Ignoranz draußen, Futter erarbeiten?

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    Hallo ihr Lieben,


    Wir haben eine fast 1-jährige Golden Retriever Dame namens Lumi.

    Lumi ist drinnen (mittlerweile) ein sehr ruhiger, entspannter Hund. Wenn man mit ihr drinnen was machen will (Tricks, Dummy suchen etc.) ist sie sofort dabei und wir können sie super mit Leckerlies belohnen.
    Das Problem liegt draußen. Wir haben ein Halsband und ein Geschirr. Am Halsband läuft sie prima bei Fuß. Schaut zu uns hoch, zieht nicht, alles gut. Wenn wir dann eine Wiese erreicht haben, kommt die Schleppleine ans Geschirr und das ist für sie das Zeichen, das sie sich lösen darf, schnüffeln darf usw. In dem Moment sind wir völlig abgeschrieben und das Blödeste, man kann sie draußen mit Leckerlies nicht belohnen. Wir würden gern den Rückruf richtig festigen, damit wir sie auch mal freilassen können (sie kommt meistens an der Schlepp, nimmt dann aber keine Belohnung, wenn sie was tolles schnüffelt, kommt sie ungern oder gar nicht). Wir wollen mit ihr Apportieren (Beutel wird mal gebracht, mal wird er völlig ignoriert). Die Tricks die sie drinnen mit Begeisterung macht, werden draußen wenn überhaupt nur widerwillig durchgeführt. Sie will grundsätzlich auch lieber in die andere Richtung, in die wir wollen. Wenn sie sich irgendwo "festgeschnüffelt" hat, müssen wir sie richtig weiterzerren. Andere Hunde und Menschen sind natürlich auch super spannend und wir können uns auf den Kopf stellen, das geht ihr ziemlich am Popo vorbei :ka:


    Wir waren nun bei einer Hundetrainerin. Ihr Plan: drinnen komplett ignorieren (kein Spiel, keine Tricks), Trockenfutter nur noch draußen aus dem Dummy oder aus der Hand füttern. Wenn sie Hunger hat, wird sie draußen schon merken, dass wir spannend sind. Bei der Hundetrainerin hat das gaaaaaaanz toll geklappt. Lumi hat ALLES gemacht. Dummy gebracht, Rückruf im Freilauf, Rückruf obwohl sie mit 4!!! anderen Hunden gespielt hat, wirklich ALLES! Hat sich auf jedes Futter gestürzt, war ganz aufgeregt dabei. Hundetrainerin war begeistert, wir waren begeistert. Wussten gar nicht, was unser Hund so alles kann. Vielleicht habe ich vor Freude ein bisschen geweint :hurra::mrgreen-dance:

    Den ersten Tag hat es wirklich gut funktioniert. Sie war nicht ganz so krass drauf, wie bei der Trainerin, hat aber brav den Dummy gebracht und ihr Futter gefressen. Sie kam auf Rückruf. Alles schön.


    Ab dem zweiten Tag ging es dann los. Das Futter wurde immer uninteressanter. Wir wurden immer uninteressanter. Mittlerweile machen wir es seit einer Woche und es ist ein einziger Kampf geworden. Sie frisst super widerwillig draußen und ist kaum noch ansprechbar. Sie frisst mal einen Tag gar nichts, mal nur ganz ganz wenig. Scheint sie kaum zu stören. Wenn sie den Dummy einmal bringt, ist das schon wirklich gut. Da wir sie drinnen ja immer noch ignorieren und sie uns ja draußen auch wieder ignoriert, ist das gerade kein besonders schönes Zusammenleben. Außerdem machen wir uns Sorgen, dass sie viel zu wenig frisst. :verzweifelt: Wir haben schon überlegt, verschiedene Sorten Trockenfutter zu holen, damit sie immer mal was Neues hat? (Bei ihr war schon immer die Devise: Neu ist immer besser :roll:) Aber kann ja eigentlich nicht Sinn und Zweck sein oder?

    Vielleicht hat jemand von euch ja einen guten Tipp. Mit der Hundetrainerin haben wir auch schon wieder Kontakt aufgenommen. Aber bei ihr war ja alles ganz super :verzweifelt:

    Vielen Dank schon im Voraus und wir freuen uns über jede Idee!

