Juckreiz bei Auslandshund

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    Hallo,


    ich habe am 7.10. eine Husky-Hündin aus dem ungarischen Tierschutz übernommen.


    Bereits seit dem ersten Abend kratzt sich die 3-jährige, kastrierte Hündin phasenweise extrem an den Ohren (man erkennt inzwischen auch Belag drin), etwas weniger an den Flanken und der Brust und am Hintern und Intimbereich.

    Pfoten scheinen ok zu sein.

    Nachts haben wir etwa 1-2 solche Kratzphasen, tagsüber 2-3. Fell sieht noch gut aus, wird auch noch nicht weniger.


    In einer FB-Futtergruppe stellte ich eine Ausschlussdiät in Frage und wurde heftigst angegangen, weil der Hund ja erst eine Woche da ist und es tausend Gründe gäbe. Was natürlich auch wahr ist.


    Wir haben zuerst Purizon gefüttert, durch massiven Durchfall dann aber auf Schonkost Kartoffel, Möhre und Huhn umgestellt. Da der Kot wieder gut ist, stelle ich jetzt langsam wieder auf TF um (The Good Stuff Huhn, weil deutlich weniger Inhaltsstoffe als Purizon).


    Mir ist bewusst, dass es auch eine Umweltallergie sein könnte oder die Schilddrüse oder Parasiten oder oder oder.

    Gerade von den Schilddrüsenwerten wurde mir allerdings auch schon abgeraten, da die durch den Stress etc. ziemlich sicher nicht aussagekräftig wären.


    Giardien-Test ist weggeschickt, Ergebnis steht noch aus. Entfloht und entwurmt haben wir.

    Der Tierarzt möchte als nächstes bereits ein außergewöhnliches Futter versuchen, ich bin aber unsicher, ob das wirklich so gut ist und möchte mir vor allem nicht die Möglichkeit einer ASD für später kaputt machen.


    Der Verein sagt, der Hund habe normal TF gefressen und sich dort nicht übermäßig gekratzt. Ob das stimmt, kann ich natürlich nicht überprüfen, eigentlich vertraue ich denen aber.

    Das würde dann ja aber gegen eine Futtermittelallergie sprechen, denn sie kratzt sich ja seit Ankunft und da hatte sie noch nichts zu Fressen bekommen (vorausgesetzt, die Aussage stimmt wirklich).


    Was würdet ihr in welcher Reihenfolge durchchecken und tun bei einem Hund mit diesen Symptomen, der erst eine Woche hier ist?

    Oder erstmal gar nichts groß checken, sondern nur Symptomkontrolle durch vielleicht ein Antiallergikum vom TA und dann nochmal schauen, wenn der Hund wirklich angekommen ist?

    Nuri - Ratonero Bodeguero Andaluz (2012)

    Hope - Husky (2018)

    Rudi im Herzen (2007 - 2021)

  • Ich würde einen Tierarzt zu konsultieren.

    Die Ursachen können vielfältig sein, von Futterunverträglichkeiten bis hin zu Parasiten kann das alles mögliche sein.


    Ich würde von diesem Purizon Trockenfutter Abstand nehmen, der Rohproteingehalt ist viel zu hoch.

    Das kann u.U. auch zu Juckreiz führen.

    Ein Proteingehalt von bis zu 26% ist völlig ausreichend.

    Zumal Tiere aus dem Tierschutz oft hochwertiges Futter nicht gewöhnt sind.

    LG Anette

    (Mohikaner und Inventar)

    Für immer in meinem Herzen

    Diego * 2004 - † 21.Juni 2018

    Bonnie * 1986 - † April 1999

  • Huhu,


    beim Tierarzt sind wir und der würde als nächsten Schritt schon außergewöhnliches Futter empfehlen.

    Ich werde aber nochmal mit ihm sprechen, was es vielleicht vorher noch für Optionen gibt.


    Purizon habe ich schon abgesetzt. Das andere Futter hat nur 30% Protein.

    Hatte schon gelesen, dass auch solche Dinge problematisch sein können.

