Leinenpöbeln... Wir arbeiten dran.

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    Meine Hunde sind Leinenpöbler. Nicht alle ? sondern eigentlich nur Casper und Foxi. Mozart macht situationsbedingt mal mit, aber ist definitiv nicht das Problem.

    Mitgebracht hat es Casper, den ich aus zweiter Hand habe. Durch Unwissenheit und meine eigene Angst (mein erster Hund wurde tot gebissen und wir sind schon mehrmals von anderen Hunden angegriffen worden) hab ich lange viel falsch gemacht, bis es bei mir klick gemacht hat... Ich arbeite also schon viel an mir und meiner Einstellung.

    Durch Z&B hab ich bei Casper unglaublich viel erreicht, mit ihm bin ich sehr zufrieden, da ist höchstens noch ein bisschen Feinarbeit nötig.


    Nun aber zu Foxi. (Falls wichtig, Foxi ist ein Labrador aus Silberzucht, also sind irgendwo ein paar Weimis versteckt)

    Foxi geht oft mit einer relativ hohen Grundanspannung Gassi. Würde ich sie lassen, würde sie wie ein Bodyguard vor mir her laufen, die Gegend abchecken, vor mir um Ecken schielen, ob da jemand oder etwas kommt. Das lasse ich natürlich nicht zu, was aber wirklich anstrengend ist... Für uns beide. Für sie, weil sie sich so zurück nehmen muß, für mich, weil ich immer den Daumen drauf halten muss.

    Gleichzeitig ist sie sehr leicht zu führen, lässt sich mit minimaler körpersprache zurück schicken, wendet sich auch beim pöbeln mir zu nach dem Motto HAST DU GESEHEN??? EIN HUND!!!

    Pöbelt sie, reicht in der Regel ein Wort, und sie wendet sich mir zu und weg vom Reiz, es gibt auch Tage, da können wir andere Hunde ohne ein Wort an uns vorbei gehen lassen oder dran vorbei gehen.

    ABER sie ist halt oft unter Strom.

    Da sie die Queen der Fehlverknüpfungen ist, kann es auch sein, das ich durch mein Z&B das ganze unbewusst verstärkt habe. Aber auch die Angriffe und diverse TuuuuutNix Begegnungen haben sicher ihren Teil dazu beigetragen, das sie eben immer irgendwo erwartet das was passiert, das merke ich jetzt nach dem letzten Angriff wieder besonders.


    Lange Vorgeschichte... Nun mein Wunsch. Ich würde ihr gern diese Erwartungshaltung und vor allem diesen Bodyguardjob abnehmen. Ich weiß nur nicht, wie ich das anstellen kann.

    Z&B verstärkt die Erwartung. Wo ist der nächste Hund, damit ich alles richtig machen kann und einen Keks bekomme??

    Sie einfach während des ganzen Gassis "unter Kommando" zu stellen, verbraucht uneeeeendlich viele Löffelchen auf beiden Seiten.

    Selbst entspannt durch die Welt zu gehen und negatives Verhalten einfach zu ignorieren oder auch zu sagen "Ja, hab ich gesehen, aber ist egal ob da einer lang läuft" hilft tatsächlich ein wenig, nimmt ihr aber ndt nicht komplett die Erwartungshaltung und ist dazu ein schmaler Grad, weil sie manchmal dazu neigt zu sagen, okay, wenn DU das nicht ernst nimmst, sag ICH ihm eben die Meinung.


    Ich hab das Gefühl, die Lösung ist so einfach ? aber ich komm nicht drauf. Vielleicht hat ja noch jemand einen guten Ansatz.

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  • Ich könnte dazu ein Buch schreiben :lachtot:Meine Memoiren quasi.

    Ich beschränke mich auf Z und B

    Z&B verstärkt die Erwartung. Wo ist der nächste Hund, damit ich alles richtig machen kann und einen Keks bekomme??

    Sie einfach während des ganzen Gassis "unter Kommando" zu stellen, verbraucht uneeeeendlich viele Löffelchen auf beiden Seiten.