  • Ich halte von den Methoden eurer Trainerin nichts.
    Mich würde eher interessieren, ob ihr den Hund ohne es zu wissen draußen irgendwie von euch weg scheucht.

  • Für mich könnte das auch bedeuten, dass der Hund Stress mit Umweltreizen hat und ganz schön zu tun hat, seine Umwelt zu verarbeiten und deswegen euch gar nicht zuhören kann. Mit Futterentzug zu arbeiten bereitet vielen Hunden noch mehr Stress, wenn sie nicht mal die Sicherheit haben sich einmal am Tag den Bauch mit lebensnotwendigem Futter voll zu schlagen. Das wäre nicht mein Trainingsweg.


    Wie verhält sie sich denn, wenn ihr in einer sehr reizarmen Umgebung seit, wo es nicht viel zu schnüffeln gibt, keine Menschen oder andere Hunde in Sicht sind?

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  • Hey,


    Kannst du das vielleicht ein bisschen ausführen? Warum hälst du davon nichts?

    Und wie meinst du das mit dem Wegscheuchen? Also unser Gefühl ist eher, dass Schnüffeln in dem Moment einfach viel spannender ist?
    Wenn sie zum Beispiel an der Schleppleine mitläuft oder sich in unserer Nähe aufhält, oder uns anschaut gibt es immer ein liebes Wort oder ein Leckerlie angeboten (was sie meist nicht nimmt).

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallo Lagurus,


    Wir haben verschiedene Umgebungen getestet und es macht eigentlich keinen Unterschied. Meist funktionieren ganz neue Umgebungen sogar besser, als unsere kleine Wiese vorm Haus, die sie schon immer kennt und wo eigentlich wenig los ist (da geht so gar nichts). Sie ist auch nicht aufgedreht oder hechelt. Aber könnte natürlich sein, dass wir das falsch interpretieren :fear:

  • Futterentzug ist keine schöne Art den Hund an sich zu binden.

    Regelmäßig Futter gibt Hund auch benötigte Sicherheit.


    Also ICH möchte nicht das mein Hund mich nur wegen dem Inhalt meiner Taschen beachtet .

    Nix gegen Leckerliebelohnung.

    Nutze ich auch.

    Auch ist ignorieren in jeder Form für mich Bestrafung.




    Kann auch andere Baustellen erst recht auf machen.


    Gibt hier grad noch anderes Thema dazu, vielleicht kann das hier jemand verlinken?

    Ich krieg das nicht hin:ugly:

  • Auf der Wiese gibt es doch aber sicher einiges zu erschnüffeln oder? Das wäre dann auch nicht unbedingt eine reizarme Umgebung.

    Ein Hund muss nicht aufgedreht sein oder hecheln um Stress zu haben. Dass er nicht ansprechbar ist, keine Leckerlies nimmt und sich ins ausdauernde Schnüffeln flüchtet, können schon recht eindeutige Stressanzeichen sein.

  • Hey,


    Kannst du das vielleicht ein bisschen ausführen? Warum hälst du davon nichts?

    Und wie meinst du das mit dem Wegscheuchen? Also unser Gefühl ist eher, dass Schnüffeln in dem Moment einfach viel spannender ist?
    Wenn sie zum Beispiel an der Schleppleine mitläuft oder sich in unserer Nähe aufhält, oder uns anschaut gibt es immer ein liebes Wort oder ein Leckerlie angeboten (was sie meist nicht nimmt).

    Ich stimme beiden Vorschreibern zu. Extrem schnüffeln kann eine stressbedingte Übersprungshandlung sein und den feuert man durch Futterentzug und plötzliche, nicht nachvollziehbare Verhaltensänderung an.

    Spielen drinnen muss man nicht, ignorieren kann einen Hund aber ziemlich verunsichern.

    Ich würde mal versuchen, den Hund bei jedem größeren Spaziergang sich erst mal ausschnüffeln und auslaufen zu lassen, ehe man mit Spiel und Training beginnt.

    Vielleicht wäre auch Markertraining etwas. Dann kann man den Hund auch belohnen, wenn er kein Futter nimmt (was übrigens auch für Stress spricht).



    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"
    Kurt Marti


    Sancho *12.12.2007

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