Probleme mit einem Nachbarn

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    Moin ihr Lieben,


    ich bin neu hier und brauche dringend einen Ratschlag von erfahrenen Hundehaltern, die sich ebenfalls mit den kleinen Details auskennen, da ich nach dem gestrigen Vorfall Angst um meine Familie habe bzw. um meine Hunde.


    Wir wohnen in einer 2,5 Zimmer Wohnung einer Gesellschaft und halten zwei Hunde sowie zwei Katzen. Seitdem dies bekannt ist, scheint das ein Dorn im Auge bestimmter Menschen in der Nachbarschaft zu sein, die sich für äußerst „engagierte“ Tierfreunde halten. Wir werden heimlich von Nachbarn beschattet, die sogar absichtlich mit ihren Hunden an unserer Wohnung vorbeilaufen, um so ein Jaulen oder Bellen von unserem Hund zu provozieren. Anschließend wird herumerzählt, dass die Hunde „mal wieder“ alleine im Haus sind. Wir beide arbeiten Teilzeit und haben in der Woche mindestens 3-4 arbeitsfreie Tage. Falls wir beide mal arbeiten müssen, sorgen wir dafür, dass die Hunde vor Beginn der Schicht genügend Auslauf und Beschäftigung bekommen. Wir haben Freunde, die während unserer Abwesenheit nach den Hunden schauen. Wir legen großen Wert darauf, dass es unseren Tieren gut geht - manchmal stehen sie sogar an erster Stelle.


    Merkwürdig war es, als gestern Nacht um halb 1 eine wildfremde Person bei uns geklingelt hat. Sie fragte, ob bei uns alles okay sei und ob es den Katzen den auch gut gehe, weil sie so oft am Fenster sitzen. Hier wusste ich genau, dass das kein Zufall sein kann.


    Mir ist schon länger bekannt, dass eine gewisse Person Unwahrheiten über meine Familie und die Art, wie wir mit unseren Hunden umgehen, verbreitet. Daher hatte ich mit meiner Frau beschlossen, diese Person zu meiden, was er/sie als Beleidigung aufgefasst hat. Schließlich gipfelte all das gestern darin, dass er/sie uns gestern gefolgt ist und aggressiv auf mich losstürmte, indem er/sie mir etliche Dinge vorwarf, die ich nie getan habe. Der Körpersprache nach zu urteilen, war er/sie ganz kurz davor, handgreiflich zu werden. Wenn ich ihn/sie nicht beruhigt hätte, wäre die Situation völlig eskaliert. Natürlich waren meine Hunde in dem Moment verstört, weil sie so eine Situation nicht kennen. Auch das hat er/sie gegen mich verwendet, indem er/sie andeutete, dass ich möglicherweise meinen Hunden etwas antue.


    Hier mal eine kurze Zusammenfassung der Vorwürfe, die ich mir anhören musste: ich hätte absolut keine Hundeerfahrung, daher dürfte ich mir keine Hunde holen. Menschen, die arbeiten, sollten sich keine Hunde holen. Falls Sie das doch tun, darf der Hund nicht alleine sein. Wir seien schlechte „Eltern“, weil wir den einen Hund permanent jaulen und bellen lassen. Ich hätte angeblich in der Ortschaft Lügen über die Person verbreitet. Er/Sie sei ein Tierfreund und wüsste besser, wie man mit Hunden umgehen muss und und und …


    Er/Sie hat mich nicht einmal ausreden lassen und mir die Chance gegeben, mich rechtfertigen zu können, obwohl ich niemanden eine Rechtfertigung schuldig bin. Am Ende des „Gesprächs“ drohte er mir, dass ich bloß aufpassen soll, weil sonst „irgendwann jemand vor meiner Tür stehen wird.“ Meiner Frau kamen die Tränen und sie hat die Beherrschung verloren, dann haben sich beide gegenseitig beschimpft und er ist auf man Frau losgegangen. Auch hier musste ich dazwischen gehen, da dieser Mensch ein extrem hohes Aggressionspotenzial besitzt. Später kam mir zu Ohren, dass die Person sich bei einer Bekannten von uns ausgeheult und sich beim Telefonat über das Körpergewicht meiner Frau lustig gemacht hat.


