Wer longiert hier noch!?

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    Wo findet man Longier Kurse, in Hundeschulen/Vereinen? Sind die arg teuer und worauf muss/kann man achten, wo es für einen passt?


    LG

    Juli und Tessi:winken:

    Sowohl in Hundeschulen als auch in Vereinen werden Longierkurse angeboten. Hier z.B. eher in Hundeschulen, aber es gibt durchaus auch Vereine, die es anbieten.


    Beim Longieren gibt es unterschiedliche Wege des Aufbaus und des Arbeitens. Manche machen es "klassisch", also wirklich rein körpersprachlich. In meiner HuSchu im Fun-Longierkurs arbeiten wir sowohl körpersprachlich als auch verbal und bauen für jeden Hund auch diverse Übungen ein, je nach Trainingsstand eben - z.B. an Futter vorbei longieren, mehrere Kreise, Tempowechsel etc.


    Ich würde vor allem darauf achten, dass die Trainer dir hilfreichen Input geben und beim Aufbau nicht stur nach Schema F gearbeitet wird, sondern man auf die Bedürfnisse, Stärken und Schwächen des jeweiligen Hundes Rücksicht nimmt. Bei uns ist der Longierkurs bunt gemixt, meine kleine Yorkiehündin, ein kleiner Mix, eine Wasserhündin, früher auch ein Aussie - jeder dieser Hunde bringt einen eigenen Charakter und eigene Präferenzen mit und unsere Trainerin geht darauf gut ein.


    Der Aufbau sollte möglichst sauber und für den Hund verständlich sein. Ich halte wenig davon, den Hund ständig zu "ermahnen" oder schon zig Übungen am Kreis einzubauen, wenn der Hund noch nichtmal das Prinzip verstanden hat. Also kleinschrittiger und positiver Aufbau wäre mir sehr wichtig.



    Wie teuer so ein Kurs ist, hängt erstmal davon ab ob es eine gewerbliche HuSchu ist oder ein Verein, aber auch von Wohngegend etc. Ich habe mal für 5 Stunden 135 Euro in einer wirklich teuren City-Hundeschule gezahlt, jetzt zahle ich für ca. 8 Einheiten in der Halle um die 160 bis 180 Euro. Im Verein ist das oft deutlich günstiger, weil die Trainer da ja nicht ihren Lebensunterhalt mit verdienen.

    "Questions of Science, Science and Progress/Do not speak as loud as myHEART" (Coldplay, "The Scientist")
    Liebe Grüße von Lina & dem kleinen "Tyrannosaurus" Rex *29.10.2014, Langhaar-Chihuahua sowie Yorkie-Mix Jasmin, *Dezember 2014

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  • Seminar "Treibball und Kreatives Longieren" mit Anja Jakob

    Das Longieren hatten die meisten Teilnehmer noch gar nicht gemacht, deshalb gab es besonders viel Input zum richtigen Aufbau von Anfang an. War aber auch für mich trotz meiner schon gemachter Longierkurse nicht uninteressant, man kann schließlich immer was verbessern und gerade körpersprachlich macht man ja trotzdem mal Fehler. Natürlich gibt es beim Longieren unterschiedliche Möglichkeiten des Aufbaus. Es fängt schon mal damit an, wie ich z.B. einen Kreis aufbau - klassisch ja mit Heringen und Flatterband, Anja hat aber darüber hinaus z.B. auch viele bunte Eimer und Pylonen, mit denen man ebenfalls einen Kreis stellen kann. Ein aus Pylonen oder Eimern bestehender Kreis bietet gerade bei fortgeschrittenen Hunden dann wiederum viele Möglichkeiten, kreativer zu longieren - beispielsweise indem man an den Eimern auch 8er-Figuren laufen oder "Kringel" laufen lässt - also z.B 2x einen Eimer umrunden und dann weiterlaufen.

    Anja ist jemand, der schon beim Aufbau gern etwas Abwechslung reinbringt, da einige Hunde sonst schwer zu motivieren sind und weniger Spaß am Kreis haben. Also fängt sie schon recht bald an, außen am Kreis z.B. mal eine Hürde oder ein Target aufzustellen, damit es für den Hund interessant bleibt. Natürlich muss man jede Übung zunächst abseits vom Kreis aufbauen - der Hund muss also erst mal lernen, über eine Hürde zu springen oder sich auf ein Target zu begeben, bevor ich diese Übung dann am Longierkreis einbaue.

    Wir machten am Samstag auch Trockenübungen ohne Hund, denn Anja wollte uns zeigen, wie wichtig es ist, beim Longieren körpersprachlich möglichst klar zu führen. Ein Thema war dabei "Führen mit Gegenhand oder Führhand". Für Anja gibt es da kein richtig oder falsch, man soll selbst entscheiden, mit welcher Hand man führen möchte, allerdings meitne sie, die meisten Hundeführer nehmen lieber die Gegenhand, weil es so einfach leichter ist, dem Hund eindeutige Signale zu geben, zumal man damit auch nicht so den eigenen Körper vorm Hund blockiert wie mit der Führhand. Ich selbst wurde von meiner Trainerin anfangs auch dazu beraten, die Gegenhand zu nehmen, und habe mich damit immer sehr wohl gefühlt.

