Schilddrüsenunterfunktion

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema, welches 802 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Langstrumpf.

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    Ihr Lieben,


    natürlich bin ich im Gespräch mit der Tierärztin, das mal vorweg, und erwarte keine Ferndiagnosen.

    Aber eure Erfahrungen und Einschätzungen helfen mir vielleicht, ein besseres Bild zu bekommen.


    Mein Hund ist 8 Jahre, Rüde, nicht kastriert, ca. 55 cm, Gewicht immer so um die 17 Kilo, hat in den letzten Wochen ca. 1,5 bis 2 Kilo abgenommen. Er ist und war schon immer sehr schlank, deutlich zu mager ist er aber nicht, gut bemuskelt, fit und generell sehr lebhaft.


    Nun kam bei einer Blutuntersuchung als Zufallsbefund eine Schilddrüsenunterfunktion raus. Der Wert lt. TA genau an der Grenze.

    Er soll jetzt auf Tabletten eingestellt werden. Damit habe ich noch nicht angefangen.


    Die lt. TA typischen Symptome wären Lethargie und Gewichtszunahme - beides trifft überhaupt nicht zu. Daher zögere ich ein bisschen, aufgrund eines so knappen Ergebnisses (direkt am Grenzwert) eine lebenslange Tablettengabe (auch Aussage der TA) zu beginnen.


    Können Schilddrüsenwerte schwanken? sollte ich noch abwarten?


    Relevant scheint ja der Wert T4 zu sein..? ich kopiere den Ausschnitt mal rein

    Bild "laborxkkbc.png" anzeigen.


    Hintergrund der ganzen Geschichte ist, dass ich eine Kastration in Erwägung ziehe. Wir hatten nie Probleme (höchstens punktuell) mit dem Verhalten, in den vergangenen Monaten hat sich aber bei uns die Hundedichte so extrem erhöht, dass läufige Hündinnen einfach allgegenwärtig waren/sind.

    Wenn mal die Ohren zu sind, damit kann ich leben, aber mein Hund hatte mehrfach schmerzhafte Dauererektionen, ich musste sogar mal zum TA damit. Und er wirkte einfach gestresst und (menschlich gesagt) unglücklich. Dazu die Gewichtsabnahme, und letztlich auch verminderte Lebensqualität, weil er beim Gassi kaum noch von der Leine konnte, an nichts mehr Spaß hatte -es sei denn, wir fahren wohin, wo weniger Hunde sind, dann ist er sofort wieder "er selbst".

    Über Monate ist das für mich einfach kein Zustand... aber das ist ein anderes Thema (ich hoffe, ich mache jetzt kein Fass auf pro und kontra Kastration... aber der Background könnte ja wichtig sein)


    Ob oder ob nicht Kastration ist auch noch nicht entschieden. Zuerst wollte ich schauen lassen, ob er rundum fit ist, wegen der möglichen Narkose. Im Januar hatte er auch eine kleine OP (Lidrandtumor), da waren alle Blutwerte noch optimal. (das war in der gleichen Praxis)

    Diesmal kamen zwei leicht erhöhte Leberwerte raus, ein geringfügig erhöhter Bauspeicheldrüsenwert, daher dann die Untersuchung der Schilddrüse.


    Tja, Roman ende. Ich freue mich auf euren Input. Danke!


    PS:

    Die übrigen Werte hier:

    labor2h9j93.png

    labor31xjq3.jpg

  • Der T4 ist sehr gering und der TSH zu hoch.

    Allerdings wird die Schilddrüse von vielen anderen Faktoren beeinflusst und so wie ich das beurteilen kann, läuft einges aus dem Ruder bei dem Blutbild. Hier kann vielleicht jemand anderes etwas zu sagen.


    Grundsätzlich gilt zum feststellen einer SDU sollten min. 6 Werte, im besten Falle 8 Werte aufgenommen werden. T4 und TSH sind NICHT ausreichend.

    Benötigt wird T4, T3, ft4, ft3, TSH, TG Antikörper, T4 Antikörper und T3 Antikörper. Die letzten beiden Werte sind mit Vorsicht zu genießen. Kann man soweit ich weiß auch nur über laboklin feststellen lassen.

