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Eigentumsvorbehalt bei Tierschutzhund

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    Das „Problem“ ist meiner Ansicht nach, dass es überhaupt Privatleute sind, die sich um sowas kümmern müssen, weil zwar gesamtgesellschaftlich viel zum Thema Tierschutz gefordert wird, die Umsetzung bei Abgabetieren aber auf den Schultern derer liegt, die bereit sind, sich drum zu kümmern. Jeder jeweils so gutwillig und gut gemacht, wie er kann. Mit verhältnismäßig enger Unterstützung, in Einzelfällen außerordentlich viel Engagement, aber breit und gerne geballt kommender Kritik.


    Platt gesagt: So denn seitens des größeren Teils der Gesellschaft einheitlich organisierter Tierschutz gewünscht ist, dann muss sie das entsprechend organisieren und anständig dafür bezahlen und unterstützen.


    Wenns dafür keine Bereitschaft gibt, dann bleibt es bei den Wenigen, die es dann halt machen, so gut wie sie es können. Und mit ihren eigenen Prioritäten.


    Zu den Schauergeschichten: Ja. Gibt es. Zum Thema Tierschutz lese ich davon Einige.


    Und ich hab auf der anderen Seite „Schauergeschichten (wenn man gequälte Kreaturen so bezeichnen will)“ live gesehen. Mehr, als ich mir gewünscht hätte.

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  • Ja. Und es sind nicht nur Privatleute, die so einen TS Verein auf die Beine stellen. Es sind auch die Freiwilligen, die Helfer, die Pflegestellen, die Vor- und Nachkontrollleute vor Ort usw., die alle unbezahlt versuchen, die Welt für die Hunde besser zu machen. Meine Vor- und Nachlontrolleurin ist und bleibt meine Heldin, sie hat mir Mut gemacht und mir mit Rat und Tat weitergeholfen. Sie wird vom TS nicht bezahlt. Null. Und sie ist auch immer wieder Pflegestelle für „schwierigere“ Hunde. Auch freiwillig und unentgeltlich.


    Deswegen finde ich zwar die Klauseln lächerlich, aber die Idee dahinter gut. Die Mühe, die sich diese Leute geben, damit Hunde und Menschen gemeinsam einen Weg gehen können, finde ich gut.

    Freki (Siberian Husky/Tschechoslowakischer Wolfhund, * 1.4.11); Geri (Deutscher Schäferhund/Tschechoslowakischer Wolfhund, * 22.7.20); Garmr (Kangal, 24.7.20)

  • Platt gesagt: So denn seitens des größeren Teils der Gesellschaft einheitlich organisierter Tierschutz gewünscht ist, dann muss sie das entsprechend organisieren und anständig dafür bezahlen und unterstützen.

    Das passiert doch längst.

    Der Großteil der Tierheime in Deutschland wird von Vereinen betrieben- eben von organisierten Privatleuten, die größtenteils ehrenamtlich arbeiten und die entsprechende kommunale Hilfen erhalten.
    Dort habe ich (zumindest in meinem Umfeld) auch noch nicht solche absurden Verträge gesehen, auch wenn die Vereine mindestens so viele schlimme Dinge erleben, wie andere Vermittler.

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  • Ich sehe zwar schon Einiges kritisch, man könnte sich und Anderen das Leben leichter machen. Aber die Ausreißer, die es gibt, sorgen natürlich auch für bei Weitem mehr öffentliches Interesse, als die Fälle, in denen es unauffällig einfach solide und anständig (wenn auch nicht fehlerfrei) gelaufen ist.


    Ich für meinen Teil bin deshalb einfach froh, dass es Menschen gibt, die sich unentgeltlich engagieren. Trage weniger als früher, aber immer noch gerne meinen Teil dazu bei. Bin traurig, dass bei uns gesamtgesellschaftlich Ideologie und Praxis beim Thema „Umgang mit Leben“ so weit auseinander klaffen. Und hoffe immer noch, dass irgendwann am Ende alles gut wird.


