an anderen hunden vorbei gehen....problem!!!!

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    hallo,


    also ich habe da ein problem mit meiner hündin, das mir leider langsam den spass nimmt am spazieren gehen.


    sie ist eine 2 jährige rottidame. ich habe sie schon seit welpenalter. habe auch mit ihr welpenschule, hundeschule, rettungshundetraining usw. gemacht. bis wir dann weggezogen sind. obwohl ich mich dort auch bemüht habe, das sie genügend kontakt zu anderen hunden hatte, haben wir nur wenige und selten welche getroffen mit denen sie spielen kann. jetzt sind wir wieder hier, und treffen hunderte von hunden täglich. naja nicht ganz hundert, aber wir leben in einer richtigen hundesiedlung hier.


    sie ist immernoch superlieb und versteht sich mit allen hunden super. nur wenn sie an der leine ist, spinnt sie total rum. wenn sie den hund sieht, dann bleibt sie erst stehen oder geht langsam weiter. und dann sobald sie näher dran ist, fängt sie wie doof es ziehen an und sobald sie merkt, sie darf nicht hin zu dem anderen hund, dann fängt sie wie blöd es bellen an. wenn ich sie hinlassen würde, dann macht sie auch nichts, dann beschnuppert sie den hund und alles ist gut, aber wenn sie da wie doof an der leine zieht und dann noch anfängt zu bellen, lass ich sie natürlich aufkeinenfall zu dem hund hin, wär ja auch noch schöner. mal ganz davon abgesehen, dass das die anderen hundebesitzer nicht wirklich toll finden würden(verständlicherweise), wenn ich sie dann einfach hinlassen würde zu dem hund, nur damit sie ruhig ist.


    bei denen hunden wo sie kennt, ist sie wieder ganz anders. da ist sie zwar auch aufgeregt, aber da führt sie sich nicht soooo auf.


    auf weiter entfernung zieht sie nur zu dem hund hin, aber sie lässt sich anreden und wir können ruhig weiter gehen. oder wenn ich mit ihr auf einem hundeplatz bin (hundeschule, unser gassigehplatz wo sie weiss, da wimmelts überall von hunden) da wo es selbstverständlich ist, hunde zu treffen, ist es meist gar kein problem für sie. nur wenn wir auf dem feldweg sind, oder auf einer strasse wo wir nur alle halbe std. mal jemanden treffen, da führt sie sich dann auf wie blöd. oder in der stadt.



    ich hab langsam echt keine lust mehr mit ihr in solche situationen zu geraten, so das ich nur noch zu solchen uhrzeiten und solche wege gehe, wo ich weiss das wir nur ihre freunde treffen und sie spielen können. oder an hundeplätze wo ich auch weiss das sie sich nicht so aufführt. ich weiss, dass das total falsch ist, aber ich kann des einfach nimmer. ich würde sie wieder gerne überall mithinnehmen, viel mit ihr unternehmen. gerade jetzt im schnee, ist es aber auch nicht sooo einfach sie dann noch zu halten.


    hundeschule mach ich auch wieder. sie lernt da auch einiges, mit anderen hunden an der leine normal umzugehen, aber wie gesagt, aufn hundeplatz ist das auch kein problem.
    ich weiss auch, das vieles von mir ausgeht, die innerliche unruhe und das ich auch denke "oh nein, jetzt kommt da schon wieder ein hund an der leine" . ich probier das auch abzustellen und mir das aufkeinenfall anmerken zu lassen. tu sie dann auch nicht kürzer nehmen oder so, sondern geh dann ganz normal weiter als wäre da gar nichts. aber es hilft nichts.


    was haltet ihr denn von einem halti? ich war nie ein freund von diesen dingern. die sind doch sehr gefährlich wenn man sie nicht richtig anwendet?! was habt ihr für erfahrungen damit gemacht? könnte man ein problem wie dieses damit in den griff bekommen? oder habt ihr überhaupt irgendwelche tipps für mich? bin echt langsam am verzweifeln. sie ist ja wirklich total super, verschmust, lieb und alles, wenn dieses problem nicht wär.


    sorry, dass das jetzt solang geworden ist. ich hoffe ihr könnt mir ein wenig weiterhelfen.


    lg
    vitan

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  • Hallo,


    also leichter gesagt als getan: "Geh ruhiger ran!"


