Hilfe! Wohngemeinschaft mit zwei Hunden?

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    Hallo ihr Lieben,


    ich habe mich angemeldet, weil ich auf der Suche nach Erfahrungsberichten/Hilfe/Anregungen bin.

    Es geht um folgendes:


    Ich wohne in einer Wohngemeinschaft mit zwei Mitbewohnern und meiner 9,5 Jahre alten Hundedame Chucky.

    Die Wohnung ist 125 qm groß und hat zwei Etagen. Oben befindet sich das Bad und das Zimmer von mir und Chucky.

    Unten sind die Zimmer der Mitbewohner und die Küche. Wir machen als Mitbewohner relativ wenig. Chucky ist so gut wie nie in den Zimmern der anderen. Jedoch ist sie zumeist dort wo ich bin. Mein überaus verwöhnter Hund hat in Bad und Küche selbstverständlich auch ein eigenes Körbchen, damit sie Frauchen immer hinterherlaufen kann. peace-sign-dog-face



    Chucky ist schon immer alleine aufgewachsen und genießt die Aufmerksamkeit ihrer Menschen. Auf Hundewiesen hat sie früher sehr gerne gespielt, heute ist sie eher reserviert. Kurz schnuppern, ja. Spielen, nein danke. Sie ist aber an sich sehr verträglich. Sobald ihr ein Hund zu sehr auf die Pelle rückt, weißt sie den anderen Hund jedoch deutlich zurück in seine Schranken. Bei manchen Hunden freut sie sich, sie zu sehen. Andere Hunde wiederum ignoriert sie gänzlich.

    Generell gehört sie zur eher stureren Sorte Hund. Wenn sie keine Lust auf irgendwas hat, zeigt die das sowohl anderen Hunden als auch mir, durch absolute Ignoranz. grinning-dog-face


    Soviel zur Ausgangssituation.


    Gestern kam dann meine Mitbewohnerin und hat gefragt, ob es für mich okay sei, wenn sie sich auch einen Hund anschafft.

    Ihr aktueller Plan ist es, einen Hund aus einem Tierschutzverein zu holen: Rüde, ca. 1 Jahr, aus Rumänien.


    Nun versuche ich mir eine Meinung dazu zu bilden und habe unglaublich viele Fragen im Kopf.

    Würde ich meinen Hund damit überfordern?

    Gibt es eine Rudelbildung, wenn beide Hunde in verschiedenen Zimmern leben und sich nur ab und zu begegnen?

    Woran erkenne ich, ob mein Hund überhaupt für einen Zweithund geeignet ist?

    Was, wenn sich die beiden Hunde dann doch nicht verstehen?

    Was ist, wenn die beiden dicke Freunde werden und meine Mitbewohnerin in einem Jahr auszieht?


    Alles, was ich an Erfahrungen im Internet bis jetzt gefunden habe, waren Berichte zum Thema "Zweithund", aber so richtig triffts das hier ja nicht.


    Ich hoffe, dass ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt!

    Viele Grüße und danke schonmal

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • Ich würde als erstes mal ein Treffen beider Hunde auf neutralem Boden organisieren.

    Wenn deine Mitbewohnerin zum Beispiel den Hund zum Gassi abholt, dann kommst du mit deiner Hündin einfach mal dazu und dann wird gemeinsam ein Stück nebeneinanderher gelaufen. Nicht stehenbleiben, das erzeugt meist eine Art Druck. Nebeneinander Laufen kann dazu beitragen evtl. vorhandenen Stress abzubauen, bei Mensch und Hund.


    Und wenn das klappt, könnte der neue Hund vielleicht mal einen Nachmittag lang zu Besuch kommen, wenn das TH das erlaubt. (Eine seriöse Orga sollte aber schon dran interessiert sein, dass alles vorher geklärt wird).


    An Anfang werdet ihr sicherlich einiges regeln und managen müssen, gut aufpassen und die Hunde nix "unter sich klären" lassen.

    Vielleicht anfangs keine Spielsachen und Kauartikel in Gemeinschaftsräumen herum liegen lassen, damit keine Ressourcenprobleme geschürt werden. (Später, wenn alles rund läuft, kann man alles wieder lockern, aber besser am Anfang etwas Zuviel anleiten als hinterher Ärger an der Backe)

    Dazu kommt, dass ja jeder Hund seinen eigenen Mensch hat, das macht die Sache ja auch noch etwas einfacher, als wenn ein Mensch in so einem Fall mehrere Hunde händeln muss.


    Wenn keiner der beiden ein Aggressionsproblem hat, sollte es doch eigentlich klappen.


    Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg

    Es grüßen Schneewittchen und die beiden Zwerge
    Silver, die stets gut gelaunte wilde Aussi-Hilde
    Pumuckl & Amun, das quirlige Schopfi-Power-Duo

  • Meine Schwester hat lange in Hunde WGs gelebt, mit wechselnder Hundebesetzung. Jeder Hund hatte Lebensmittelpunkt beim Besitzer, Wohnzimmer war gemeinsame Fläche.


