Plötzliche Bewusstlosigkeit

  • Hallo,


    am Samstag Abend war mein Hund (mittelgroß, ca. 15 Jahre) plötzlich bewusstlos im Bett. Ich kam ins Schlafzimmer, wollte ihn sanft wecken damit er nicht erschrickt (er hat auch leichte Demenz und nimmt Geräusche schlechter wahr) wenn ich mich ins Bett lege. Er war aber wie tot, ich habe ihn dann hoch gehoben und auch da keine Reaktion, er hing da wie ein nasser Sack und hatte den Kopf nach oben gestreckt dabei. Nach maximal 30 Sekunden kam er wieder zu sich, er hechelte dann sehr und wirkte orientierungslos und verwirrt. Die Verwirrung hielt ungefähr 15min an, danach war er wieder ganz normal vom Verhalten.


    Außer dem beschriebenen war nichts, nicht gekrampft, nicht gespeichelt, keine einseitigen Ausfallerscheinungen, kein Erbrechen. Ich weiß natürlich nicht was eventuell davor passierte, bevor ich im Schlafzimmer war.


    Gestern hatte ich deswegen einen Termin beim Tierarzt (Haustierarzt, kein Facharzt) und komme immer noch nicht so richtig damit klar, dass sie es einfach abgetan hat. "Kann eine Synkope gewesen sein, kann vielleicht ein Anfall ohne Krampfen gewesen sein, vielleicht auch etwas tumoröses im Gehirn. Man kann es aber nicht herausfinden und selbst wenn, kann man es eh nicht ändern" Ich habe wegen TIA gefragt (transitorisch ischämische Attacke) weil das für mich vom Ablauf hätte passen können "Das könnte natürlich auch sein, dass es eine Durchblutungsstörung war. Aber ändern kann man es trotzdem nicht"


    Sie wollte darauf hinaus, dass das Narkose Risiko um überhaupt ein CT zu machen das größere Problem sein kann in dem Alter, was ich auch verstehe. Und ohne zumindest ein CT zu machen wird man nur vermuten können, und wohl auch nicht auf Verdacht behandeln können?


    Ich tue mir schwer damit einfach nichts machen zu können. Ich muss ihn keine 5 Jahre am Leben erhalten, aber TIA (sofern es das wäre) soll zum Beispiel der Vorbote von einem Schlaganfall sein. Selbst wenn er den überlebt, könnten in dem alter die bleibenden Schäden vielleicht trotzdem sein Todesurteil werden. Weshalb ich denke ob man da nicht zum Beispiel mit einem Blutverdünner vorbeugen könnte? Vielleicht hat er auch keine Demenz sondern eine Durchblutungsstörung im Gehirn?


    Meint ihr da könnte ein Neurologe, auch wegen seines tieferen Fachwissens, vielleicht eher weiterhelfen? Oder würde das auch darauf hinaus laufen, dass man ohne CT nichts machen kann?


    Ich vertraue da meiner Tierärztin schon und kann ihre Argumentation auch verstehen, aber so sachlich und abgeklärt kann ich damit nicht umgehen.

  • Ich würde den Hund auch mit dem Alter in die Röhre schieben noch ist er in meinen Augen nicht zu Alt dafür.


    Mein Hund hatte mit 14/15 noch ne Fette Zahn Op die er überstanden hat.


    Ich mein du weißt nicht wann dein Hund stirbt der könnte auch vill noch 4 Jahre machen oder mehr und das mit unbekannten Anfällen.

    Lieber jetzt als wenn er wirklich zu Alt ist

  • Ich bin da tatsächlich eher bei deinem Tierarzt und würde in dem Alter maximal karsiven und einen Vitamin b komplex zufüttern und dem Hund keinen untersuchungsmarathon zumuten

  • Ich würde dem Hund mit 15 Jahren da auch keine große Diagnostik mehr zumuten.

    Vor allem weil vieles nur dazu dient, dass du eine Antwort bekommst, man aber unterm Strich bei Diagnose nichts dagegen unternehmen kann.


    Auch der Neurologe kann ohne bildgebende Diagnostik da nur raten, das hilft dir auch nicht weiter.

    Kardiologe, ja. Ultraschall, ja... alles wofür Narkose nötig wäre, nein.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Herz würde ich beim Spezialisten checken lassen.


    Was auch eine Möglichkeit ist: Insulinom. Oder Probleme mit der Regulation des Blutzuckers.


    Meine alte Hündin hatte das vermutlich. Sie ist dann im Schlafen auch "weg" gewesen und bekam irgendwann auch einen Krampfanfall. Da hatte ich zum Glück die richtige Idee und habe ihre Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt gegeben, so dass immer Kohlenhydrate zur Verfügung standen. Damit waren die Symptome weg.

  • Danke euch.


    Das mit eventuell belastenden Untersuchungen ist die eine Seite, zwar würde ich so wie ich ihn kenne einschätzen, dass er das gut wegsteckt. Aber ich kann nicht in ihn reingucken wie es wirklich ist und ob ihm auch wegen der Demenz solche Untersuchungstermine vielleicht mehr ausmachen, als er zeigt oder selbst realisiert.


    Auf der anderen Seite habe ich die Sorge, was eventuell an Leiden auf ihn zukommt, wenn er einen Schlaganfall, Krampfanfall, oder wasweißich bekommt. Das muss er mit 15 auch wegstecken können, evtl. würde er an bleibenden Schäden leiden. Ist natürlich aber nicht gesagt, dass das alles überhaupt jemals eintreffen muss.


    Gibt es denn Tipps was man bei einer TIA o.ä. selbst sinnvolles machen kann, wie man sinnvoll reagieren kann? Oder ist das sehr davon abhängig was der Hund genau hat?

  • Ohne Diagnose ist das wie ein Blick in die Glaskugel. Leider, ich verstehe dich absolut.

    TIA, Vestibularsyndron, Herzprobleme...alles Sachen die man anders behandelt.

    Eine Herzuntersuchung beim Cardiologen ( nicht Abhören beim Haustierarzt) ist echt kein Ding, manche machen das sogar im Stehen.

    Rud doch mal bei einem an und erkundige dich, wenn du dann beschliesst es nicht zu machen ist es doch auch ok.

  • Ja, das stimmt. So eine Herzuntersuchung ist kein Ding. Lass das mal machen. Alles andere, mit Narkose und planlosem Rumdiagnostizieren würde ich dennoch lassen, dem Hund zuliebe.

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