Junghund beißt

  • Naja, ich versuche es mal mit dem quiecken, vlt bringt es ja was :)

    Lauter werden bringt bei ihr nicht, ganz im Gegenteil das pusht sie noch mehr. Diesen Fehler habe ich am Anfang gemacht.. Deswegen versuche ich halt die Ruhe zu bewahren

    Du musst nicht lauter werden sondern bestimmter . Der Hund ist ein domestiziertes Tier, das sehr wohl sieht wann du es ernst nimmst oder nicht. Und schreien ist immer blöd.


    Du musst dich auch behaupten können und das geht ohne dass du schreist oder dem Hund unangenehm wirst.


    Wie soll er dir vertrauen dass du auf ihn aufpasst wenn du nicht auf dich selbst aufpassen kannst?

    • Neu

    Hi


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    • Meine Schwester quiekte immer, wenn M. Hund mit nasser Nase an ihr schnüffelte. Er war zwar erwachsen, aber die Schwester betrachtete er immer als riesiges, lustiges Spielzeug.


      In der Situation mit dem Sofa, wäre mein Hund im hohen Bogen auf dem Boden gelandet; kommentarlos.

      Mme Collie hat mich genau 1x gezwickt, da hat es drastischen Ärger gegeben und damit war das Thema erledigt.

    • Meine Schwester quiekte immer, wenn M. Hund mit nasser Nase an ihr schnüffelte. Er war zwar erwachsen, aber die Schwester betrachtete er immer als riesiges, lustiges Spielzeug.


      In der Situation mit dem Sofa, wäre mein Hund im hohen Bogen auf dem Boden gelandet; kommentarlos.

      Mme Collie hat mich genau 1x gezwickt, da hat es drastischen Ärger gegeben und damit war das Thema erledigt.

      Hunde denken nicht dass Verhalten x unmoralisch oder böse ist. Die probieren halt aus und wenn das Verhalten zu was positiven führt dann super. Dann werden sie es immer wieder machen.

      Dein Vorgehensweise mag drastisch klingen aber es ist normal. Der ärgste Wattebausch Freund würde nicht auf die Idee kommen sich von seinem Hund beißen zu lassen.

    • Genau, die machen. Punktum.


      M. Hund, Eclairs Vorgänger, zeigte sehr deutlich, wie die Quiekerei ihn positiv bestärkt hat, genau das zu tun, was er tat. In dem Fall: Mit nasser Nase anstupsen, anschlecken, anpföteln und das dann immer aufdringlicher.

      Mehr Gequietsche, mehr Begeisterung seitens M. Hund.


      Der Hund braucht Grenzen und beißen, zwicken oder dergleichen erfordert eine Reaktion seitens des Halters, die unmissverständlich die Grenze aufzeigt.


      Unaufgeregt, klar und deutlich.

      Je mehr Getue, Gequike, etc... umso mehr wird der Hund in seinem Verhalten belohnt. Kontraproduktiv, wenn man gerade das nicht will.

    • Also ganz ehrlich, ich habe kein Interesse daran,mir die Hände verkratzen und zerhacken zu lassen.


      Leni hat mich genau ein einziges Mal erwischt, so dass es geblutet hat. Das gab einen entsprechenden Anschiss mit körperlichen Aufbauen, danach war die Geschichte durch.


      Klar macht sie Scheinattacken, klar beisst sie auch in Hände und Füsse, sowohl im Spiel als auch, wenn sie drüber ist. Bei ersterem freue ich mich darüber, dass sie es tut, ohne zu verletzen (das ist mein Begriff von Beisshemmung). Bei letzterem werde ich deutlich, dass ich das nicht will und halte sie auch schon mal fest, bis die sich wieder beruhigt hat.


      Qietschen, wegziehen, schimpfen...Ich finde das fördert das ganze nur und dreht mehr auf und im Endeffekt lernt der Hund in dem Moment nicht, WAS er genau machen bzw lassen soll.

    • Je mehr Getue, Gequike, etc... umso mehr wird der Hund in seinem Verhalten belohnt. Kontraproduktiv, wenn man gerade das nicht will.

