Sollen wir? Oder sollen wir nicht?

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 2.089 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Elin..

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    Hallo zusammen,


    hab mich gestern hier angemeldet, da ich mal gerne ein paar Meinungen von euch hätte. Wir sind am überlegen ob wir uns einen kleinen Hund zulegen (von der Größe her wie ein Beagle oder so). Wir leben im der grünen Steiermark einer 80m2 Wohnung mit großem Balkon. Wir haben einen schönen großen Innenhof mit Wiese und sind innerhalb von 10 Gehminuten im Wald oder auf schönen Wanderrouten.


    Mein Mann ist Schichtarbeiter, ich arbeite Teilzeit (7:30 bis 12:30 Uhr). Von dem her wäre der Hund nicht viel alleine. Außer wenn mein Mann Frühschicht hat, dann wäre der Hund von 07:00 bis 13:00 Uhr alleine zu Hause. Meint ihr, dass das zu lange ist?


    Nun unser eigentliches Hauptproblem (neben der langen Vormittagszeit, wo der Vierbeiner alleine wäre): unsere Tochter wird im Sommer 6. Mit 4 Jahren wurde sie von einem Jack Russel Terrier ins Gesicht gebissen. Es war Gott sei Dank nur eine Riss-Quetsch-Wunde und sie trug nur eine Narbe auf der Wange davon. Und natürlich einen Respekt vor Hunden. Angst hat sie aber keine... Sie wollte dem Hund damals ein Leckerli geben und kniete am Boden. Es waren zwei Erwachsene direkt neben ihr, es gab keine lauten Geräusche oder schnellen Bewegungen. Trotzdem schnappte der Terrier einfach zu. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass der Hund das nicht zum ersten Mal bei Kindern gemacht hat. Wir wollen daher aufgrund der Vorbelastung natürlich eine Rasse, die absolut kinderlieb ist. Hättet ihr da Erfahrungen dazu?


    Und meine dritte Frage, die vielleicht blöd klingt aber mich doch interessiert: Gibt es eine passende Jahreszeit um sich einen Hund anzuschaffen? Meine Kollegin meinte heute nämlich, dass man sich nur im Frühling oder Sommer einen Hund zulegen soll. Fragt mich aber nicht nach der Begründung. Die konnte sie mir nämlich nicht geben.


    Gut, der Text wurde doch länger als erwartet. Ich hoffe, ihr hattet Geduld und habt bis zu Ende gelesen dog-face-w-sunglasses

  • Ich finde, Eure Bedingungen passen und wenn es nicht jeden Tag vorkommt, dass der Hund mehr als 6 Stunden alleine ist, dürfte die Anschaffung kein Problem sein. Kinderlieb ist so eine Sache, auch Hunde gleicher Rassen sind nicht immer kinderlieb, das ist wie das Alleinesein eine Frage von Erziehung und Gewöhnung. Ich würde an Eurer Stelle mal über einen Zwerg- oder Kleinpudel nachdenken, auch der Papillon scheint mir geeignet. Aber die Foris werden bestimmt noch jede Menge mehr Vorschläge haben.

    Ja die Jahreszeit - da könnte eine Rolle spielen dass man früher gesagt hat, ein Frühjahrswelpe ist im Winter schon älter und damit stabiler. Ich glaube, das ist heute gleichgültig.

    Das Dreierrudel Bondi. Teddy und Louis - und Ali, Gusti und mein Sternchen Seppi im RBL

  • Meint ihr, dass das zu lange ist?

    Nein, dass kann ein erwachsener Hund, der gut alleine bleiben kann, problemlos leisten.


    Wir wollen daher aufgrund der Vorbelastung natürlich eine Rasse, die absolut kinderlieb ist. Hättet ihr da Erfahrungen dazu?

    Es gibt keine absolut kinderliebe Rasse. Das kann mit jeder Rasse gut oder schlecht gehen.

    Da ist die Charakteristik des Individuums Hund aussagekräftiger.


    Gibt es eine passende Jahreszeit um sich einen Hund anzuschaffen?

    Viele mögen Winterwelpen nicht so gerne, weil man dann mit dem kleinen Zwerg bei Mistwetter raus muss zum versäubern und es eben kalt ist (und Welpi dann vielleicht auch nicht so mag).

