Gelassenheit in der Hundeerziehung - Austausch Thread

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    Wie reagieren sie denn auf negative Stimmung? Manchmal bekommt man die eigene Anspannung ja vielleicht nicht gerade mit... Wie verhalten sich dann eure Hunde? Ziehen sie sich zurück? Machen Unfug? Werden unruhig? Drehen hoch? Irgendwann merkt ihr ja, dass es an eurer Stimmung liegen könnte... Klar, kann man das nicht pauschalisieren aber wäre mal interessant zu lesen.... ?

  • Wie reagieren sie denn auf negative Stimmung? Manchmal bekommt man die eigene Anspannung ja vielleicht nicht gerade mit... Wie verhalten sich dann eure Hunde? Ziehen sie sich zurück? Machen Unfug? Werden unruhig? Drehen hoch? Irgendwann merkt ihr ja, dass es an eurer Stimmung liegen könnte... Klar, kann man das nicht pauschalisieren aber wäre mal interessant zu lesen.... ?

    Maja ist allgemein ein ziemlich störrischer Esel, sie macht dann noch eher ihr Ding.

    Rasta wird unsicher und zieht sich zurück.

    Tessia dreht auf, wird reizbar, kläffig, hektisch, kopflos...


    Daher ist Tessia meine beste Lehrmeisterin, wenn es darum geht, mein inneres Omm zu finden ;). Das fällt mir nicht immer leicht. Wir hatten einige Situationen, in denen wir uns gegenseitig hochgeschaukelt haben. Aber wir lernen beide dazu...

  • Wie reagieren sie denn auf negative Stimmung? Manchmal bekommt man die eigene Anspannung ja vielleicht nicht gerade mit... Wie verhalten sich dann eure Hunde? Ziehen sie sich zurück? Machen Unfug? Werden unruhig? Drehen hoch? Irgendwann merkt ihr ja, dass es an eurer Stimmung liegen könnte... Klar, kann man das nicht pauschalisieren aber wäre mal interessant zu lesen.... ?

    Wenn ich nicht richtig funktioniere, passiert folgendes: Geri wird wachsamer und tatsächlich etwas aggressiv gegenüber „Fremdem“ (was er sonst überhaupt nicht ist). Freki war stiller, hatte weniger Appetit und hat sich stets in meiner Nähe aufgehalten bis sie mich „geerdet“ hatte. Garmr wird schmusig und versucht durch Kontaktliegen zu trösten, bleibt aber sonst „normal“. Er wäre bestimmt ein passabler Assistenzhund weil er sich auch halb auf einen drauflegt.

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  • Wie reagieren sie denn auf negative Stimmung? Manchmal bekommt man die eigene Anspannung ja vielleicht nicht gerade mit... Wie verhalten sich dann eure Hunde? Ziehen sie sich zurück? Machen Unfug? Werden unruhig? Drehen hoch? Irgendwann merkt ihr ja, dass es an eurer Stimmung liegen könnte... Klar, kann man das nicht pauschalisieren aber wäre mal interessant zu lesen.... ?

    Sie reagieren tatsächlich recht unterschiedlich. Ares beginnt zu testen, wird draußen wachsamer und versucht mehr zu "übernehmen". Indie wird anhänglich und schmusig und Karma dreht total auf, wird kläffrig und unruhig.


    Sie merken total wenn ich nicht auf der Höhe bin und mir mal schwer tue die Führung zu übernehmen. Ares würde das sofort ausnutzen, aber er ist generell ein etwas schwierigerer Hund. Indie ist eher so mein Verlasshund, die würde mir an schlechten Tagen am liebsten gar nicht von der Seite weichen und stellt auch Kommandos nicht in Frage. Karma kenne ich noch nicht soo gut, aber als wir einmal die Situation hatten war sie mega unruhig und hat viel gekläfft, aber das ist so die Lösung für alles beim kleinen Stresskeks.

