Mein Hund hat einen anderen gebissen. Bloß ein dummer Unfall oder muss ich mir Sorgen machen?

  • ANZEIGE

    Leider habe ich keinen Garten, wo er sich austoben kann, aber ich kenne ein paar Leute mit Garten und werde dafür sorgen, dass ich das jetzt öfter nutzen kann.

    Haben die einen Garten mit stabilem mind. 1,5 m eher 2 m hohem Zaun? Wäre nicht der erste Hund der es sch... findet, dass sich da jemand frecherweise in seinem Revier (= Nachbargarten) aufhält und mal eben kurz über den Zaun geht um der Person mit Hilfe der Zähne zu erklären, dass sie da nichts zu suchen hat.

  • Man muss es ja immer positiv sehen. :D Wer sowas lesen kann, der kann alle Hunde lesen. Aber stimmt, Bürste bei Plüschfell ist schwierig. :hust: Hier ist es minimal steif werden, angespannter gucken, etwas verzögerter laufen. Meine anderen Hunde haben sich immer groß gemacht, geknurrt- oder sind schonmal vorher laut geworden- in die Leine gegangen... da hat auch der letzte Trottel gemerkt, da stimmt was nicht. Aber so.. es schleicht neben dir her und würde plötzlich dem Spaziergänger am Arm hängen der zu dicht vorbei geht. Schwierig.

  • Ich finde HSH beeindruckend......WENN sie das sein dürfen, was sie sind..... dann sind sie majestätisch, souverän und klar in sich ruhend.... wie wollige Könige


    In allen anderen Situationen machen sie mir Angst ..... und ich finde sie passen nicht in unsere enge, schnelle und hektische Welt

  • ANZEIGE
  • Ich finde die Idee, dass Freunde mit zum Spaziergang gehen um den Hund im Notfall halten zu können sehr gefährlich.

    Gerade im Notfall kann in solch einer Situation der Hund sich dann aus Frust umdrehen und seinen Unmut durch Beißen gegen deinen Bekannten richten, der in an der Leine hat.


    Alles was du schreibst, sind nur Notlösungen für einen kurzen Moment und trotzdem können die mega nach hinten los gehen.


    Sei mal ehrlich zu dir selber und überlege, ob du die nächsten 10 Jahre so leben willst und immer, jede einzelne Stunde und vorallem bei jedem Rausgehen so 110 % bei der Sache sein kannst und willst, dass dein Hund keinerlei Chance hat, jemandem (ob Hund oder Mensch) Schaden zu zufügen.


    Das ist nämlich nicht lustig, sondern wirklich Streß und du darfst dir niemals einen Fehler erlauben.


    Du hast auch überhaupt nicht das Umfeld für solch einen Hund. Ohne Garten in der Stadt und Kräfte mässig überhaupt nicht in der Lage den Hund nur zu halten, geschweige denn ihn mental zu führen - geht gar nicht, weil dir als Hundeanfänger einfach die Erfahrung fehlt.


    Bitte geh in dich und entscheide zum Wohl des Hundes. Der braucht ein Zuhause bei Leuten die Erfahrung haben und ein Haus und Grundstück.

    Ihn zu behalten wäre egoistisch und könnte wirklich übel enden.

  • Der standardmäßige meist ca. 1,10m hohe Zaun ist ein Witz, aber bauliche Auflage der Stadt, soll

    explizit nicht halbwegs übersprungsicher sein, um das Landschaftsbild nicht zu stören und optisch zu den üblichen öffentlichen Kinderspielplatz- und Parkabzäunungen passen.

    Danke, jetzt weiß ich endlich, warum das so abartig nieder ist! Abgesehen vom Infektionsdruck da drin (nicht weggeräumte Haufen) würd ich nie mit meinem Hund da reingehen, mir reicht, was ich meist im Vorbeigehen seh. Quatschende Menschenrudel, unbeaufsichtigte Hunde, die miteinander „rumtoben“….. Danke nein. Auch bei der offenen riesigen Hundezone in meiner Wohngegend gehen wir meist nur schnell durch, auch da ist immermal ordentlich was los! Brauch ich wirklich nicht, und Hund noch weniger.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • Nochmal zum Trainer. Da ich auch Hundeanfängerin bin habe ich ab Woche zwei Einzelstunden genommen, einfach um manche Fehler garnichterst zu machen. Fehler haben wir trotzdem gemacht, das bleibt wohl nicht aus. Nur ist mein kleiner ein 6.5kg Hund der schon auf einer Pflegestelle war. Er wurde als Anfängerhund vermittelt und hat tatsächlich keine grösseren Baustellen. Eim Hund ist er halt trotzdem und wir mussten auch erstmal lernen miteinander umzugehen. Ich bin echt froh hatten wir die Trainerstunden, nochdazu hat man einen Ansprechpartner bei Fragen die halt so zwischendurch aufkommen. Das Geld ist auf jeden Fall sehr gut investiert.

