Großpudel als Begleithund?

  • Hier gibt es leider auch einen jagenden GP. Der jagt mit Vorliebe Autos auf der Straße. Ist natürlich eine Frage der Erziehung. Bei ihm wurde scheinbar komplett versagt. Was ich sagen will, man sollte auf keinen Fall den Jagdtrieb eines Pudels (welche Größe auch immer) unterschätzen.

  • Scheint wohl wirklich vorzukommen? Ich habe von einem Freund vor vielen Jahren noch eine ähnliche Story gehört - und zwar die ,dass ein Bauer aus seinem Dorf einen Hund mit der Plattschaufel bewußtlos schlagen mußte (!!) damit er vom dritten Schaf abließ, zwei waren schon übel zerrissen, ein Lamm tot. Auch das war ein Pudel, der übers Wochenende da war und sich in der Großstadt immer perfekt benommen hatte. Sicher totale Extrembeispiele, aber ab und zu scheint der Jagdhund da wohl doch noch ganz massiv durchzumendeln?

  • Zum Jagdtrieb des GP kann ich dann mal noch was beitragen....Elwood hat auch massiven Jagdtrieb u einige seiner Geschwister auch. Ja. Man kann es händeln, aber ich muss tatsächlich immer wachsam sein wenn er im Freilauf ist. Bin ich einen Tick zu spät, kann es sein das er ab geht. Im Wald geht nur mit Schleppleine. (Und wir trainieren ernsthaft daran, und es war mir auch schon früh klar, in welche Richtung er diesbezüglich geht) . Auch finde ich die Fellpflege für diesen Lebensstil nicht ganz optimal, das wurde oben schon mal schön beschrieben.

  • Und noch ein Rassevorschlag: Koolie.


    Im Gegensatz zu Australian Shepherd und Cattle Dog eher weniger Wachhund.


    Allerdings gibt es hier in Deutschland vom Fell her eher die fedrige Variante à la Border Collie, und die finde ich - mein Freund hatte ja bis vor kurzem Rinder auf dem Betrieb und hat jetzt an einen Nachfolger übergeben - absolut suboptimal in der Pflege.


    Unser Koolie ist kurzhaarig und als Australien-Direktimport durch die Vorbesitzerin eine Frostbeule. Der wohnt im Winter auf der Fußbodenheizung in der großen Küche.


    Einige seiner Nachkommen leben und arbeiten allerdings auf landwirtschaftlichen Betrieben. Mindestens eine Besitzerin ist hier auch vertreten, mir fallen gerade allerdings keine Namen ein.


    Evtl. kann flying-paws mehr dazu sagen, wie die sich draußen machen, da sie einige dieser Hunde aus ihrem Hütetraining kennt.


    Caterina

  • Auch wenn einge hier die Augenbrauen hochziehen, hätte ich hier auch an einen Schäferhund oder Schnauzer gedacht. Wetterfest, robust, gerne mit dabei.

    Vielleicht auch ein Cattle Dog oder Kelpie, aber die kenne ich persönlich nicht.

  • Vom Cattle Dog würde ich abraten. Da steckt nicht nur ein gerüttelt Maß an Wachhund-, sondern auch noch an Viehtreibergenetik drin, und das kann darauf hinauslaufen, dass anstelle von Vieh Campinggäste in ihrem Bewegungsradius kontrolliert werden.


    Und Kelpies halte ich persönlich für zu kurzfellig.


    Schäferhund hatte ich auch vorgeschlagen, aber inwieweit der gästekompatibel ist, ist m. E. sehr individuell, d. h. ich würde keinen Welpen nehmen.


    Caterina

  • Auch wenn einge hier die Augenbrauen hochziehen, hätte ich hier auch an einen Schäferhund oder Schnauzer gedacht. Wetterfest, robust, gerne mit dabei.

    Vielleicht auch ein Cattle Dog oder Kelpie, aber die kenne ich persönlich nicht.

    Also ich zucke nicht mit den Augenbrauen, normalerweise tu ich das wenn der Schnauzer ins Spiel kommt ( weil er häufig dann empfohlen wird, wenn man einen Hund sucht der keinen Wachtrieb hat und allem ggü lieb und nett ist), aber hier :


    Ehemalige Hofhunderasse, Fremden ggü distanziert bis misstrauisch ( Fokus inzwischen eher auf freundlich aber auch da bleiben die eher distanziert), kompakte Größe und passendes Fell für alle Wetterlagen ( gut, nur Regen mögen die ein oder anderen Schnauzer nicht so, ansonsten kommen die sowohl mit Kälte als auch Hitze klar, Dreck bleibt nicht lange hängen ), am liebsten beim Geschehen dabei, passt aufs Grund auf und fängt Mäuse, kann bei Bedarf auch mal beim Treiben helfen ohne es zu brauchen...


    Und gesucht wird : Ein Hof Hund der überall dabei ist und bei Bedarf mithelfen darf. Fremden ggü soll er distanziert sein, er soll mittelgroß sein und kaum Haaren.


    Joa, finde ich durchaus passend.


    Ich hab schon überlegt ob es Sinn macht die kleinen Sennenhunde einzuwerfen, aber ich schätze die sind zu griffig.

  • Der Hund soll ohne viel Aufwand auf einem Campingplatz ähnlichen Betrieb rumlaufen und den Gästen nicht durch Anbiedern auf die Nerven gehen.


    Sämtliche Gebrauchshunde haben aber ordentlich Wach- und Schutztrieb, genauso wie Cattle und Sennhunde—- sicher ist es auch nicht gewollt, dass die ständig wechselnden Fremden mit Kindern und Hunden stattdessen geschreddert werden?!


    Und ganz sicher würde ich mir sehr gut überlegen, wem ich einen großen Gebrauchshund in die Hand drücke.


    Leben auf engem Raum mit einem DSH, der vom kühlen Wetter ordentlich Talg im Fell hat und dann noch haart wie Sau?


    Gerade Arbeitshunde wollen — arbeiten!

    Dann wird der Hund zur Aufgabe, oder zum Bällchen Junkie, der sein Glück bei den Gästen versucht.


    Koolie— KelpiexBC? — in jedem Fall eine hütende Rasse.

    Die TE hat Erfahrung mit Aussie xBC und scheint das nicht wiederholen zu wollen.


    Kurzhaar Collies haben Unterwolle.

    Spitze— wenn die Experten sagen, das endet nicht in dauerndem Verbellen.

    Labrador als Schlanke Showlinie.

    Mittelschnauzer— wenn die Profis sagen, die sind entspannt mit Besuchern?


    Im Zweifel ist ein aufdringlicher Schmusehund der nicht ganz 100% hört oder mal durch ne Tür flitscht mit Feriengästen weniger tragisch, als einer der zwickt oder auch “nur” stellt und furchterregend laut bellt.

  • Eher Campingplatz oder eher Bauernhof?

    Ich habe den Fokus auf den Hof und das Versorgen der Tiere gelegt.


    Vielleicht könnte die TE noch mal präzisieren, wie das mit den Gästen im Bauwagenpark gemeint ist.

  • Wie gesagt - Kommt drauf an ob man Wachtrieb in Ordnung findet oder nicht.


    Ich habs so verstanden dass es ein stink normaler Bauernhof ist und man ab und an mal campen geht.


    Wenn jetzt allerdings wirklich viel Fremdmenschbetrieb ist, würde ich eher bei einer Rasse ohne Wachtrieb schauen.

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