Hund vor Kind schützen?

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    Hallo zusammen!


    Wir waren neulich mit ein befreundeten Pärchen unterwegs die eine 6-jährige Tochter haben.

    Diese hat unseren Hund immer wieder gestreichelt, aber so, dass ich genau gesehen habe, ihm gefällt es nicht so wirklich. Allerdings ist unser Hund auch nicht aktiv aus der Situation geflohen oder ist zu mir gekommen (um Schutz zu suchen).


    Hintergrund: Wir haben keine Kinder, also er ist nicht täglich an Kinder gewöhnt.

    Er ist jetzt 1 Jahr alt (seit 4 Monaten bei uns) und Rassetechnisch haben bei ihm wohl Schäfer- und Windhunde mitgemischt.


    Nun bin ich mir nicht sicher ob ich hätte intervenieren sollen / dies in Zukunft machen soll?

    Auch hab ich mich gefragt wie ich ihm klar machen kann, dass er bei uns Schutz findet? Bzw. bin ich mir nicht sicher, ob er dies in der Situation nur nicht gemacht hat, weil ihm das nicht bewusst ist.


    Würde mich freuen zu erfahren wie ihr mit solchen Situationen umgeht.


    Gruß

    Katharina

  • Ich würde das zum Schutz des Kindes und des Hundes freundlich aber konsequent unterbinde.


    Dafür würde ich den Eltern erklären dass der Hund eben erst vier Monate bei euch ist, ihr ihn noch nicht zuverlässig einschätzen könnt, und er auch den Umgang mit Kindern nicht kennt. Deswegen möchtet ihr kein unnötiges Risiko für das Kind eingehen und die direkte Interaktion vorerst nicht.


    Wenn das die Eltern nicht verstehen und akzeptieren, dann würde ich Treffen in der Konstruktion vorerst vermeiden. Es dem Kind zu erklären hingegen sehe ich klar bei den Eltern.


    Ihr könnt euren Hund aus der Situation rausholen indem ihr ihn zu euch ruft. So kann er zu euch „flüchten“. So sieht er, dass ihr der Ausweg seid.

  • Ich habe meinen Kindern in dem Alter klar gesagt, dass der Hund nur nach ausdrücklicher Erlaubnis von mir angefasst wird. Wenn sie ihn streicheln wolllen, sollen sie mich fragen.


    Zudem habe ich gleich erklärt, warum der Hund das vielleicht nicht mag und woran man das sieht und auch, was es vielleicht für Alternativen gibt - zum Beispiel vielleicht später streicheln.

    Ob da bei dem Kind von Freunden genug hängen bleibt, kann ich nicht einschätzen, aber eines ist klar: der Hund wird niemals bredrängt.

    Er ist ja noch nicht lange bei dir, da kannst also vielleicht nicht ganz sicher einschätzen, wo bei ihm eine Grenze ist.


    Am meisten Vertrauen zu Kindern und zu dir wird er bekommen, wenn er sich bei Kindern bzw dir niemals unwohl fühlen muss.

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  • Na klar hättest du das sollen.


    Auch hab ich mich gefragt wie ich ihm klar machen kann, dass er bei uns Schutz findet?

    Indem du die Kinder nicht einfach so ranlässt.

    Würde mich freuen zu erfahren wie ihr mit solchen Situationen umgeht.

    Kinder haben ja erfreulicherweise meistens gelernt zu fragen, ob sie einen Hund streicheln dürfen. Mein Hund mag Kinder und ich finde es sehr gut, wenn Kinder positive Erfahrungen mit Hunden machen. Wenn mich also ein Kind fragt, ob es den Hund streicheln darf, sage ich: "Ja, aber erst begrüßen und schnuppern lassen." Nicht drauflosgrapschen. Wenn ein Kind nicht fragt (kommt eigentlich fast nie vor), stelle ich mich in den Weg, schirme meinen Hund ab und versuche dem Kind zu erklären, wie man Kontakt zu Hunden aufnimmt. Natürlich ohne dem Kind Angst zu machen ("der könnte dich beißen" o.ä.).

