Hund einmalig 10 Stunden alleine lassen?

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    Wir sind im August zu einer Hochzeit eingeladen. Die Trauung ist nachmittags, anschließend wird in einer Scheune gefeiert (bin gespannt, wie eine Hochzeit in Coronazeiten überhaupt aussieht). Vermutlich wären wir an dem Tag ca. 10 Stunden unterwegs, inkl. Fahrt. Spätestens um 0 Uhr werden wir uns auf den Rückweg machen.


    Bis wir nachmittags los müssen, wäre der Tagesablauf wie immer: Morgens gegen 9 Uhr kurze Spazierrunde, Frühstück, schlafen, am frühen Nachmittag die große Runde.

    Nach der großen Runde ist im Alltag auch wieder Ruhe angesagt, bis zum Essen um 19 Uhr, und dann wieder bis zur Abendrunde gegen 23 Uhr.


    Unsere erste Überlegung war, dass abends jemand kommt, der mit ihr zum Lösen rausgeht. Das funktioniert aber nicht wie gedacht, denn sie passt a) sehr gut auf das Haus auf und geht b) nicht mit "Fremden" aus dem Haus. Schon das Anleinen lässt sie sich nur ungern von anderen Leuten als uns gefallen.

    Wir haben das getestet und sind zu dem Schluss gekommen, dass es sie vermutlich weniger stresst, wenn sie einfach in Ruhe allein bleiben kann. Wir wissen halt auch nicht, wie sie reagiert, wenn "Fremde" einfach reinkommen wenn wir nicht da sind. Dann kommt dazu, dass verständlicherweise nicht jeder mit einem unsicheren Hund in der Situation umgehen kann und möchte.

    Plan A waren meine Eltern. Jetzt ist meine Mutter, die halbwegs einen Draht zu ihr hat, aber gesundheitlich ziemlich angeschlagen und mein Vater ist Hunden gegenüber ähnlich wie der von Zeitfuchs ;)

    Plan B war eine Freundin mit viel Hundeerfahrung, die ausgerechnet dieses Wochenende selbst nicht da ist.

    Plan C war eine Freundin, die zwar Hundeerfahrung, aber auch Angst hat, wenn ihr ein großer bellender Hund gegenübersteht.


    Alleinbleiben kann sie super und sie muss auch nicht häufig raus, am Wochenende gehen wir manchmal erst um 10 Uhr morgens das erste Mal. Als sie ganz neu war und noch voller Skepsis, hat sie sogar mal 24 Stunden eingehalten :skeptisch: (nein, das ist nicht normal und soll auch nicht forciert werden, nur zur Verdeutlichung, dass sie da recht unempfindlich ist).


    Was meint ihr - lieber die Stunden allein lassen (wir könnten es im Haus auch etwas abdunkeln) oder doch abends jemanden vorbeischicken der mit ihr rausgeht?

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  • Habt Ihr einen Garten? Wenn ja, würde ich schauen, dass Deine Mutter kommt (zusammen mit Papa evtl.) und sie zumindest mal in den Garten lässt.


    Wenn Ihr gar niemanden findet, der mit ihr gehen kann, würde ich sie allein lassen. 10 Stunden ist sicher nicht ideal, aber wenn es eine einmalige Sache ist, wird es nicht schaden. Zur Not gibts ne Pfütze im Haus, aber das ist ja nicht so tragisch.

  • Ich persönlich würde eher den Hund einfach allein lassen. Meine reagieren nicht so toll, wenn da jemand ins Haus kommt, der sie auch noch rausholen will. Aber da ist ja jeder Hund anders.

    Oder alternativ Hund an dem Tag zu Freunden geben und erst am nächsten Tag abholen. Ihr wollt doch bestimmt auch was von der Hochzeit haben und minütlich auf die Uhr gucken, ob man jetzt schon gehen muss oder noch paar Minuten mit schlechtem Gewissen länger bleibt, ist doch blöd.

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  • Ich wär da nicht so locker. Es kann sein, dass wenn es "kippt" also der Hund in Panik gerät, er dadurch ein generelles Problem entwickelt mit dem Alleinsein. Ich bin allerdings auch geeicht, durch einen Hund, der eben nicht allein sein kann. Bei ihm war es tatsächlich so, dass das Problem zwar wahrscheinlich nicht allein dadurch entstanden ist, aber sich nach einem Vorfall, wo ich später nach Hause kam, als gedacht, extrem verschlimmert hat. Im Endeffekt könnt ihr aber eure Hündin besser einschätzen.



    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"
    Kurt Marti


    Sancho *12.12.2007

  • Habt Ihr einen Garten? Wenn ja, würde ich schauen, dass Deine Mutter kommt (zusammen mit Papa evtl.) und sie zumindest mal in den Garten lässt.

    Ja, das wäre auch eine Option. Fraglich ist zwar, ob sie danach wieder ins Haus geht - dafür müsste sie ja an gruseligen "fremden" Leuten vorbei bzw. sich von denen die Türen aufmachen lassen :tropf:

    Werd ich aber auf jeden Fall vorschlagen.

    Mein Mann tendiert zum Alleinlassen, um sie nicht dadurch zu verunsichern, dass auf einmal andere Leute in der Tür stehen und sie dieses Sicherheitsgefühl verliert. Bisher gilt für sie absolut "my home is my castle".

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich kam mal nicht nach Hause (Unfall, Sperrung) und meine Hündin hat einfach weitergepennt (waren auch 10 Stunden). Wenn ihr euren Hund da gut einschätzen könnt und er auch blasentechnisch klar kommt, würde ich den Stress meiden und sie einfach allein lassen. Allerdings nur mit Kamera. Falls doch was ist, muss die Hochzeit leider frühzeitig verlassen werden. Mit dem Kompromiss sehe ich da einmalig kein Problem.

  • Du wirst hier auf diese Frage keine eindeutige Antwort bekommen. Ich würde meine Hunde niemals 10 Stunden allein lassen. Warum nicht? Sie sind es nicht gewohnt, da sie nie länger als max. 5 Stunden allein bleiben müssen.


    Ich hätte keine ruhige Minute auf dieser Hochzeit, weil ich mir ständig vorstellen würde, dass meine Hunde auf mich warten...


    Insofern kämen für mich nur Lösungen mit Fremdbetreuungen in Frage.

    Danke für`s Lesen...Karin

  • Dazu gibt es hier übrigens schon sehr sehr ähnliche Threads. Ich würde es aus gesundheitlichen Gründen nicht tun, ein Nierenrückstau ist sehr sehr schmerzhaft, hatte ich selbst schon. Und nachts so lang einhalten können ist etwas ganz anderes als tagsüber. Nachts ist der Stoffwechsel sowieso runter gefahren. Ich würde meine Hunde in so einem Fall im Auto mitnehmen und im Auto lassen dann könnte ich zwischendurch eine Runde gehen den Rest schlafen sie. Oder in eine gute Hundepension geben, das wird aber vorher geübt. Ich verstehe ehrlich nicht warum man sich nicht vorher Gedanken macht was mal ist, wenn so eine Situation auftritt ist ja nun nichts so außergewöhnliches.

    Was tust du wenn du ein paar Tage ins Krankenhaus musst und zufällig keiner Zeit hat? Das kann immer mal passieren.

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