    Meinst du die 4% mehr spielen eine große Rolle? Möchte jetzt ungerne nochmal wechseln, wo ich gerade mitten in der Umstellung aufs TF bin.

    Nuri - Ratonero Bodeguero Andaluz (2012)

    Hope - Husky (2018)

    Rudi im Herzen (2007 - 2021)

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  • Gründlich ausbürsten und erstmal etwas füttern, was sie kennt und verträgt, z.B. das, was sie auf der PS bekam.


    Ansonsten kann kratzen von Parasiten, Stress (gerade bei Umstellung der kompletten Lebensumstände), etc... kommen, Räude und dergleichen auch bedenken.


    Bevor du zu viele Futterwechsel in kurzer Zeit draufsetzt, lieber das gewohnte Futter geben und Parasiten und Erkrankungen ausschließen und den Hund ankommen lassen.

  • 30% finde ich auch noch zu hoch.

    Wie schon erwähnt, würde ich kein Trockenfutter füttern das mehr als 26% Rohprotein hat.

    Und das Fertigfutter muss auch nicht unbedingt getreidefrei sein, so lange der Hund keine Allergien gegen Getreidebestandteile hat.

    Auch solltest du darauf achten das die Rohasche nicht 8% übersteigt, und die vielen Kräuterzusätze die bestimmte Trockenfutter enthalten u.a. auch Purizon können Unverträglichkeiten hervorrufen.

    LG Anette

    (Mohikaner und Inventar)

    Für immer in meinem Herzen

    Diego * 2004 - † 21.Juni 2018

    Bonnie * 1986 - † April 1999

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Gründlich ausbürsten und erstmal etwas füttern, was sie kennt und verträgt, z.B. das, was sie auf der PS bekam.


    Ansonsten kann kratzen von Parasiten, Stress (gerade bei Umstellung der kompletten Lebensumstände), etc... kommen, Räude und dergleichen auch bedenken.


    Bevor du zu viele Futterwechsel in kurzer Zeit draufsetzt, lieber das gewohnte Futter geben und Parasiten und Erkrankungen ausschließen und den Hund ankommen lassen.

    Sie kommt direkt aus Ungarn, sie ist nicht von einer Pflegestelle. Sie bekam dort billiges ungarisches Trockenfutter, verschiedene Sorten, was eben gerade da war.


    Bürsten tue ich natürlich. Aber das muss ich etwas dosieren, weil sie das noch nicht ganz so toll findet.


    30% finde ich auch noch zu hoch.

    Wie schon erwähnt, würde ich kein Trockenfutter füttern das mehr als 26% Rohprotein hat.

    Und das Fertigfutter muss auch nicht unbedingt getreidefrei sein, so lange der Hund keine Allergien gegen Getreidebestandteile hat.

    Auch solltest du darauf achten das die Rohasche nicht 8% übersteigt, und die vielen Kräuterzusätze die bestimmte Trockenfutter enthalten u.a. auch Purizon können Unverträglichkeiten hervorrufen.

    Hmm…nochmal wechseln ist aber vermutlich in der jetzigen Phase auch suboptimal für den Verdauungstrakt.

    Ob sie Getreide verträgt, weiß ich natürlich nicht sicher.

    Purizon gebe ich ja nicht mehr, gerade wegen der extrem vielen Inhaltsstoffe.


    Ich schaue mal wie es mit TGS jetzt klappt, einfach um nicht noch ein Futter mehr innerhalb einer Woche zu nutzen.

    Wenn es nicht besser wird, kann ich ja zu Vet-Concept-Futter greifen. Da ist wenig Protein drin und auch kaum Anderes dann.


    Und ich spreche natürlich nochmal beim TA vor. Wegen möglicher anderer Parasiten.

    Nuri - Ratonero Bodeguero Andaluz (2012)

    Hope - Husky (2018)

    Rudi im Herzen (2007 - 2021)

  • Ich wollte dir nur zu verstehen geben das man beim Trockenfutter auf gewisse Dinge achten sollte, um Unverträglichkeiten zu vermeiden.

