Fremdeinkreuzungen/Outcrossing in der Hundezucht

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    Helfstyna


    Soweit ich es verstehe, ist aber nicht wirklich definiert, ab wann Einkreuzungen sinnvoll wären, wie kaputt eine Rasse sein muss, welche schwerwiegendem Probleme auftreten müssen bzw kann immer noch das standardführende Land einfach Nein! sagen, rein aus FCI-Recht raus.

  • Helfstyna


    Soweit ich es verstehe, ist aber nicht wirklich definiert, ab wann Einkreuzungen sinnvoll wären, wie kaputt eine Rasse sein muss, welche schwerwiegendem Probleme auftreten müssen bzw kann immer noch das standardführende Land einfach Nein! sagen, rein aus FCI-Recht raus.

    Nein, wirklich klar definierte, wissenschaftlich nachprüfbare Richtwerte gibt es nicht.

    LG Raphaela


    The problem is not the problem, the problem is your attitude about the problem - Cpt. Jack Sparrow

    She was not looking for a knight, she was looking for a sword. - atticus

  • Helfstyna


    Soweit ich es verstehe, ist aber nicht wirklich definiert, ab wann Einkreuzungen sinnvoll wären, wie kaputt eine Rasse sein muss, welche schwerwiegendem Probleme auftreten müssen bzw kann immer noch das standardführende Land einfach Nein! sagen, rein aus FCI-Recht raus.

    Nein, wirklich klar definierte, wissenschaftlich nachprüfbare Richtwerte gibt es nicht.

    Und das ist für mich so ein bisschen Wasch mich, aber mach mich nicht nass.


    Einerseits ne vage Empfehlung wir würden es ja begrüßen und es tut Populationen nicht gut, zu klein, zu eng verwandt zu sein, aber...gleichzeitig Regularien, die das quasi in sich selbst auch verhindern können. Und so lang sich quasi jeder Rasseverein für sich selbst einreden kann, dass eh alles passt, besteht auch kein Druck was zu ändern.


    Also nicht, dass man alles immer klar definieren kann - aber gerade deshalb, bräucht es, meiner Meinung nach auch klarere Ansagen zu Einkreuzungen. Sonst fühlt sich wieder keiner betroffen.

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  • Wie ist das denn eigentlich bei den Tollern? Laut Wikipedia (wie verlässlich das auch sein mag) wurde da 2011 vom VDH zugestimmt, dass ein Einkreuzungsprojekt unternommen werden darf - was kreuzt man denn da ein? AL Goldens oder Kooikerhondje oder so? Findet das überhaupt statt?

    Nö das hat nie stattgefunden.

    Der Typ, der es angeleiert hat, wollte die Auflagen nicht erfüllen (damals war wenn ich es recht erinnere der Golden geplant und auch genehmigt) und hat dann lieber in der Diss Mischlinge produziert, mit Aussies.

    Hm... :lepra: Betrifft der hohe ICO eigentlich nur die deutsche Population oder die weltweite Population der Rasse?

  • Nö das hat nie stattgefunden.

    Der Typ, der es angeleiert hat, wollte die Auflagen nicht erfüllen (damals war wenn ich es recht erinnere der Golden geplant und auch genehmigt) und hat dann lieber in der Diss Mischlinge produziert, mit Aussies.

    Hm... :lepra: Betrifft der hohe ICO eigentlich nur die deutsche Population oder die weltweite Population der Rasse?

    Keine Ahnung, so genau hab ich mich mit der Rasse nie bschäftigt.

    Ich hab nur die Bestrebungen des Herrn D. und seine lauten Medienauftritte zu der Zeit etwas mitverfolgt, weil es in etwa zeitgleich mit den Überlegungen für den Dobermann geschah. Wobei sein Benehmen und seine Auftritte mMn seriösen Projekten eher geschadet als geholfen haben.

    LG Raphaela


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  • Allerdings finde ich wäre so mancher Rasse schon geholfen wenn man die Varriäteten und Farben kreuzen dürfte.

