BARF - praktische Fragen

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    Hallo zusammen,


    ich fütter meinen Hunden derzeit 1-2 mal pro Woche frisches Fleisch, aber an das "richtige" Barfen hab ich mich bisher nicht rangetraut. Unter anderem auch deswegen, weil ich es bislang selbst mit dem bißchen Frischfutter doch als sehr umständlich und aufwendig empfinde. Aber vielleicht habe ich nur noch nicht die richtige Arbeitstechnik?


    Ich mache es bislang so: Ich rufe am Schlachthof an und bestelle Rinderherz. Das wird dann (nachdem ich es abgeholt habe) in Tagesportionen geschnitten (zumindest so ungefähr, denn ich will in großen Stücken füttern, und da ist es gar nicht so leicht, wirklich gleichmäßige Mengen zurecht zu schneiden) und portionsweise eingefroren. Bis ich so weit bin, sieht meine Küche aus wie Hulle - überall Blutspuren, Gewebereste... Naja, lässt sich ja eigentlich problemlos wieder reinigen, aber nachdem das Schneiden und Eintüten schon einiges an Zeit gekostet hat, kostet das Küche reinigen natürlich auch noch Zeit...


    Zum Füttern wird das Fleisch dann wieder aufgetaut und den Hunden gegeben. Soweit kein nennenswerter Zeitaufwand, aber beim Fressen verschmieren die Hunde dann den Fußboden (ich habe immerhin inzwischen gelernt, vor dem Füttern die Wohnzimmertür zu schließen, so bleibt der Kuschelteppich von Blut verschont :lol: ) und ihre Decken - was dann wieder Putzaufwand für mich bedeutet (die Hunde würde es nicht stören, aber ich bin da etwas empfindlicher...). Und das, obwohl ich ja nun fast ausschließlich relativ "sauberes" Fleisch füttere.


    Ich habe vor mehreren Monaten einmal Blättermagen vom Schlachthof geholt, und war immerin so klug, den draußen auf irgendwelchen alten, mittlerweile verbrannten Brettern zu schneiden :freude: aber ganz ehrlich, ich werde mir das kein zweites Mal antun, der Geruch ist wirklich beeindruckend. Ich hab bislang 2mal Blättermagen verfüttert - im Garten, es passte wettertechnisch gut. Und die Hunde haben noch 2 Tage lang Blättermagenduft im Fell gehabt - nicht gerade mein Lieblingsduft beim Kuscheln... (Nein, sie haben sich nicht drin gewälzt, sie haben es nur gefressen.)


    Ich würde gerne wissen, wie ihr Vollblutbarfer das handhabt? Wo portioniert ihr das Futter und wie haltet ihr die Küche hygienisch sauber, wenn ihr Magen schneidet? Wo dürfen die Hunde fressen? Wie groß sind eure Tiefkühltruhen (ich hab beim letzten Schlachthofbesuch fast 5 kg Hundefutter bekommen und weiß jetzt kaum noch wohin mit unseren Nahrungsmitteln). Habt ihr Tipps für eine bessere Fütterunstechnik?


    Gruß :) Wiebke

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • Zitat

    weil ich es bislang selbst mit dem bißchen Frischfutter doch als sehr umständlich und aufwendig empfinde. Aber vielleicht habe ich nur noch nicht die richtige Arbeitstechnik?


    Denke ich mal. Ich fand die ersten 2-3 Monate reltaiv "anstrengend". Damals war ich auch noch so, möglichst jedes Gramm genau auszuwiegen. Nach einiger Zeit komplett BARF bin ich allerdings mehr oder weniger vom festen Futterplan weg und eher hin auf einen ca. 4 Wochen-Zyklus in dem ich versuche, ausgewogen zu füttern. Ich füttere jetzt eher nach "Gefühl". Außerdem entwickelt man so "Tricks" für Portionieren von Fleisch und Gemüse, so daß ich einfach nur auftauen muß, durch 2 teilen, ab in die Näpfe, Öl drüber - und gut is.


    Zitat

    da ist es gar nicht so leicht, wirklich gleichmäßige Mengen zurecht zu schneiden)


    Bei uns wird nach Tagesbedarf gefüttert. Sprich, wenn wir viel machen gitbs mehr, machen wir weniger, gibts weniger. Und wenn wir mal ne große Protion so erwischen - gibts am nächsten Tag halt mal bisschen weniger.


    Zitat

    kostet das Küche reinigen natürlich auch noch Zeit..


    Deswegen mache ich das möglichst draußen *gg* - oder bestelle schon portioniert.