    Bei den Trockenübungen durfte jeder mal "Mensch" und mal "Hund" sein und dann probierten wir z.B. aus, was uns leichter fällt: Führ- oder Gegenhand. Außerdem sollten wir z.B. mal absichtlich so laufen, dass wir dem "Hund" ständig in die Augen starren, denn das ist ja unangenehm und bremst den Hund aus. Besser ist es, den Blick ein bis zwei Längen vor dem Hund zu haben, also dahin, wohin man ihn lenken will. Das ist auch etwas, was unsere Trainerin in der Halle immer wieder predigt und leider fällt es auch mir nicht immer leicht, vor statt auf den Hund zu schauen, obwohl ich Jassi damit ganz klar ausbremse.

    Mit Rex und Jasmin konzentrierte ich mich natürlich aufs Longieren. Am Samstag war nur Jasmin dabei und an dem Tag hatten wir vor allem zwei klassische Longierkreise aufgebaut, allerdings beide eher groß. Der kleinere der beiden Kreise entsprach wohl in etwa der Größe unserer Hundeschul-Longierkreise, aber aufgrund der Hitze war Jasmin da natürlich recht schnell müde, da sie ja mehr Strecke am Kreis zurücklegt als ein größerer Hund. Darum fand ich Anjas Idee, heute auch kleinere Kreise aus z.B. Eimern oder Pylonen aufzustellen, damit Jassi weniger laufen muss, auch sehr gut. Unser kleiner Kreis bestand z.b. aus Pylonen und um das Ganze spannender zu machen durfte ich dann noch einen Eimer, eine Hürde und ein Target außen an den Kreis stellen.

    Von Anja bekam ich erstmal natürlich den Hinweis, dass ich nicht auf den Hund, sondern vorwärts schauen soll (mein ewiges Thema), weil Jassi dann viel freier arbeitet und nicht so ausgebremst wird.

    Wir übten dann auch erstmal abseits vom Longierkreis das Target - Jasmin kennt das Prinzip, aber halt nicht soo 100%ig sicher. Die Targettübung gefiel der Maus aber und somit konnte ich sie dann auch am Kreis gut auf das Target schicken. Mit Targets arbeiten wir z.B. in der HuSchu eher selten, habe jetzt beschlossen, wenn ich für mich longiere, öfter mal Targets einzubauen, weil das ja auch mehr Abwechslung reinbringt.

    Da Jassi dann zu warm war, durfte auch Rex Target am Longierkreis üben. Mit Rex habe ich ja nur vor Eeewigkeiten mal ein wenig longiert, aber zum Glück waren wir ja am kleinen Kreis und somit kapierte er das Prinzip "draußen bleiben" auch recht schnell, zumal es ja nix komplett Neues für ihn ist. Jedenfalls, Target klappte gut, und darum übten wir dann die Variante: Hund soll mal am Target stehenbleiben, mal daran vorbeilaufen. Gar nicht so einfach, sobald ein Hund das Prinzip Target am Boden = mit den Vorderpfoten drauf verinnerlicht hat. Mit dem Aufbau eines "Weiter"-Signals kann man hier gut helfen oder falls man umgekehrt einen sehr flotten Hund hat, der ungern stoppt, riet Anja dazu, ihn rechtzeitig vor dem Target anzusprechen, um seine Aufmerksamkeit zu erwecken.

    Rex durfte dann auch noch Unterscheidungsarbeit an der Hürde machen, denn auch da gibt es ja drei Varianten - entweder über die Hürde, oder außen dran vorbei oder zwischen Hürde und Longierkreis vorbei weiter longieren. Die meisten Hunde fühlen sich - so wie Rex - anfangs sehr dazu verleitet, immer drüberzuspringen, also muss man dann auch hier gucken, wie man dem Hund am besten vermittelt, was man von ihm will - bei Rex als Anfängerhund z.B. konnten wir die Hürde weiter vom Kreis wegstellen, damit er sie nicht nimmt. Anja meinte, für sehr fortgeschrittene Hunde gäbe es dann eigentlich noch Variante 4: unter der Hürde durchkriechen :D

    Am Ende machten wir dann noch ein wenig "Figuren" mit Rex, also z.b. eine der Pylonen zwei Mal umrunden und dann weiter longieren oder eine Figur 8 bei zwei Pylonen laufen und dann normal weiter longieren. Bei Rex stand ich, da Anfängerhund, natürlich bei diesen Übungen noch ganz nah am Rand und half ihm sehr viel. Er fand die Übungen aber sehr spaßig.

    Neben den Targets werde ich auf jeden Fall vermehrt solche "Kringel"/Figuren-Geschichten üben oder z.B. Tricks außerhalb des Kreises einbauen.