  • Eim Hund ist er halt trotzdem und wir mussten auch erstmal lernen miteinander umzugehen.

    Sowas Ähnliches wollte ich auch schreiben. Meine Hündin hat mich auch als totalen Ersthunde-Noob kennengelernt und mir auch über einen Beißvorfall beigebracht, dass ich mal ganz schnell aus der Tierschutzdankbarkeitseisenbahn aussteigen muss.

    Ich hab da einen Schnaurier und bin jeden Tag glücklicher. Aber ich habe eben auch nach dem Junghundekurs eine Trainerin gesucht, die mir meinen Hund erklärt. Ohne das wäre vielleicht noch mehr schief gelaufen.


    Ich musste hier auch das ein oder andere Mal durchatmen, weil eine steife Brise von vorne kam.


    Aber:


    Ohne meine Trainerin und diesen Gegenwind hier teilweise wäre meine Silver sicher noch ein paarmal mehr eskaliert. Ich muss sie immer noch aufmerksam führen, und sie wird nie ein "immerdabeihund". Katzen findet sie Scheiße, und eine Hundewiese werde ich nicht mit ihr betreten. Nicht nur weil ich vor Beißereien Angst habe, sondern weil ich gelernt habe, dass ihr das auch einfach nicht gut tut.


    Und deinem Henry sicher auch nicht.


    Ach so: Und ich hab nicht jede Woche eine Einzelstunde gehabt. Hab aber auch keinen HSH, dennoch war jeder Euro hier besser angelegt als in der Hundeschule. Die Trainerin dort ist auch renommiert, aber hat halt das normale Programm (Sitzplatzbleib) abgespult. Passte nicht für uns. Mir musste man erstmal ganz viele Dinge erklären.


    Dir auch, ganz bestimmt. Wenn du deinen Hund verstehen lernen willst, musst du aus dem Disneykino raus. Sie sind Hunde, keine Erfüllungsgehilfen unserer romantischen Vorstellungen von Dankbarkeit und Liebe.


    Liebe Grüße!

  • Ich war nicht da und hab noch gar nicht alles nachgelesen.

    Ja wo soll ich da anfangen?

    Henry ist 3 Jahre alt und ein HSH. Mit 3 ist er schon wesentlich ernsthafter als mit einem Jahr. Hundewiesen...ich kann dir nur sagen, ich gehe da nicht hin. Aus mehreren Gründen, einer davon ist, HSH entscheiden immer selbstständig was sie als potentielle Gefahr ansehen. Läuft er da unkontrolliert herum und sieht in seinen Augen eine Gefahr, wirst du ihn sicher nicht mehr davon abhalten, seinen Job zu tun. Wie das ausgehen kann, sieht man ja.

    Ich habs nicht gesehen, gibt es bei diesen Hunden nicht. Rumstehen und quatschen, den Hund aus den Augen zu lassen geht nicht. Du wirst lernen müssen alles vorher zu sehen, denn der HSH scannt ununterbrochen sein Umfeld. So solltest du das genauso machen.

    Das ist so, das ist sein Wesen, dafür lebt er.

    In seinen Augen macht der alles richtig.

    Die Überlegung nachts oder abends auf die Hundewiese zu gehen, halte ich für keine gute Idee. Ab der Dämmerung sind seine Antennen noch viel mehr auf Empfang gestellt als tagsüber. Erscheint irgendwo am Horizon etwas, ist der schneller dort als du Hui sagen kannst. Und die arbeiten 27/7. Immer. Das sind Hunde, die von scheinbar gemütlich schlummernden Fellknäuel in Bruchteilen von Sekunden auf 100 hochfahren. Und dabei sind sie durchaus sehr beeindruckend.


    Zum Thema, die lernen schlecht, sind lernresistent. Ne, sind sie nicht. Ganz und gar nicht. Die lernen sogar ziemlich schnell. Aber halt anders. Von ewigen Wiederholungen halten sie so ziemlich nichts. Unsinnig in ihren Augen. Sie hinterfragen, sie sind nicht dumm. Eher das Gegenteil.

    Und es ist enorm wichtig, dass gerade HSH bestimmte Dinge lernen, dazu gehört nicht zwingend ein Sitz.

    Aber ein "Stopp".


    Ich habe mich für Henry entschieden, weil er mir äußerlich gefiel und seine Beschreibung passte. Sanfter Riese, gemütlich, freundlich, geeignet für Haushalt mit Kindern (für die Zukunft sehr wichtig), dankbar, verträglich mit allen Hunden und Menschen, kein Jagdtrieb.

