Die liebe Stubenreinheit

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    Hi ihr,


    ich schreibe das erste Mal und komme leider gleich mit einem dicken Problem daher. Meine Dackelhündin Lotta will einfach nicht stubenrein werden, obwohl sie in einer Woche schon 6 Monate alt wird. Ich verzweifle langsam. Ich gebe wirklich seit knapp 3 Monaten (also seit ich sie als Welpe bekommen habe) mein Bestes, gehe ca. jede Stunde, wenn sie wach ist, mit ihr raus... aber trotzdem passieren ihr so alle 3 Tage noch Pippi-Unglücke, immer ganz still und heimlich, wenn ich mal für eine Sekunde in einem anderen Raum bin. Wohlgemerkt die Türen sind auf, also es sind keine Trennungsängste, die sie plagen (sonst würde sie ja zu mir laufen), sondern sie denkt glaub ich einfach „na, wenn die es nicht sehen kann, dann kann ich es einfach laufen lassen“... 😭

    Nie hätte ich gedacht, dass sich das so lange hinzieht. Vor einer Weile habe ich beim Tierarzt mal Blase/ Nieren/ Blut/ Kot komplett durchchecken lassen: sah alles wie im Lehrbuch aus, kein Fehler zu finden. Nachts kann sie auch locker 10 Stunden durchhalten, das spricht ebenfalls gegen ein organisches Problem. Es passiert wie gesagt vor allem, wenn ich nicht im selben Raum bin. Aber klar, nach 3 Monaten kann ich sie nicht mehr 24h am Tag beobachten, sondern muss auch mal die Wäsche aufhängen oder Geschirr abwaschen. Es wäre auch keine gute Idee sie ständig an mich zu binden, denn ich will ja, dass sie gerade jetzt in jungen Jahren auch lernt mal ein wenig allein sein zu können und sich mit sich selbst zu beschäftigen. Daran ist aber momentan nicht wirklich zu denken, denn dann herrscht direkt Pippi-Gefahr. Es ist auch nicht so, dass sie einen Lieblingsort hätte, sondern es sind immer ganz verschiedene Stellen und Räume, letztens sogar unter meinem Bett und ich hab es nur durch Zufall entdeckt, weil sie draußen nicht musste, ich mir aber sicher war, dass sie jetzt eigentlich hätte pinkeln müssen... deshalb bin ich drinnen auf Pfützen-Suche gegangen, weil ich geahnt hab, dass sie sich wohl schon vorher entleert haben muss und siehe da: unterm Bett wurde ich fündig! Sehr kreativ. 🙈 Der letze Gassi gang davor war nicht länger als eine Stunde her, also keine Ahnung wie ich da mithalten soll ohne Garten... Koten tut sie komischerweise überhaupt nicht mehr ins Haus, schon seit etwas über einen Monat. Also zumindest das scheint zu sitzen.


    Wie kann ich ihr denn beibringen, dass Pippi im Haus tabu ist, auch wenn ich sie mal aus den Augen verliere? Hat das bei euch auch so lange gedauert? Ich hör die ganze Zeit von Leuten aus dem Hundepark, dass deren Hunde teilweise nach 3 Wochen stubenrein waren und komm mir total bescheuert vor. Hilfe! 😣

  • Naja, bei manchen Hunden dauert es. :ka:


    Was mir spontan auffällt: ich bin nichtmal mit meinem 8 Wochen alten Welpen stündlich raus, sondern nach spielen, fressen schlafen usw. Und hab da nur insofern auf die Uhr geschaut, dass ich wusste: nach 1,5 Stunden muss sie spätestens, also gehts dann raus, sollte vorher nicht ein anderer Grund dafür auftreten. Draußen dann für ihr Pipi gelobt ohne Ende.


    Und dann werden ja die Abstände von alleine größer und man geht nicht mehr alle 1,5 Stunden, sondern alle 2,3,4 Stunden raus. Bei 4 Stunden hat es bei uns dann gestockt, das musste ich tagsüber so bis zum 8./9. Monate machen, danach gings dann schlagartig auch länger.


    Kann es sein, dass deine Hündin tagsüber durch das viele raus und rein gestresst ist? Die 10 Stunden Schlaf(?) nachts könnten dafür sprechen und stündlich raus stell ich mir für einen Hund auch anstrengend vor.

  • Deine Hündin ist noch keine 6 Monate alt und für dich ist es total dramatisch, dass sie alle paar Tage Mal etwas Pipi in die Wohnung macht? Glaube mir, andere Leute hätten gerne deine Probleme. Hast du zufällig einen Fußboden aus super empfindlichen, exotischen Tropenhölzern? Ich würde kein Drama draus machen und die Pfütze kommentarlos wegmachen.