    Etwas schade finde ich, dass wir durch die Hitze nicht wirklich Kreiswechsel machen konnten bzw. Tempowechsel - Jassi kann noch keine Tempowechsel und flitzt eigentlich immer, bis sie müde wird und sich ihr Tempo verlangsamt. Aber da sie durch die Hitze sehr langsam unterwegs war, war's natürlich nicht möglich.

    Coole Ideen von Anja finde ich auch die Außen- und Innenkreises, also Longieren an mehreren Kreisen, aber eben so, dass man z.B. drei Kreise hat, die eben nicht nebeneinander sind, sondern der kleinste Kreis ist innen (in dessen Mitte steht man), dann kommt ein mittlerer und schließlich ein ganz großer...

    Generell werde ich, da Jassi ja das Prinzip Longieren mittlerweile sehr gut kennt und auch Rex heute gut dabei war, versuchen, mehr pepp und Abwechslung reinzubringen und weniger "starr" Übungen zu machen - im Training in der HuSchu machen wir z.B. vor allem Kreiswechsel, Tempogeschichten (bei Jassi eben noch nicht), Sitz, Platz und vllt den ein oder anderen Trick und Tunnel, also werde ich zuhause mehr Tricksen, Targets nehmen, oder auch mal Cavalletti, in den Kreis einladen, Innen- und Außenkreise eben etc.

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  • Das klingt ja nach einem richtig tollen Seminar.


    Ja, ich habe auch festgestellt, wenn es mal läuft, also wenn der Hund seinen Job am Kreis verstanden hat, kann es schnell langweilig werden. Immer nur rennen und Sitz, Platz, Steh dazwischen...


    Ich habe auch immer mal Wendestangen (das sind dann wohl bei euch die Eimer und Pylonen), Targets oder Sprünge am Kreis, um bissel Abwechslung reinzubringen.

    Ich verbinde die Targets dann immer gleich mit Tricks auf Distanz. Schick sie hin und lasse sie irgendwas machen, Diener oder Drehung oder so. Das ist auch ganz schön schwierig, dass sie dann tatsächlich dort bleiben und nicht erst zurückkommen.

    Es grüßen Schneewittchen und die beiden Zwerge
    Silver, die stets gut gelaunte wilde Aussi-Hilde
    Pumuckl & Amun, das quirlige Schopfi-Power-Duo

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  • *staub wegpust*


    Ich brauche mal ein paar Inspirationen fürs Longieren. =)


    Momentan longieren wir viel und haben großen Spaß daran, aber so langsam brauchen wir auch wieder was Neues. Ich longiere entweder an einem Kreis oder (meistens) an zwei, wobei ich die Kreise entweder oval gehe und dadurch wechsel oder eben als acht. Ich stelle auch immer Cavaletti hin für den Muskelaufbau zwischendurch. :D

    Gangarten wechseln haben wir auch schonmal probiert, daran wäre auch definitiv noch zu feilen. Ich habe überlegt, ob ich Targets hinlegen und sie darauf schicken könnte? Beide Hunde zusammen longieren kam mir auch schon in den Kopf, wobei das relativ schwierig ist, weil sie ein deutlich anderes Grundtempo haben. Elliot läuft allerdings schon sehr unabhängig, evtl. könnte ich ihn schon weiterschicken, während Kimi ihr Tempo läuft.


    Also her mit den Ideen/Übungen/Abwechslungen. =)

  • Targets schicken ist super!


    Ansonsten Tricks/Gehorsam auf Distanz abfragen, da geht ja so ziemlich alles.


    Hindernisse außenrum - also zB Tunnel (mal muss Hund durch, mal außen dran vorbei), Hürde, Slalom etc.


    Neben der 8 geht auch gut dass man sie ganz um beide Kreise rumschickt.


    Tempowechsel möchte ich auch irgendwann mal ordentlich hinkriegen.



    Ich war im Sommer mal auf Kreativ Longieren (und Treibball) Seminar bei Anja Jakob. Da waren echt gute Anregungen dabei, nur leider hab ich durch Corona und so das Meiste wieder komplett vergessen, hmpf...



    Edit: Ah oben hab ich eh vom Seminar geschrieben. War ziemlich lang tote Hose hier^^

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Zwei Hunde gleichzeitig zu longieren muss ja nicht bedeuten, dass beide gleichzeitig laufen müssen.


    Wenn ich mit beiden longiere, dann muss einer sitzen und der andere entweder „aufschließen“ und daneben sitzen oder auch mal drum herum laufen.


    So kann man dann per Name auch wechseln. Zb Hund a läuft gerade, schließt zu Hund b auf und sobald a sitzt, nimmt man b mit.

    Oder man übt, dass beide neben oder hintereinander laufen bzw. man dann aus dem laufen nur einen absetzt und der andere weiter läuft

    Man kann zwei Kreise bauen und selbst steht man in einem Kreis und longiert dem Hund in dem Anderen oder holt ihn rüber ohne selbst mitzugehen


    Gerade mit zwei Hunden macht das so viel Spaß und ist so variabel.

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