Die Kosten für zwei Hunde überschreiten Vorstellungskraft

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    Ich muss ehrlich sagen dass ich mich niemals wegen eines Hundes hoch verschulden würde. So blöd es klingt, aber davon hat keiner was.

    Man darf halt nicht in diese Denke rutschen: Je mehr ich bereit bin für mein Tier auszugeben und durchzumachen, desto mehr sieht man, wie sehr ich es liebe.

    Oder anders herum: Liebst du dein Tier denn gar nicht, dass du nicht bereit bist, dafür alles zu tun?


    Das kommt mir manchmal so vor, dass das so mitschwingt.

    Am Ende sollte jeder im Sinne seines Tieres entscheiden und wenn eine gewisse normale und persönliche Grenze überschritten wird, muss man sehen, wie man dann darauf reagiert. Das sind definitiv Einzelfallentscheidungen.

  • Hmmm, also es quasi als Pflicht anzusehen, sich wegen TA-Kosten wenn nötig zu verschulden, finde ich schon ziemlich schräg :omg:

    Und das hat nichts damit zu tun, dass man sein Tier nicht liebt oder nicht als Familienmitglied ansieht, aber irgendwann sind die finanziellen Möglichkeiten leider ausgeschöpft und das ist mM nach nicht erst dann der Fall, wenn man sich komplett ruiniert hat.

  • Ein CT und MRT kostet halt mehr als Röntgen und Ultraschall.

    Und zumindest was ich so im Forum mitbekomme beim quer lesen wird sehr schnell Mal ein CT oder MRT gemacht. Wo man in der Humanmedizin erstmal die "günstigen" Möglichkeiten ausschöpft und wenn man da nicht weiterkommt erst andere Verfahren in Erwägung zieht.


    Oder hab nur ich diesen Eindruck?

    Das kann ich so natürlich nicht allgemein gültig beantworten, aber ich habe bei meinen TÄ und Kliniken nie den Eindruck gehabt, dass da mal eben schnell ein MRT / CT gemacht wird. Im Gegenteil wurde mir auch schon geraten, das MRT nicht machen zu lassen, weil sich die TÄ so schon sehr sicher war und das dann umsonst Geld bezahlen gewesen wäre.


    Ich frage auch oft noch Extras an. Also wenn bspw. die Pfote geröntgt wird, dann frage ich, ob es Sinn ergibt, gleich das ganze Bein zu machen. Hat mir die TÄ erfolgreich ausgeredet, weil was fangen wir mit der Info an?


    Generell hatte ich bei fast allen Behandlungen das Gefühl, dass da Kosten und Nutzen auch von den TÄ sinnvoll in Relation gesetzt wurden. Ich habe auch schon gesagt "Mein Budget ist xy, was können wir damit sinnvoll rausholen?".

    Die Klinik hat mich über jeden weiteren Schritt aufgeklärt, vorher abgefragt und auch gesagt, dass es bei manchen Sachen eine Bauchentscheidung ist, ob man sie macht oder nicht. Und natürlich hat man mir dazu einen groben Kostenrahmen genannt.


    Meine Erfahrungen beziehen sich auf Praxen und Kliniken in Berlin und Leipzig.

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  • Man darf halt nicht in diese Denke rutschen: Je mehr ich bereit bin für mein Tier auszugeben und durchzumachen, desto mehr sieht man, wie sehr ich es liebe.

    Oder anders herum: Liebst du dein Tier denn gar nicht, dass du nicht bereit bist, dafür alles zu tun?

    Wobei mir vorkommt dass diese Denke eher ein Internetphänomen ist.

    Ich kenne im RL schon einige HH, darunter eine Handvoll Züchter, eine Handvoll Trainer, Mehrhundehalter, usw. Ab und an kommt man ja auf so Themen und diese Einstellung kenne ich ausschließlich aus dem DF/Facebookgruppen.

  • Das ist verrückt, in der Tiermedizin ist inzwischen so viel möglich, genau wie in der Humanmedizin. Aber nutzen wir in der Human auch alles was geht ? BDas ist doch eine Frage des Geldes. Ich bin chronisch krank und ja die Krankenkasse bezahlt viel , aber nicht alles. Was ich privat bezahle , da wäge ich ab. Uns ja manches lasse ich weil es zu teuer ist . Beim Hund versuche ich mehr zu ermöglichen als bei mir selbst. Aber es gibt einfach Grenzen.

    Ich bin nicht privat versichert, sondern Kassenpatient. Und die Sachen, die meine Kasse nicht übernimmt, bezahle ich selbst, je nach Wichtigkeit, oder ich verzichte.

    Aber das was ich zusätzlich bezahle sind keine Basics, sondern eben das I Tüpfelchen.


    Beim Tier muss ich alles selbst bezahlen.

    Die Kostensätze sind weitestgehend identisch.