    Eingewöhnung stell ich mir nicht so extrem anders vor, als bei Zweithund dazu. Allerdings: Beim WG Hund reden 2 Parteien mit, die jeweils emotional mehr am eigenen Hund hängen. Das braucht wahrscheinlich vorab klare Absprachen und zwischendrin auch immer mal wieder.

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  • Nach dem, was Du schreibst, stellen sich mir einige Fragen:


    Hast Du Erfahrung damit, wie sich Deine Hündin mit anderen Hunden im gleichen Haus verhält? Müsstest Du trennen oder begrenzen? Weißt Du, wie bzw. wann Du eingreifen musst? Würde sie Ruhe halten, wenn z. B. der Neuzugang im Zimmer seines Frauchens anfangen würde zu bellen?


    Was mich zur nächsten Frage führt:


    Kann man überhaupt sagen, inwieweit der Rüde für ein Leben in einer WG mit anderen Hunden geeignet wäre? "1 Jahr aus Rumänien" kann auch bedeuten, "kennt nix, kann nix, hat nicht die besten Erfahrungen mit Menschen gemacht, keine Ahnung, wie er vorher gelebt hat".


    Und wie seriös ist die "Quelle", aus der der Hund stammt?


    Und wie viel Ahnung von Hunden hat Deine Mitbewohnerin? Wie stellt sie sich die Haltung überhaupt vor? Muss sie zu festen Zeiten aus dem Haus? Was passiert, wenn der Hund nicht alleine bleibt, nicht stubenrein ist (bzw. vor lauter Stress anfängt, wieder reinzumachen)? Kläfft/heult?


    Wie stellt Ihr Euch das mit den Gemeinschaftsräumen vor? Seid Ihr dazu bereit, dass jede von Euch den eigenen Hund erst mal aufs eigene Zimmer beschränkt?


    Und wie wollt Ihr ohne Scharmützel in der Wohnung aneinander vorbeikommen, wenn die Hunde nicht begeistert voneinander sind und aufeinander losgehen wollen? Was sagt Mitbewohnerin Nr. 3 dazu?


    Caterina

  • Wie ist das bei euch geregelt, seid ihr alle gleichberechtigt oder gibt es Hauptmieter und Untermieter? Allgemein fände ich es unfair der Mitbewohnerin einen Hund zu verbieten, wenn du selbst einen hast. Das sorgt vermutlich nur für Unfrieden. Ich würde aber dazu tendieren, dass sie einen Hund nimmt den man vorher in Ruhe kennenlernen kann. Das ist ja bei Hunden aus dem Ausland etwas schwierig, wenn sie vorher nicht auf Pflegestellen waren. Ansonsten denke ich schon, dass es funktionieren würde, da deine Hündin allgemein ja verträglich ist.

    Eddy, Parson Russell Terrier *13.5.09

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Vielen Dank schon mal für die ersten Antworten! :bindafür:


    pinkelpinscher
    Das mit den emotionalen Auseinandersetzungen sehe ich ähnlich. Sobald das eigene Tier involviert ist, ändert sich da mMn die Dynamik nochmal.


    Cattledogfan


    Hast Du Erfahrung damit, wie sich Deine Hündin mit anderen Hunden im gleichen Haus verhält? Müsstest Du trennen oder begrenzen? Weißt Du, wie bzw. wann Du eingreifen musst? Würde sie Ruhe halten, wenn z. B. der Neuzugang im Zimmer seines Frauchens anfangen würde zu bellen?

    Meine Hündin toleriert andere Hunde in der Wohnung, jedoch wird sie dann sehr anhänglich. Deswegen frage ich mich eben

    Ich habe selber keine Erfahrung mit zwei Hunden gleichzeitig.

    Bzgl. Bellen: Sie würde wahrscheinlich mitbellen.


    Kann man überhaupt sagen, inwieweit der Rüde für ein Leben in einer WG mit anderen Hunden geeignet wäre? "1 Jahr aus Rumänien" kann auch bedeuten, "kennt nix, kann nix, hat nicht die besten Erfahrungen mit Menschen gemacht, keine Ahnung, wie er vorher gelebt hat".

    Dazu weiß ich leider selbst nichts. Ich denke aber, dass sich meine Mitbewohnerin das evtl. etwas zu leicht vorstellt. Laut Internetseite ist er allerdings mit Menschen, anderen Hunden und Kindern verträglich. :ka:


    Und wie seriös ist die "Quelle", aus der der Hund stammt?

    Natino e.V. - falls man hier sowas offen posten darf. Sieht für mich grundsätzlich erstmal seriös aus.


    Und wie viel Ahnung von Hunden hat Deine Mitbewohnerin? Wie stellt sie sich die Haltung überhaupt vor? Muss sie zu festen Zeiten aus dem Haus? Was passiert, wenn der Hund nicht alleine bleibt, nicht stubenrein ist (bzw. vor lauter Stress anfängt, wieder reinzumachen)? Kläfft/heult?