    Meine größte Befürchtung ist, dass das nur der Anfang von einer großen Sache war. Ich traue der Person durchaus zu, dass er/sie sich mit anderen Leuten zusammenschließt, um uns 1. bei der Wohnungsgesellschaft zu melden und 2. den Tierschutz zu alarmieren. Ich wüsste nicht, was mit mir los wäre, wenn man uns unsere Tiere grundlos wegnehmen würde, obwohl wir uns so liebevoll und zeitaufwendig um sie kümmern.


    Ich hatte bereits gestern ein Telefonat mit der Polizei und habe mich erkundigt, was ich von meiner Seite aus strafrechtlich gesehen tun könnte, um den unbelegten Vorwürfen und dem Verbreiten von Unwahrheiten entgegenzuwirken. Nach der gestrigen Situation möchte ich einfach nur noch in Ruhe gelassen werden und den direkten Kontakt zu Nachbarn meiden, die jede Information nutzen, um daraus ein Gesprächsthema zu entwickeln.


    Wir wissen wirklich nicht weiter und haben große Angst um unsere Hunde. Wie kann es sein, dass Menschen uns so plötzlich aus dem Nichts beschuldigen und anmachen?


    Was schlägt ihr vor, sollten wir tun? Sowohl menschlich als auch juristisch gesehen?


    Vielen lieben Dank


    Mit freundlichen Grüßen

  • Merkwürdig war es, als gestern Nacht um halb 1 eine wildfremde Person bei uns geklingelt hat.

    Das ist Belästigung. Wieso macht ihr mitten in der Nacht jemanden die Tür auf? Oder geht zum Hörer?

    und aggressiv auf mich losstürmte

    Selbstverständlich anzeigen. Androhung von Körperverletzung, üble Nachrede...

    Was gab es denn da mit der Polizei zu bereden? Was haben die gesagt?

  • Wir sind an die Tür, weil wir noch wach waren und wissen wollten, ob es vielleicht unsere Nachbarin von oben ist, die möglicherweise Hilfe gebraucht hat.


    Mit der Polizei habe ich besprochen, wie man am besten gegen diese Vorwürfe vorgehen kann.

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  • Gehört diese Person mit zur Hausgemeinschaft? Wenn ja, sei der erste der geht. Protokolliere die Vorfälle. Mit Zeugen Uhrzeit und allem drum und dran. Was diese Person da mit euch macht, geht gar nicht.

  • Mit der Polizei habe ich besprochen, wie man am besten gegen diese Vorwürfe vorgehen kann.

    Und was viel wichtiger wäre: Hast du denen gesagt, dass deine Frau in Gefahr war weil der Typ sie angreifen wollte und der allgemein total aggressiv drauf ist?

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich würde von mir aus zur Wohnungsgesellschaft gehen, denen die Sachlage schildern (ich gehe davon aus dass sie von euren Tieren wissen) und auch von den Problemen mit dem Nachbarn erzählen. So wissen sie Bescheid wenn etwas von seiner Seite kommt

  • Hm. Meine Nachbarn haben damals gegen uns und meinen Hund mobil gemacht. Hunde in einer Mietwohnung gehen gar nicht, der Hunde wäre den ganzen Tag alleine (stimmt natürlich nicht), wir wären Tierquäler, blablabla.

    Was bei uns nicht von der Hand zuweisen war, Robbie konnte absolut nicht alleine bleiben und das Problem haben wir anfangs unterschätzt und dann auch nicht so schnell in den Griff bekommen.

    Sobald der Hund einen Piep von sich gegeben hat, wurden wir angerufen, Nachbarn (die mit uns weder was zu tun hatten noch die Problematik mit Robbie hören konnten weil viel zu weit weg) haben sich in Grüppchen getroffen und dieses lustige "wir hören schlagartig auf zu reden, wenn die über die wir gerade gelästert haben ins Blickfeld kommt"-Spiel gespielt. Letztendlich wurde uns mit einer Meldung an die Hausverwaltung gedroht, weswegen wir Robbie abgegeben haben. Eine neue Wohnung hätten wir hier niemals gefunden und sind auf unseren Wohnort hier zwingend angewiesen.