  • Wenn du merkst dass er es nicht gut findet oder dir nicht sicher bist, lass es nicht zu dass er angefasst wird. Lieber 1 mal nicht gestreichelt als 1 mal Aufgezwungen und der Hund nutzt die Zähne. Man kann auch einfach nur gemeinsam spazieren gehen ohne dass der Hund angefasst wird. So kann sich der Hund auch an Kinder gewöhnen ohne bedrängt zu werden. Dadurch schaffst du positive Situationen in denen sich alle wohl fühlen können.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • meiner ist auch eher unsicher was Fremde und Kinder angeht (wir haben auch keine) und bei familientreffen o.Ä. gilt immer die Regel wer den Hund streicheln möchte, sagt mir bescheid.

    Dann gehe ich mit, gebe meinem Hund mit meiner unmittelbaren Anwesenheit Sicherheit und kann gleichzeitig sicherstellen, dass es zu keiner unschönen Situation kommt (meiner ist ein vermeider und flüchtet dann eher, aber man weiß ja nie...). Wenn ich direkt mit am Hund bin, hilft es meinem sehr. Dann weiß er es ist okay und er muss weder flüchten noch sonstwas tun. Und ich kann es frühzeitig beenden, wenn ich merke es wird zu viel.

    Also definitiv nicht einfach machen lassen, das kann auch böse nach hinten losgehen.

  • Vielen Dank schon mal für euer Feedback.


    Was ich hinzufügen möchte, ich handhabe Kontakte mit ihm und Fremdkindern normal immer mit großer Vorsicht. Aber ich habe mich schon gefragt, ob ich nicht zu vorsichtig bin... unser Hund ist meist derjenige der sich über Menschen freut und Kontakte initiert... Meines Geschmacks nach eher zu viel, die treulose Tomate würde mit jedem mitgehen ;-)


    Daher eben auch meine Überlegung in wie weit (und wie) der Hund lernen soll und kann, einen Kontakt den er selbst initiiert (oder dem er zustimmt indem er hingeht) kann er selbst auch beenden in dem er zu mir kommt?


    Denn ich finde es klingt immer idealisiert zu sagen ich werde ihn in allen Situationen und Lebenslagen vor unangenehmen Kontakten schützen können. Gerade weil er so neugierig ist, irgendwann wird vielleicht der Moment kommen in dem zB ein Kind ungefragt auf ihn zu kommt und ich es nicht im Blick habe. Mein Anspruch an mich und unseren Hund wäre, dass ich ihm gelehrt habe wie er mit so etwas souverän umgehen kann.

  • Das ist nicht idealisiert, das ist deine Pflicht als Hundehalter!

    Ein Hund ist immer am Ende nur ein Hund, und als solcher ist sein Verhalten niemals zu 100% vorrauszusehen!

    Schau dir mal Berichte über Beißvorfälle an, in den allermeisten Fällen heißt es hinterher das er doch so Freude daran hatte und das ja noch nie gemacht hat!

    Vorher gesehen wude nicht das die überschäumende " Freude" nur ein Versuch war irgendwie mit überfordernden Situationen allein klar zu kommen weil ihm niemand raus half.

    Genau so sind fremde Menschen, Hunde und Kinder niemals 100% einzuschätzen, von fremden Hunden die von jetzt auf gleich einfach draufgehen, Erwachsene Menschen die einfach mal zutreten weil sie vielleicht Angst vor Hunden haben, zu Kindern die vielleicht nach nem lieben "Ei" mal sehen wollen wie weit sich ein Hundeauge eindrücken lässt...

    Am Ende bleibt alles das in deiner Verantwortung, und du und dein Hund müssen mit den Konsequenzen leben.

