Zusammenführung gescheitert. Was jetzt?

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    Wir haben im Freundes- und Bekanntenkreis sehr sehr viele die ihre Hunde immer trennen müssen weil es sonst Mord und totschlag gäbe.

    Genauso mit den Katzen...

    Funktioniert mit Boxen und Zwinger einwandfrei.

    Richtig. Ist eben die Frage, wie ernst man das Ganze nimmt und wie viel man bereit ist dafür zu tun. Erfordert dann auch bauliche Maßnahmen, wenn es nie funktionieren sollte, aber es geht - auch so, dass es für alle in Ordnung ist.

    Dazu kommt, dass bei dem Hund des Freundes ja schon noch einiges an "Optimierungsbedarf" besteht, bezüglich Erziehung und Ausbildung. Auch wenn dein Hund nicht wäre, wäre das Verhalten ja schon äusserst problematisch. Einen Hund mit so einem Territorialverhalten muss man einfach regeln können.

    Wenn das funktioniert, dann muss es auch nicht mal sein das sich irgendjemand lebenslang an die Gurgel will und im Stress lebt.

    Meine Hündin hat bei ihrem vorigen Halter gemeinsam mit dem zweiten Hund Katzen gejagt und gefressen, hat bei mir dann trotz allem jahrelang ohne Probleme mit einer Katze zusammen gelebt, die definitiv auch kein Thema damit hatte. |)


    Allerdings kostet das, besonders bei einem unerfahrenen Halter, eben erstmal Zeit, Arbeit und irgendwo auch Geld. Da müsst ihr euch zusammen setzen und für euch in der Beziehung klären, ob ihr dazu bereit seid. Bei einem halben Jahr kann ja noch deutlich mehr passieren, als das es nur bei den Hunden nicht passt. Ich persönlich würde, bis ich mir da sicher bin, erstmal meine Wohnung behalten und da Lösungen finden.

  • Lustigerweise waren ein sehr typischer Labbi und ein sehr typischer, sehr großer schwarzer Schäfer, beides unkastrierte Rüden, hier in der Nachbarschaft zwölf Jahre lang das absolute Traumduo. Ich habe selten zwei Hunde gesehen, die harmonischer miteinander lebten und besser gemeinsam zu führen waren. Dass diese Rassen grundsätzlich nicht kompatibel sein sollen, kann ich mir also nicht vorstellen.


    ABER: Die Voraussetzungen waren da völlig andere. Beide Rüden waren als Welpen in die Familie gekommen, der Labbi war drei Jahre älter, und vor allem: beide waren wirklich superduper erzogen. Mit beiden wurde gearbeitet, Sport getrieben - und vor allem gab es nie einen Zweifel daran ,dass es ihre Menschen waren, die die Entscheidungen trafen. Vor allem für den Schäferhund nicht.


    Das sind Voraussetzungen, die ich in eurem Fall absolut nicht sehen kann - und insofern würde ich auch sehr für getrennte Wohnungen und erstmal intensives Training plädieren. Ihr habt doch noch jede Menge Zeit!

  • Das zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt über einen zeitnahen Umzug nachgedacht wird kann ich beim besten willen absolut nicht verstehen. Ja ihr seid verliebt, ihr wollt euer Leben gemeinsam verbringen usw. Alles verständlich. Aber du liebst deine Tiere ja scheinbar auch und die müssen in dem fall einfach vorgehen.


    Das man den Versuch mit den Hunden nicht direkt aufgeben will kann ich irgendwo noch verstehen. Man kann ja auch wirklich versuchen mit einem Trainer zu arbeiten und vielleicht ist es tatsächlich nach sehr sehr viel Arbeit und Zeit möglich das die Hunde sich zumindest in euerer Anwesenheit tolerieren. Das will ich gar nicht mal ausschließen.


    Für was ich aber absolut gar kein Verständnis habe ist das Thema Katze. Es ist absolut unverantwortlich aus meiner Sicht diese mitzunehmen. Lass sie wenn möglich bei deinen Eltern und tu ihr das nicht an. Einzelhaltung ist eh nicht schön für Katzen und dann noch in einem Haushalt mit einem Hund der sie töten will? Ich kann nicht mal verstehen wie man überhaupt auf die Idee kommt.