    Und das ist der springende Punkt. Habe ich ein Tier und im Falle einer sehr umfangreichen Erkrankung, lasse ich es denn einschläfern, verschulde mich über beide Ohren oder spielt Geld keine „Rollex“ oder ich habe ein dickes angespartes „Hunde-Konto“ oder eine gute Versicherung.

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

    23.02.2005 bis 25.12.2019 meine Begleiterin durch dick und dünn. Danke

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Mein aktueller Stand ist: Ich werde nie wieder mehr als einen Hund haben, und dieser wird hoch versichert.

    Und genau daseist auch mein Stand.

    Ich habe eine zu günstige Krankenversicherung abgeschlossen und wäre mit der Op Versicherung besser dran.

    Aber so ist es halt jetzt. Mein Auto ist weit über dem TÜV drüber und „das neue Auto“ Sitzt hier und bellt.


    Ich bin froh, dass ich unseren Hund nicht habe einschläfern lassen müssen, aber die Abzahlung der Kosten macht mich auch nicht grad froh.

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

    23.02.2005 bis 25.12.2019 meine Begleiterin durch dick und dünn. Danke

  • Die Messlatte wird eben immer Höher geschraubt.


    Man könnte ja fast meinen , dass für Hunde o. Katzen in Armen Ländern kein erfülltes Leben möglich ist. Ist es Es eigenartigerweise aber doch. Das ganze scheint wohl eher mit der inneren Einstellung der jeweiligen Halter zu tun zu haben.

    Nein, da werden Tiere, die Kosteen verursachen eben sterben. Und in noch ärmeren Ländern sterben Menschen, weil sie sich medizinische Hilfe nicht leisten können.

    Meine Einstellung zu notwendigen medizinischen Behandlungen ist sehr gesund.

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

    23.02.2005 bis 25.12.2019 meine Begleiterin durch dick und dünn. Danke

  • Das alles heisst für mich, dass ich lieber früher Schluss machen würde als zu spät. Und ich persönlich würde nicht erwarten, dass sich jemand für die Behandlung seines Hundes verschuldet und ich denke, ich würde das auch nicht machen.

    Sehe ich auch so.

    Und dann habe ich den Fall eines Hundes vor Augen, der hatte eine Granne inhaliert und es endete mit der Thoraxöffnung, Oder der Hund mit einfachen Bruch, der eine Druckstelle unter dem Verband bekam, das ganze Bein septisch wurde.

    Ode mein Hund…Rüde perianalhernie….das ist kein Grund einen Hund einzuschläfern, wirklich nicht.

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

    23.02.2005 bis 25.12.2019 meine Begleiterin durch dick und dünn. Danke

  • Hmmm, also es quasi als Pflicht anzusehen, sich wegen TA-Kosten wenn nötig zu verschulden, finde ich schon ziemlich schräg :omg:

    Und das hat nichts damit zu tun, dass man sein Tier nicht liebt oder nicht als Familienmitglied ansieht, aber irgendwann sind die finanziellen Möglichkeiten leider ausgeschöpft und das ist mM nach nicht erst dann der Fall, wenn man sich komplett ruiniert hat.

    Ich zitiere dich jetzt mal, weil dein Beitrag so schön auf den Punkt bringt, was mich bei dieser Thematik beschäftigt. Bitte nicht als Contra oder gar Angriff verstehen. Mich beschäftigt das tatsächlich und ja ... wohl eher philosophisch.


    Wo befindet sich der Punkt, ab welchem das Argument, dass die persönlichen finanziellen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, eine Euthanasie, Nichtbehandlung oder Abgabe des Tieres legitimiert? Ist es in Ordnung, wenn ich mir ein Tier anschaffe, obwohl ich weder einen Beinbruch noch eine Notkastra finanzieren kann? Hat man dennoch das Recht auf bspw. einen Hund, auch wenn von vorneherein klar ist, dass das Tier grundsätzlich nicht krank werden darf?

    Darf ich mir ein Haustier anschaffen, wenn ich, sagen wir mal 1.000 Euro in Behandlungen investieren kann? Gilt dieser Betrag pro Monat? Pro Jahr? Auf das ganze Tierleben gesehen?


    Ich finde es wirklich schwierig, da gedanklich zu einem fairen Ergebnis zu kommen. Fair für Tier und für den (potentiellen) Halter.

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  • Hmmm, also es quasi als Pflicht anzusehen, sich wegen TA-Kosten wenn nötig zu verschulden, finde ich schon ziemlich schräg :omg:

    Das darf doch wohl jeder selbst entscheiden.


    Ich persönlich finde es schräg, sich für einen Fernseher, eine Küche, wasauchimmer an Gegenständen zu verschulden. Niemals würde ich einen Fernseher auf Raten kaufen. Aber meinen Hund einschläfern zu lassen, nur weil ich keine Ratenzahlung beim TA oder der Bank machen möchte..... bei Gegenständen hingegen ist es für viele viele Menschen völlig selbstverständlich die in Raten abzuzahlen. Blöd angeguckt wird so jemand nicht. Aber wehe man zahlt die Raten für die Behandlung seines Hundes ab...

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