  • Wenn man die Challlange "Hundehaltung" aufnimmt, dann kann die Hundehaltung zu einer Persönlichkeitsentwicklung führen. Man kann über sportliche Erfolge "wachsen". Man kann an Klarheit zugewinnen, weil Hund gut spiegeln können und genau sehen, wann es dem Menschen wirklich ernst ist und wann das Verhalten nur aufgesetzt ist.

    Diesen Absatz möchte ich ganz fett unterstreichen.


    Ergänzend: eigene Denkmuster hinterfragen, sich selbst (und natürlich auch dem Hund) Fehler zugestehen und mit nach vorne gerichtetem Blick daraus lernen. Perfektionismus verwerfen, sich selbst/ den eigenen Fähigkeiten und dem Hund vertrauen und alles, was nicht wie erwartet läuft, nicht als Fehler oder den Hund als "das Problem" anzusehen, sondern liebevoll so anzunehmen, wie es ist, und gemeinsam das Beste daraus machen. Und gerade in Phasen, in denen der Alltag sehr stressig oder unschön ist, die größte Lektion mitnehmen, die man von einem Hund lernen kann: im Hier und Jetzt zu leben.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Wie reagieren sie denn auf negative Stimmung? Manchmal bekommt man die eigene Anspannung ja vielleicht nicht gerade mit... Wie verhalten sich dann eure Hunde? Ziehen sie sich zurück? Machen Unfug? Werden unruhig? Drehen hoch? Irgendwann merkt ihr ja, dass es an eurer Stimmung liegen könnte... Klar, kann man das nicht pauschalisieren aber wäre mal interessant zu lesen.... ?


    Tessia dreht auf, wird reizbar, kläffig, hektisch, kopflos...

    Ist bei Emil auch so. Unruhig, kläffig, versucht die anderen zu hüten und ist auch mal reizbar gegenüber Fremdrüden. Aber das ist alles viiiiel besser geworden. Wir hatten da Phasen, wo wir uns gegenseitig um den Verstand gebracht haben. Das ist glücklicherweise Geschichte. Ich hab (mit Hilfe) gelernt klarer zu sein und er ist halt auch nochmal ein großes Stück reifer geworden und zu einem selbstsicheren Rüden geworden.


    Fiete zieht sich wirklich zurück. Er macht dann einen sturen Eindruck, aber das täuscht. Er ist auch sehr sensibel auf Emotionen und wenn er sich eben zurückzieht wirkt er nach aussen hin stur, obwohl er einfach zutiefst verunsichert ist.


    Lucifer läßt sich von sowas weniger beeindrucken (bislang). Dem sind seine eigenen Emotionen gerade wichtiger, kleines pubertierendes Teufelchen.

  • Ein schöner Thread! Hier lese ich gern mit, mir fehlt es leider auch oft an Gelassenheit und bestimmt kann ich das eine oder andere Hilfreiche mitnehmen. :)

  • Wenn ich gestresst bin (und entsprechend die Gelassenheit und Geduld flöten geht) reagiert Mara auch eher mit Hektik. Sie wird wuseliger, sie fängt an, an mir zu knibbeln, mehr zu kläffen, wird irgendwie fahriger halt. Meldet mehr, usw. Rückzug aus Verunsicherung gab es hier noch nie. Einerseits ist das zwar total anstrengend, aber andererseits habe ich das große Glück, dass ich Maras Stress so nicht übersehen kann. Grade als Anfängerin kann ich mir gut vorstellen, dass das mit einem Hund, der eher den Rückzug angeht, gar nicht so easy ist.


    Richtig auffällig ist das bei ihr in Situationen, in denen ich irgendwie emotional aufwühlende Gespräche führe - ob am Telefon oder in real. Das checkt sie auch sofort, wenns irgendwie aufregend wird, und reagiert entsprechend. Ist uns bei WG-Themen schon ab und zu aufgefallen. Da versuche ich immer, wenn ich weiß, ein anstehendes Gespräch hat entsprechendes Potential, sie nicht dabeizuhaben.