    Aber einen richtigen Grund gibt es dafür nicht.

    Multikulti in der CH

    - - -

    Alma (Herder-Breton-Senfhund-Mix) 06.2017

    für immer im Herzen und jeden Tag vermisst † 12/2020 Milly

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  • Ganz ehrlich?


    Ich würde mir den Hundewunsch zum jetzigen Zeitpunkt verkneifen.


    Kein Mensch weiß, wie es mit Corona weitergeht. Was ist, wenn es eine 2. Infektionswelle gibt und die Ausgangsbeschränkungen verschärft werden? Ihr habt nur eine Wohnung, keinen Garten. Was macht Ihr, wenn Ihr einen noch nicht stubenreinen Welpen habt, das Kind nicht in die Schule kann und es Ausgangsbeschränkungen wie in Frankreich gibt?


    Ansonsten klingen Eure Voraussetzungen nicht schlecht, das stimmt schon.


    Caterina

  • also von den Rahmenbedingungen ist es nicht schlecht, allerdings muss man beachten, das Welpen zum einen ja noch nicht stubenrein sind und zum anderen das alleinsein beigebracht kriegen muss. Das kann je nach Hund bei beidem mal länger, mal kürzer dauern.


    Soll der Hund denn "nur" familienbegleiter zu Hause sein, oder wollt ihr ihn irgendwie mit einbinden in eure Hobbys (wandern, Reiten, joggen, etc). Das und zb der Aufwand der fellpflege sind Anhaltspunkte um dir rassevorschläge machen zu können.


    Ich bevorzuge winterwelpen, da ich in den monaten mehr Zeit zur Verfügung habe ohne Urlaub nehmen zu müssen und mir das Wetter nichts ausmacht. Die meisten die ich kenne holen sich aber auch eher frühjahr/Sommer Welpen wegen dem Wetter.

    Yvonne und Lennox (05.11.2017 KH/RH Dackel)

    Seine Scheinheiligkeit bittet zu Hofe
    Und immer ein Teil von meinem Leben

    Ringo III - 1999 bis 2005 (RH Dackel); Ringo II - vor 1987 bis 1998 (RH Dackel); Gismo - 2005 - 2016 (Malteser); und alle Pflegis und Sitterhunde die ich begleiten durfte

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Finde eure Bedinungen auch gut, schließe mich aber an, dass ein Welpe diese Zeit des alleine bleibens noch nicht meistern kann. Das alleine bleiben muss langsam und schrittweise aufgebaut werden, der Welpe kann auch noch nicht so lange einhalten. Da müsstet ihr schauen, für wie lange ihr mit Betreuung oder abwechselndem Urlaub überbrücken könnt. Es gibt halt leider auch Kanditaten, und davon habe ich gleich zwei daheim sitzen, die sich allgemein schwerer damit tun alleine zu bleiben und es länger dauert. Dafür braucht ihr auf jeden Fall einen Plan B, also jemanden, der den Hund zur Not auch erst mal noch betreuuen kann.


    Es gibt sicher Rassen, die man nicht unbedingt gleich vorrangig als absolut familientauglich und kinderlieb empfehlen würde. Aber eine allgemeine 'Kinderverträglichkeit' würde ich auch nicht pauschal an der Rasse festmachen. Da geht einfach viel über Prägung, Sozialisierung, Gewohnheit. Wichtig ist, dass ihr einen guten und kompetenten Züchter eurer Wunschrasse findet, der das alles anständig macht, dann habt ihr auch gleich einen leichteren und angenehmen Start mit dem Welpen.


    Und die andere Frage ist halt, was habt ihr vor mit dem Hund? Soll er nur nebenher laufen (also alltagstauglich + Spaziergänge), wollt ihr Hundesport machen? Wie aktiv seid ihr? Was darf der Hund mitbringen und was nicht (Stichwort Fellbeschaffenheit, Bellfreudigkeit, Wachtrieb........).


    Wegen Corona muss man sich halt überlegen... ich weiß nicht, ob mir das nicht auch grade alles zu unsicher wäre. Aber das überlasse ich jedem selber.