    Sanfter Riese: Ja, sie sind sanft, zu ihren Menschen, eigentlich

    gemütlich: Sind sie auch, bis sich eine in ihren Augen potentielle Gefahr nähert

    freundlich: Zu wem? Zu anderen Hunden, zu Menschen? Können sie durchaus sein, aber halt auch nicht

    Kinder im Haushalt: Kinder sind Schutzbefohlene, sie werden unter ihren Schutzschirm genommen. Sie dürfen in der Regel viel, da haben die tatsächlich ein dickes Fell, aber sagen lassen die sich von denen nichts

    Verträglich mit allen Hunden und Menschen: Im Tierheim vielleicht, was sollen sie da auch anderes tun? Aber ansonsten sind sie territorial, das heisst auch, Hauptgassistrecke oder 10 Minuten an einem Ort (wie zB die Hundewiese) schon gehörts dem Hund und wird geschützt. Zumindest hier so.


    und ich wollte grundsätzlich lieber einen großen Hund, weil die nicht so viel Auslauf brauchen.

    Wie kommst du denn darauf???? Also ganz abgesehen vom HSH, wieso denkst du große Hunde brauchen keinen bzw. nicht so viel Auslauf? Ist doch völlig egal wie groß die sind.


    Leider habe ich nicht einberechnet, dass es so schwer sein wird einen so großen Hund zu halten, wenn er nicht gut an der Leine geht. Da fehlte mir einfach die Erfahrung.

    Du hast vergessen zu bedenken, dass ein großer Hund schwerer zu halten ist als zB ein Chi????

    Ist halt schon ein beachtlicher Unterschied, ob ein 2 kg Hund nicht vernünftig an der Leine geht oder ein 50kg+ Hund.

    Und an der Leine zu gehen muss man dann halt üben und lernen. Das gilt für beide.


    Auch an der Leine, ich entscheide, wann und wo, mein Hund wen begrüßen darf und nicht andersrum und schon gar nicht eigenmächtig.


    Ich überlege es mir wegen dem Trainer, aber wenn ich mir die Preise für Einzelstunden so anschaue vergeht es mir teilweise schon.

    Ich kann dir nur sagen, Trainerstunden sind nicht die einzigen Kosten, die ein Hund so im Laufe des Lebens anhäuft. Großer Hund und Tierarzt kostet auch ordentlich. Da fallen ein paar Trainerstunden überhaupt nicht mehr ins Gewicht, besonders wenn sie so wichtig sind und für das gesamte Zusammenleben von extremer Wichtigkeit sind.


    Such dir einen vernünftigen Traineer mit HSH Erfahrung und nimm das verdammte Geld in die Hand.


    Es gäbe jetzt sicherlich noch viel mehr, das meiste ist vermutlich eh schon mehrmals gesagt. Ich bin müde und hab Kopfschmerzen und kann überhaupt nicht geradeaus denken. Kann sein, manches ist wirr geschrieben.


    Zum Abschluss noch:

    Das sind wundervolle Hunde, wenn sie wenigstens einen Teil ihrer Leidenschaft ausüben dürfen. Ein Leben in der Stadt gehört da mMn eher nicht dazu. Wenigstens ein eigener großer Garten sollte da schon vorhanden sein um ihnen nur ein wenig gerecht zu werden. Sie brauchen das einfach. Man muss, um mit ihnen zusammenzuleben, schon ein wenig Leidenschaft für diese Hunde mitbringen, ihre Art zu leben und zu denken verstehen wollen. Sie sind eigenständig, stolz und auch sanft. Aber genauso auch jederzeit bereit zu kämpfen, wenn nötig. Man muss ihnen zugestehen, so viel als möglich, ihre Eigenständigkeit ausleben zu dürfen und gleichzeitig auch die Führung behalten. Ein gutes Team werden schadet nicht.

  • Kleiner Nachtrag noch, das Gehirn ist so langsam:

    Statt abends oder nachts auf irgendwelchen Hundewiesen sinnlos rumzurennen, würde ich dir empfehlen, (du hast doch ein Auto, oder?) pack den Henry ins Auto, fahr weit raus in die wunderschöne einsame Pampa und lass ihn da mal richtig durchatmen. Er wird es lieben!

    Nehm ihn an die Leine und schlendere durch den Wald. Kommt jemand, dann teile ihm das mit, nehm die Leine kurz, den Hund auf die abgewandte Seite und gib ihm Raum, meine ich damit, bring Abstand zwischen euch und dem was kommt. Lass ihn schauen und lobe ihn dafür, sag ihm dass alles ok ist.

    Die Leine ist übrigens kein furchtbares Übel, sondern die Verbindung zu dir und überträgt deine Gefühle. Kann helfen, wenn du entspannt bleibst.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!