    Man muss Z und B immer anpassen. Wenn das Ergbnis ist, dass Foxi permanent den Horizont scannt, weils ja so geil ist, Hunde zu sehen, dann ist das wie Z und B mit Border Collies:lachtot:


    Es funtkioniert, ABER:lol:

    Man muss bei "solchen" Hunden etwas am Wahnsinn arbeiten, oder du musst dir mal jemanden holen, der raufguckt, wo ihr grad steckt, denn es hört sich nach einem Trainingsfehler an. Egal, ob Hundi nun besonders Fix (hahhh...Wortspiel) ist oder dumitten im Z und B Programm einfach steckengeblieben bist.


    Denn die ANZEIGE (also: Schau, da ist ein Hund...) muss rasch weg. Das soll sich ja keinesfalls festigen. Mein BC-Rüde liebt es zu scannen. Der wäre gut und gerne in der Phase des Trainings steckengeblieben.


    Aber das Ziel ist ja ein anderes. Das Ziel ist: Hund......Baum.....Auto......wurscht.....

    Ich gehe auch nicht spazieren und scanne permanent ob ich grüne Autos sehe und blende dabei meine Umwelt aus.


    Und zack sind wir beim ZIEL!

    Was ist dein Ziel für diesen Hund?


    Edit: ganz ungünstig ist Z und B mit mehreren Hunden. Hab ich teilweise gemacht mit dem BC, weil ich nicht immer einzeln gehen konnt, bis zu dem Punkt, wo der Collie sich dann beigebracht hat: Z = Hunde angellen.


    Also der Border hörte auf, der Collie wollte anfangen. Hab ich EINMAL gehabt und genz schnell aufgehört mit beiden zusammen zu gehen während dieser Trainingphase.

    Da hätte ich ganz viel kaputt gemacht.

    Also vielleicht musst du einzeln gehen, denn der Collie lernt ja schneller als du gucken kannst, und 3 Hunde die pöbeln möcht ich nicht ausführen müssen.

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

    23.02.2005 bis 25.12.2019 meine Begleiterin durch dick und dünn. Danke

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  • Was ich noch vergessen hab, bei Hunden, die viel Schutz"motivation" haben, ist es ratsam einen Trainer raufgucken zu lassen, weil Hunde ja durchaus auch wirklich mal was ganz Blödes verknüpfen können.

    Ich kenne mit mit den Hütis gut aus, mit einem Jagdhund müsste ich mich erstmal eingrooven.

    Und da würde ich mir einen Trainer suchen. Man ist auch betriebsblind und von aussen sieht man auch noch mal andere sachen.


    Was bei mir ein blinder Fleck ist, würdest du sehen und ich würde bei deinem Training was sehen. Deshalb: Trainer vor Ort.


    Dazu muss man aber bedenken, das Z und B viele gar nicht machen, sondern oft wird darunter "Schönfüttern mit Clicker" gemeint.

    Das ist auch okay, aber etwas fundamental anderes.


    Ich habs von M. Schoppe gelernt (nur über ein Forum in Theorie, hier gabs keine Trainer, als ichs brauchte.) Sie hats mir erklärt, ich habe geübt, dann wieder erklärt, weiter gemacht.... Hat funktioniert.

    Aber ich bin halt auch so ein Kopfmensch.

    Hier das System:

    http://markertraining.de/zeige…kommunikation-verbessert/

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

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  • Das könnte tatsächlich das Problem sein, das ich beim Z&B in einer Sackgasse stecke.

    Ich hab auch das Gefühl ich muss anderen Hunden weniger Beachtung schenken. Das gelingt nicht immer. Verdammte innere Einstellung ?

    Und bei uns beiden kommt dann noch die eigene Traumatisierung durch die vielen Angriffe hinzu.

    Das machts nicht einfacher...

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Lisa, ich kenn das ja auch. Puck hab ich viel mit z&b gearbeitet. Inzwischen bin ich bei ihm dazu übergegangen, dass er nach dem ersten Anzeigen mit den Gedanken bei mir bleiben soll oder Leckerchen suchen darf.

    Flip hat jetzt gemeint auch mal ein bisschen mitpöbeln zu wollen. Ihm kann ich es verbieten.

    Problem ist Thorin. Der findet bellen einfach toll. Bei ihm werd ich wohl ein Umorientierungssignal aufbauen.


    Ich stimme Mehrhund zu: z&b geht mit mehreren Hunden nicht effektiv. Ich persönlich mag aber nicht getrennt gehen. Daher bin ich zum oben genannten Vorgehen gekommen.