    Ob Winter oder Sommer.. ich stehe im Winter bei Schneeregen einfach nicht gerne 10x plus/minus draußen rum und warte und hoffe, dass der Hund sein Geschäft brav erledigt. Das Anziehen dauert dann auch gern länger und bis man fertig ist, ist es oft schon zu spät :hust: Je nach Rasse kann das auch die Stubenreinheit beeinflussen. Meine Yorkerine ist wahnsinnig verfroren und hat sich den ersten Winter echt schwer angestellt, obwohl sie da schon ein halbes Jahr alt war und im Normalfall stubenrein.


    Aus reiner Intuition wäre ich auch mal Richtung Klein- oder Zwergpudel gegangen. Was ich mir auch vorstellen könnte wären Havaneser oder Malteser. Bei den Kleinstrassen wie Papillon ist halt immer die Frage, wie vorsichtig oder nicht sind die Kids. Robust sind die Zwerge, aber da ist trotzdem schnell was kaputt in der Gewichtsklasse, wenn man nicht etwas vorsichtiger ist. Seh ich bei meiner Maja, die hat zarte 2,5 kg.

  • Ich empfehle, natürlich nach Corona, einen netten Tierschutzhund, der auf einer Pflegestelle oder im Tierheim vorher ausgiebig kennen gelernt werden kann. Dann wisst ihr, ob er kompatibel ist mit eurer Tochter und habt den ganzen Welpenstress nicht. ?

    Danke für`s Lesen...Karin

  • Hallo,


    also ich habe hier einen kleinen 5 Monate alten Havaneser sitzen und in etwa die gleichen Bedingungen wie du. Ausser, dass ich selber kein Kind habe, aber die Freundin meines Bruders und, dass mein Cuba aktuell nicht alleine bleiben muss.

    Wir haben eine große Wohnung mit Balkon und direkt gegenüber ein Hunde Paradies. Mein Cuba mag Kinder sehr gerne und ist von Anfang an auch super mit der Kleinen meines Bruders klar gekommen. Er kannte Kinder aber auch schon von der Züchterin. Auch, dass er ein Winter Welpe ist fand ich ganz gut, somit können wir jetzt bei dem schönen Wetter schon richtig was unternehmen und er stellt sich bei schlechtem Wetter nicht so an :-)

    Tja, und das alleine sein muss man wirklich üben. Cuba konnte es schon entspannt ca 45 Minuten. Dann war aber irgendwas, ein komisches Geräusch oder jemand ist durch den Hausflur gelaufen, keine Ahnung. Auf jeden Fall fangen wir jetzt wieder von vorne an.


    Aber ansonsten, guck dir doch mal die Havaneser an.


    Viele Grüße, Rebekka

  • Danke erstmal für eure tollen Antworten! Natürlich holen wir uns einen Hund erst wenn die derzeitige Situation sich normalisiert hat. Wir sind da ganz offen, haben uns ja noch nichtmal drauf festgelegt, ob wir diesen Schritt überhaupt noch im Jahr 2020 wagen.


    Ich dachte mir ebenfalls von Anfang an, dass es kein Welpe sein soll. Eine Bekannte meiner Mutter hat vor gut einem Jahr einen Border Collie mit 8 Wochen bekommen (sie selbst sagt, dass das viel zu früh war). Dieser hatte die ersten Wochen massive Probleme. Das hat mich was Welpen betrifft etwas abgeschreckt. Wobei sie natürlich auch gesagt hat, dass sie bei ihren bisherigen Hunden nicht solche Probleme hatte.


    Ich würde auch gerne einen Hund aus dem Heim oder vom Tierschutz nehmen. Da hat man dann - wie ihr schon gesagt habt - eine gute Möglichkeit den Hund schon ein bisschen kennen zu lernen.


    Der Hund soll bei uns in erster Linie Familienhund sein. Sportlich sind wir nicht wirklich... wir wandern alle 2 bis 3 Wochen auf unseren Hausberg (der ist keine Herausforderung, den schafft meine Tochter ohne Probleme). Da würden wir ihn natürlich gerne mitnehmen. Ansonsten gehen wir nur spazieren oder fahren mit dem Auto in unseren großen Schrebergarten. Ein abenteuerlustiger Hund wäre bei uns wahrscheinlich unglücklich ;)

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