      Dann sind alle die Welpen abartig, die sich auf einen Schmerzensschrei zurücknehmen? Weil, eigentlich müssten sie ja noch viel stärker zubeissen, weil sie belohnt wurden?


      Ich verstehe nicht, warum man so darauf besteht, dass alle Welpen genau gleich sind und gleich auf Kommunikation reagieren. Ich sag mal, nicht alle verstehen gleich gut, und vor allem sind nicht alle Menschen gleich gut in der Kommunikation. Aufgesetztes Getue wird in der Regel sofort durchschaut, das gilt sowohl für Schmerzlaute wie für die berühmten "Ansagen". Wer beim einen oder andern unsicher ist oder sich blöd vorkommt, der soll es lassen - es wird nicht funktionieren! Ich sehe genug Menschen bei meiner Arbeit, die noch nicht mal echte Freude zeigen können, wenn ihr Hund was toll macht...


      Fakt ist, die wenigsten Welpen wollen uns verletzen oder Schmerzen zufügen. Sie brauchen aber Feedback, um zu lernen, wann genau dies eintritt. Dieses Feedback sollte klar, deutlich und unaufgeregt sein, aber es kann je nach Hund-Halter-Gespann unterschiedlich aussehen. Wurde ja eigentlich schon alles aufgezählt. Ich gehe dabei aber davon aus, dass man nicht wartet, bis der Hund völlig überdreht. Dann kommt nämlich kaum noch was an im Hirn ausser einer grob aversiven Einwirkung, die zu einer unspezifischen allgemeinen Verhaltenshemmung führt. Nicht wirklich zielführend....


      Im vorliegenden Fall ist schon einiges schief gelaufen. Ich fürchte, sämtliche Versuche der TE haben recht aufgesetzt und hilflos gewirkt, "nach Buch" ausprobiert, ohne wirklich den Sinn dahinter zu kennen. Dann wurde mit der Flucht auf den Tisch das unerwünschte Verhalten hoch belohnt und verstärkt. Eine "deutliche Ansage" wird da auch kaum helfen, da diese vermutlich genauso aufgesetzt daherkäme, und entweder nicht ernst genommen wird, oder eben zum unangemessenen undifferenzierten Rundschlag wird.


      Ich würde da eher eine Kontrolle des Erregungslevels beim Hund sehen, kombiniert mit Umlenkung. Das lässt sich lernen, es kann "mechanischer" ausgeführt werden, und die Kollateralschäden sind geringer. Allerdings würde ich zu einem Trainer raten, um Aufbau und Timing mit Markerwort oder Clicker korrekt zu lernen, und auch die Signale des Hundes besser zu deuten.

    • umlenken klappt halt auch nicht immer. Das hat die TE ja auch versucht. Und dann sollte sie noch klicker und markerwort benutzen wo man punktgenau sein sollte besonders bei solchen Sachen wie beißen ? Wo der erregungslevel mit Pech nochmal gesteigert wird?


      Ich weiß er klingt brutal aber wenn es daran scheitert den Hund so ein Basic begreiflich zu machen dann sollte man sich überlegen ob ein Hund etwas für einen ist.

    • umlenken klappt halt auch nicht immer. Das hat die TE ja auch versucht. Und dann sollte sie noch klicker und markerwort benutzen wo man punktgenau sein sollte besonders bei solchen Sachen wie beißen ? Wo der erregungslevel mit Pech nochmal gesteigert wird?


      Ich weiß er klingt brutal aber wenn es daran scheitert den Hund so ein Basic begreiflich zu machen dann sollte man sich überlegen ob ein Hund etwas für einen ist.

      Es geht darum, das Beissen schon lange vorher zu verhindern. Indem man den Hund nicht so hochspulen lässt. Um das zu erkennen, habe ich ja auch Trainer empfohlen. Eine Übung wie Sitz per Markerwort zu bestätigen, ist nun echt keine Hexerei, Hund setzt sich, Click oder Marker, Belohnung! Sitz macht doch jeder Welpe/Hund öfters von selber,das zu bestätigen sollte echt nicht so schwierig sein!