    Sicherheit sucht ein Hund immer da wo er immer Sicherheit geboten bekommt, und das dauert, denn Vertrauen komm nicht von allein.

  • irgendwann wird vielleicht der Moment kommen in dem zB ein Kind ungefragt auf ihn zu kommt und ich es nicht im Blick habe. Mein Anspruch an mich und unseren Hund wäre, dass ich ihm gelehrt habe wie er mit so etwas souverän umgehen kann.

    Ich finde es unfair das von einem Hund zu verlangen.

    Dein Hund ist ein Hund, kein Mensch. Wenn ihm etwas zu viel wird hat er die Möglichkeiten sich entweder aus der Situation zu entziehen ( was schlecht klappen kann wenn eine Leine dran ist) oder nach vorne zu gehen. Er kann nicht dem Kind verständlich mitteilen :,, Du ich mag das nicht/du machst mir damit Angst/gehst damit zu weit/das tut mir weh - hör jetzt bitte auf damit! "

    Das kannst nur du.

    Deshalb steht es in der Pflicht eines jeden Hundehalters, dafür zu Sorgen dass ein Kind weder plötzlich, noch unbeaufsichtigt direkt mit dem Hund interagieren kann.

    Wenn etwas passiert - und dafür reicht allein die Körperkraft aus ( egal ob der Hund freundlich gesinnt ist oder auf Abwehr), geht das auf deine Kappe.


    Hunde kommunizieren wie Hunde. Tun sie das gegenüber einem Kind hat man ein Problem. Deshalb lieber einmal zu oft verbieten, als den Hund einmal zu oft in eine unsichere Situation lassen. Zumal es auch sein Handeln beeinflussen kann, wenn er gelernt hat,, Im Zweifel hilft mir Frauchen!".


    Ich lasse hier grundsätzlich keinen Kontakt zu Kindern zu, weil Beide Hunde das doof finden. Die Eine ist körperlich eingeschränkt und bekommt wegen des Alters nicht mehr so viel mit, die Andere will von Fremden grundsätzlich ihre Ruhe.

    Aber selbst wenn ich nen lieben, netten, unkomplizierten Hund hätte der Kinder mag, würde ich es ablehnen. Zumindest wenn ich dem Kind nicht insofern vertrauen kann, dass es sich dem Hund adäquat verhält.

    Dazu zählt für mich : Nicht frontal auf Fremde Hunde zu rennen, nicht vor der Nase rum rennen, nicht an Fell/Ohren/Schwanz/was auch immer ziehen, vorsichtig und freundlich verhalten, und natürlich vorher fragen.

    Ich reagiere inzwischen sehr pampig drauf wenn irgendein Kind auf meinen Hund zu läuft. Das ist mir nämlich durchaus schon ein paar Mal passiert. Einigen Eltern ist das im Übrigen auch leider komplett egal, weil ein Hund muss ja lieb sein, muss Kinder mögen, darf weder Knurren noch beißen, und wenn er sich das nicht gefallen lässt, ist er bösartig Punkt. So sehen das tatsächlich manche Eltern. Dem entsprechend - Rechne mit allem, geh vorausschauend Gassi, und sei besonders aufmerksam wenn du Kinder bemerkst, um rechtzeitig eingreifen zu können.

    Denn auch wenn sich dein Hund so dolle über das Kind freuen sollte dass er dem Kind versehentlich nen Body check verpasst, und es hin fällt, ist das Geschrei schon riesengroß...

  • Ich finde den Ansatz schlau, deinem Hund beizubringen, dass er sich einer Situation entziehen kann, indem er zu dir kommt. Damit er das lernt, solltest du ihn in der genannten Situation zu dir rufen, wenn du merkst, dass es ihm unangenehm ist. Dann ist es aber auch wichtig, dass du ab dem Moment, wo er zu dir gekommen ist, wirklich niemanden mehr zu ihm hin lässt.

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