Gestressten Hund im Garten

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    Hallo alle zusammen, und schon mal sorry für den langen Text.


    Ich habe seit dem 13.12.2019 eine neue Hündin. Lu ist eine 3,5 Jahre junge Cavalier Dame und unkastriert. Zur Vorgeschichte kann ich nicht viel sagen, da ich mittlerweile glaube, dass mir die Vorbesitzerin nicht so ganz die Wahrheit gesagt hat. Lt ihr ist sie nämlich eine absolut schmusige, unkomplizierte Hündin, mit der bei ihr der Sohn (13 Jahre) spazieren gegangen ist und sie selbst sie angeblich immer ohne Leine laufen lassen hat, da sie super hören würde und sicher abrufbar sei.

    Bei mir angekommen zeigte sie sich dann ganz anders... super lieb und schmusig ja, aber spazieren gehen war eine enorme Herausforderung. Sie jagte eigentlich allem hinterher was sich auch nur minimal bewegte, zog an der Leine als würden wir Zughundesport machen und stand enorm unter Stress:hundeleine04:

    Gut dachte ich, neue Umgebung neues Ende der Leine, wird schon. Als es dann nach ein paar Wochen nicht besser wurde, zog ich eine Trainerin dazu. Diese bestätigte mir dann meinen Verdacht, dass mit ihr eigentlich noch nie etwas gemacht wurde. Der Verdacht kam mir, da sie bei beiden Besuchen immer mit einem anderen Hund aus dem Garten geholt wurde und die Vorbesitzerin da noch meinte "sie ist total robust, da sie eigentlich fast immer draußen ist". Meine Trainerin meinte "Der Hund hat sich einfach eine eigene Beschäftigung gesucht, da sie vom Menschen keine Aufmerksamkeit bekommen hat".

    Wir haben viel Leinentraining gemacht und auf bekannten Strecken läuft es auch relativ gut.

    Unser Hauptproblem ist nun aber der Garten. Wir haben einen komplett eingezäunten Garten und gerade jetzt bei dem schönen Wetter sind wir viel draußen... leider meist ohne Lu. Sobald sie in den Garten kommt, geht die Nase in den Boden und es wird gesucht, geschnüffelt und gerannt als gäbe es kein Morgen. Sie ist dann nicht mehr in dieser Welt, hört null und lässt sich auch durch nichts ablenken. Futter, Spielzeug alles egal. Wenn ich sie nicht "einfange", dann würde sie Stunden rennen. Selbst mit Leine ist sie nur am ziehen und will nur los. Man sieht ihr im Gesicht an, dass sie absolut unter Strom und Stress steht.


    Ich bin langsam echt am verzweifeln und es tut mir auch so leid, wir sitzen draußen und sie im Haus. Leider hat meine Trainerin den Unterricht aufgrund von Corona aktuell eingestellt, daher hoffe ich hier auf Tips und Ratschläge.


    Ich sage schon mal vielen Dank, frohe Ostern und bleibt gesund:gut:

    Ganz liebe Grüße
    Katja & Lu und das Benny Männchen für immer im Herzen

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  • Hast du schonmal ausprobiert, sie einfach am Tischbein oder etwas anderem stabilen anzubinden und mal komplett zu ignorieren? Das sie erstmal lernt, das im Garten nichts passiert und genauso ein Ort zum entspannen ist wie zu Hause. Generell würde ich mit ihr nichts im Garten machen, damit sie keine Erwartungshaltung hat. Knabbern oder einen Kong kannst du ihr Anfangs geben, damit sie nicht zusätzlich unter Stress steht weil sie plötzlich gar nichts machen darf. Wie ist denn sonst so euer Tagesablauf, wenn sie immer so gestresst ist? Hat sie genügend Pause und wie verhält sie sich im Haus? Macht ihr eventuell zu viel oder zu wenig mit ihr? Schreib gerne mal, wie euer Tag so ausschaut :bindafür:

    Lg

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  • Danke für Deine Antwort. Das mit fest binden habe ich tatsächlich noch nicht versucht, werde ich morgen direkt mal mit anfangen.


    Unser Tag ist eigentlich sehr entspannt. Wenn ich arbeiten muss, dann gehe ich so gegen 6 eine Runde mit ihr, nur für Pipi und Kacka. Danach chillt sie im Körbchen bis meine Eltern so gegen 9 (Rentner) aufgestanden sind und sie dann nach unten holen. Gegen Mittag so 12Uhr rum geht mein Dad dann so 20-30min mit ihr spazieren und bringt sie dann erst einmal wieder hoch zu mir ins Wohnzimmer. Gegen 15/15:30 holen sie sie dann meist wieder runter und sie liegt bei ihnen. Ich komme so gegen 16 nach Hause und gehe dann eine große Runde (1-1,5std) mit ihr raus. Danach geht es dann noch 1-2 zum Pipi machen auf die Wiese. Am Wochenende geh ich die große Runde meist morgens und danach dann nur noch kürzere.

    Im Haus ist sie auch total entspannt, hat eine Box die sie freiwillig aufsucht, wenn wir z.B in Action (putzen, saugen usw) sind oder mal keiner da ist. Spazieren ist auch schon um ein vielfaches besser geworden... nur der Garten, da dreht sie total auf.

    Ganz liebe Grüße
    Katja & Lu und das Benny Männchen für immer im Herzen

  • Das hört sich m.M.n gut an. Ich denke, es ist einfach nur eine Sache des Trainings, so wie die Entspannung auch im Haus trainiert werden musste (auch wenn du es jetzt nicht explizit erwähnt hast, aber ich denke jetzt einfach mal das sie auch im Haus anfangs eher unruhig war). Ihr kriegt das sicherlich schnell in Griff und lieber weniger im Garten lassen dafür entspannt, als den Hund immer mit raus nehmen und zum Schluss einen gestressten Hund haben. :nicken:

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich würde sie momentan auch nur angeleint in den Garten lassen und ihr etwas zum kauen anbieten.


    Außerdem nach Eurer großen Runde, wenn sie müde ist. Sie muss lernen, dass der Garten auch Entspannung bedeuten kann. Die Leine kann man ja mit der Zeit etwas verlängern, so dass sie mal ein paar Schritte auf der Terrasse gehen kann. Sobald sie anfängt aufzudrehen, wieder zurück ins Haus.


    Wenn für sie Garten bedeutet: Juchu, endlich mal was unternehmen, sitzt das Verhalten sicherlich ziemlich fest. Da hilft nur Geduld und Konsequenz. Aber wenn sie im Haus schon gut zur Ruhe findet, wird das sicher mit der Zeit besser werden. :smile:

  • Ich würde sie auch angeleint mit rausnehmen. Sie hat bisher gelernt, dass der Garten der einzige Ort ist, an dem was passiert und dass man die Zeit dort vermutlich bis zum Anschlag nutzen muss.

    Als mein Hund noch ein Welpe war, war der Garten (1000qm) für ihn auch so eine Art Phantasialand, wo es ja IMMER was zu tun gab und wo man dementsprechend nicht zur Ruhe kam. Daher musste er als Welpe auch oft angeleint am Tischbein mit uns draußen sein und wurde ignoriert. Irgendwann begriff er, man kann auch draußen einfach mal nichts tun.

    Auch heute ist er noch gerne im Garten, aber legt sich oft auch nur auf die Terrasse zum Dösen oder geht von selber ins Haus, wenn er müde wird.

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