals war ein echter Raufer, aber er hat wirklich nur gerauft, er hat niemals verletzt. Wenn, dann hatte er die Blessuren, z.B. nen tiefes Loch von nem Reißzahn in der Flanke.


    Ich würde beide Hunde gut beobachten und wenn es aussieht, als könne es eskalieren, kann man versuchen zu splitten, wie es Hunde auch tun würden. Oder wie bereits geraten, beide HH gehen in unterschiedliche Richtungen weg und rufen die Hunde ab.


    Bei Deinem Mimo hatte ich beim Lesen den Eindruck, daß er sehr unsicher ist bei Hundebegegnungen (besonders wohl bei Rüden). Wenn er defensiv reagiert und bei Dir Schutz sucht, dann gewähre ihm den Schutz. Stell Dich vor ihn und bedrohe den angreifenden Hund selbst...knurr ihn an...mach Dich groß und verscheuche ihn. Mimo wird es Dir danken, wenn er es dann nicht selbst regeln muß und es ist gut für Eure Bindung, wenn er merkt, daß Du gefährliche Situationen im Griff hast und ihn beschützt. Sei froh, daß er bei Dir Schutz sucht.


    Liebe Grüße


    BETTY und Ronja

    Behandele jedes Problem wie ein Hund es tun würde.

    Kannst Du es nicht essen oder damit spielen, pinkele drauf und geh weiter...

  • Oh dann war das was Mimo gestern hatte wohl ein ernster Kapf...die Haben sich gefetzt dass die Fellbüschel flogen. Laut und krakelig...nachher hat Mimo gefiept und wurde von dem anderne auf den Boden gedrückt...danach sind sie dann auseinander gegangen. Die standen teilweise im Kapf senkrecht in der Luft und die Bewegungen waren so schnell dass man ihnen nicht mit bloßem Auge folgen konnte.
    Mimo hatte bergeweise Schaum vorm Mund und am Körper.


    Aber er erschien mir doch relativ laut...aber vielleicht täuschte das...wenn aus dem Kommentkampf ernst wird ist es erst laut und wird dann leiser...allewrdings war der ernste Kapf vielleicht recht kurz...weil Mimo dem anderen Körperlich total unterlegen war.
    Ich finde das schwierig zu bewerten.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen kostenlosen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


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