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Anknabbern von Körperteilen

  • Hallo Ihr Lieben,


    gerade erst angemeldet und schon komme ich mit meinem ersten Problem. :p Meine 14 Monate alte Vizla-Hündin knabbert sich die Spitze ihrer Rute blutig, wenn wir nicht da sind.
    Wir waren am Samstag Abend eingeladen und haben so gegen 22 Uhr das Haus verlassen. Aranka hatte vorher alles verrichtet und schläft um diese Zeit eigentlich nur noch. Als ich gegen vier (also knappe 6 Stunden) nach Hause kam, waren alle Wände bei uns im Flur blutverschmiert und ich habe mich dann erst mal auf die Suche gemacht, wo Aranka denn bluten könnte. Ich wurde an ihrer Schwanzspitze fündig. Sie muss sich also bei längerer Abwesenheit unsererseits aus Frust die Spitze anknabbern. Ich hatte schon mal Blutspuren entdeckt, dachte da aber, sie hätte irgendwo einen kleinen Kratzer gehabt. Ich möchte hier auch betonen, dass 6 Stunden eine Ausnahme war! Wir sehen wirklich zu, dass sie im Höchstfalle 5 Stunden ausharren muss. Mein Partner hat Schichtdienst und da lässt sich das manchmal nicht vermeiden, aber ich bin auch der Meinung, dass 5 Stunden ab und an mal kein Problem sein dürften. Sonst genießt sie wirklich unsere volle Aufmerksamkeit - sie ist echt unser Lebensmittelpunkt geworden. Deshalb mache ich mir natürlich auch große Sorgen, dass sie das jetzt ständig macht. Habt Ihr eine Lösung? Was muss ich tun? :hilfe:


    Übrigens habe ich bei der Vorstellung vergessen zu erwähnen, dass wir aus Bochum kommen. :roll:

  • Erst mal herzlich willkommen im Forum.


    Hm. Weißt du denn 100%ig dass sie sich die Rutenspitze angeknabbert hat? Oder könnte es sein, dass sie sich anderweitig verletzt hat? Vielleicht irgendwie irgendwo geklemmt? Macht sie das sonst auch? Habt ihr sie jemals dabei beobachtet?


    War sie denn das erste mal nachts alleine?


    Lg
    Sandra

  • Hallo Sandra,


    danke für Deine schnelle Antwort! Ich habe das Knabbern natürlich nicht persönlich gesehen, aber als ich sie abgesucht habe, war die Spitze der Rute ungefähr 1 cm breit völlig blutig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich irgendwo geklemmt hat oder sonstiges. Außerdem muss sie wie ein Tiger im Flurbereich hin und her gelaufen sein, weil ja alle Wände inkl. Türen verschmiert waren. Die Arme ! Nachts war sie noch nie so lange alleine. Wir haben ihr aber Licht angelassen und ja auch gedacht, dass sie sowieso auf ihrem Lieblingsplatz (wenn Frauchen nicht da ist, liegt sie immer auf meinem Platz) schlafen würde. Sie wird auch diese Woche mal ein paar Stunden ausharren müssen und jetzt mach ich mir echt Sorgen. Es geht aber auch nicht, dass ich immer jemanden bestelle, der sie rund um die Uhr betreut, denn dann würde sie sich ja nie an das Alleinsein gewöhnen. Sie hat auch bis vor einer Woche nie irgendwas angestellt. Bis vor einer Woche !!! Am vorletzten Sonntag hat sie dann (als sie eine Stunde allein war) meine guten Lederstiefel angeknabbert, so dass diese nur noch was für den Müll waren! :motz:
    Liebe Grüße zurück!

  • Vizslas sind extrem sensible und anhängliche Hunde, die gleichzeitig sehr viel Auslastung brauchen. Noch etwas mehr, als viele andere Hunderassen, dessen ist man sich nicht immer bewusst.


    Was macht ihr mit ihr sonst so den Tag über? Wie sieht euer Tagesablauf aus? Wann hat das angefangen mit dem Anknabbern?

    Liebe Grüße


    von Kata, Reggy (Yorkie *2005), Ally (Goldie *2007) und diversen Gästen


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    Ein Mangel an Sachkenntnis vereinfacht ungemein jede Beurteilung.
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  • Hm, das klingt natürlich nicht so schön - über das hin und herlaufen im Flur hatte ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Nunja, wenn das das erste mal nachts war dann hat sie vielleicht besonders im Dunkeln mehr Angst. Oder verbindet einfach eure Abwesenheit mit Helligkeit o.ä.


    Ich würde versuchen, sie wieder ganz von neuem daran zu gewöhnen, sie alleine zu lassen, dies mal eben hauptsächlich bei Dunkelheit. Habt ihr ihr das denn auch gut beigebracht mit dem Allein sein? Also immer länger weg bleiben etc.?
    Wenn dem so ist dann spielt das gleiche Spiel doch einfach noch mal - nur eben wenns dunkel ist, was in dieser Jahreszeit ja nicht so schwer sein dürfte :D


    Und dann schließe ich mich reggy noch an. Was macht ihr tagsüber mit ihr? Bevor ihr weg geht sollte sie auf jeden Fall ordentlich ausgepowert sein - körperlich wie geistig. Das muss ich mit meiner Hündin auch immer so machen.


