Fixieren und Ducken bei Hundebegegnungen - wie gehe ich das Problem am besten an?

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    Guten Abend,


    ich mache jetzt hier doch mal einen Thread auf da ich momentan irgendwie noch nicht die zündende Idee habe.


    Bei Amy steigern sich die Probleme bei Hundebegegnungen momentan rasant. Sie ist sehr aufgeregt wenn uns andere Hunde entgegen kommen und neuerdings fängt sie dann schon auch mal an zu bellen und hüpft neben mir her. Es ist so ne Mischung aus ich will hin und Flucht ergreifen. Grundsätzlich gesehen ist sie gar nicht mega an anderen Hunden interessiert. Mal kurz schnuppern und dann sollen die sich bitte auch schleunigst wieder verziehen.


    Wenn ich genug Platz habe dann weiche ich zur Seite aus. So weit wie sie noch recht ruhig bleibt und dann lobe ich sie auch dafür. Ich lobe sie auch fürs ruhige drauf zugehen. Wenn ich gezielt üben kann dann drehe ich einfach immer wieder um bis sie an lockerer Leine vorbei läuft. Mit Fremdhunden klappt das aber nicht so gut da die auch auf uns zulaufen und ich dann nur begrenzt umdrehen kann. Ausserdem habe ich dann natürlich immer noch Baghira dabei die sich zwar absolut gar nicht für die anderen Hunde interessiert aber dann immer etwas trottelig und langsam beim umdrehen ist. Sie ist halt auch schon ne alte Dame ;)


    Nun kommt ein "neues" Problem hinzu. Heute hat sie den anderen Hund beim drauf zulaufen echt fixiert und sich geduckt. Sicherlich oft Border Typisch aber natürlich völlig unerwünscht. Sie hat das schon ab und an mal gezeigt aber nur sehr sehr schwach und hat sich auch ansprechen lassen. Heute ging nix mehr. Hab in dem Moment dann auch nicht richtig reagiert aber mir im Nachhinein dann die Frage gestellt wie man das Problem denn eigentlich richtig angeht. Lui hat das nie gezeigt bzw. als Junghund mal ganz schwach ausgeprägt was sich aber sehr schnell wieder gelegt hat.


    Antworten wie "Verhalten einfach abbrechen" helfen mir ehrlich gesagt nicht viel da ich momentan nicht weiß WIE ich es abbrechen soll. Umdrehen? In den Hund reinlaufen? Abbruchsignal zuhause mit Leckerlie aufbauen (haben wir angefangen für das Wort Nein) und wenn das sicher sitzt in der Situation anwenden? Das würde aber bedeuten dass das noch ne ganze Weile dauert. Ist für mich eigentlich aktuell nicht so zielführend. Ich bin mir momentan echt unschlüssig. Andere arbeiten da, wie bei der Leinenaggression, mit "Click für Blick". Also das hinschauen zum anderen Hund belohnen. Das macht ja aber nur Sinn wenn man dann so lange belohnt wie sie ruhig ist und nicht fixiert oder? Bedeutet aber auch das ich nur so lange auf den hund zulaufen kann wie das funktioniert, sobald es nicht mehr funktioniert müsste ich umdrehen und irgendwohin soweit ausweichen dass sie das Verhalten nicht zeigt? Geht aber auch nicht überall.


    Vielleicht steh ich da momentan echt total auf dem Schlauch aber irgendwie fällt mir gerade nicht ein wie ich das Problem am besten angehe. Dazu kommt noch das hier viele Hundebegegnungen so ablaufen das die anderen Hunde einfach zu uns gerannt kommen ob man das will oder nicht. Manche kann ich abblocken, andere nicht. Neulich wurden wir von 3 wirklich sehr großen, bellenden Hunden "überfallen". Sowas passiert mir hier ständig. Dazu kommt dann ebenfalls das wir bei weitem nicht auf jedem Spaziergang überhaupt Hunde treffen. Manchmal treffe ich 2 Wochen keinen einzigen Hund, dann so wie gestern 5 Stück hintereinander. Es fällt mir schwer da gezielt zu üben. Vor allem wenn man sich an engen Stellen trifft und der Gegenüber dann auch noch ein Pöbler ist.


    Vielleicht habt ihr mir ja ein paar Tips und Anregungen wie ich das Problem am besten angehen könnte. Stelle mich vermutlich gerade echt blöd an ;)

  • Wenn ich gezielt üben kann dann drehe ich einfach immer wieder um bis sie an lockerer Leine vorbei läuft

    Das find ich persönlich eine sehr gute Variante!

    Ich kann dir leider auch nicht den Haufen Tipps geben. Auch meine Borderhündin zeigt dieses Verhalten teils bei Fremdhunden, oder auch als eine Art Übersprungshandlung, wenn sie mit einem anderen Hund überfordert ist (da muss auch noch keine Interaktion stattgefunden haben, ein glotzender Hund reicht hier meist schon dafür).


