Kauf von den Urhunden nahestehenden

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    Sollte sich jemand für eine Rasse interessieren, die den Urhunden nahesteht, so finden wir auch in Schweden ausführliche Beschreibungen des Verhaltens. Daraus ein paar Auszüge:

    - sehr primitiv, viele der Eigenschaften des Wildhundes sind erhalten, was ihn nicht immer als Familienhund für jeden Hundebesitzer geeignet macht

    - Rassen erfordern einen sachkundigen Besitzer

    - starker Jagdtrieb

    - aggressiv gegenüber anderen Hunden, insbesondere gegenüber Hunden des gleichen Geschlechts

    - zurückhaltend, schüchtern, skeptisch, vorsichtig oder auf der Hut vor Außenstehenden

    - extrem fluchtgefährdet

    - sehr territorial

    - mag nicht die Berührung von Fremden

    - kann einen Angreifer angreifen, wenn er sich bedroht fühlt

    - hohes Distanzbedürfnis

    Der Text ist noch um einiges länger und endet völlig richtig mit:

    «Ist es das was du willst?»

    In der Rasseauflistung finden wir außer dem Jämthund und dem schwedischen Lapphund, auch Rassen wie Grönlandhund, Alaskan Malamut und Samojede, selbstverständlich noch keine Jakutischen Laiki. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch diese in der Liste erscheinen.

    Jakutische Laiki werden genau wie andere „Urhunde“ erwachsen. Sie bleiben psychisch nicht stehen. Die Abhängigkeit von „Mama und Papa Mensch“ verschwindet und wir können diese nicht für unsere Zwecke nutzen. Aus diesem Grund gelten solche Hunde als schwierig. Bei Grönlandhunden steht häufig: „nur für Menschen mit entsprechenden Fachkenntnissen“ oder ähnliches. Diese Kenntnisse gewinnt man normalerweise aber nicht in Hundeschulen.


    Der Kauf eines solchen Hundes, sollte in jedem Fall gut durchdacht sein.

  • Na ich weiß ja nicht,

    Freunde von uns leben in Nordnorwegen und haben Elchhunde und finnische Laika. Das sind Jagdhundspezialisten, aber sonst Familienhunde, die mit dem Haus leben.

    Von Distanzbedürfnis und dauernder Fluchtgefahr ist keine Rede.

    Die würde ich mir bestimmt nicht in Ostwestfalen als Bürohund anschaffen, aber nicht weil sie „dem Urhund nahestehen“ - was auch immer das bedeuten soll. Genauso wenig hole ich mir einen kleinen Münsterländer oder Westfalenterrier. Samojeden dagegen kenne ich auch aus Deutschland als Familienhunde - unproblematisch, wenn erzogen und beschäftigt.


    Die Beschreibung oben klingt mir ehrlich gesagt eher nach schlecht sozialisierten Hunden.

    Hast du denn eine jakutische Laika?

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  • Erstmal: was soll uns der Text eigentlich sagen?


    Und zweitens: bei den anderen Rassen kenne ich mich nicht so aus, aber Lapphunde sind definitiv nicht super unabhängig, scheu und fluchtgefährdet. Die werden seit langer Zeit als Hütehunde und Begleiter gezüchtet und sind verschmust, lieben Menschen, sind super anhänglich und kooperativ. Das sind definitiv keine "Urhunde" oder irgendwie Hunde für die man eine ganz besondere krasse Sachkenntnis braucht.

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich glaub, jeder hält die eigene Rasse für besonders besonders.

    Egal, ob man einen Dackel, einen Tibetterrier oder einen Weimaraner hat.


    Fakt ist, dass die Ansprüche und rassetypischen Eigenschaften des Hundes ins eigene Leben passen müssen.

    DANN ist ein Hund einfach ein Hund.

    Und jeder davon besonders.

  • Ich hatte den Thread auch gelesen und gedacht... :ka:


    Einige der Rassen kenne ich nur theoretisch, da mag ich garnichts dazu sagen, aber bei dem Samojeden und den Malamuten, die ich kennengelernt habe, kann ich einige der von dir genannten Wesensmerkmale so garnicht finden.


    Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
    ~°~°~


    Liebe Grüße von Shalea,
    Ali (Deutsch Kurzhaar-Sib. Husky-Mix, *11/2003 - †26.02.2016),
    Ebby (Golden Retriever, *26.07.2007),
    Bones (Hound, *06.05.2014),
    Teilzeit-Hund Porti (*2006 - 27.05.2018) &
    Chanda (Rotti) im Herzen

  • Ich war beim Lesen schon am Grübeln ob ich nur Ausnahmen kenne.

    Hunde des Urhund-Typs sind zwar schon ganz klar ein eigener Typ Hund, aber doch nicht so wie beschrieben.


    Das fände ich eher bei Wolfhybriden passend.

  • Zumindest der Jaemthund mit dem ich aufgewachsen bin, hatte kein Thema mit fremden Menschen (und hat sich auch gern anfassen lassen). Ausser sie sind ohne Erlaubnis aufs Grundstueck :hust:


    :ka:

    Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern. (©Lockenwolf)


    Die Malis und der Pan

  • Samojeden können so oder so sein, wir kennen viele. Sie unterliegen natürlich einer längeren zivilisatorischen Selektion.Eine Gruppe Nenets Laiki töten jeden fremden Hund, der sich dem Lager nähert und nicht schnell genug entkommen kann. Diese wachsen in der Familie und in ihrem Hunderudel auf, nennt man dies schlecht Sozialisiert? Menschenfreundlich sind diese Hunde alle, einige neugierig, andere bei Fremden völlig zu recht, zurückhaltend, schüchtern, skeptisch und vorsichtig. Ist nicht lange her, da wurden aus unvorsichtigen Hunden schnell eine Pelzjacke oder Mütze. Mit all den aufgeführten Rassen haben wir Erfahrungen und würden den Text völlig zustimmen. Der Vogelhund ist eine laute Erscheinung für sich, kenne ich noch als Karelo-Finnischer Laika und die haben auf fremde Hunde immer allergisch reagiert.

    Selbstverständlich kann jeder Hund ein Haushund werden, nur zwischen einem Goldi und einem Canadian Eskimo Dog liegen Welten. Der Text soll in erster Linie zu recht vor Anzeigen warnen, toller Hund für Familie, Show und Sport.

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