Pfote schleift/Knubbel zwischen Zehen/ Ärzte und Physio ratlos

  • Hallo Ihr Lieben,

    vielleicht hat einer von Euch eine Idee. Vor ca. 2-3 Monaten fiel mir auf, dass Fiete wenn er langsam geht, die rechte Pfote nicht richtig hochzieht und sie über den Boden schleifen lässt. Insgesamt ging er rechts unrund, hat entlastet. Ich bin erstmal zur Physio, die hat eine verschleppte Muskelzerrung in der Nähe des rechten Knies diagnostiziert und behandelt. Auf Anraten der Physio hat auch die TIerärztin vorsichtshalber einmal geschaut, meinte dasselbe und er hat zwei Wochen Schmerzmittel bekommen. Es wurde dann auch besser, die Muskelzerrung ist definitiv weg, er hat keinerlei Schmerzen beim Abtasten/Bewegen. Leider schleift immer noch die rechte Hinterpfote über den Boden wenn er langsam läuft. Als wenn er die Pfote nicht richtig hochzieht. Von der Hüfte kommt es nicht, Röntgen auf HD war unauffällig.

    Nach Weihnachten habe ich dann im Urlaub noch die Osteopathin meiner Freundin da gehabt, die meinte, es könnte tatsächlich von der Pfote selbst kommen. Die mache einen etwas verkrampften Eindruck. Ich soll die einzelnen Zehenglieder vorsichtig dehnen.


    Daraufhin war ich zu Hause wieder bei der Physio, die sich dann die Pfote nochmal besonders gründlich angeschaut hat. Sie hat zwischen dem mittleren und vorletzem linken Zeh an der Sehnenaufhängung einen verknöcherten Knubbel, Erhebung ertastet. Dieser befindet sich an keinem anderen Zeh und der mittlere und vorletzte sind die die über den Boden schleifen. An der Krallenabnutzung ist dies gut zu sehen. Er hat dort Plastikkappen draufbekommen, die regelmäßig gewechselt werden müssen, damit er sich die Krallen nicht bis ins Leben aufschleift. Schmerzen hat er nicht, wenn man auf den Knubbel zwischen den Zehen drückt. Es fühlt sich an wie eine Art kleine Verknöcherung?


    Die Tierärztin, die in der Praxis mit der Physio arbeitet ( nicht meine Haustierärztin) kam dann auf Bitten der Physio einmal dazu und hat den Knubbel ebenfalls ertastet, meinte aber aus ihrer Sicht sei dies ein Symptom für eine Muskel oder Sehnenverletzung, nicht die Ursache. Heute war nun meine Tierärztin nochmal hier und hat dies so bestätigt. Sie meinte tierärztlich würde ihr da nichts einfallen. Beim Röntgen würde man dann auch nur den Knubbel sehen und wäre wahrscheinlich so schlau wie vorher, deshalb würde sie da nicht zuraten. Sie würde mir weiter regelmäßig Physio empfehlen.


    Hatte einer von Euch schonmal sowas in der Art? Wir werden auf jeden Fall weiter Physio ( Massage, Laser, Unterwasserlaufband) machen, aber eine "richtige" Diagnose wäre irgendwie auch schön. Da Fiete keine Schmerzen zu haben scheint ( so einhellige Meinung aller Behandelnden - ich merke davon auch nichts) ist es ja nicht soo schlimm. Aber durch das Schleifen über den Boden nutzen sich die beiden Krallen ab und ich denke mir, dass das insgesamt für den Bewegungsapperat auf Dauer auch nicht so dolle ist.


    Vielleicht hat ja jemand noch die zündende Idee oder kann immerhin von seinen Erfahrungen berichten.


    Liebe Grüße

  • Wurde die Hüfte jetzt ganz aktuell geröntgt? Wurden dabei auch ggf Aufnahmen vom Rücken gemacht?

    Ich hab jetzt nicht geschaut wie alt der Hund ist, aber von beginnender Bandscheibenvorfall, Cauda Equina, Degenerative Myelopathie könnte das ggf alles sein.

    Und gerade wenn er so extrem schleift dass die Krallen bis aufs Leben runter sind würde ich da weitere Diagnostik betreiben, wenn das Röntgen gar nichts erkennbar macht und auch deine TÄ keine Ideen mehr haben ggf Klinik und MRT?

  • Also bei uns war Pfotenschleifen leider ein neurologisches Symptom. Wir haben auch erst geröntgt, Futter umgestellt, Physio. Rückblickend hätte ich früher auf ein MRT bestanden.


    Bei uns waren allerdings beide Vorderpfoten und dann mit der Zeit auch die Hinterpfoten betroffen.


    Liebe Grüße :)

  • Als wenn er die Pfote nicht richtig hochzieht. Von der Hüfte kommt es nicht, Röntgen auf HD war unauffällig.

    Wie sieht denn der Stellreflex an dieser Pfote aus? Wurde der überprüft?

