Habe Angst vor dem Nachbarshund - was kann ich tun?

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    Guten Morgen

    Bisher bin ich eher stille Mitleserin, bräuchte aber nun eure Hilfe - da ich nicht weiter weiß bzw. gerne wissen würde, wie ihr das seht :ka:

    Eckdaten: Hündin, 2-3 Jahre, sehr unsicher, lebt größtenteils im Zwinger, darf ab und an raus und auf dem Anwesen herumlaufen,
    Gassi gibt's ab und an ein paar Meter, dabei ohne Leine, aber gott sei Dank abrufbar

    Zum Thema:
    Ich gehe ab und an, an diesem Hof vorbei, nachdem die Hündin schon mal rausgekommen ist und auf meine Hunde kurz losgegangen ist (hat den Neufundländer in den Po gezwickt) dann wurde sie abgerufen
    Ich habe mir nun aus Selbstschutz (mein Hund hasst diesen Hund abgrundtief und ich kann nicht sagen, was passieren würde, wenn sie aneinander kämen) angewöhnt, kurz vor dem Hof zu pfeifen, wenn die Hündin antwortet, weiß ich sie ist im Zwinger, wenn nicht, bin ich anfangs andere Wege gegangen, da sie jedoch sehr gut abrufbar ist und es ein öffentlicher Weg ist und zu einem schönen Spazierweg führt, bin ich auch mal vorbeigegangen, wenn sie draußen war, was bis auf die geschilderten Situationen immer gut ging.


    Die Hündin kam dann noch 1x rausgeschossen aus dem Anwesen und zwickte meinen Retrievermix, sie war zu dem Zeitpunkt allein auf dem Anwesen unterwegs
    Vorgestern war sie wieder draußen, obwohl jemand bei ihr stand, rief er die Hündin nicht ab und diese schoss raus, ich habe dann meinen Rüden abgeleint und zur abwehr geschickt, da ich neben ihm, nur mit meiner nicht so artgenossen verträglichen Hündin unterwegs war und ich keinesfalls wollte, das die beiden aneinander geraten.
    Mein Rüde lief der unsicheren Hündin kurz nach, woraufhin diese in ihren Zwinger ging und von dort aus, wieder keifte, während mein Rüde nach dem Pfiff wieder zu mir kam


    Ich bin daraufhin mit zitternden Knien und weinend nach Hause,
    es kann doch nicht sein, das ich auf öffentlichem Weg nicht angstfrei spazieren gehen kann, oder sehe ich das zu eng?

    Auf die Hündin meiner Freundin ist sie auch vor einiger Zeit mal losgegangen,
    es sind also nicht nur meine Hunde, die sie nicht mag

    Am Tag des letzten Vorfalls ging ich zum Bürgermeister, der jedoch meinte, außer einer gerellen Anleinpflicht könne er nicht's machen,
    ich bin jedoch der Meinung, das die generelle Anleinpflicht nicht's bringt, da besagter Hund ja wohl eher nicht auf eigenem Grund und Boden angeleint werden wird :ka:


    Am nächsten Tag, nach dem Gespräch mit dem Burgermeister, traf ich den Sohn des Besitzers und sagte ihm, in ruhigem und neutralem Tonfall, das er bitte seinen Hund sichern soll,
    da ich ansonsten nicht scheue, Pfefferspray einzusetzen, er meinte daraufhin, gönnerhaft "das werden wir ja sehen"

    Einen Tag nach dem Gespräch mit dem Sohn, des Besitzer's, rief mich der Besitzer an und meinte,
    ich solle nun immer anrufen, bevor ich an seinem Grundstück vorbeigehe, er würde den Hund dann einsperren.



    Bin ich dazu verpflichtet?
    Was passiert, wenn ich das Handy doch mal Zuhause vergesse?
    Wie würdet ihr euch verhalten?
    Was kann ich ansonsten noch tun?
    Wenn es doch mal zu einer blutigen Rauferei kommt, ist wer schuld?
    (meine Hunde sind immer angeleint, mit ausnahme der oben beschriebenen, zugegebenermaßen saublöden idee von mir)



    Ideen die ich mir überlegt habe:

    - Einen Schirm mitnehmen und ihn aufspannen, weiß aber nicht, ob der sie beeindruckt
    - Futter werfen, wurde mir geraten, möchte ich aber nicht, da ich nicht weiß, ob die Hündin Allergikerin ist,
    außerdem soll sie dann ja nicht mit noch mehr Erwartungshaltung rauskommen :doh:
    - Pfefferspray, da habe ich Angst, wenn der Wind doof steht, das meine Hunde es abkriegen
    - Flexileinenkasten/Leine entgegenwerfen, habe ehrlich gesagt Angst sie zu sehr zu verletzen, bzw. müsste ich dann ja heimgehen und dann wieder ohne Hunde hin
    und die Leinen einsammeln :headbash:
    - rechtliche Schritte, wenn ja welche?