    überhaupt sollte man heutzutage, wo man so viel mehr über Vererbung, Genpool usw. weiß, die Farbreinzucht deutlich aufweichen und ggf. verbotene Farben - sofern sie keine gesundheitlichen Nachteile mitsich bringen - erlauben.

    Ein gutes Beispiel dafür wie unpraktisch die Farbreinzucht ist, ist der Schnauzer in allen 3 Größen :


    Schwarz, Pfeffer-Salz, Weiß und Schwarz-Silber beim Zwerg


    Schwarz und Pfeffer-Salz beim Mittel


    Schwarz, Pfeffer-Salz und inzwischen Schwarz-Silber beim Riesen


    Alles wird getrennt gezüchtet.

    Beim Zwerg war wohl mal Parti anerkannt, und durch den Ursprung als Verwandtschaft des Pinschers, dürfte es - so wie es einfarbig Schwarze und Pfeffer-Salz farbene Pinscher gab - wahrscheinlich auch mal rote oder BlaTa Schnauzer gegeben haben.

    Man hat warum auch immer entschieden, dass Schwarz und Pfeffer-Salz den Schnauzern, und Rot und BlaTa den Pinschern vorbehalten sein sollte.

    Nun werden Schnauzer heute noch farblich getrennt gezüchtet, Pinscher jedoch nicht.

    Das hat zur Folge dass bei einigen Schnauzerschlägen der Genpool ziemlich klein geworden ist ( besonders beim RS p/s).

    Ich weiß beim Mittelschnauzer, dass es vereinzelt mal erlaubt ist nen anderen Farbschlag einzukreuzen ( Lilo hat bspw nen schwarzen Ami in der AT, und ich weiß von einer Zucht in DE bei welcher es recht kürzlich eine Pfeffie-Schwarz Verpaarung gegeben hat), aber insgesamt bringt es doch garnicht mal so viel. Es passiert Vieles international, beim Pfeffie Riesen teils sogar über die Kontinentalebene. Dabei wäre es so einfach - man müsste sich nur am anderen Farb- oder Größenschlag bedienen.

  • Wobei...hust...mit den Gesundheitsdaten der Ausgangsrassen schon mal transparenter ungegangen werden sollte


    Beim Whippet etwa gab es ja mal löbliche Züchterinitiativen manches transparenter zu machen. Leider hat MyDog DNA durch die Einstampfung des Breeder Tools da vielen engagierten Leuten ein ziemliches Ei gelegt.

    Breed Archive und Co sind auch nicht verpflichtend oder vollständig und was alles nicht gemacht oder verschwiegen wird, find ich selbst bei ner Rasse, die als noch relativ gesund gilt, erschütternd, in dem kleinen Ausschnitt, den ich bisher seh.


    (Und die Einkreuzungen, die an manchen Stellen wohl passier(t)en...nunja...vom Prinzip her gefallen sie mir ja...aber halt, da es ja nicht passiert, weiß auch keiner was und wie. Und das ist eben u.a. aus dem mögliche neue Probleme reinbringen-Aspekt auch nicht ganz ohne)

  • Beim norwegischen Lundehund findet seit einigen Jahren ein offiziell vom Norsk Lundehund Club und der Tierärztlichen Hochschule Oslo organisiertes, betreutes und geführtes Einkreuzungsprogramm mit Islandhund/Buhund/Norbottenspitz statt.
    Die Verpaarungen (immer Lundehündin mit fremdrassigen Rüden, ab F1 immer Rückkreuzung mit Lundehunden) müssen genehmigt werden, auch der Rüde muss innerhalb seiner Rasse die Zuchtzulassung haben. Die Kreuzungshunde dürfen nur innerhalb Norwegen, Schweden, Finnland verkauft werden, da sie ALLE! mehrfach auf Ausstellungen gezeigt werden müssen, dort wird entschieden mit welchen Hunden weitergezüchtet wird. Ausserdem werden alle Kreuzungshunde ihr Leben lang regelmäßig medizinisch durchgecheckt.
    Es geht hier um die extrem hohe genetische Disposition für eine entzündliche Dünndarmerkrankung innerhalb der gesamten Lundehundpolulation, die auf nur 8 Hunden begründet wurde, die den 2.Weltkrieg überlebt haben (genauer eine Staupe-Epedemie in der Zeit). Durch dieses Projekt erhofft man sich wieder mehr Gesundheit.

