Welpenschule

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    Hallo zusammen,


    ich bräuchte mal Eure Erfahrungen und Einschätzung.


    Wegen Corona ist es ja mit den Hundeschulen alles nicht so einfach.

    Ich hatte Rudi rechtzeitig angemeldet, war einmal dort. Dann fiel die Welpenstunde dreimal hintereinander jeweils total kurzfristig aus :(

    Letzte Woche waren wir noch mal - und jetzt kam wieder eine kurzfristige Email, dass wegen der 3g-Regelung der Welpenkurs eingestellt wird (das ist die Kurzfassung).


    So, jetzt stehe ich da, und Rudi ist mittlerweile eh schon 16 Wochen.

    Es war halt immer so kurzfristig, hätte ich das vorher gewusst, hätte ich natürlich nach einer Alternative gesucht.


    Es sieht so aus, dass ich die Welpenschule vorrangig wegen der Sozialisierung besuchen wollte.


    Ich versuchte und versuche die Sozialisierung für Rudi so zu kompensieren:

    * Welpenkontakt hat er regelmäßig, weil zwei Nachbarn je einen Welpen haben (1xmännlich und älter als er, 1x weiblich und jünger).

    * Ich habe noch einen gut sozialisierten Ersthund und meine Eltern haben zwei Hündinnen.

    * Es gibt einen "regelmäßigen" Gassikumpel, der aber älter ist.

    * Hundekontakt hat er, wenn es ok für ihn und den jeweils anderen Hund ist, regelmäßig beim Gassigehen.

    * Anderweitige Gewöhnung an diverse Dinge (Situationen, Untergründe, Geräusche, verschiedene Menschen) mache ich von Anfang an sowieso selbst.

    * Zusätzlich war es so, dass er beim Züchter neben seiner Mutter und den Wurfgeschwistern noch drei grundverschiedene erwachsene Hunde um sich hatte.


    Meint Ihr, dass ich das damit auffangen kann? Letztendlich ist es ja eh zu spät, denn die Welpenzeit ist ja jetzt so gut wie vorbei :weary_face:

    Bislang konnte ich noch nichts feststellen, was mir bedenklich erscheint. Die Beißhemmung funktioniert gut und anderen Hunden gegenüber ist er nicht "frech", sondern zunächst vorsichtig, dann aber aufgeschlossen und verspielt. "Ansagen" anderer Hunde versteht er. das Spiel mit den beiden Welpen wirkt sehr ausgewogen.


    Bei meinem Ersthund habe ich mir nie einen Kopf gemacht und war nicht in der Hundeschule. Aber der war halt schon erwachsen, als ich ihn adoptiert habe.


    Danke für Eure Einschätzung,


    LaComadraja77

    • Neu

    Hallo,


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    • Man kann Welpen auch ohne Welpenschule gut erziehen und sozialisieren. Gleichaltrige Spielkontakte hat dein Stöpsel ja, und auch Kontakt zu erwachsenen Hunden. Und du hast bereits Hundeerfahrung.


      Eine wichtige Erfahrung, die ein Welpe machen sollte: obwohl andere Welpen in der Nähe sind, bedeutet das nicht ständig Spiel und Spaß mit ihnen. Man kann auch zu Frauchens Füßen Ruhe halten oder etwas Schönes mit Frauchen tun.


      Das lernten die Kleinen jedenfalls in der Welpenstunde, die ich damals mit Cara besuchte. Sie war so strukturiert, daß Ruhe halten (angeleint bei Frauchen warten, während Dinge erklärt wurden), Spielphasen mit den anderen Welpen und kleine Übungen mit dem Menschen sich abwechselten. Wir stellten uns im Kreis nebeneinander auf, freies Spiel gab es aber erst, wenn alle Welpen sich wenigstens kurz ruhig verhielten. Und dann nicht länger als 10 bis 15 Minuten.


      Das kannst du auch bei Treffen mit den Nachbarswelpen so machen, dafür brauchst du kelne Welpenschule. Voraussetzung ist natürlich, daß die Nachbarn dabei mitmachen und nicht nur die Welpen spielen lassen wollen.

      Wichtig ist, daß der junge Hund nicht in die Erwartung verfällt, daß die Anwesenheit von gleichaltrigen automatisch Halligalli bedeutet und du dann abgemeldet bist. Das kann spätestens in der Pubertät ordentlich Probleme bereiten.


      Dagmar & Cara

    • Ich war mit den letzten 4 Hunden hier in keiner Welpenschule und habe das auch mit den nächsten Babies hier nicht vor

      Klingt doch alles gut bei euch

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    • Eine wichtige Erfahrung, die ein Welpe machen sollte: obwohl andere Welpen in der Nähe sind, bedeutet das nicht ständig Spiel und Spaß mit ihnen. Man kann auch zu Frauchens Füßen Ruhe halten oder etwas Schönes mit Frauchen tun.


      Wichtig ist, daß der junge Hund nicht in die Erwartung verfällt, daß die Anwesenheit von gleichaltrigen automatisch Halligalli bedeutet und du dann abgemeldet bist. Das kann spätestens in der Pubertät ordentlich Probleme bereiten.


