Ab wann zu alt für einen Welpen?

Es gibt 89 Antworten in diesem Thema, welches 8.232 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Ninma.

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    Liebe Forengemeinde,


    nachdem mein Luke allmählich auch für den Laien erkennbar altert, kommt in meinem Bekanntenkreis immer öfter die Frage auf, was denn meine Zukunftspläne nach dem Tod meines Hundes sind.


    Wenn ich dann voller Zuversicht erkläre, dass ich noch einmal einen Welpen will, und zwar gerne wieder eine große und aktive Rasse, stelle ich fest, dass wohl auch ich für den Laien erkennbar und merklich altere. :skeptisch2:

    Eigentlich alle meine Bekannten jenseits der 50 erklären mir, dass 50 die magische Grenze ist, ab welcher man unweigerlich dem Körperlichen Verfall entgegenstrebt und weder Kraft noch Nerven für einen Welpen mehr aufbringt. (Und das sagen nicht nur die Hundelosen, welche ja meist eh nicht wirklich verstehen können, wie man sich erneut so einen "Klotz" ans Bein binden kann)


    Wie habt ihr das gehandhabt? Gibt es tatsächlich eine (menschliche) Altersgrenze, ab welcher man dem Hund zuliebe besser eine Nummer kleiner / ruhiger / älter gehen sollte?


    Aktuell bin ich 46 und bin froh, neben meinen alten Herren (Hund und Pferd) noch das junge Pony an meiner Seite zu haben. Da ich gerne noch einen Ausgleich neben den Altherren Bummelrunden habe.


    Bin sehr gespannt auf Eure Meinungen und Erfahrungen...

  • Hallo, mein Papa hat sich mit 64 zum Renteneintritt den Traum vom Hund und damit auch Welpen erfüllt.

    Ich weiß ja nicht was man dann die verbleibenden ggf 40 Jahre Lebenszeit macht ab 50… aber wenn man sich einen zum Lebensstil und körperlicher Konstitution passenden Hund aussucht, liegt’s ja ein einem selber ob man dem gewachsen ist.

    Bis auf mehr graue Haare hat mein Papa mit seiner Hündin die Welpenzeit zwar müde aber ansonsten topfit überstanden 🙂

    Viele Grüße,
    Annika und Enki - rumänischer Allesdrin (*15.01.2010)

  • Ich denke das man das nicht pauschalisieren kann. Die einen haben mit Mitte 40 keine Geduld (mehr) für einen Welpen, während der 60 jährige Nachbar darin richtig aufgeht.

    Persönlich würde ich keinen Welpen mehr bei mir aufnehmen, wenn die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, das der Hund mich überlebt. Das wäre ab Mitte 60 der Fall. Der Hund ist meine Entscheidung und soll seinen Lebensabend nicht im Tierheim verbringen müssen.

    Liebe Grüße, Julia&Roo

    If you want the rainbow, you gotta put up with the rain.

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  • Bei uns ist ja gerade ein Welpe zum fast 3-jährigen eingezogen. Allerdings Minirasse, was aber dadurch begründet ist dass ich bereits seit meiner Jugend gehbehindert bin, was leider im Alter nicht besser wird. Ich bin 64 und es wird mein letzter Welpe sein, das steht fest, aber jetzt schon darauf verzichten? nein, geht gar nicht. Und ich denke dass ich den Beiden auch absolut noch gerecht werde. Daher, warum sollte jemand, der auch in meinem Alter doch durchaus fit und sportlich sein kann, dann keinen Welpen mehr haben dürfen. Die nächsten 15 Jahre kann man überblicken, wenn man nicht aktuell schon schwere gesundheitliche Baustellen hat und passieren kann auch jungen Menschen was. Daher für den Notfall einen Plan haben und die anderen reden lassen.

    Conny mit

    Fiete Norwich 02.07.2018

    Ernie Norwich 24.01.2021

    3 Sheltie, 3 Airedale-Terrier und ein Schnauzermix tief im Herzen

  • Ich werde nächsten Monat 51 und habe vor ein paar Wochen den ersten Welpen meines Lebens bekommen, eine Schäferhündin.

    Für mich die beste Entscheidung ever. :herzen1: Ich bin zwar recht übergewichtig aber in Sachen Sport trotzdem sehr aktiv.

    Unsere beiden alten Damen - Bouviers 9,5 und 14 Jahre alt - wurden mit der Zeit so sehr gemütlich, daß man schon fast den Tierschutz rufen wollte, wenn es nur um eine Runde um den Block ging. Ich möchte aber lange Spaziergänge, Joggingrunden machen und einfach viel draußen aktiv sein. Von daher paßt es perfekt. Der Gatte ist mit 47 ebenso glücklich mit der Entscheidung.

    Ich habe aber auch gleichaltrige Bekannte, die sich nur noch von der Couch bis in die Küche bewegen, da wäre so eine Idee wahrscheinlich eher unglücklich. Aber da denke ich, muß man das Gesamtbild betrachten und nicht nur die Zahl im Perso.

    Grüßle Kirsten

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Für mich wäre ein Punkt, wer übernimmt den Hund wenn ich von heut auf morgen nicht mehr fit bin. Krankheiten usw. erwischt einem halt eher im höheren Alter. Oft genug im Bekanntenkreis erlebt ... Die eigenen Nachkommen berufstätig, da geht das Leben ganz normal weiter. Nicht nur an sich denken auch an den Hund!

