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Hund motivieren

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    Es gibt da so kleine Spielchen, eine Art Trainingsaufbau, wie man seinem Hund beibringen kann, Ablenkungen zu ignorieren.

    Könntest du solche beschreiben? Oder ist das über das Internet zu komplex?:smile:


    Falls es zu komplex ist, wird die Trainerin mit der ich im Kontakt stehe vielleicht auch solche Spielchen im petto haben. Der Termin ist aber frühestens in drei Wochen:sleep:

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  • Nun ja, was ich gerne mit meinen Hunden mache, ist folgendes:


    Ich nehme eine Schüssel, stelle die deutlich sichtbar auf dem Boden und da kommt ein bißchen Hundefutter rein.

    Was genau, hängt immer vom Stand der Ausbildung des Hundes ab, und was er auch zu leisten vermag. Also am Anfang ruhig etwas "langweiliges", wie das normale Trockenfutter. Hier funktioniert Käse als Superbelohnung ganz gut, oder Hunde Fleischwurst, oder halt auch aus der Tube.


    Also, "langweiliges" Futter in den Napf.

    Der Hund an der Leine. Er weiß, daß da was im Napf ist! Hat mich dabei gesehen, wie ich alles vorbereitet habe. Ich halte mich mit dem Hund an der Leine in einem Abstand zum Napf auf. Idealerweise kann er den Inhalt auch noch riechen.


    Dreht der Hund völlig ab, bin ich noch viel zu nah am Napf!

    Also vergrößere ich die Distanz zum Napf! Ich achte auch darauf, daß die Leine leicht angespannt ist!

    Ist der Hund ruhig, nimmt sogar selbst die Spannung aus der Leine raus, oder guckt mich sogar an, gibt es einen Click und die Belohnung bei mir, also den Käse, die Fleischwurst, oder gar die Tube.

    Dann stelle ich mich so, daß wieder bißchen Spannung auf der Leine ist, ohne daß ich an dem Hund ziehe!

    Wenn der Hund wieder die Spannung von sich aus raus nimmt, oder mich anschaut, kommt die Belohnung!


    Als nächsten Schritt laufe ich im Kreis um den Napf herum. Idealerweise halte ich DEN Abstand, womit der Hund noch klar im Kopf ist und mit mir arbeiten kann. Der Hund befindet sich innen vom Kreis, also genau zwischen mir und dem Napf.

    Jedes Mal, wenn ich angeschaut werde, kommt die Belohnung von mir!


    Anfangs schicke ich den Hund noch nicht zum Ende der Übung hin zum Napf.

    Das kommt sehr viel später, wenn überhaupt.


    Mit der Zeit kann ich die Distanz zum Napf hin immer mehr verkleinern! Bis ich irgendwann sogar über den Napf hinweg laufen kann, ohne daß der Hund sich davon was "klaut".


    Klappt dies gut, kann ich anfangen, mit "stärkere Ablenkungen" zu arbeiten, wie zum Beispiel Katzenfutter im Napf. Das ist für viele schon Königsdisziplin!

    MIt der Zeit kann ich anfangen, ohne Leine am Hund zu arbeiten.



    Man kann auch andere Ablenkungen nehmen, wie zum Beispiel Kauknochen, Spielzeug, Quitschies, andere Menschen, andere Hunde in der Nähe, jemand ißt ein Wurstbrot, und so weiter.


    Das sind halt so kleine Spielchen, die man sich im Training ganz bewußt aufbauen und üben kann.



    Hat zwar nichts mit dem Alltag zu tun, da können eventuell noch ander Faktoren eine Rolle spielen, oder andere Schwierigkeiten auftreten, aber es könnte vielleicht ein bißchen hilfreich sein, wenn der Hund vorher schon verstanden hat, daß es sich auf jeden Fall lohnt, mit seinem Menschen zusammen zu arbeiten.




    Edit: wichtig ist dabei, da nicht zu locken!

    Der Hund denkt dabei selbstständig! ;)

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