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  • Es kann genauso Hyperaktivität, Nervosität und Gewichtsabnahme - die Symptome können in beide Richtungen gehen, sind nicht eindeutig einer Über-oder Unterfunktion zugeordnet, sondern oft eben auch paradox. Sagt auch meine eigene Endokrinologin. Mein Hausarzt kennt auch nur die andere Richtung. Die Werte scheinen mir sehr eindeutig, da ist nichts mehr grenzwertig für mich. Die Tabletten müssen lebenslang gegeben werden, wenn es eine Unterfunktion ist, weil der Körper sie dann benötigt. nach einer Probesubstitution kann man sie aber wieder ausschleichen

  • Die lt. TA typischen Symptome wären Lethargie und Gewichtszunahme - beides trifft überhaupt nicht zu. Daher zögere ich ein bisschen, aufgrund eines so knappen Ergebnisses (direkt am Grenzwert) eine lebenslange Tablettengabe (auch Aussage der TA) zu beginnen.

    Ersteres stimmt so nicht. Wie EmmaSonja scheibt, kann auch genau das Gegenteil der Fall sein und ist typisch für Hunde im subklinischen Bereich. Wobei der T4 ja schon deutlich niedrig ist. Die Smyptome die du beschreibst, können auch daher kommen. Kann aber auch umgekehrt sein, Stress schlägt auch auf die Schilddrüse.

    Zweiteres verstehe ich und würde ich es nochmal entscheiden müssen, wäre ich da auch nicht so schnell. Wenn man anfängt zu substituieren hört die SD auf zu arbeiten im Regelfall. Ich habe wirklich noch nie gehört, dass es jemand geschafft hat auszuschleichen. Ich selbst konnte bei meinem Hund die Dosis schonmal sehr reduzieren, aber nie ganz absetzenund heute muss ich ihm eine sehr hohe Dosis geben, was dann wiederum andere Probleme mit sich bringt. SD-Substitution hat Nebenwirkungen. Es wäre natürlich viel besser, wenn man die Schilddrüse wieder ans Laufen kriegt. Das ist zwar schwierig, wäre es mein Hund würde ich heute auf jeden Fall versuchen. Wenn es nichts nutzt kommt man um die Substitution nicht drumrum, da eine Unterfunktion auch den Körper sehr belastet (Psyche auch!). Eine Kastration hat aber auch Einfluss!



    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"
    Kurt Marti


    Sancho, mein Seelenstern *12.12.2007-+11.11.2021

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • ich habe selber auch abgesetzt, der Endo meint, er habe es noch nie erlebt, daß eine gesunde SD nicht wieder richtig funktioniert danach. Bei einer kranken sollte man es dann lebenslang geben. Ich hab von heute auf morgen abgesetzt, nichts ausgeschlichen. Ich würde trotzdem immer, es sei denn, es ist sehr eindeutig oder arg schlimm im Verhalten eine weitere Blutabnahme machen

  • Eine Kastration hat aber auch Einfluss!

    oft einen negativen auf die SD. Meine kastrierten Rüden hatten alle eine SDU und Atti war sogar spät kastriert, mit 8 Jahren aus gesundheitlichen Gründen.

    Wäre es mein Hund, würde ich alle SD Werte testen

  • Danke euch.

    Wenn er eine SDU hat, wäre das ein Argument gegen eine Kastration, das sehe ich auch so.


    Die TÄ wollte jetzt einstellen, und dann die OP machen. Ich glaube, ich muss noch ein bisschen nachfragen...

  • Die TÄ wollte jetzt einstellen, und dann die OP machen. Ich glaube, ich muss noch ein bisschen nachfragen...

    Lass das komplette SD-Profil erstellen und dann kannst Du entscheiden.

    Sollte die SD krank sein, ließe ich die Kastra wohl nicht machen

  • Vorsicht mit solchen Aussagen: mein Rüde (und es gibt einige andere) wurde aufgrund seiner SDU kastriert, da er wg. dem zusätzlichen Stress nicht einstellbar war. Mittlerweile ist er niedriger dosiert und wunderbar stabil.


    Es bleibt immer eine Einzelfallentscheidung.


    Mit dem BB würde ich den Hund auf den Kopf stellen, neben den fehlenden SD-Werten würde ich mir auch die einzelnen Organe genauer angucken. Allen voran Pankreas

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