    Lange Rede, aber anderer Sinn: wäre ich an eurer Stelle und wüsste genau, dass ich mir NICHTS vorzuweisen hab (also die Hunde sind wirklich ruhig - wie viele Tiere ihr da in der Bude habt geht per se ja nur Vermieter und euch was an), würde ich zuerst aktiv werden. Protokolliert alle Vorkommnisse, notiert Zeiten in denen die Hunde alleine sind (und daher eventuell laut werden könnten), geht zu eurem Vermieter und schildert die Situation und dass ihr euch an sich nichts zu Schulden kommen gelassen habt aber in dieser unschönen Lage seid und ihn nur darüber in Kenntnis setzen wollt, damit er nicht aus allen Wolken fällt, sollte ihm was zu Ohren kommen.

    Ich würde mich aktiv von der Opferrolle zur Macherrolle bewegen.

  • Und ganz wichtig: immer alles schriftlich machen. Also wenn du mit denen telefonierst, oder direkt zum Büro fährst, schick unbedingt eine Email hinterher in der du alles noch Mal schilderst. Mündlich geht vieles verloren.

  • Ich habe der Polizei bereits geschildert, was genau passiert ist. Die meinten, dass ich sofort die 110 wählen, falls er uns gegenüber erneut aggressiv werden sollte. Außerdem besteht die Möglichkeit einer Anzeige wegen Drohung und übler Nachrede.


    Was die Dokumentation der Tatsachen angeht, haben wir handfeste Beweise. Die Wohnung wird per Video- und Tonaufnahmen überwacht. Es ist nirgends zu sehen oder zu hören, dass die Hunde permanent Krach machen. Ab und an bellen sie natürlich (vor allem dann, wenn Menschen absichtlich mit ihren Hunden an unserer Wohnung entlang laufen), aber das nehmen die anderen Bewohner des Hauses nicht wahr, da wir regelmäßig nachfragen, ob die Hunde ruhig waren. Wir haben mehrere Personen an unserer Seite, die alles bezeugen können.


    Es handelt sich um eine Wohnungsgesellschaft, die Hunde duldet. Sprich, solange es keine begründeten Beschwerden gibt, gibt es keinen Grund, die Hunde abzugeben. Außerdem ist uns bekannt, dass in unserer Gegend zahlreiche Hunde in einer Wohnung der Gesellschaft leben, ohne Konsequenzen. Selbst der Sachbearbeiter der Gesellschaft hat einen Hund.

  • Alles aufschreiben, mit Uhrzeit und Ort, alles bei der Polizei anzeigen, üble Nachrede, Drohung, evtl versuchte Körperverletzung (du schreibst ja er wäre/ist auf deine Frau los, so dass du dazwischen gehen musstest).


    @all wäre eine einstweilige Verfügung möglich? Kennt sich da einer aus?


    Selbst wenn sie euch der Tierquälerei bezichtigen, würde das ja sicher erst einmal geprüft werden, da werden einem ja nicht einfach so die Tiere weggenommen. Ihr könnt eure Arbeitszeiten doch sicher belegen, die Freunde die auf die Tiere aufpassen/nach ihnen sehen, können zu euren Gunsten aussagen, ich nehme an die Tiere und die Wohnung sind in einem guten Zustand.

    Ihr seit auch nicht die ersten die zu Unrecht beschuldigt werden sich nicht um ihre Tiere zu kümmern.

    Macht euch darüber also nicht alzu große Sorgen, bewahrt Ruhe und geht gegen den besagten Nachbaren rechtlich vor.


    Edit: hat sich überschnitten. Das klingt doch alles vielversrechend.

    Wenn er wirklich so ein hohes Aggressionspotenzial hat, wird er sich beim nächsten Vorfall evtl auch vor der Polizei nicht zusammen reißen können. Dann sehen sie mit eigenen Augen was für ein Typ das ist.

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