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Hund beißt mich nach Übungen

  • Hallo, mal wieder eine Frage.


    Mein Stinktier Jule, knapp 5 Monate, ist bei jeder Übung sehr begeistert dabei, macht klasse alles mit.
    Doch sehr oft nach dem Belohnen und "Entlassen" wird sie heftig gegen mich und beißt in meinen Arm, knurrt auch manchmal dabei. Mit einem deutlichen "Schluss" hört sie zwar auf, doch die Anspannung ist ihr noch anzumerken.


    Wie soll ich dieses Verhalten interpretieren?


    Sie zeigt dieses Verhalten nur, nachdem ich irgendetwas von ihr verlangt habe, z.B. 1-2 Minuten Fuß gehen oder Sitzen und bleiben, was beides sehr gut klappt.
    Meine Interpretation ist, dass es im jungen Hund eine große Anspannung aufbaut, solche Disziplin haben zu müssen, die sich dann in einer gewissen Aggression entläd...!?


    Ideen? Erfahrungen?

    Liebe Grüße von Antonia

  • Dieses Anspannung-Entladen könnte durchaus sein. Mücke hampelt auch nach großer Konzentration manchmal rum, nicht so heftig wie du es beschreibst, aber das ist meiner Meinung nach Stressabbau.
    Vielleicht überdenkst du a) nochmal ihr "Arbeitspensum, u. U. ist es zuviel oder zu lange und b) biete ihr was Alternatives an.
    Also als Belohnung und Stressabbau zum Beispiel mit ihr ne Runde rennen oder etwas , was entlastend wirkt...habt ihr nen Garten oder wo übt ihr ? In der Wohnung ?

    Melanie mit Bandit & Anton
    und Mücke im Herzen



    BX und Labbi

  • Zitat von "muecke"


    Vielleicht überdenkst du a) nochmal ihr "Arbeitspensum, u. U. ist es zuviel oder zu lange und b) biete ihr was Alternatives an.


    Mh, ich versuche immer nur so lange zu üben, wie sie freudig und gut mit macht. Ich bilde mir ein zu merken, wenn sie keine Lust mehr hat oder überfordert ist, ob ich da immer richtig liege, weiß ich nicht.

    Zitat


    Also als Belohnung und Stressabbau zum Beispiel mit ihr ne Runde rennen oder etwas , was entlastend wirkt...habt ihr nen Garten oder wo übt ihr ? In der Wohnung ?


    Wir üben an sehr verschiedenenen Plätzen, bei der Arbeit, im Haus, im Garten, auf dem Hundeplatz, auf dem Spaziergang (wenn kein Kollege da ist zum Kennenlernen und evtl. Spielen) immer mal so ein wenig.

    Liebe Grüße von Antonia

  • Hi,


    dass du immer mal ein bisschen an verschiedenen Plätzen übst, ist schonmal super :gut:
    Aber du solltest bevor du merkst, dass sie keine Lust mehr hat, aufhören. Gerade, wenn es ihr Spaß macht und sie gerne weiter machen würde, hörst du wieder auf. So beendest du das Training an sich schon sehr positiv und sie freut sich noch mehr aufs nächste! :D


    Hast du mal probiert hinterher mit ner Beißwurst oder ähnlichem zu spielen? Da kann sie sich dann auch gut abreagieren. Oder, wie Muecke schon gesagt hat, rennen! Egal was du machst, die aufgestaute Energie muss raus! Und unterbinde dieses "Schnappen" nach dir weiterhin. Das soll sie schön bleiben lassen. ;)

    Liebe Grüße,


    Iris & Elinore


    'Wenn du einen hungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen.
    Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.'
    (Mark Twain)
    _______________________________________
    Bilder gibt's in "Elli's Tagebuch" im Fotoalbum!