    LG Anna

    Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.
    Arthur Schopenhauer

    Chaos WG

    Puck (*2011), Belle (*2012), Flip (*2016), Chinese Crested Dog; Thorin (*2019), Quotenchihuhuamix
    Barni (*2009), Samy (*2014), Tigerle (2014-2018 - für immer im Herzen), Hauskatzen

  • ... Wenn man selber traumatisiert ist, wäre es sicher auch gut, an diesem Traumata mit einem Psychologen oä. zu arbeiten. Denn durch jede Hundebegegnung, sogar durch eigentlich problemlose, kann man retraumatisiert werden. Durch ungünstige sowieso.


    Die eigene Einstellung, bewusste und unbewusste, und die eigene Anspannung beeinflusst jede Situation.



    LG Anna

    Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.
    Arthur Schopenhauer

    Chaos WG

    Puck (*2011), Belle (*2012), Flip (*2016), Chinese Crested Dog; Thorin (*2019), Quotenchihuhuamix
    Barni (*2009), Samy (*2014), Tigerle (2014-2018 - für immer im Herzen), Hauskatzen

  • Ich hab mir damals mit Z&B die Problematik auch eher verstärkt als dass es geholfen hat. Hab dem Hund wohl beigebracht dass jeder Hund am Horizont "wichtig" ist.

    Und bis heute ist das nicht ganz weg. Meiner hüpft in diversen Konstellationen (wenn der andere Hund aufgedreht ist, wenns nen Border, nen Aussie oder ein Samojede ist und wenn der andere pöbelt) heut noch in die Leine und pöbelt los. Und es liegt an mir. Ich bin bei den Rassen schon von Grund auf angespannt, wenn der andere Hund rumhüpft hab ich Bange der reißt sich los und ich hab wieder ne Prügelei, und das überträgt sich auf meinen Hund. Frauchen ist ganz angespannt das muss jetzt was wichtiges sein. Hat mein Mann ihn an der Leine (mit einer viel selbstbewussteren Einstellung) dann ist das nicht so, er lässt sich da sogar von aufdringlichen Hofhunden abchecken und ist dabei ruhig.


    In angeleiteten Begegnungen (Training, gemeinsam Gassi) benimmt er sich toll. Weil ich dann entspannt bin. Wenn wir ab und an noch zu meiner Trainerin in die Gruppe gehen wird meist Hecci zum Begegnungstraining mit den neuen Hunden genommen weil er einfach das Gepöbele des anderen komplett ignoriert und entspannt rumlatscht. Das Problem bin also definitiv ich und meine Angst vor einer Beisserei (die seit ich selber gebissen wurde viel größer ist). Ich hab garnicht Angst dass mein Hund gebissen wird, sondern dass er einen in uns reinkrachenden und Stunk machenden Hund beisst. Hatte ihn deswegen lange mit Mauli Gassi geführt, was ja auch Schwachsinn ist weil ich ihm so die Möglichkeit nehme sich zu wehren. Wir wurden auch von "der mag halt keine fremden Rüden" angegriffen und gebissen. Was alles bei mir noch mehr verstärkt hat. Ich zittere wenn ich alleine bin und ein Hund auf uns zugeschossen kommt (obwohl die Dorfhunde zu 99% auf einem Meter stehen bleiben und dann schnuppern wollen) und schlage die Flucht ein.


    Hilft dir jetzt trainingstechnisch nicht weiter, aber du bist nicht allein. Ich hab mich einfach damit arrangiert und weiss was ich beim nächsten Hund anders mache.

  • Z und B is auch Mode.Macht jeder, kann (eben leider nicht) jeder.


    Is wie mir Barf.


    Viele meinen, sie bargen, wenn man manche Barffutterpläne sieht, muss man eher sagen, der Hund wird eher gemangelt(Mangelernährung) als „gebalgt“, was auch immer damit gemeint ist.


    Man kann schlicht nicht mit vielen Hunden einen Hund in der Gruppe nebenbei trainieren.


    Das Training muss immer einzeln erfolgen.

    Später, geht man wieder mit allen und zeigt dem Hund, dass erlernte auch in der Gruppe funktionieren soll.


    Neben mal eben ein paar Monate irgendwas zu Clickern is halt nebenbei was clickern

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

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