    Lieben Gruß
    Sandra

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Mein Großer leckt sich bei Streß an den Vorderläufen...


    Erste Hilfe kann vom Tierarzt D.A.P.-Spray sein, welches einen Glücklichduft nach Hundemama für den Hund ausströmt. Bei meinem hatte das gut geholfen. Auch geholfen: schon während dem fertig machen zum Weggehen dem Hund nen gut gefüllten Kong geben. Bis er mit dem fertig ist, ist er müde und zufrieden. Zur Not kann er dort drauf rum kauen. Oder: vor dem Weg gehen in der Wohnung überall Leckerlis verteilen (oder eben das Abendessen).


    Als mein Großer (jetzt 3) mit dem Pfotenanknabbern angefangen hatte, war er auch so in dem Alter. Er hat das auch nachts gemacht, aber sogar wenn ich zu Hause war. Ich wurde davon mehrmals wach und habe ihn dann gestört. Aber aufgehört hat es, als ich wirklich viel mit ihm gearbeitet habe. Zu solch selbst zerstörerischem Verhalten kann es durch viele verschiedene Auslöser kommen. Vielleicht ist irgendwas passiert???


    Meiner hatte mal nen Allein-Bleib-Rückfall, weil bei meiner Abwesenheit vom Sturm im Garten ein Abdeckblech weg geflogen ist. Das haben wir nachher so rekonstruiert...


    Und die Pfoten-Schleck-Aktionen wurden ausgelöst durch nen Nachbarn, der nachts zur Arbeit fuhr....


    Vor kurzem habe ich ne neue Küche bekommen, da hat er wieder paar Tage geleckt. Jetzt ist wieder gut...


    Auch ne Idee ist : Relaxan. Das ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das den Streßpegel beim Hund senkt (wie bei uns Banane oder Schoki)...

  • Hallo,


    ich würde den hund mal dem TA vorstellen. Es kann auch sein, dass Sie sich auf Grund von Juckreiz aufgebissen hat. Zum Beispiel wegen Allergie oder Flöhe usw. Das würde ich zuerst ausschließen lassen, bevor ich davon ausgehen würde, dass es ein Verhaltensproblem ist.

  • Das ist ja super hier in diesem Forum! Vielen Dank!


    Also, dass Vizslas sehr sensibel sind und viel Beschäftigung brauchen, wissen wir. Das war mit ein Kriterium, uns diese Rasse anzuschaffen, weil wir einen sehr agilen Hund haben wollten. Sie bekommt vormittags einen ausgiebigen Auslauf ca. 1 1/2 Std. (immer !), bei dem wir sie auch wirklich auspowern (Ball spiele, Füttersuchspiele, Spiele mit Artgenossen, etc.) Sie ist auf den Spaziergängen auch immer ein sehr glücklicher Hund (das sieht man !) und genießt das auch richtig mit uns. Außerdem über ich schon einige Dinge mit ihr ein, die wir für die Begleithundeprüfung brauchen (die ich ja erst machen kann, wenn sie 15 Monate ist). Auch haben wir beiden schon mehrere Stunden Agility hinter uns (natürlich schonend, wegen ihres Knochenbaus) und hatten dabei auch viel Spaß. Nur bei dem feuchten Wetter ist mir die Verletzungsgefahr jetzt zu hoch, so dass ich im Frühjahr in einer neuen Hundeschule wieder mit ihr anfangen werde. Dann gehen wir nachmittags auch noch mal mindestens eine Stunde mit ihr in den Wald o.ä. und sehen auch da wieder zu, dass sie 'Spaß' hat. Dann geht sie natürlich zwischendurch noch mal kurze Runden vor die Tür.
    Sie ist aber auch wirklich sehr sehr anhänglich (dafür liebe ich sie aber auch sehr!). Sie braucht wirklich - wie es in dem Vizsla Buch auch steht - ihre Streichel- und Spieleinheiten am Tag (die sie aber auch zu genüge bekommt). Ich glaube auch, dass es damit zusammenhängen könnte, dass wir abends ja nicht so oft (seit dem wir den Hund haben, eigentlich kaum noch) weggehen. Sie ist dann auf Schmusen mit Frauchen eingestellt und wahrscheinlich total schockiert, wenn wir sie dann doch mal alleine lassen. Wir haben sie da vielleicht auch ein bisschen zu sehr verwöhnt. Das mit dem Spray hört sich gut an, zumal wir noch sehr guten Kontakt zu ihrer 'Mama' haben. Ich werde das Ganze sehr genau beobachten. Mit dem 'Lecken' habe ich auch schon mal gehört oder andere knabbern sich am Bein o.ä. Ich habe ja noch die Hoffnung, dass es eine einmalige Aktion war. Ich werde berichten. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank!

  • Hallo,
    unsere Teckelhündin hat sich vor kurzer zeit auch immer in die Rute und in die Flanke gebissen! (Aber nicht bis es blutete)
    Sie jammerte auch immer dabei.
    Wir sind drei mal zum TA gewesen!
    Beim ersten mal wurde eine Gebärmutterentzündung festgestellt, beim zweitenmal war die Analdrüse zu.
    Alles wurde behandelt doch es hörte nicht auf.
    Nun wird eine Hormonstörung vermutet.
    Ich würde zum TA gehen. Vielleicht ist es ja soetwas in der Richtung...

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