    Edit: Juno2013


    Ähm doch - solche Verträge gibt es auch bei Tierheimen. Von denen rede ich, mit reinen Auslandstierschutzvereinen habe ich keinen Kontakt. Nur geht der Trend von diesen Verträgen weg.


    Ein großer Teil auch der kommunalen Tierschutzarbeit ist spenden- und sponsoringfinanziert. Die Vereine arbeiten im Rahmen der geltenden Gesetzgebung eigenverantwortlich. Das ist letztlich keine breite Basis. Hat man letztes Jahr auch sehr deutlich gemerkt.

  • Ähm doch - solche Verträge gibt es auch bei Tierheimen.

    Ich schrieb ja: in meinem Umfeld kenne ich keine solchen Verträge bei Tierheimen. Mit einer Ausnahme stammen meine Hunde alle daher.

    Ein großer Teil auch der kommunalen Tierschutzarbeit ist spenden- und sponsoringfinanziert.

    Natürlich. Aber eben auch - und das ist auch wieder meine Erfahrung- deutlich professioneller als viele andere Vermittler. Alleine schon aus dem Druck heraus, dass es eine kommunale Kontrolle gibt.


    Ich habe generell ein Problem mit Organisationen, die Gutes tun wollen, ohne sich für bestimmte Bereiche professionelle/ fachliche Unterstützung zu holen. Z.B., wenn es um die rechtliche Absicherung oder das Lernen von/ den Austausch mit erfahrenen und gut funktionierenden Partnern geht. Ist leider kein Problem, das es ausschließlich im Tierschutz gibt.

    Für mich sind solche obskuren Verträge jedenfalls ein gutes Indiz dafür, dass es besser ist, einen Bogen um die jeweilige Orga zu machen. Da hakt es dann häufig ganz schnell auch an weiteren Stellen.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ja, das gibts auch anderswo :smile:.


    Aber zumindest aus früheren Zeiten kenne ich solche „hakenden“ Verträge durchaus auch von sehr renommierten, engagierten und kommunal unterstützen Vereinen. Ich müsste wirklich mal Lillys Vertrag rauskramen, ich möchte eigentlich wetten, das ist so einer|)


    Dass die vielen teils aus den Boden gestampften Vereine mit unterschiedlich gestrickten Kooperationen im Ausland noch mal ein anderes Thema sind - ganz unbestritten. Dass da ein Konzept wünschenswert wäre - ebenso unbestritten. Und auch da gibts mit Sicherheit richtig Gute.


    Aber das ist halt die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist: Es ist ein florierender Markt dafür da. Ich habs in meiner aktiven Zeit mehr als einmal erlebt: Interessenten kommen ins Tierheim, finden keinen passenden Hund - oder es wird ihnen dringend von den Vorstellungen, die sie haben, abgeraten. Anstatt zu warten und immer wieder mal nachzufragen, oder von den Ansprüchen an Optik, Größe, Alter etc. abzurücken, oder sich beim Züchter zu orientieren, geht der Weg dann halt gerne zum Auslandstierschutz.


    Und meistens gehts ja auch gut. Und in den vielen Fällen, in denen es gut klappt, hat ja auch jeder einen Gewinn gemacht.


    Öffentlich wirds ja nur, wenn es nicht gut geht. Als regionaler Tierschutz erlebst Du es dann, wenn der Interesssent mit dem kritischen Hund (im blödesten Fall ein Interessent, dem Du aus Gründen kein Tier vermittelt hast) vor Dir steht.


    Und letztlich: Wer wills den Leuten verdenken? Sie möchten einen Hund. Sie möchten das, was sie sich vorstellen. Oft klappts, manchmal nicht. Den Anspruch, ein Tier zu erwerben, hat jeder. Wie viel Eigenverantwortung man bei sich sieht - nun ja, das ist variabel. Aber in den meisten Fällen ists dann halt der Hund, und derjenige, der sich kümmert, der das Missgeschick ausbadet.


    Der vermittelnde Verein ist nur eine Seite von vielen, an denen da Schräubchen zu drehen wären, wenn man will, dass es ganz sicher gut läuft.

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