  • Ich habe kein Problem mit Einkreuzungen und für mich ist "Reinrassigkeit" auch kein echter Wert an sich. Er hat, so wie es heute läuft, bestimmte Vorteile, mehr aber auch nicht. Allerdings teile ich persönlich nicht ganz die Weltuntergangsstimmungsmeinung, dass alle Rassen ja demnächst untergehen. Dafür gibt es Reinzucht einfach schon zu lang. Das Problem liegt bei den meisten Rassen da einfach wo anders und wird nicht nur durch eine Einkreuzung gelöst - vielleicht etwas nach hinten verschoben.


    Im Prinzip wehren sich aber viele "Rasseliebhaber" doch sehr gegen solche Einkreuzungen und man merkt auch stark, wie sehr die Fixierung auf Optik vorhanden ist. Man will das grundsätzlich eigentlich nicht und wenn ich die Kriterien für Einkreuzungsprojekte lese, dann geht es da auch immer nur darum "wann sehen die Hunde wieder so aus". Der ganze Rest ist nicht so relevant und dann wird sich hinter Phrasen wie "aber die Krankheiten.." versteckt.



    Bei den DSH gibt es da ein ganz gutes Beispiel aktuell. Ich bin nun auch kein ausgemachter RSV Fan und bestimmt auch nicht von diesem speziellen Züchter, aber es tauchen immer wieder Beiträge von ihm und einem von ihm gezüchteten Hund auf. Der Hund ist wohl registriert als DSH, man sieht aber relativ deutlich, Dass in jüngerer Vergangenheit wohl nicht nur klassische LZ DSH dabei waren.

    Die Kommentare dazu sind immer gleich. Es geht nicht darum was da sonst noch so los ist, ob das so Sinn macht was die da treiben, sondern der Kritikpunkt ist "der sieht ja garnicht aus wie ein DSH", "der ist ja nicht REINRASSIG!!", "Wenn ich einen DSH kaufe soll der auch so aussehen", usw usw.

    Also der Hund hat ne ganz normale graue Farbe, Stehohren, usw. Was er nicht hat ist einen Riesen Schädel, ist wohl nur Mittelgross, hat einen relativ kurzen Rücken, eine abfallende aber nicht übertypisierte Kruppe und moderate Winkelungen. Wenn man sich anschaut wo die Reise aktuell auch in der LZ oft hingeht könnte man ja meinen das wären positive Attribute, aber nö. Sieht man sich mal an wie der DSH von seinem Rassegründer mal gewünscht war, sieht der Hund dem sogar ziemlich ähnlich.

  • bordy


    Das mit dem "dafür gibt es Reinzucht schon zu lange" ist allerdings leider auch ein Argument alteingesessener Züchter, mit Linienzucht weiter zu machen.

    Nicht alle Rassen gibt es in der Form seit 1873 und nicht alle sind wirklich frei von Einkreuzungen. Zumindest bis in den Jahren nach dem 2ten Weltkrieg ist da sicher einiges inoffizieller passiert, als offiziell ist, also die genetische Vielfalt vielfach womöglich wieder hoch gegangen, bevor sie wieder abfiel. (Ich bin zudem pessimistisch optimistisch genug, anzunehmen, wenn es eine Rasse mit teilweise falschen Pedigrees gibt, gibt es auch andere)


    Und weil Hunderasse x seit so und so viel Generationen eng gezogen in "meinen 35 Züchterjahren war da nie was" war, muss das nicht für die nächsten 35 so bleiben, oder davor wirklich immer so gewesen sein. Und erst mal irrelevante Gendefekte, und irgendeinen hat jeder, können, ständig in den selben Kreislauf gebracht, längst werken, bevor man es auch tatsächlich sieht.

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