    Wie reagierst du, wenn sie sie doch Mal in die Wohnung macht? Für mich klingt das so, als würde sie leider schon Meideverhalten zeigen, da sie ja mittlerweile heimlich macht. Kriegt sie Ärger, wenn du sie erwischt?


    Zum Thema Vergleich mit anderen Hundehaltern: Ganz schlechte Idee. Geredet wird immer viel. Vllt braucht dein Hund etwas länger um komplett stubenrein zu sein, kann dafür aber super alleine bleiben etc.

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  • Alle 3 Tage ein Unglück ist zwar noch nicht stubenrein, aber auch für das Alter denke ich nicht so ungewöhnlich.
    (Zumahl auch 1x die Stunde raus für viel Stress sorgen könnte - und der kurbelt den Blasendrang erst richtig an)

    Mit nicht mal 6 Monaten ist sie immer noch ein Welpe. Und Welpen entwickeln sich sehr unterschiedlich. Der Eine braucht etwas länger - und?
    Ist bei Kindern auch nicht anders - Manche sind mit 2.5 schon trocken, anderen passiert mit 4 Jahren noch ab und zu ein Unglück. Passiert eben.

    Ich hatte mal im Kindergarten einen Jungen, der mit 3 nicht mal ansatzweise trocken war. Wir haben geübt, die Eltern haben geübt - auch jede Stunde - es hat nichts gebracht außer Stress für den Jungen und Stress für uns. Die Eltern sagten dann, dass wir alle aufhören sollten, sie haben das Gefühl er ist einfach noch nicht so weit (ansonsten ein völlig gesund entwickeltet Kind) - also Windel wieder ran und es wurde für alle entspannter. (natürlich nicht so entspannt wie ein trockenes Kind, aber hey) Ein paar Wochen darauf meinten die Eltern, dass sie ab jetzt wieder ohne Windel möchten, sie hatten das Gefühl es klappte nun. Und tatsächlich - beim Jungen hats "klick" gemacht und von da an ging nichts mehr daneben. Auch keine Unfälle. Von einem Tag auf den Anderen - ganz ohne Übung ...


    In diesem Fall finde ich einen Kinder-Welpen-vergleich durchaus angebracht.
    Unterschiedliches Tempo in der Entwicklung haben beide. Dass man Druck rausnehmen sollte ist für beide ein guter Hinweis.

    Und dass man sich nicht mit anderen vergleichen sollte bringt auch nur Positives hervor.

  • Vielleicht kannst du bitte ein bisschen beschreiben, ob und wie du entscheidest, ob du rausgehst. Streng nach Uhrzeit oder nach "Bedarf", also nach dem fressen, trinken, schlafen, spielen und wenn der Welpe sucht (Nase am Boden und sich im Kreis drehen z.B.).


    Prinzipiell find ich's gut, dass du den Welpen untersuchen hast lassen. So eine Blasenentzündung kann man tatsächlich übersehen und da ist es gut, wenn man körperliche Ursachen ausschließen kann.


    Wie reagierst du, wenn ein Malheur passiert? Auch stimmungsmäßig ...schaffst du es, innerlich ruhig zu bleiben und das Unglück einfach wegzumachen?


    Es gibt Enzymreiniger, mit denen du es schaffst, Geruchsspuren besser zu entfernen als mit normalen Haushaltsreiniger.


    Für mich klingt es so, als ob der Welpe schon Meideverhalten zeigen würde, weil er entweder gestresst ist durch das häufige rausgehen oder aus irgendwelchen Gründe unsicher ist, vielleicht durch eine wütende Reaktion deinerseits (ich will dir nichts unterstellen sondern zähle nur eine Möglichkeit auf).


    Was ich dir raten kann: abwarten, ruhig bleiben, noch besser auf die Körpersprache achten, Druck rausnehmen (auch für dich selbst). Mit 6 Monaten alle paar Tage klingt für mich jetzt nicht ungewöhnlich. Bleib locker, das wird schon!

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Fütterst du Nassfutter?

    Meine 2 Dackelhündinnen mussten davon enorm viel pinkeln.

    Sina bekam Trofu und war stubenrein und dann hab ich auf Nafu umgestellt und sie hat mit ca. 8 Monaten wieder zwischendurch reingepinkelt weil sie plötzlich so viel pinkeln musste und ich öfter nicht mitbekommen hatte, dass sie raus musste, denn bei Trofu musste sie ja nicht so oft raus.

  • Alana war auch erst mit 9 Monaten (erste Läufigkeit) stubenrein.


    Dakota ist jetzt 5.5 Monate und es geht immer noch hie und da eine Pfütze rein. Manchmal auch ein Haufen, wenn sie nicht zue gewohnten Zeit macht weil sie was anderes Interessant findet und ich z.b. duschen oder Geschirrspüler erledig.