    Deine Hündin ist gestresst, weil sie die Situation nicht so handhaben kann wie sie es gerne hätte. Ein Portion Aufregung und Frustation wegen der Leine plus Deine (verständliche) innerliche Aufregung ergeben ihre übertriebene Reaktion.
    Ein Halti ist an sich schon gut aber nur, wenn man es auch wirklich richtig einsetzt. Ich würde aber eher was anderes in diesem Fall probieren. Lauf mit lockerer Leine mit ihr die Straße entlang. Kommt ein anderer Hund wird sie warscheinlich ganz kurz steif stehen bleiben und dann entweder sofort oder etwas zeitverzögert anfangen zu bellen. Sobald sie den anderen Hund bemerkt und sich aufbaut (Nackenhaare aufbauen, steif stehen bleiben, Knurren oder so) drehst Du Dich um 180 ° und läufst weiter, als ob nichts ist. Sie wird evt. mitkommen oder bellen wollen. Geh nicht auf sie ein, tu so als ob Du zufällig umdrehst und nicht wegen ihr oder den anderen Hund indem Du nichts sagst und sie weder mehr ansiehst, noch ansprichst. Läuft sie dann irgendwann wieder normal, als wäre der Reiz (anderer Hund) nicht mehr da, drehst Du wieder um 180 ° um und gehst auf den anderen Hund wieder zu. Baut sie sich wieder auf: Drehung 180 °. Beobachte dabei nur Deinen Hund. Schau nicht zu den anderen egal ob er näher kommt oder die Straßenseite wechselt. Er ist egal, um ihn kümmert sich dessen Besitzer. Seit ihr irgendwann an den anderen Hund vorbei (oder er an euch) supper, Du und Dein Hund habt ein Spiel mit dem Ball oder Knutteln verdient. Du wirst sehen mit der Zeit wird sie lockerer.


    Viel Glück Verena

  • Hallo,
    ich denke auch das es das ALLERWICHTIGSTE ist, dass du mit mehr Gelassenheit an die Begegnungen mit fremden Hunden herangehst - auch ich weiß natürlich wie schwer das ist!!!
    Die Idee mit dem Halti finde ich nicht schlecht, wir haben in der Nachbarschaft einen Border-Bernersennen-Rüden, der sich, war er angeleint auch immer hochaggressiv anderen Hunden gegenüber gezeigt hat. Nun wird er seit einigen Wochen mit Halti geführt und nach Auskunft des Besitzers hat sich das Problem fast in Luft aufgelöst, denn nun besteht die Möglichkeit schon ganz früh, nämlich bei der Fixierung des anderen Hundes das Verhalten abzubrechen.
    ABER: Lass dir den Umgang mit einem Halti unbedingt von einem erfahrenen Hundetrainer beibringen, denn sonst kannst du damit sehr viel falsch machen.
    Vielleicht hast du ja auch die Möglichkeit sie bei Begegnungen mit anderen Hunden ganz auf dich zu fixieren, z.B. mit Leckerchen oder Spielzeug. Bei unserer Hündin Emma (die grundsätzlich keinerlei Probleme mit anderen Hunden hat) ist es nämlich so, dass wenn ich ihren geliebten Ball dabei habe sie keinerlei andere Hunde beachtet, egal wie die sich aufführen.
    Hoffe konnte dir etwas helfen,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