    • umlenken klappt halt auch nicht immer. Das hat die TE ja auch versucht. Und dann sollte sie noch klicker und markerwort benutzen wo man punktgenau sein sollte besonders bei solchen Sachen wie beißen ? Wo der erregungslevel mit Pech nochmal gesteigert wird?


      Ich weiß er klingt brutal aber wenn es daran scheitert den Hund so ein Basic begreiflich zu machen dann sollte man sich überlegen ob ein Hund etwas für einen ist.

      Es geht darum, das Beissen schon lange vorher zu verhindern. Indem man den Hund nicht so hochspulen lässt. Um das zu erkennen, habe ich ja auch Trainer empfohlen. Eine Übung wie Sitz per Markerwort zu bestätigen, ist nun echt keine Hexerei, Hund setzt sich, Click oder Marker, Belohnung! Sitz macht doch jeder Welpe/Hund öfters von selber,das zu bestätigen sollte echt nicht so schwierig sein!

      Aber nur mit Trainer. Denn wenn der Hund hochdreht durch den klicker dann hat man auch ein Problem.

    • Dann sind alle die Welpen abartig, die sich auf einen Schmerzensschrei zurücknehmen? Weil, eigentlich müssten sie ja noch viel stärker zubeissen, weil sie belohnt wurden?

      Ich finde auch total, es kommt auf den Hund an (und vor allem darauf, wie es nach der Schmerzäußerung weiter geht, damit eine sinnvolle Lernerfahrung draus wird). Ich hatte es ja schon geschrieben: auch erwachsene Hunde haben kein Patentrezept und wie es beim jungen Hund ankommt, ist individuell. Peaches (13 Wochen, Sheltie) hat heute mit einem Yorkshire-Chihuahua-Mix gespielt (15 Wochen). Der stieß sich im Spiel an etwas (unabhängig von Peaches) und qieckte. Peaches hat fast einen Salto rückwärts gemacht und schaute besorgt und beschwichtigte. Bei Joey nimmt sie Quietschen dennoch nicht wirklich ernst, da Joey danach versucht, es "positiv" zu lösen (fiddlen, weggehen) und selbst Sheltie Peaches immer mehr denkt, ok, ist halt Teil des Spiels... Joey muss man wirklich manchmal vor sich selbst retten... Und Peaches Haupt-Spielpartner (Enya) qietscht nicht. Dennoch war das für Peaches in dem Moment mit dem anderen Welpen ein ganz klares Signal.

      Ein Drohen versteht Peaches tatsächlich universell immer. Und natürlich ein "so geht mein Spaß weiter"


      Hunde lernen untereinander und Mensch-Hund auch. Hunde sind einfach sehr soziale Lebewesen und es ist der Gesamtkontext, der letztlich die Lernerfahrung bringt und das individuell mit ihrem jeweiligen Gegenüber. ... Ich könnte eine Situation mit Peaches und jeweils einem der 4 anderen Hunde hier zeigen und es sind 4 verschiedene Ergebnisse... Man muss es ernst meinen und so rüber bringen. Ohne "das muss halt so, das kann er nicht verstehen...." Die kommen mit einem Baukasten auf die Welt, aber wie der letztlich umgesetzt wird, ist Lernerfahrung. Das macht so soziale Lebewesen aus. Die wollen herausfinden, wie es funktioniert und sind in der Lage, dass auch sehr individuell anzupassen.


      Bei mir darf der Welpie fröhlich mit Zähnen mit mir spielen, aber wenn es zu doll wird, sag ich ihm das. Die sind ja nicht blöd. Bei Peaches verkneife ich mir jede Schmerzäußerung, die soll und darf mehr vorwärts denken. Enya versteht das aber sehr wohl. Dennoch ist es die gesamte Körpersprache und abwarten, bis der junge Hund signalisiert, ok, habe ich verstanden. Je nachdem, was man verstanden haben möchte und je nach Hund.

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