Abschalten in der Hundeschule?

  • Hallo zusammen,

    ich habe mal wieder eine Frage, vielleicht habt ihr eine Idee dazu. Und zwar gehe ich mit meiner Hündin einmal die Woche in die Hundeschule in einen Fortgeschrittenen-Kurs, d.h. es werden verschiedene Kommandos und Kommandosequenzen geübt, die man so im Alltag gebrauchen kann. Wir sind meist 6-8 Hunde auf einem großen Platz, üben gleichzeitig die Dinge, die angesagt sind und die Trainer gehen rum und geben Tipps. So weit, so normal, denke ich.

    Gestern war Tinka zu Anfang total bei der Sache, fast schon übermotiviert. Nach etwa 2/3. der Stunde hat sie allerdings total abgeschaltet, sie hatte die Nase durchgehend am Boden und hat nur noch geschnüffelt, egal, was ich gemacht habe. Die Trainer haben mir Tipps gegeben, wie ich ihre Aufmerksamkeit wieder bekomme, es auch vorgemacht, was bei Ihnen natürlich auch hervorragend funktioniert hat, bei mir ging aber postwendend der Kopf wieder nach unten.


    Nun vermute ich im Nachhinein, dass sie vielleicht einfach überfordert war durch die Dauer, in der sie sich konzentrieren sollte. Sie ist ein sehr reizoffener Hund, wodurch es für sie sicher schwerer ist, sich auf mich zu konzentrieren, als bei manch anderen Hunden.


    Nun ist die Frage, wie ich beim nächsten Mal damit umgehen kann. Einfach eine Pause machen und etwas Gassischlendern auf dem Hundeplatz? Es wäre wohl am besten, wenn ich das schon tun würde bevor sie komplett abschaltet, oder?

    Oder eine Weile Pause in einer Ecke machen?

    Oder die Stunde abbrechen und nach Hause fahren?

    Oder ist dieses Modell des Hundetrainings für meinen Hund einfach nicht geeignet?

    Was würdet ihr tun?


    Ach so, es kam in den vergangenen Stunden durchaus auch schonmal vor, dass ich den Eindruck hatte, ihre Konzentration lässt nach und sie braucht eine Pause, aber noch nie so krass wie gestern.

  • Nun vermute ich im Nachhinein, dass sie vielleicht einfach überfordert war durch die Dauer, in der sie sich konzentrieren sollte.

    Das finde ich am naheliegensten. Hier im Forum habe ich die Theorie der Löffel gelernt. Ich habe nur leider keinen passenden Link. Vielleicht kann den jemand anderes hier einfügen.


    Es geht darum, dass jeder (Mensch wie Hund) nur eine bestimmte Anzahl an Löffeln pro Tag hat. Löffel = Konzentrationsvermögen. Im Laufe des Tages können schon für Kleinigkeiten (in unseren Augen) Löffel beim Hund aufgebraucht werden. Irgendwann ist dann kein Löffel mehr da und das Ergebnis sieht dann so aus, wie von Dir beschrieben.


    LG
    Matthias

  • Mein Hund ist fast 5. Wir haben sie mit knapp über 2 übernommen und vorher hatte sich nichts gelernt.

    Das Training dauert 1 Stunde insgesamt. Pausen gibt es, wenn eine neue Übung erklärt wird. Dann stehen wir im Kreis um den Trainer rum und hören zu, während die Hunde Sendepause haben.


    Normalerweise laufen wir uns zu Anfang leinenführig warm, dann kommt Freifolge (sofern die Hunde das schon können, bei Tinka klappt es mal und mal nicht, ist tagesformabhängig), dabei Sitz/Platz/Steh üben aus der Bewegung, oder Kehrtwenden oder Seitenwechsel. Danach kommen dann verschiedene Übungen dran, z.B. ein bisschen Dummy holen, um einen Pylon laufen, Übungen zu Abbruchsignalen oder Übungen mit Ablenkungen, wo die Hunde dann nicht drauf eingehen sollen oder Übungen zum Abrufen und Sitz/Platz/Steh auf Entfernung. Alles dem Stand des Hundes entsprechend. Manchmal dürfen die Hunde am Ende freilaufen, da wird dann die Gruppe geteilt und die eine Hälfte läuft frei, die andere nicht. Das hängt aber sehr davon ab welche Hunde da sind. In den letzten Wochen kam es nicht vor.


    Vielleicht sind die Pausen für Tinka zu wenig oder zu kurz?

  • Das Training dauert 1 Stunde insgesamt. Pausen gibt es, wenn eine neue Übung erklärt wird. Dann stehen wir im Kreis um den Trainer rum und hören zu, während die Hunde Sendepause haben.

    das ist einfach zu lange. Alles was über 10 Minuten hinaus geht bringt dem Hund keinen Trainingseffekt mehr. Setz dich irgendwo hin oder geh Gassi oder bring den Hund für 20 Minuten ins Auto und dann machst du wieder 10 Minuten. Das bringt deutlich mehr als eine Stunde am Stück wovon die Hälfte das Hirn schon alle ist.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hmm, also ist der Aufbau des Trainings generell nicht geeignet für meine Hündin, meint ihr? Du hast doch auch eine Hundeschule flying-paws . Wie baust du denn das Training auf? An sich sind die Stundenintervalle ja üblich in Hundeschulen. Vielleicht kann ich da ein wenig Extrawurst einbauen, damit Tinka besser klar kommt, bis ich eine Alternative gefunden habe.

  • Lockenwolf Ich sehe das an sich eher als ein Training für mich, damit ich weiß oder lerne, wie ich meinem Hund die Dinge, die wir brauchen besser vermitteln kann. Die 10min Intervalle mache ich dann im Alltag, wenn ich etwas Zuhause oder unterwegs übe.

    Allerdings soll das natürlich nicht in einer Überforderung für Tinka enden.

  • Ich würde mich da gar nicht so verrückt machen :ka:

    Ich geh mit Lucca auch schonmal bei uns in die Gruppenstunde und der ist ja schon durch seine Wesensschwäche dezent speziell. Trotzdem findet er es cool :bindafür:


    Hier ist es meistens so, dass ich eine Übungsphase unter Kommando stelle, geb ich ihm ne Zeit zum abschalten und dann wieder Aufmerksamkeit. Was ich zum Beispiel garnicht "trainiere" sind bei uns dann Leinenführigkeitsübungen. Da lasse ich ihn einfach entspannt mitdackeln

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