    Du wirst sowieso austesten müssen was dein Hund verträgt und was nicht, denn vorhersagen kann man es nicht.


    Zuerst ist ein TA-Check wichtiger.

    LG Anette

    (Mohikaner und Inventar)

    Für immer in meinem Herzen

    Diego * 2004 - † 21.Juni 2018

    Bonnie * 1986 - † April 1999

  • Ist das Ohrensekret mal angeschaut worden, in Bezug auf Räudemilben?

    Die können sich auf den ganzen Hund verteilen. An die Flanken z. B. durch eingekringeltes Schlafen. An Pfoten und Intimbereich durch Schubbern mit den Pfoten und anschliessendem Ablecken selbiger.


    Ich finde zwar schon, dass man Futtermittel- und sonstige Allergien immer im Hinterkopf haben sollte, aber allein der Transport und die Ankunft im neuen Umfeld strecken gern mal das Immunsystem nieder, so dass es regelrecht klassische "Transport-Erkrankungen" in der Tiermedizin gibt, wozu Virus-Erkrankungen, aber tatsächlich auch Ektoparasitzen gehören. Der Organismus ist da grad einfach anfälliger für alles Mögliche, womit er unter Normalbedingungen besser fertig wird.

  • Ähm, der Hund wurde bisher wohl ausschließlich draußen gehalten, kommt jetzt in Wohnungshaltung. Vorher der ganze Stress mit Impfung, Parasitenbehandlung etc (noch im Ausland). Dann die Fahrt nach Deutschland (wieder Streß) und kommt bei euch an. Lebt nun wohl in der Wohung mit seinem dicken Fell von der Außenhaltung vorher und kratzt sich.

    Daraufhin bekommt er von euch nochmals Chemie gegen Parasiten und Würmer.


    Ich würde lediglich nur die Ohren abchecken lassen und ansonsten erst einmal tatsächlich Billigfutter füttern, weil die Hunde das so gewohnt sind und erst einmal langsam umstellen und dem Hund Zeit geben anzukommen und den ganzen Streß hinter sich zu lassen.

  • Ähm, der Hund wurde bisher wohl ausschließlich draußen gehalten, kommt jetzt in Wohnungshaltung. Vorher der ganze Stress mit Impfung, Parasitenbehandlung etc (noch im Ausland). Dann die Fahrt nach Deutschland (wieder Streß) und kommt bei euch an. Lebt nun wohl in der Wohung mit seinem dicken Fell von der Außenhaltung vorher und kratzt sich.

    Daraufhin bekommt er von euch nochmals Chemie gegen Parasiten und Würmer.


    Ich würde lediglich nur die Ohren abchecken lassen und ansonsten erst einmal tatsächlich Billigfutter füttern, weil die Hunde das so gewohnt sind und erst einmal langsam umstellen und dem Hund Zeit geben anzukommen und den ganzen Streß hinter sich zu lassen.

    Soweit korrekt, aber von mir gab es keine Chemie mehr.

    Gegen Flöhe wie auch Würmer hat der Verein vor Transport behandelt.

    Sonst warten wir nur auf den Giardien-Test und haben noch nichts gegeben.


    Ich werde nun mal das TGS-Futter weiter geben, die Ohren noch behandeln und den Hund sonst erstmal einfach weiter ankommen lassen und in 1-2 Monaten schauen, ob das Kratzen dann auch von alleine geht.

    Im gleichen Atemzug mit den Ohren kann ich ja auch nochmal andere Parasiten ansprechen und das Sekret da auch testen lassen.


    Es scheint sich ja bisher auch nicht zu verschlimmern und ist auch nicht ganz so extrem, nur halt leicht auffällig.

    Ich bin da vielleicht auch sehr sensibel, weil mein vorheriger Hund immer im Sommer eine Allergie gegen Pollen hatte und sich blutig leckte und kratzte, wenn er nichts bekam.

    Nuri - Ratonero Bodeguero Andaluz (2012)

    Hope - Husky (2018)

    Rudi im Herzen (2007 - 2021)

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