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  • Hallo vitan!
    Ich würde dir raten, deinem Hund beizubringen ohne Leine zu laufen. Hört sich zwar erst mal schwieriger an, ist aber die Basis dafür, dass er auch an der Leine auf dich hört. Denn an der Leine ziehen lassen ist bei einem Rotti nicht gerade ideal, denn ich denke mal, der ist dir kräftemäßig ziemlich überlegen (wie den meisten Menschen). Bring ihm bei, dass er beim stehenbleiben und beim laufen bei dir bleiben soll und dass er auf Kommando zu dir kommen soll. Natürlich mit viel Leckerli, Spiel und Lob. Das wird sicherlich nicht von Anfang an klappen, und braucht schon ein paar Wochen. Richtig ist es jedenfalls, dass du zügig an den anderen Hunden vorbeigehst. Auf das bellen würde ich erst mal gar nicht eingehen, denn wenn du mit ihm meckerst oder so, bekommt er nur unnötig Aufmerksamkeit. Ein Halti stresst deinen Hund nur unnötig, auch wenn du es "richtig" benutzt. Dann doch eher ein Geschirr. Sieht bei einem Rottweiler zwar albern aus, ist aber gesünder für Körper und Geist. Ich habe für meinen Hund seit kurzem ein Geschirr, und ich muss sagen, sie läuft wesentlich entspannter damit als mit Halsband. Achso, und lass sie an der Leine nicht zu anderen Hunden hin, auch wenn sie lieb ist! Nur ohne Leine, aber dann auch nur auf Kommando, was du ihr allerdings zu den oben genannten auch noch zusätzlich beibringen müsstest, was auch ein paar Wöchelchen dauert, aber es lohnt sich auf alle Fälle! Ansonsten ist das was Verena und Sleipnir gesagt haben auch richtig.
    Gruß/Esmeralda


    Achso, und noch mal für alle: ´Üben` heißt nicht mal eben 10 Minuten in der Woche sich hinstellen und ausprobieren, sondern bei jedem Spaziergang immer mal wieder mit viel Konzentration trainieren, und schwierige Situationen zum üben nutzen!

  • Als wir unseren Welpen mit 10 Wochen bekamen war er auch anderen Hunden besonders wenn sie gebellt habe sehr ängstlich da rannte er erstmal immer richtung heimat :( . Also ging ich 3 Tage später mit ihm zu unsren Hundeverein(hatte vorher einen Cockerhündin),da ausser Cocker auch andere rassen sind dachte ich da muss er durch ;D .Bis jetzt bereue ich das nicht er lernte andere Rassen kennen und seine ängstlichkeit verschwand.Nun geh ich jeden Tag mit ihm und einer bekannten mit3 Cockern auf einer riesen Wiese spatzieren(immer ohne Leine) wo auch viele andere Hunde sind und von ängstlichkeit keine spur mehr.

    • Neu

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  • @ Esmeralda: Verrate mir doch mal, warum der Gehorsam ohne Leine die Basis für den Gehorsam an der Leine sein soll? Verwechselst du da vielleicht irgentetwas?
    Wenn ich einem Hund beibringen will problemlos an anderen Hunden vorbeizugehen kann ich das wohl nur angeleint machen. Will ich meinem Hund das hetzen von Wild abgewöhnen geht das erstmal wohl auch nur mit Leine evt. Schleppleine!
    Ich weiß auch nicht, warum ein Halti zuviel Stress für den Hund bedeuten soll, es ist doch nur ein Hilfsmittel um im entscheidenden Moment den Blickkontakt des Hundes auf den Halter zu lenken und dieses Alternativverhalten positiv zu bestärken.
    Verstehe dein Posting absolut nicht!
    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • Sorry kann sein das sich da die Götter streiten aber ich hab auch bei meiner Cockerhündin nie eine Leine gebraucht ausser in der Stadt oder im Lokal. Haben zwar eine Hundeschule mit ihr besucht um das sitz,platz und ablegen zu festigen aber ich finde halt das gehorsam nicht immer von einer Leine abhängig gemacht werden soll.