  • Entschuldigt den langen Text , aber ich dachte, je ausführlicher, desdo besser :verzweifelt:

    Vielen, vielen Dank schon mal, an alle, die sich die Zeit und Mühe machen und ihn sich durchlesen, mir Tipps ect. geben :bussi:

  • Ich würde, gerade auf dem Dorf, immer versuchen, da eine friedliche Lösung zu finden. Nachbarn ist man ja vielleicht doch eine Weile länger.

    Und ein bisschen drauf eingegangen sind sie ja schon - vielleicht lässt sich das Ausbauen.

    Ich würde das mit dem Anrufen einfach mal eine Weile durchziehen, wahrscheinlich nervt das nach einem Monat auch, wenn drei Mal am Tag wer anruft, und dann kann man das Tor doch zu machen ...

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  • Die Aussage Deines Bürgermeisters ist doch blödsinnig (sorry). Jeder Hundehalter ist verpflichtet seinen Hund so zu halten, dass er eben nicht einfach so aus dem Grundstück raus und auf öffentlichen Wegen unterwegs sein kann. Das heißt, Dein Nachbar hat sein Grundstück so zu sichern, dass der Hund dies nicht einfach verlassen kann.

    Ich würde mich schriftlich ans Ordnungsamt wenden, die Sachlage schildern (sowohl Du wie Deine Freundin und evtl noch weitere betroffene Anwohner) und dort ganz klar formulieren, dass Du (Ihr) verlangt, dass das Grundstück entsprechend gesichert wird.

    Unter Umständen das Gleiche auch beim Veterinäramt melden.

  • Er ist nicht mein direkter Nachbar, zwischen uns liegen ca. 1,5km

    Sie haben kein Tor, da das Anwesen nicht eingezäunt ist.
    Das ist ein Haus, gegenüber noch ein langer Schuppen/Stall, wo Pferde sind und zwischen Schuppen und Haupthaus, ist ne große Grünfläche, auf der steht der Zwinger mittig und ist die gekieste Einfahrt in den Hof.
    Der Hund ist nur eingesperrt, wenn er im Zwinger ist

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Naja, dann kann man bei den Gegebenheiten den Hund halt nicht unbeaufsichtigt draussen rumlaufen lassen. Würde jeden Angriff auf mich/meine Hunde melden. Keine Ahnung wie lange die Fälle schon zurück liegen, ob das jetzt zu spät ist rückwirkend, aber der HH muss seinen Hund so sichern, dass er nicht vom Grundstück runter kommt und andere Hunde beißt.

    Wenn ein Hund selten mal ausbüchst könnte ich je nach Hund drüber hinweg sehen, aber wenn das so häufig vorkommt sollte der HH mal einsehen, daß er sich um seinen Hund kümmern muss und wenn er dies nicht einsieht, muss von extern Druck kommen. Mir wäre das zu blöd mit dem anrufen und was sollen Leute machen, die die Situation nicht kennen und deren Hund wird dann dort zerpflückt. Finde solche rücksichtslosen HH total unmöglich.

  • Ja, ich kann Dich sehr gut verstehen. Was tun? Auf das Verständnis und die Einsicht des Hundehalters hoffen. Ansonsten - so lange nichts passiert ist, interessiert es niemanden. Ist leider so!


    In meiner Nachbarschaft gibt es auch einen Hund. Der wird in einem Nebenraum einer Garage gehalten. Luftfenster ganz oben (fast) an der Decke. Ansonsten geschlossener Raum. Auf dem eigenen Grundstück darf er nicht laufen - er könnte ja das Bein heben und wenn er mal im Garten ist, läuft der Hundehalter mit ihm an der Leine. Auf der Straße will er jeden Hund angreifen und die vielen Gassigeher die hier vorbeigehen sprechen schon von einer tickenden Zeitbombe. (Der Hundehalter ist stolz darauf) Mit dem Hund wird nicht auf einem Hundeplatz gearbeitet; er spielt die Rolle des Familienhundes. Ach ja, es ist ein Malinos.

  • Warum habt ihr das noch nicht beim Ordnungsamt gemeldet? :???:


    Ja, bisher ist noch nichts passiert. Aber irgendwann wird es früher oder später dazu kommen und dann ist das Geschrei groß, das ist doch immer so :no: "Warum hat das vorher keiner gemeldet" usw., kennt man doch...


    Ich würde da echt schleunigst zum Ordnungsamt und melden, dass der Hund öfter als 1x unbeaufsichtigt auf dem ungesicherten Gelände herumläuft, deine Hunde angreift/belästigt usw.


    Mir wär es echt zu blöd, jedes Mal erst anzurufen, damit ich an dem blöden Gelände vorbei kann. Vor allem wenn du eh schon Angst hast, da vorbei zu gehen! Das ist doch Mist. Dann müssen sie die Hündin halt an eine Hofleine legen, damit sie nicht vom Grundstück runter kann, das ist doch echt das Mindeste.


    Jeder Hundehalter hat seinen Hund so zu führen, dass niemand belästigt wird. Und das betrifft auch den Besitzer dieser Hündin.


    Wenn ihr eh 1,5 km auseinander wohnt, würde ich zusammen mit anderen Betroffenen mal zum Ordnungsamt gehen und die Sache schildern.

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