    Da es bei Alana so lange gedauert hat, mach ich mir und Dakota keinen Stress.

  • Hey, danke euch für die Tipps, aber ich denke es passt eigentlich eh alles was ich so mache. Ich füttere kein Nassfutter, es gibt nur ab und zu nen Kong der damit gefüllt und gefroren ist, aber das kann jetzt nicht der ausschlaggebende Punkt sein. Und ich gehe nicht zur festgelegten Zeiten mit ihr raus, sondern immer nach Gefühl nachdem sie sehr aktiv war, viel getrunken hat etc. ... Das stimmt auch eigentlich immer, also sie macht wirklich immer direkt, wenn wir raus gehen. Draußen zeigt sie auch überhaupt kein Meideverhalten sondern weiß schon ganz genau, dass es da super ist und sie dort immer ein Leckerli dafür bekommt. Wenn ich schreibe, dass ich teilweise jede Stunde mit ihr rausgehen muss, weil sie mir sonst in die Wohnung macht, dann heißt das nicht dass wir dann 10 Mal am Tag ne riesige Gassi-Runde gehen, das wär natürlich total überfordernd für den Hund. Wir machen nie mehr als 3 größere Runden am Tag, vormittags nachmittags und abends, dabei schauen wir ca einmal am tag im hundepark vorbei zum toben, und alles andere sind nur so 3 bis 5 Minuten Trips auf die Straße vorm Haus. Da macht sie direkt Pippi und wir gehen wieder hoch. Sie muss einfach irgendwie extrem oft... Schon als kleiner Wurm mit 16 Wochen hat sie 18 bis 20 Mal Pippi am Tag gemacht, da hab ich noch mitgezählt. Deshalb auch die Idee mit dem Tierarzt damals, aber hat nichts ergeben. Ich schimpfe natürlich nicht, wenn ich zu spät bin und die Pfütze erst entdecke nachdem sie produziert wurde. Ich klatsche aber in die Hände und sage entschieden NEIN, wenn ich sie in flagranti erwische, einerseits um sie zu unterbrechen, andererseits aber natürlich auch um ihr zu zeigen, dass es nicht ok ist. Meint ihr das ist zu viel? Ich hab den Eindruck, dass sie dadurch wenigstens die Verknüpfung gemacht hat, dass ich das Pippi in der Wohnung nicht haben will, was ja sinnvoll ist. Sie hat auf jeden Fall nicht daraus gelernt, dass ich es generell nicht toll finden würde, wenn sie pippi macht, denn draußen weiß sie ganz genau dass es super ist und kommt schon automatisch danach zu mir um sich ihr Lob und Leckerli abzuholen. Jetzt fehlt eben nur noch die Verknüpfung, dass die Regel „kein Pippi in der Wohnung“ auch gilt, wenn ich nicht direkt anwesend bin sondern mal im Nebenzimmer. Aber ok, so wie manche von euch berichten gibt es da wohl einfach Spätzünder und ich muss mich wohl daran gewöhnen, dass ich so ein Exemplar habe, und einfach mal entspannen. Man baut sich leider selbst irgendwie so viel Druck auf durch alles was man ließt und hört und man gibt sich ja extrem viel Mühe. Ich bin auch ganz alleine mit dem Hund, also alles steht und fällt mit mir und da kommt man einfach ab und zu etwas ins Grübeln, ob man alles richtig macht. Außerdem ist sie mein erster eigener Hund, mir fehlt da wohl auch schlicht weg dieses Urvertrauen und die Gelassenheit, dass sich das schon alles gibt mit der Zeit.

  • Erstmal würde ich mich in dem Alter nicht stressen.


    Aber ich finde du machst schon viel...


    Wir machen nie mehr als 3 größere Runden am Tag, vormittags nachmittags und abends, dabei schauen wir ca einmal am tag im hundepark vorbei zum toben, und alles andere sind nur so 3 bis 5 Minuten Trips auf die Straße vorm Haus.

    In dem Alter hätte das meine Hündin gestresst. Da gab es 1 große Runde am Tag, an 2 Ruhetagen pro Woche nur Pipi im Garten. Wenn Hundeschule, Training, Treffen mit anderen Hunden war, hat das die große Runde ersetzt. Und ne Hundewiese hat meine bis heute nie gesehen.


  • Jup hier auch. Wenn Dakota Welpenkurs hat oder ein Treffen mit anderen Hunden oder eine neue Umgebung, gibt es sonst keinen Spaziergang mehr. Auch zwischendurch gibt es Tage unter der Woche, an denen sie nur den Garten sieht und sonst nix.


    Ich dachte bei Alana auch, dass das nix mehr wird aber irgendwann sind sie alle Stubenrein :D

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