    Liest sich für mich eher nach einem Problem an der Wirbelsäule, um das auszuschließen, ist aber ein MRT nötig.

    Hab da leider Erfahrung durch meine letzte DSHündin.

  • Wurde die Hüfte jetzt ganz aktuell geröntgt? Wurden dabei auch ggf Aufnahmen vom Rücken gemacht?

    Ich hab jetzt nicht geschaut wie alt der Hund ist, aber von beginnender Bandscheibenvorfall, Cauda Equina, Degenerative Myelopathie könnte das ggf alles sein.

    Und gerade wenn er so extrem schleift dass die Krallen bis aufs Leben runter sind würde ich da weitere Diagnostik betreiben, wenn das Röntgen gar nichts erkennbar macht und auch deine TÄ keine Ideen mehr haben ggf Klinik und MRT?

    Die Hüfte wurde nicht aktuell geröngt, sondern vor ca. 1 Jahr. Das war die HD-Auswertung für den Zuchtverband und ansonsten ohne Anlass, also wurde der Rücken nicht geröntgt. Fiete ist noch keine drei. Laut Osteopathin und Physio ist am Rücken nichts zu fühlen. Er ist ansonsten wirklich fit. Wenn er nicht langsam geht und die Muskeln anspannt, dann schleift er auch nicht. Nur beim langsamen gehen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Als wenn er die Pfote nicht richtig hochzieht. Von der Hüfte kommt es nicht, Röntgen auf HD war unauffällig.

    Wie sieht denn der Stellreflex an dieser Pfote aus? Wurde der überprüft?

    Liest sich für mich eher nach einem Problem an der Wirbelsäule, um das auszuschließen, ist aber ein MRT nötig.

    Hab da leider Erfahrung durch meine letzte DSHündin.

    Keine Ahnung ehrlich gesagt, das Wort Stellreflex hab ich noch nie gehört. MRT ist ja jetzt schon mehrmals gesagt worden. Ich werde das nochmal mit meiner Tierärztin besprechen. Ich will ja auch nichts verschleppen, gerade weil er noch so jung ist.

  • Nicht einer meiner Hunde aber ich selber hatte sowas in der Art mal, einen deutlichen Knubbel an der Achillessehne.

    Diagnose "partielle Ruptur der Achillessehne" - dadurch daß einzelne Fasern gerissen waren, reparierte der Körper das und dadurch entstand der Knubbel. War nicht schmerzhaft, aber etwas unangenehm. Eigentlich war auch die Aussicht, daß das nie wieder weg gehen würde, hat sich tatsächlich aber doch weitestgehend zurück gebildet.

    Möglicherweise hat er sich irgendwann mal ordentlich vertreten und dabei die Zehensehne (an)gerissen?

    Jetzt wo ich das schreibe, fällt mir ein, daß der Weimaraner eines Bekannten mal so einen Umknick-Unfall hatte. Mehrere Zehen baumelten wie leblos. Ich weiß jetzt nicht, ob es operiert wurde, oder so wieder zusammen gewachsen ist.

  • Also bei und war auch alles vollständig unauffällig, Physio o.B, alle haben gesagt ich reagiere über - am Ende war es eine geschwulst aus Bindegewebe im Rückenmark mit 7 Monaten. Diese wurde in einer riesen Op mit 11 Monaten entfernt.


    Ich will damit nicht sagen, dass dein Hund sowas hat, aber: Ich würde mich nicht abspeisen lassen und ich denke Pfotenschleifen ist immer ernst zu nehmen. Es gibt viele harmlose Gründe, aber eben auch nicht 😊


    Toi toi toi 🍀🍀🍀

  • Wenn so bisher nix festzustellen war, würd ich auf ein Röntgen bestehen - wenn das ergebnislos ist und ihr nicht schlauer seid, würd ich tatsächlich ein MRT in Betracht ziehen. Durchs Abtasten kann man halt auch nicht alles festellen, vieles bleibt (viel zu) lange unentdeckt.

  • Wenn eine Zerrung oder subakute Entzündungen im Muskel- und Sehnengewebe da gewesen sind, kann es zu bindegewebigen Veränderungen kommen, so dass das normale Anheben der Pfote nicht mehr richtig funktioniert. Das fällt dann klar überwiegend im Schritt auf, weil in Trab und Galopp Knie- und Hüftbeugung viel ausgeprägter sind und die Pfote per se weiter vom Boden weg kommt.

    Ehe ich jetzt unmittelbar in Richtung invasivere und auch nicht ganz günstige Diagnostik schauen würde, würde ich erstmal über einige Wochen, mindestens 6, versuchen, den Gegenspieler der Zehenheber durch Dehnungsübungen wieder "geschmeidiger" zu bekommen.

    Interessant wären Gangbildaufnahmen im Trab, wie da die Pfotenhaltung da beim Abfussen ist.

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