Angst vor Gewitter - was tun?

  • Hallo zusammen,
    wir haben zwei Berner Sennenhunde, einen Rüden, Samson (6), und eine Hündin, Lotte (4). Unserem Großen macht Gewitter gar nichts aus, Lotte allerdings ist ganz schrecklich aufgeregt. Sie zittert vor Angst schon, wenn wir noch gar nichts hören. Im Moment ist es aufgrund der Wetterlage besonders schlimm, jeden Tag gibt es viele Gewitter, nachts leider auch, was uns allen dann den Schlaf raubt, weil Lotte ständig versucht, ins Bett zu steigen oder so stark zittert, dass sprichwörtlich das ganze Bett wackelt. :hilfe:
    Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Kann man irgend etwas tun, um dem armen Hund die Angst zu nehmen?
    Freue mich auf eure Antworten,
    LG
    anpie

  • Hallo,


    dieses Problem kannten wir bei unserem Benny auch. Er zitterte derart das wir immer Angst hatten er bekäme einmal einen Herzkasper. Da half nichts, kein Zureden, kein Streicheln. Er verzog sich dann immer ins Bad in die Dusche. Auch Silvester war dieses Problem mit der Knallerei. Wir haben dann in Abstimmung mit dem TA ein leichtes Beruhigungsmittel gegeben. So konnte er das einigermaßen ertragen.


    NG obstihj

  • Meiner hat sich Anfangs immer unterm Tisch versteckt, ich habe dann einen Kennel gekauft und dahin zieht er sich zurück. Da ich seine Anfälle bei Gewitter völlig ignoriert habe, ist es jetzt in Ordnung u. er benimmt sich normal.

  • Hallo obstijh,
    was ist das denn für ein Beruhigungsmittel? Kann mir vorstellen, dass das nicht ganz so einfach zu handhaben ist, denn wie gesagt, sie hört das Gewitter längst vor uns, und dann ist das mit dem Mittel ja wohl zu spät, oder???
    Hallo Bettina,
    was ist ein Kennel? Nie gehört, ehrlich gesagt. Etwa eine Bildungslücke? :???:


    LG
    anpie

  • Hallo anpie,


    da haben Sie aber Glück wir haben noch eine Tablette liegen. Das Medikament heißt Drontal Plus. Wichtig ist es aber mit dem TA zu sprechen. Die Tabletten müssen dem Gewicht des Hundes angepasst sein. Die wir hier noch haben ist für Tiere bis 10 Kg. Davon hat er dann im Bedarfsfall eine halbe bekommen, die wirkte auch ziemlich schnell. Er war dann ziemlich ruhig. Nach 3-4 Stunden wurde er dann wieder munter!


    NG obstihj

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Wir haben das Problem im Moment auch wieder. Bonny bekommt dann so eine Panik, dass sie versucht überall drunter zu kommen und wenn der Spalt nur 10cm breit ist. Und das Herz kann man förmlich schlagen sehen. Sie ist immer völlig fertig dann und den halben Tag nicht ansprechbar.


    Mittlerweile haben wir es wenigstens geschafft, dass sie bei halbwegs "normalen" Gewittern in irgendeiner Ecke liegt (meist unterm Tisch) und auch ruhig bleibt. Nur bei richtig lautem Donner gehts dann nicht mehr.
    Wie wir das geschafft haben, kann ich noch nicht mal genau sagen. Wir haben immer versucht ihr irgendwie Schutz zu bieten oder auch leise mit ihr gesprochen, aber sie nicht bemuttert. Wobei es gar nicht so einfach ist, das abzugrenzen.


    Bei manchen Dingen haben wir aber auch deutlich gesagt, dass es nicht so geht. Sie hatte zum Beispiel die Angewohnheit bei meinem Freund unter dem Schreibtisch in den Kabelschacht zu kriechen. Also nicht so ein kleiner aus Plastik, sondern eine Art Zwischenraum von etwa 25cm. Da hat sie versucht sich vor lauter Panik irgendwie in die Kabel einzubuddeln. Wir haben sie einfach genommen und an einen Platz getan, wo sie sich ohne Risiko verstecken kann. Naja wobei, einfach kann man es nicht nennen. Man glaubt gar nicht, was ein Hund für Kräfte entwickeln kann, wenn er Angst hat. Aber das war einfach zu gefährlich.


    Was bei uns auch geholfen hat sind Versteckmöglichkeiten. Wir haben ihr einen Platz unter meinem Schreibtisch und einen zwischen Schrank und Wand gemacht. Also recht klein/eng, so dass sie sich aber noch gut zusammenrollen kann und dunkel. Eine Art Schutzhöhle sozusagen. Da geht sie mittlerweile dann auch allein hin und sucht Schutz.
    Ich denke die Angst ganz wegbekommen ist in den meisten Fällen schwierig. Man kanns nur so erträglich wie möglich machen.



    Ein Kennel ist übrigens eine Box für den Hund. So wie die Tranportboxen. Also eine Hundhütte für drinnen sozusagen. ;)

  • Mit den Tabletten wäre ich sehr vorsichtig, der Hund von meinem Bruder ist daran fast eingegangen, trotz das er weniger gegeben hatte als der TA gesagt hat.


    Meine hat auch wahnsinnige Angst, da ihr als Welpe mal ein Knaller unter die Pfoten geworfen wurde.
    Wir ignorieren ihre Angst und seitdem geht es besser, sie sucht sich dann einen dunkler Platz und bleibt dort bis alles vorbei ist.
    An Gassi gehen ist dann gar nicht zu denken und sollten wir draussen sein, muß ich ganz schnell zurück. Sie tut mir auch immer leid, aber wenn man ihr zuredet oder sie streichelt, wird es nur schlimmer.


    Es gibt CD´s mit Geräuschen, extra für Hunde, die wollte ich mir holen und mal schauen ob es besser wird.

  • Hallo Leidensgenossen,
    danke für eure ausführlichen Antworten!
    Könnte mir vorstellen, dass die Sache mit der "Schutzhöhle" funktionieren könnte. Also ihr meint auch, dass man das Verhalten am besten ignoriert,
    so weit das überhaupt geht. :kopfwand:
    Ich werde es mal versuchen. Tabletten kämen für uns sowieso nur in Frage, wenn alles andere nicht klappt. trotzdem danke für den Namen des Medikaments.
    Hoffe mal, dass die Gewitter nun mal langsam aufhören, sie sind im Moment bei uns wirklich heftig und ziemlich nervig .
    LG
    anpie

  • Zitat

    Es gibt CD´s mit Geräuschen, extra für Hunde, die wollte ich mir holen und mal schauen ob es besser wird.


    Du mußt dich darauf einstellen, das es nicht funktioniert.
    Der Hund kann schon unterscheiden ob das Geräusch aus einem Gerät kommt, oder ob es natürlich ist.
    Ich habe diese CD auch und Diego hat es gar nicht gejuckt, egal mit welcher Lautstärke. ;)

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