  • Natürlich ist Gehorsam nicht von der Leine abhängig!!! Denn die Leine ist ja auch nur ein Hilfsmittel!
    Bleiben wir aber nochmal bei obengenanntem Beispiel des Wildhetzens. Natürlich dürfte es bei einem Hund der über kaum ausgeprägtem Jagdtrieb verfügt nicht schwierig sein ihm das Hetzen abzugewöhnen - doch die meisten Hunde sind anders. Nennt mir dochmal nur eine einzige Methode einem selbstständigem, triebstarkem Hund eine selbstbelohnende Verhaltensweise, wie das hetzen von Wild, ohne vorheriges Leinentraining abzugewöhnen!
    Genauso ist es bei problematischen Hundebegegnungen. Ein Hund der über Jahre die Erfahrung gemacht hat, dass das Vebellen fremder Hunde, aus welchen Gründen auch immer, für ihn positive Konsequenzen hat, nämlich das der fremde Hund veschwindet, wird dies sicher nicht sein lassen wenn er nicht angeleint ist.
    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • Der Hund denkt: Mein Herrchen hält mich an der Leine fest, ich probiers trotzdem, bin ja eh stärker.
    Ohne Leine denkt er: Hey, endlich kann ich selber entscheiden. Cool, endlich kann ich dahin! Hm, aber vielleicht is der andere Hund ja grantig zu mir, is mir ja schon mal passiert.. und .. Herrchen guckt schon so streng.. soll ich, soll ich nich, soll ich..
    - Der Hund fängt also zumindest schonmal an, darüber nachzudenken. Is zwar nach Meinung vieler ne gewagte These, dass Hunde denken können, aber seis drum.
    Und ohne Leine zu üben ist für den Menschen einfach ne gute Übung zur Selbstkontrolle, und er muss sich mal richtig was einfallen lassen. Leine festhalten kann jeder. Ohne Leine hat er einfach keine Möglichkeit, daran zu zuppeln oder zu ziehen, er kann nur noch verbal oder durch anzeigen bzw. Körpersprache dem Hund das klar machen, er muss sich also intensiv mit dem Thema Aufmerksamkeit und Unterordnung befassen. Ist zwar anstrengend, führt aber zum gewünschtem Ziel.


    Zum Thema Halti, bzw. kein Halti hat murmel in einem Thread schon ziemlich viel und ausführlich geschrieben, finde diesen aber gerade nicht. Also, es geht einfach darum, dass Hunde nur über Mimik und Gestik mit ihrem Besitzer und anderen (entgegenkommenden) Hunden kommunizieren. Wenn aber das Gesichtsfeld durch das Halti so stark eingeschränkt ist, kann der andere Hund den Gesichtsausdruck nicht richtig interpretieren, und versteht ihn evtl falsch. Dies weiß der Hund mit Halti, und es verunsichert ihn sehr. Außerdem ist es so, dass wenn der Kopf des Hundes mit Hilfe des Haltis zum Besitzer herumgezogen wird, dann ist das ja nicht freiwillig. Der Blick wird von der (evtl) Gefahrenquelle weggezogen, und der Hund weiß nicht, was hinter ihm passiert, was wiederum beängstigend ist. Und er guckt den Besitzer nicht freiwillig an, sondern gezwungenermaßen. Ich setze voraus, dass das keinen Lernerfolg ergibt.


    Jagen oder Wild hetzen ist eine völlig andere Situation, und hat nichts damit zu tun, dass der Hund sich bei Begegnungen mit anderen Hunden den Kommandos des Besitzers unterzuordnen hat.


    Viele Grüße/Esmeralda

  • Hallo Esmeralda,


    sorry ich bin anderer Meinung. Ein Hund ist immer auch als Gefahr zu sehen und sollte nur in einer sicheren Umgebung abgeleint werden oder wenn er gut hört oder man sich sicher ist ihn in jeder Situation ran zubekommen. Ist er schon ausgewachsen und es gibt Defiziete in der Hundeerziehung muss klein angefangen werden. D.h. Leinentraining, Schleppleinentraining und Beziehungsspiele...
    Man kann einen Rotti nicht auf der Straße ableinen, wo Autos sind und andere angeleinte Hunde, wenn er in der Situation nicht sicher hört.
    Außerdem sind unangeleinte Hunde an der Leine ganz andere und hier geht es ja gerade um das Leinenproblem.
    Auch das Üben in schweren Situationen ist nicht immer richtig. Man sollte so klein wie möglich anfangen und den Reiz erst nach und nach steigern.
    Ein Halti würde ich auch nicht nur schlecht machen. Auch ich benutze es im Training bei manchen Hunden ab und an. Es kommt eben auf den Hund, sein Problem (oder besser dem des Besitzers) und der Situation an.


    Verena

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