  • Also ich kenne ein paar Fälle von jahrelangen Haltern, die dann mit 60 nochmal einen Welpen bekommen haben, aber statt DHS, Labrador, Golden & Co. dann was kleines genommen haben. Ich denke es ist individuell, aber iiiirgendwann lässt ja die Körperkraft nach und da würde ich mir wohl was kleines suchen und vielleicht unter 15 kg kucken.

    Aber so lange man Lust und Nerven für einen Welpen hat - warum nicht? Klar tun mir Hunde leid, die dann mit 13/14/15 im Tierheim landen, weil der Besitzer verstorben ist. Kann dir aber auch mit 50 passieren. :ka:

  • Ich bin zwar noch nicht mal 30, aber mich regt dieses „Ja, ab 50 geht es bergab und ab der Pension wartet man eh nur darauf, zu sterben.“ und das Bild vom klapprigen Rentner, sobald man die magische 60 erreicht hat, SO dermaßen auf. Da könnte ich :fluchen: Das ist doch so unterschiedlich.

    Solange man sich gut kümmern kann und will, die Anforderungen des jeweiligen Hundes erfüllen kann und will und ein Plan da ist, was mit dem Hund passiert, wenn man sich nicht mehr ausreichend kümmern kann oder will, ist das Alter mMn völlig irrelevant.


    Edit. Der Post klingt irgendwie aggro. Das wollte ich nicht. Ich bin ganz nett :nicken:

  • Mit Mitte 40 find ich es bei uns wieder genau richtig für einen Welpen. Das Leben ist planbar, die Kinder aus dem Gröbsten raus, die Prioritäten haben sich in Richtung Heim und Familie verschoben, Urlaub wird nur mit Hunden geplant, finanziell geht's uns gut usw.


    Und wenn Whisky in ein paar Jahren nicht mehr lebt bin ich Anfang 50 und es wird garantiert noch mal ein Welpe bei uns einziehen. Wenn alles klappt, sogar aus eigener Nachzucht.


    Bis Mitte 60, wenn gesundheitlich und energiemäßig genug Resourcen vorhanden sind, sehe ich (zumindest bei "meiner" Rasse) absolut kein Problem. Danach müssten wir sehen, ob der Hund in der Familie bleiben könnte oder was kleineres kommt oder, oder, oder. Aber ohne Hund kann ich mir mein Leben echt nicht vorstellen.


    Unsere Nachbarin (Mitte 80 und seit kurzem Witwe) hätte soooo wahnsinnig gerne einen kleinen, unkomplizierten Hund. Gerne alter, gerne aus dem TS, gerne mit Handycap. Sie hatte zeitlebens Hunde, hat Haus und Garten, ist körperlich fit und sehr, sehr einsam. Aber sie traut sich nicht weil..." Was wird dann aus dem Hunderl, wenn ich vor ihm sterbe? Nein, das zu ich ihm nicht an!"


    Sehr reflektiert und großmütig...und traurig!

  • Aber so lange man Lust und Nerven für einen Welpen hat - warum nicht? Klar tun mir Hunde leid, die dann mit 13/14/15 im Tierheim landen, weil der Besitzer verstorben ist. Kann dir aber auch mit 50 passieren. :ka:

    Dass sich alles plötzlich ändert und jemand stirbt kann auch schon in jungen Jahren passieren. Ist mir damals mit Käufern eines unserer Airedalewelpen passiert. Junge Familie mit 2 Kindern und plötzlich verstirbt der Mann.

    Zitat

    Also ich kenne ein paar Fälle von jahrelangen Haltern, die dann mit 60 nochmal einen Welpen bekommen haben, aber statt DHS, Labrador, Golden & Co. dann was kleines genommen haben. Ich denke es ist individuell, aber iiiirgendwann lässt ja die Körperkraft nach und da würde ich mir wohl was kleines suchen und vielleicht unter 15 kg kucken.

    Ich kenne auch Leute, gerade bei den Hundesportlern, die mit 60 noch einen Welpen der entsprechenden Rassen zu sich genommen haben und es klappte sehr gut. Die Hunde wurden gut ausgebildet und wenn die Besitzer dann älter waren waren auch die Hunde durchaus handelbar. Zusätzlich werde ich nie vergessen wie bei uns eine wirklich ältere, doch recht zierliche, Dame mit einer älteren Dogge unterwegs war. Ein tolles harmonisches Bild. Die Dogge lief immer ohne Leine, absolut brav im Bereich der Besitzerin. Leine wäre in dem Fall voll auch nur Beiwerk gewesen da die Dame sie hätte ohnehin nicht halten könne. Es kann also durchaus funktionieren mit älteren Menschen und großen Hunden. Genauso wie ich manche Gespanne von jüngeren Menschen mit großen Hunden absolut gruselig finde und einen großen Bogen um die mache.

    Conny mit

    Fiete Norwich 02.07.2018

    Ernie Norwich 24.01.2021

    3 Sheltie, 3 Airedale-Terrier und ein Schnauzermix tief im Herzen

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