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  • in Hundesportlerkreisen kenne ich das auch und es funktioniert aber es funktioniert halt auch nur weil sich alle Beteiligten der Situation wirklich sehr bewußt sind und die Hunde gut im Gehorsam stehen. Da gibt es dann auch einfach mal für beide Streihähne einen eigenen Zwinger und dann ist wirklich auch mal Ruhe für alle Beteiligten


    Ich kenne leider auch einen Fall, ähnlich wie hier, und da hat es der Goldie nicht überlebt dass die Mama zu Besuch kam und etwas aus dem Schlafzimmer holen wollte, in dem der Schnauzer des Hauses gerade schlief.


    Ich würds einfach dauerhaft nicht wollen. Stress geht eben auch immer auf die Gesundheit. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

  • Ich kenne nur einen Fall wo eine „halbe“ Trennung vorliegt. Die Rüden um die es geht mögen sich leiden, fetzten sich untereinander nur wenn die Hündin die mit ihnen lebt läufig wird (Rüden sind gechippt/kastriert, ändert da aber nix), sonst vertragen sie sich gut und mögen n sich sehr (auch das Rivalenfetzen wäre nie tödlich bei ihnen). Aber sie dürfen nicht dauerhaft zusammen sein, weil sie sich dann gemeinsam zu stark fühlen und extrem territorial gegenüber Fremden werden, am Zaun und auch unterwegs.


    Die Trennung wird so bewerkstelligt: es gibt Bereich A - den großen Garten, mit überdachten Ruheplatz im Garten und den Flur in Richtung Garten und es gibt Bereich B - das restliche Haus samt Vorgarten. Einer ist hier, der andere dort. Katzen und Hündin dürfen überall hin.


    Die Hunde sind „wetterfest“; der Garten und das Haus groß. Es läuft super.


    Nur ist das eine eigentlich friedliche Sache hier und bei euch wäre es nicht so locker möglich... Aber mit Haus und Garten hätte man vielleicht die Option, das ähnlich aufzuteilen?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ja, aus hundesportkreisen kenne ich dauerhaftes trennen auch, auch bei einigen züchtern. Sagen wir bei einigen Menschen, die mehrere Hunde, teils in Gruppen halten, kenne ich das.

    Da ist baulich, durch zwingeranlagen, abgetrennte Ausläufe, Schleusen im Haus, aber dafür gesorgt, dass das klappt und die Menschen sind erfahren und sind sich der Gefahr bewusst.

    Verliebtheit und es muss klappen, spielt bei diesen Haltern keine Rolle, sondern die kennen die Realität und die kennen ihre Pappenheimer.


    Wer diese Erfahrung und die baulichen Möglichkeiten nicht hat, dem rate ich von dem Versuch ab, mit Tieren zusammen zu leben, die sich gegenseitig umbringen wollen. (Auch wenn es nur von einem ausgeht).


    Und versetz dich doch mal in den Schäferhund, er hat mit Herrchen da ein friedliches Leben, Herrchen kommt mit seinen Marotten zurecht und beide kommen miteinander aus. Dann kommt da ein fremder Mensch und will den Schäferhund in seinem Zuhause, gleich zwei Rivalen vor die Nase setzen. Einer geschlechtsgenosse gleich alt unkastriert, also richtig schlimm und einer Beute Tier. Und der Schäfer soll sich einfach fügen, alle in seinem Zuhause willkommen heißen, weil muss klappen.

    Es ist sein Zuhause. Das er den Nebenbuhler beim gassi akzeptiert, ist ja schon toll.


    Und territoriale Aggression ist nunmal nicht ungewöhnlich für einen DSH. Der ist nicht falsch, nicht kaputt, nicht böse. Der ist allerhöchstens etwas führungslos, nicht im Gehorsam stehend und vielleicht mit zu vielen Freiheiten ausgestattet, aber das der grundsätzlich Beute im Haus töten will, völlig verständlich und das er gleichalte, unkastrierte, Nebenbuhler nicht in seinem Zuhause/Revier haben mag, ebenfalls verständlich.


    Lg

  • Wenn strikte Trennung zwischen den Haushaltstieren nötig ist, müssen das halt auch alle Haushaltsmenschen jederzeit leben.


    Größter Risikofaktor vermutlich ist, wenn einer der Beteiligten den Ernst der Lage nur halb ernst nimmt.

  • Zum Trennen...


    ich stell mir grade nen gemütlichen verregneten Abend vor. Einer der Hunde hockt im Flur, einer im Wohnzimmer und dein Freund telefoniert grade. Und du kommst mit ner Kanne Tee und willst die von der Küche ins Wohnzimmer tragen. Wie machst du das? Eine Hand hält die Kanne, die andere öffnet die Tür und mit welcher schiebst du den Hund zurück?


    Ich stell mir vor, dass schon solche Kleinigkeiten zur Mammutaufgabe werden können.

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