    Ich versuche, so gut es geht mit der Tube umzulenken (im Sitz), ein 'Schau" einzufordern oder sie auf dem Boden Kekse suchen zu lassen. Wenn es ganz extrem ist, halte ich einfach am Geschirr gegen, dass sie sich nicht hinlegen kann. Kommt ganz auf die Situation an.

  • Ich laufe da gnadenlos in meine Hündin rein, wenn sie das Abbruchsignal ignoriert. So im Schulterbereich, dann dränge ich sie ab und wir laufen einen angedeuteten Bogen und dann ist sie eigentlich wieder raus aus dem Tunnel. Sie macht es nur bei vereinzelten Hunden, aber ich breche das sofort ab. Da wird auch nix belohnt.

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  • Ich laufe da gnadenlos in meine Hündin rein, wenn sie das Abbruchsignal ignoriert. So im Schulterbereich, dann dränge ich sie ab und wir laufen einen angedeuteten Bogen und dann ist sie eigentlich wieder raus aus dem Tunnel. Sie macht es nur bei vereinzelten Hunden, aber ich breche das sofort ab. Da wird auch nix belohnt.

    Abbruchsignal ansich kennt sie ja noch nicht wirklich. Das kann ich in dem Moment so nicht einfordern aktuell. Mit dem reinlaufen ist momentan auch meine Idee. Ich habe halt nur die Befürchtung das sie das dann irgendwann negativ mit dem Hund verbindet da ja nicht nur alleine das fixieren und ducken unser Problem ist. Das kam jetzt einfach noch dazu.


    Wenn ich gezielt üben kann dann drehe ich einfach immer wieder um bis sie an lockerer Leine vorbei läuft

    Das find ich persönlich eine sehr gute Variante!

    Ich kann dir leider auch nicht den Haufen Tipps geben. Auch meine Borderhündin zeigt dieses Verhalten teils bei Fremdhunden, oder auch als eine Art Übersprungshandlung, wenn sie mit einem anderen Hund überfordert ist (da muss auch noch keine Interaktion stattgefunden haben, ein glotzender Hund reicht hier meist schon dafür).


    Ich versuche, so gut es geht mit der Tube umzulenken (im Sitz), ein 'Schau" einzufordern oder sie auf dem Boden Kekse suchen zu lassen. Wenn es ganz extrem ist, halte ich einfach am Geschirr gegen, dass sie sich nicht hinlegen kann. Kommt ganz auf die Situation an.

    Mit kurzer Leine irgendwie durchlaufen mache ich momentan auch noch (setze ich jetzt mal gleich mit dem am Geschirr festhalten). Ist ja aber auf Dauer keine wirkliche Lösung. Hinlegen macht sie nicht. Sie duckt sich (mal mehr mal weniger) und fixiert eben. Läuft dabei aber weiter. Macht es jetzt aber auch nicht viel besser, ist einfach auch keine Art auf Hunde zuzugehen.

  • Ich arbeite bei Starren ganz viel mit "Schau" und umkehren.

    Vor allem wenn man sich an engen Stellen trifft und der Gegenüber dann auch noch ein Pöbler ist.

    Mit meinem Pöbler meide ich enge Stellen wie die Pest. Sehe ich einen Hund auf uns zukommen und ich habe keine adäquate Ausweichmöglichkeit, kehre ich einfach um, bis ich eine finde, oder ich gehe gleich einen anderen Weg. Ist manchmal nervig, aber ich denk mir dann immer, dass ich für den Hund Spazieren gehe und nicht für mich, und es soll ja auch für ihn entspannend sein... :)

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  • "Ich will hin" kann durchaus auch Angst sein oder Unsicherheit und ein frontales aufeinander zugehen ist für viele Hunde schwierig.

    Ich würde schwierige Wege derzeit meiden, bis Bögen laufen mit Dir, Ansprechbarkeit und Hilfe von Dir annehmen klappt. Hab ich mit Chilly auch gemacht, weil es wenig bringt, ihn regelmäßig in Situationen zu bringen, wo er quasi auf 100 Meter pirschen und fixieren würde, weil er eben mit einer Situation nicht klar kommt und man in solchen Momenten auch nicht großartig neue Strategien trainieren kann, weil der Streßlevel häufig schon zu hoch ist.