  • Oh hier klinke ich mich mal ein und setze ein „Lesezeichen":cuinlove:

    Werde morgen mal quer lesen und freue mich auf eure Gelassenheit, die gerne auf mich überschwappen darf :pfeif:

  • Ich hab hier schon eine ganze Weile mitgelesen und stimme in soooo vielen Punkten mit euch überein :)


    In den letzten Monaten habe ich (unter anderem inspiriert von diesem thread) mal genauer reflektiert, welche Situationen bei mir dafür sorgen, dass meine (eigentlich vorhandene) Gelassenheit flöten geht. Bei mir hat es oft etwas damit zu tun, sich mit anderen zu vergleichen (ich glaube das wurde hier auch schon diskutiert).


    So schön Wurfgeschwister-Whatsapp-Gruppen auch sind, um die Entwicklung der Geschwister zu verfolgen und sich zu manchen Themen auszutauschen - da hat man einfach einen sehr direkten Vergleich (gleiches Alter, gleiche Rasse/Mix, gleiche Genetik, gleiche Aufzuchtbedingungen) und der tut meiner Meinung nach nicht immer gut, je nach dem wie anfällig man selbst dafür ist, sich durch solche Vergleiche unter Druck zu setzen. Man muss sich ja auch darüber im Klaren sein, dass man da teilweise verzerrte oder beschönigte Darstellungen liest und man die Hintergründe und Erziehungsmethoden auch nicht so genau kennt ;)

    Bei mir persönlich ist es auch so, dass mich teilweise schon die (altersmäßig sehr gemischte) Junghundegruppe in der Hundeschule gestresst hat. Da heißt es dann manchmal "tut doch auch mal gut zu sehen, dass auch andere die gleichen Probleme haben" - leider sind meine Hündin und ich aber ganz oft die Loser, die dann für die anderen das bestärkende Negativbeispiel darstellen :D . Meine Hündin ist aber auch die jüngste in der Gruppe und wenn man sich mit den anderen unterhält, hört man dann doch oft, dass ihre Hunde sich in dem Alter ähnlich oder schlimmer verhalten haben, oder was für andere gravierende Probleme die im Alltag haben oder hatten, die man in den Gruppenstunden gar nicht so wahrnimmt.


    Das mit dem Vergleichen ist natürlich meine persönliche Schwäche, die sich ja auch nicht nur in der Hundeerziehung und an der ich arbeite. Wenn ich mit anderen Welpen-/Junghundebesitzern spreche, höre ich das aber tatsächlich öfter.

    Mir hat es total geholfen, mir öfter MEINE eigenen Erwartungen und Ansprüche an MEINEN Hund vor Augen zu halten und zu reflektieren, wo ICH Fortschritte und Baustellen sehe. Es gibt Dinge, die für mich vielleicht gar nicht so wichtig sind, die für andere aber ganz oben auf der Prioritätenliste stehen, und wiederum Dinge, die mir vielleicht wichtiger sind als anderen. Es kommt ja auch immer ein bisschen auf die Lebenssituation und den eigenen Alltag an, was ein Hund leisten muss. Seitdem ich meine eigenen Ansprüche klar definiert habe und nicht mehr die Messlatte von anderen an meinen Hund anlege, läuft es in puncto Gelassenheit gleich viel besser bei mir :)


    Natürlich bleibe ich offen für Kritik und dankbar für Ratschläge, wenn jemand mit Ahnung bei mir und meinem Hund negative Entwicklungstendenzen und Handlungsbedarf sieht oder Baustellen und Verhaltensweisen aufzeigt, die ich als solche vielleicht gar nicht als problematisch erkannt habe. Aber ich habe mittlerweise ganz gut raus, welche (und vor allem wessen) ungefragten und "lieb gemeinten" Ratschläge ich lieber nicht annehme ;)

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