    Keine Erfahrung. Ihr Plan ist den Hund mit auf Arbeit zu nehmen. Die Kollegen im Büro wissen schon Bescheid. Urlaube werden ab dann wohl scheinbar nur noch mit dem Auto gemacht. Wobei ich das etwas kurzsichtig finde - nicht jeder Hund steht aufs Autofahren bzw. kann das ein ganzes Stück Arbeit sein.

    Zu den anderen Fragen kann ich leider nichts sagen.


    Und wie wollt Ihr ohne Scharmützel in der Wohnung aneinander vorbeikommen, wenn die Hunde nicht begeistert voneinander sind und aufeinander losgehen wollen? Was sagt Mitbewohnerin Nr. 3 dazu

    Genau das ist mein Problem. Ich möchte meinem Hund nicht unnötigen Stress aussetzen.

    Wäre super, wenn man vorher in eine Glaskugel schauen könnte.
    Manche Hunde blühen ja richtig auf, wenn sie Gesellschaft bekommen. Andere wiederum gehen ein. Weiß halt leider nicht, in welche Richtung das gehen wird. Daher hoffe ich auf Erfahrungsberichte. :ka:



    Wie stellt Ihr Euch das mit den Gemeinschaftsräumen vor? Seid Ihr dazu bereit, dass jede von Euch den eigenen Hund erst mal aufs eigene Zimmer beschränkt?

    Eigentlich möchte ich meinem Hund nicht zumuten, dass sie alleine im Zimmer bleiben muss, wenn ich abends in der Küche sitze.


    Wie ist das bei euch geregelt, seid ihr alle gleichberechtigt oder gibt es Hauptmieter und Untermieter?

    Ich bin Hauptmieterin. Die anderen beiden sind Untermieter. Finde auch, dass Gleichberechtigung wichtig ist. Jedoch nicht zu Lasten meines Hundes.

  • Mein kleiner Zweifel bei der Beschreibung der Hunde bei dem genannten Verein: die sind alle sonnig im Gemüt, verspielt, sozialverträglich ..... (die wenigen die ich gerade mal angeklickt habe).


    Das riecht gewaltig danach, dass man auf die individuelle Beschreibung des Hundes pfeifen kann.


    Ich würde auf jeden Fall sagen, dass mit entsprechenden Management und Training ein zweiter Hund in der doch eher weitläufigen Wohnsituation machbar ist, aber NICHT mit einem Hund unbekannten Charakters bei Hundeneuling.


    Das halte ich für ein Spiel mit dem Feuer.


    Liebe Grüße

  • Vielleicht mag sich ja die Mitbewohnerin auch hier anmelden.


    So ist es nämlich hauptsächlich reden über Dritte und lösen muss etwaige Probleme, die sich aus der Übernahme eines Auslandshundes ergeben können, sie selbst.


    Dir jetzt mögliche Negativszenarieen ausmalen bringt Euch vermutlich auch nix.


    Mein zwischenmenschlicher Hauptpunkt wäre: Schafft man es, einander wenig dreinzureden und wichtig für den Anfang:


    Hund 1 war immer Haupthund. Hat Person 1 nun auch nen Hund, ist das ihr Haupthund. Anfangs ist es aber fürs zwischenhundliche Klima besser, den Neuen nicht zu sehr zu beachten. Das ist für Person 2 schwierig, die ja jetzt endlich ihren Hund hat.

    Person 1, sprich Du, müsstest Deinem Hund vermitteln: "Der darf hier sein. Gehört jetzt dazu."


    Während Person 2 unter Umständen eher erst mal das Programm "Du bist neu hier und bäckst erst mal sehr kleine Brötchen" mit ihrem Hund fahren sollte.

    Letzteres ist wesentlich einfacher, wenn einem der Hund, der die alten Rechte hat und der, der noch keine hat, selbst gehören, da ist dann niemand beleidigt.

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  • Grundsätzlich ließe sich da vermutlich Vieles klären. Ich finde aber auch, dass es wesentlich einfacher und stressfreier werden könnte, wenn die Mitbewohnerin sich einen Hund aus dem deutschen Tierschutz vorstellen könnte. Dann könnte man die Zusammenführung mit deiner Hündin schonend und langsam gestalten und sie könnte sich ggf. auch aussuchen, ob ihr der Hund passt oder sie ihn womöglich von Anfang an nicht leiden kann. Damit würden sich viele Probleme vermutlich von selbst erledigen. Wäre deine Mitbewohnerin bereit, die Herkunft ihres zukünftigen Hundes noch mal zu überdenken?

    "I've learned to trust my instincts and commit fully to my choices, that there are no "bad" decisions and that even wrong decisions aren't fatal." (Gillian Anderson)


    Der Spinner und sein Azubi

    Immer im Herzen dabei: Benny, Senta und Assunta und die vielen Tierheimseelen

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