      Dagmar & Cara

      Hallo Dagmar,


      Danke für Deine ausführliche Antwort!

      Das ist ein sehr guter Punkt, und ich habe kurz nachgedacht: ich treffe auch öfter mal Nachbarn auf der Straße mit Hund, die nicht wollen, dass die Hunde sich beschnuppern oder gar spielen. Zum Beispiel weil der andere Hund keine Welpen mag.

      Da unterhalte ich mich trotzdem mit den HH und Rudi setzt sich dann gleich hin und wartet. Das macht er schon ganz gut.

      Aber ich werde das echt mal gezielt mit den anderen Welpen üben, echt eine gute Idee!


      Auch mache ich es immer 1-2x so, wenn er mit einem der Welpen spielt, dass ich ihn mittendrin abrufe. Hat bislang immer geklappt.

      Das sollten wir in der Welpenstunde auch ab und zu machen.


      Liebe Grüße und danke noch mal!

      • Neu

      Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

      Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


      Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


      Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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      Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


      Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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    • Das liest sich jetzt, als hättest du doch im Umfeld einige Möglichkeiten.


      Du hast gute Kontakte für den Knirps, das reicht.

      Und wenn du Hilfe bei der Erziehung brauchst, suchst du dir in Ruhe eine gescheite Trainerin.

    • Vielen Dank schon mal an alle. Das beruhigt mich.

      Ich dachte mir das eigentlich auch.


      Dagmars Tip, dass man üben soll nicht gleich zu jedem Welpen zu springen, fand ich auch super.


      Also falls noch jemandem was einfällt, was Wichtiges in der Welpenschule gelernt wird, dann gerne her damit ;-)


      An unterschiedlichen Hunden vorbei zu laufen, das ist auch noch so ein Punkt. Da werde ich HH hier mal bitten, ob ich das mit Rudi mal mit ihren Hunden als Statisten üben kann.

    • was Wichtiges in der Welpenschule gelernt wird, dann gerne her damit

      Daß man den Hund immer und überall anfassen "darf", bzw. es auch Situationen gibt, wo es sein muß.

      Mäulchen öffnen, zwecks Zahnkontrolle.

      Hund sollte stillhalten lernen, zwecks möglicher Zeckenentfernung.

      Auch dulden, daß die Pfote angetatscht, bißchen gedreht wird, und sogar der Finger mal zwischen den Zehen sein können.

      In den Ohren rein schauen, mit den Finger bißchen drin rumpulen.

      Solche Dinge.


      Wenn Du alten Verbandkasten hast (Datum abgelaufen) nutze das Zeug doch mal dafür, so zu tun, als ob der Hund eine schlimme Wunde hat, und bandagiere die Beine, Pfoten, die Seite, und so weiter. An den Pfoten nicht vergessen, daß zwischen den Zehen Watte gehört!


      Wenn Du weiter gehen möchtest, steck einen Fieberthermometer in den Hintern rein.

      Kannst Du ja auch gerne langsam aufbauen. Dann kommt es im Ernstfall nicht zu "einer Überraschung" und man muß einen sich wild wehrenden Hund festhalten, nur weil man mal prüfen will, ob er Fieber hat.

    • Daß man den Hund immer und überall anfassen "darf", bzw. es auch Situationen gibt, wo es sein muß.

      Mäulchen öffnen, zwecks Zahnkontrolle.

      Ganz lieben Dank!

      Dazu hatte ich gar nichts geschrieben, weil ich eher über die Sozialisierung nachgedacht habe.


      Das mache ich seit Tag 1, weil es ja ein Pudel ist, der geschoren werden muss. Und ich habe bei meinem Senior erlebt, wie schwierig es ist, ihm in höherem Alter das Zähneputzen beizubringen...


      Alle zwei Tage stelle ich ihn auf einen Tisch und mache Fellpflege, Ohrenkontrolle, etc.. Die Krallen habe ich auch schon geschnitten.


      Er war bei Abgabe ein totaler Wildfang, wir mussten ihm zu zweit das Geschirr anziehen. Jetzt klappt das alles ganz gut und er war auch schon zum ersten Mal bei der Hundefriseurin.

    • Ich sage meinen Leuten im Welpenkurs immer, dass diese Stunde nicht zur Sozialisation dient, sondern Anleitungen für die Erziehung und den Alltag mit Welpen gibt. Unter anderem dient der Freilauf dazu, dass ich anleiten kann, was man wie regelt, laufen lässt, was warum okay ist, warum was nicht etc ... und dann bekommen die die Hausaufgabe, dass die sich zur Sozialisation einen entsprechenden "Freundeskreis" mit Hunden zulegen, den sie unter der Woche treffen.


      Wer seinen Welpen über eine Welpenstunde sozialisieren möchte, wird das nicht hinbekommen. In so einer Gruppenstunde werden ja auch noch viele anderes Sachen geübt, so dass die Kapazitäten im Welpenkopf sehr schnell erschöpft sind. Für mich ist die Stunde für die Besitzer, dass sie Anleitung bekommen für das, was sie mit ihrem Zwerg Zuhause die ganze Woche über tun.

      • Neu

      Hallo,


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