    Zitat

    verschmieren die Hunde dann den Fußboden


    Auch hier: Draußen füttern. Oder aber den Hunden beibringen, auf auskochbaren alten Handtüchern zu fressen, die alle 2-3 Tage dann ausgewechselt werden. Geht auch prima.


    Zitat

    der Geruch ist wirklich beeindruckend.


    da gewöhnt man sich mit der Zeit dran. Ich z. B. habe mich vor gut 2 Jahren noch davor geekelt, rohen Braten usw. - also wirklich "sauberes" Fleisch überhaupt nur anzufassen. Heute lache ich drüber.


    Zitat

    Wie groß sind eure Tiefkühltruhen


    Wir haben einen Gefrierschrank, ich glaube, ca. 160 l Füllmenge. Da bekomme ich ca. 50 kg Fleisch für die Hunde rein. Für uns selbst haben wir nur einen kleinen Gefrierschrank mit 3 Fächern *gg*. Aber wenn dann erstmal 10 kg oder so aus der großen Truhe raus sind, finden wir da auch wieder Platz für uns drin.

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

  • Hallo Silvia,


    draußen Futter vorbereiten und füttern - gut und schön, solange es wettertechnisch halbwegs freundlich und warm ist. Aber im Winter, bei feuchter Kälte? OK, bei mir kommt erschwerend hinzu, dass ich aufgrund einer Muskelschwäche in den Händen mit Handschuhen nicht arbeiten kann (weil meine Kraft nicht reicht, um die Finger mitsamt den Handschuhen zu bewegen - und dabei dann gar noch Feinmotorik zeigen, geht gar nicht). Aber auch mit Handschuhen stelle ich es mir unerquicklich vor - und sauber machen muss man draußen doch auch mehr oder weniger (sicher nicht so gründlich, wie in der Küche, aber so halbwegs doch schon?).


    Ganz abgesehen davon, dass ich nach einer Nasswetter-draußen-Fütterung dann ja wieder nasse, dreckige Hunde ins Haus bekomme. Und bei meinen normalen Fütterungszeiten (abends, zum Tagesabschluss) dann auch keine Überblick darüber habe, ob wirklich jeder Hund seine Portion bekommen hat...


    Das Portionieren vor dem Einfrieren mache ich übrigens auch für uns Menschen mit Waage - nicht, weil es aufs Gramm genau stimmen muss, sondern weil ich offenbar wirklich keinen Blick dafür habe, wieviel auch nur ansatzweise "richtig" ist. Du siehst, ich bin hoffnungslos unpraktisch veranlagt :lol:


    Vielleicht sollte ich mal ein Seminar "richtiges Abschätzen von Mengen" mitmachen...


    Gruß :) Wiebke

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  • Huhu,


    ich füttere meine Hunde auch immer draußen. Meistens direkt nach dem Gassi, dann sind sie eh schon dreckig. Bei "härteren" Sachen nehme ich immer die Axt und einen Hackeklotz zum Zerteilen... z.B. für das Suppenhuhn und Knochen. Macht auch mächtig Eindruck bei den Nachbarn.


    Früher war ich auch noch zimperlich... dieses und jenes wollte ich nicht so gern anfassen. Tja, heute schreckt mich da wenig. Wenn ich dürfte, würde ich meine eigenen Schafe schlachten...


    Zum Thema "einsauen" durch die Hunde: Draußen schlecken die das selbst dann wieder auf. Da kipp ich höchstens mal einen Eimer Wasser drüber.


    Die Drei sind beim Fressen immer allein. Wer ordentlich hunger hat, wird sich sein Stück schon nicht wegnehmen lassen! Ich kontrolliere übrigens regelmäßig das Gewicht und danach gibt es dann Pi mal Daumen die nächste Wochenration.


    Viele Grüße
    Corinn

  • Ok - mein Augenmaß ist da wohl relativ gut. Ich überprüfe immer die ersten 1-2 Portionen beim einfrieren und dann gehts schon.


    Hm - naja - ich muß gestehen, ich bin da dreckmäßig nicht sooo pingelig. Face saut nur rum, wenn es Herz schön frisch in großen Stücken gibt, da sieht sie dann mit ihrem weißen Fell immer "interessant" aus und löst auch schon durchaus mal Entsetzensausrufe meiner Nachbarn aus.


    Ansonsten futter Face eigentlich immer im Körbchen, Pebbles auf einer Decke, die auf einen Teppichrest gelegt wird (jaja - Madame liebts gemütlich) und beide lecken sich hinterher wieder sauber auch ihre Plätze. Von den anfänglichen Blutflecken auf der Dekce ist nachher NICHTS mehr zu sehen.


    Ansonsten - füttere doch einfach in der Dusche - kann man hinterher prima wegspülen (kein Scherz, ich kenne wirklich jemanden, der das macht!)

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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