  • ich bin mir sogar ziemlich sicher dass ein Großteil da Unsicherheit bei ihr ist.


    ganz vermeiden lassen sich diese Wege leider nicht da ich sonst hier tatsächlich nirgends mehr laufen kann. In die Reben komme ich zum Beispiel nur auf diesem Weg. Im Prinzip ist der gar nicht soooo eng (es passen zwei Autos nebeneinander durch). Aber man kann halt nicht richtig ausweichen, weil links und rechts ein Hang ist der nach oben geht. Gestern kam uns ausgerechnet an dieser Stelle die Frau mit Hund entgegen, die psychisch leider nicht mehr auf dieser Welt zu Hause ist und ihren Hund leider auch nicht wirklich im Griff hat. Die haben d

    dreiviertel des Weges eingenommen und da hinter uns natürlich genau dann ausnahmsweise auch mal ein Hund gelaufen ist konnte ich nicht mehr wirklich ausweichen. Diese Situation kommt aber tatsächlich eigentlich nie vor. Da ist Amy tatsächlich auch das erste Mal wirklich ausgerastet. Sie hat angefangen laut zu bellen und ist wie verrückt neben mir rum gesprungen. Kaum sind wir am Hund vorbei will sie dann auch in die andere Richtung davon laufen. Ich könnte die Schleppleine fallen lassen und sie würde zu 99 % nicht zum anderen Hund hin rennen. Daher schließe ich da auch auf Unsicherheit. Nur bis wir am Hund vorbei sind ist es ein Problem. Da würde sie auch direkt hin rennen wenn man sie lässt. Das Erregungslevel ist bei ihr dann einfach extrem hoch. Zumindest ist so meine Interpretation.


    Ich gebe euch natürlich recht, sie ständig in so eine Situation zu bringen mit der sie nicht klarkommt und man ihr dann auch nicht wirklich helfen kann weil trainieren so unmöglich ist, ist sinnlos. Problematisch sind auch tatsächlich die frei laufenden Hunde und die uneinsichtig Besitzer die sie halt einfach zu uns hin rennen lassen. Egal was man sagt. Sehr beliebt ist auch die Frau mit den zwei Huskys. Die hat die Hunde zwar an der Leine, kann sie aber nicht halten und lässt die Leinen dann einfach fallen. Treffen wir zum Glück aber tatsächlich nur sehr sehr selten.

  • Ich würde dazu raten mit einem Trainer einen Werkzeugkasten aufzubauen, auf den Du zugreifen kannst. Bis dahin würde ich Gebiete meiden, in denen man Hunden nicht großräumig ausweichen kann.


    Im Augenblick willst Du in der Situation neues Verhalten trainieren, das wird nicht funktionieren. Dein Hund zeigt die typischen Stufen der Leinenaggression.

  • Ich gebe euch natürlich recht, sie ständig in so eine Situation zu bringen mit der sie nicht klarkommt und man ihr dann auch nicht wirklich helfen kann weil trainieren so unmöglich ist, ist sinnlos. Problematisch sind auch tatsächlich die frei laufenden Hunde und die uneinsichtig Besitzer die sie halt einfach zu uns hin rennen lassen. Egal was man sagt. Sehr beliebt ist auch die Frau mit den zwei Huskys. Die hat die Hunde zwar an der Leine, kann sie aber nicht halten und lässt die Leinen dann einfach fallen. Treffen wir zum Glück aber tatsächlich nur sehr sehr selten.

    es ist aber ein Kreislauf für Euch beide: Enger Weg, keine Möglichkeit, auszuweichen, also muß der Hund immer wieder die Situation aushalten, mit der er (noch nicht) umgehen kann, er pöpelt und wird sich das immer mehr angewöhnen, Du selbst wirst vermutlich auch immer unrelaxter.

    Und ja, es sind die anderen nervig, die ihre Hunde herlassen, ich bin mit Chilly dann wirklich konsequent nur noch dort gegangen, wo das nicht passieren kann und man in Ruhe so Dinge wie zeigen und benennen, "schau" etc üben kann, ohne auch selbst unter Druck zu geraten. Das hilft unglaublich :)

  • es ist aber ein Kreislauf für Euch beide: Enger Weg, keine Möglichkeit, auszuweichen, also muß der Hund immer wieder die Situation aushalten, mit der er (noch nicht) umgehen kann, er pöpelt und wird sich das immer mehr angewöhnen, Du selbst wirst vermutlich auch immer unrelaxter.

    Das möchte ich gern genau so unterstreichen!


    Habe leider auch den Fehler gemacht meine Hündin zu oft in solche Situationen zu bringen. Seit ich öfter die Strecken variiere auf die Strecken wo ich besser ausweichen kann und einfach eine wesentlich geringere Hundedichte ist meistert sie unangenehme enge Situationen um ein viiiiielfaches besser! Wirklich kein Vergleich.


    Ansonsten handhaben wir das wie bereits oben beschreiben - Abstand halten, Bögen laufen, die Aufmerksamkeit vom Hund auf mich lenken, sprich sie nicht in die Enge reinzwingen.

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