Opa möchte einen Welpen einer großen Rasse. Alternativen?

  • Beim ersten durchlesen, dachte ich auch als erstes an einen großen schon etwas älteren Hund.


    Allerdings ist das:

    Meine Schwester würde einen kleineren Hund übernehmen, aber keinen Großen.


    Es gibt in der Familie niemanden, der einen großen Hund übernehmen würde.

    ... wie ich finde ein sehr wichtiges Argument. Wenn ein kleiner Hund im Notfall in der Familie unterkommt und auch übergangsweise betreut werden kann, ist das halt schon mal eine viel bessere Vorraussetzung für einen Hund.


    Mein Opa ist so sicher, dass er noch mindestens 10 Jahre fit ist. Es fällt ihm schwer zu akzeptieren, dass er in einem Alter ist wo es auch anders kommen kann.

    Ja, ich verstehe deinen Opa. Und jeder wünscht ihm dass er Recht behält.


    Nur arbeite ich in einem Beruf, wo ich viel mit älteren Menschen zu tun habe, und bin immer wieder erstaunt wie schnell es oft geht, das ein körperlich und geistig top fitter älterer Mensch (meist aufgrund eines blöden Unfalles oder doch einer Krankheit) abbauen kann.

  • Ja, wenn die Familie keinen großen Hund im Notfall aufnehmen kann oder möchte, dann muss dein Opa umdenken.

    Im Sinne des Tieres!


    Dennoch würde ich ihm nicht einfach einen Hund vor die Nase setzen, sondern mit ihm gemeinsam aussuchen gehen :bindafür:

  • also denke ich warum nicht versuchen?

    Weil ein Hund kein Versuchsobjekt ist. Sorry für die rauen, ehrlichen Worte aber mir gefällt es überhaupt nicht, wie hier über einen Hund gesprochen wird.

    Ich mag auch einige Hunderassen bin mir aber darüber bewusst, dass ich mit diesen nicht klarkommen würde bzw. sie nicht in meinen Alltag passen.

  • wie so oft wurde ja schon alles wichtige angesprochen, bzgl. Betreuung, falls doch mal was ist usw.

    Ich spring hier nur kurz rein, wegen:

    1. Opa als Überraschungs-Aktion einpacken und Hunde anschauen gehen. Vorher gucken und telefonieren, ob es Tierheime mit potenziell geeigneten, größeren Hunden gibt, die schon älter sind. Ggf. findet sich auch ein passender Hund aus Privathand, der ein neues Zuhause sucht.

    Es gibt bei einigen Tierheimen / Tierschutzorganisationen ja auch dieses “Seniorenhunde für Senioren” Programm, da sind auch nicht immer nur kleine Hunde dabei. Hier z.B.: Link zur Seite

    Ich hab die Hunde dort nur kurz überflogen, es sind auch welche auf PS dabei, die man besuchen könnte.

  • Wenn es keinen Plan B gibt, falls Opa nicht mehr fit ist, lasst die Finger davon. Ich habe es im Tierschutz schon zu oft erlebt und wie dramatisch das dann für Hund und auch den Menschen ist.


    Ich habe einen 12 jährigen Rüden, der ist noch fit, aktiv und will ausgelastet werden. Es ist einfach nicht fair dem Hund gegenüber.


    Wir haben oft Anfragen von älteren Menschen und leider lassen diese meist nicht mit sich reden. Selbst wenn man einen 6 jährigen vorschlägt ist der oft zu alt, will man nicht und häufige Aussage : man will keinen Hund der bald stirbt :fear:


    Wenn ihr euch für einen Hund entscheidet der im Notfall in der Familie bleiben kann ist doch alles prima.

  • Oder die Familien unterstützen den alten Menschen bedingungslos.

    Ein alter Mensch, der sein Leben lang Hunde hatte und nun im Alter als Witwer noch einsamer ist, hat jedes Recht einen Hund zu wollen.

    Nach meinem persönlichen Empfinden, wie Familie funktionieren sollte, haben dann die Kinder und Enkelkinder sogar die Pflicht diesen Wunsch zu unterstützen. Hier geht es um die Lebensqualität eines ( hoffentlich) geliebten Menschen in den letzten Lebensjahren.

    Da muss man dann gemeinsam schauen, wie man das am besten für Hund und Opa geregelt bekommt.

    Natürlich wäre es am besten, wenn der Hund nach dem Tod ( falls der vor dem Tod des Hundes eintritt) in der Familie bleiben könnte, aber wenn nicht, dann findet man auch ein Plätzchen, wenn man ernsthaft sucht oder evtl. schon zu Lebzeiten des Opas eine Hundebetreuung mit Übernahme etabliert.

    Als egoistisch könnte man nämlich auch denjenigen bezeichnen, der den elementaren Wünschen eines Menschen die eigenen Befindlichkeiten entgegenstellt.

    Für mich wiegt der Wunsch im Alter einen felligen Kameraden an der Seite zu haben höher als die Umstände und Betreuungsaufwände, welche damit auch auf die Familie zukommen.

    Dass viele Familien das nicht mehr leisten können (und wollen), ist für mich ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem.

    PS. Dabei ist das Thema Hund nur ein Beispiel für das viel grundsätzlichere Problem.

  • der den elementaren Wünschen eines Menschen die eigenen Befindlichkeiten entgegenstellt

    Aha. Einen Hund zu wollen ist also ein elementares Bedürfnis, keinen Hund zu wollen ist also nur ne Befindlichkeit. Mhm. Die Argumentation ist ehrlich gesagt finde ich ziemlich schwach.

  • der den elementaren Wünschen eines Menschen die eigenen Befindlichkeiten entgegenstellt

    Aha. Einen Hund zu wollen ist also ein elementares Bedürfnis, keinen Hund zu wollen ist also nur ne Befindlichkeit. Mhm. Die Argumentation ist ehrlich gesagt finde ich ziemlich schwach.

    Aber es geht doch nicht darum, dass die Familie den Hund dauerhaft aufnehmen muss, obwohl sie partout keinen möchte. Es geht darum, im Vorfeld, vor dem Akutfall, bei der Lösungsfindung mit zu helfen, sich da rein zu hängen, Betreuung zu organisieren. So verstehe ich KayaFlat. Bzw. so sehe ich das.

  • Ich denke jeder hier kann den Wunsch, einen Hund an seiner Seite zu haben, nachvollziehen.


    Es geht hier aber nicht um Wunsch gegen Befindlichkeit sondern darum, dass alle Seiten fair behandelt werden. Der Hund muss in dieser Diskussion genauso vollwertig betrachtet werden, wie der Opa.

  • @Blueberry Pie

    Ihr habt ja schon viele gute Vorschläge bekommen, aber ich möchte euch ans Herz legen, euch nicht in irgendeine Verantwortung drängen zu lassen, die ihr nicht wollt.


    Ein Riesenhund, vielleicht selber im fortgeschrittenen Alter (da reicht ja oft sieben/acht) stellt uU an Finanzen und Wohngegebenheiten schon erhebliche Anforderungen, das sollte man schon wollen/können.

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