  • Ich kenne das auch. Meine Hündin ist allgemein sehr ruhig und sehr sensibel. In Stressituationen überdreht sie ab und an. Sie zeigt das Verhalten (überdrehen) auch, wenn sie zu lange oder in stressigen/neuen Situationen üben muss. Sie ist während der Übungen dann eher 110% dabei und extrem motiviert, der Stress braucht dann aber ein Ventil, wenn die Übung vorbei ist. Bei ihr habe ich das Gefühl, während der Übung kompensiert sie den Stress durch extreme Mitarbeit ("Vorzeigeschüler"), danach bricht es dann über sie herein.
    Was bei uns hilft: in Situationen, die eh schon stressig sind für sie, werden nur Übungen abverlangt, die sie gut kann und gerne macht. Wenn doch mal neues verlangt wird: viel Spiel zwischendurch: Suchspiele oder Zerrspiele bieten, jeweils je nach Hundetyp, gute Möglichkeiten, um runter zu kommen.

    Sara mit den Weltenbummlern


    Grisu: Australian Shepherd, 09.04.2007
    Smilla: Sheltie, 08.03.2014
    Joey: Australian Shepherd, 26.12.2015
    Faye: Sheltie, 12.12.2017


    mit Lucy und Aicha für immer im Herzen

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Danke für die Antworten, nun gehen mir (endlich! :D ) noch einige Lichtchen auf.
    Habe mich immer gewundert, warum das wilde Spiel von 10-30 Hunden so verschieden ist: in der offenen Spielstunde, in der gar keine Übungen gemacht werden, gehen bis zu 30 Hunde sehr nett und gelassen miteinander um.
    Und in den Spielpausen der Rüpelstunden (nach 15-20 Minuten Übungen) geht`s teilweise recht heftig zur Sache!


    Bin ne alte Kuh und lern immer noch dazu! :roll:


    Minksy
    Was zum Reinbeissen ist eine super Idee.
    Sie flippt eigentlich nur in der Rüpelstunde, vielleicht sind 20 Minuten doch zu lang??? Obwohl ich uns immer mal eine "Auszeit" gebe, also bei manchen Übungen nicht mitmache, wenn sie es noch nicht gut kann. Eben um sie nicht zu überfordern.


    Lucy_Lou
    Stresskompensation durch extreme Mitarbeit? Interessanter Gedanke!

    Liebe Grüße von Antonia

  • Hast du denn ne Beißwurst oder so was in der Art?


    Wenn du wieder Training hast, versuchs mal mit einzubauen und berichte mal, ob's funktioniert hat! Viel Glück! :D

    Liebe Grüße,


    Iris & Elinore


    'Wenn du einen hungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen.
    Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.'
    (Mark Twain)
    _______________________________________
    Bilder gibt's in "Elli's Tagebuch" im Fotoalbum!

  • Nein, aber eine Dynamitstange :D , ist wohl sowas ähnliches..


    Hatte ich heute nicht dabei, weil ich Dussel das Ding vergessen habe. Die Übungen in der Rüpelstunde klappten super, ich lerne jeden Tag dazu, wie sehr das Monster auf Körpersprache reagiert.
    Der neue Trainer lobt uns oft, kritisiert aber auch, wenn ihm etwas auffällt, finde ich sehr gut, da ich noch nie so gezielt einen Junghund ausgebildet habe.


    Ich habe schon ein wenig den Gedanken an Rettungshund-Ausbildung, da Jule alle Eigenschaften dafür zu haben scheint. Deswegen gebe ich mir verdammt viel Mühe (hoffentlich nicht zu viel!)

    Liebe Grüße von Antonia

  • Ich tippe auf Überforderung.
    Da gibts verschiedene Möglichkeiten:
    Entweder erfordert die Übung eine zu lange Konzentrationsphase oder
    sie erfordert vom Hund eine zu schnelle Reaktion.



    Mit 5 Monaten sind die Kurzen ja noch längst nicht voll belastbar und ich habe mich leider immer wieder mal dabei ertappt, Hunde, die viel anbieten, zu sehr zu fordern. Sie machen halt so schön mit.
    Ich halte es für völlig falsch, den Hund nach der Übung zu entspannen, die Ursache ist ja nicht die mangelnde Fähigkeit, wieder runter zu kommen, sondern die Art der Übung als solche.


    Ich würde dem Hund mal 8 bis 14 Tage einfach Ruhe gönnen und deutlichst weniger mit ihm machen. Gerade solche jugendlichen "Leistungsneurotiker" rächen sich bei Überforderung mit ein bis zwei Jahren furchtbar.

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