4 Rassen zur Auswahl - Was passt am besten?

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    Hallo zusammen,


    meine Freundin und ich überlegen uns schon seit 4 Jahren ob wir uns einen Hund zulegen sollen.


    Leider hat das alles nie so gepasst. Die Wohnung war nicht ebenerdig, wir waren beschäftigt in Vollzeit, und, und, und.


    Jetzt passt aber alles und die Überlegungen werden etwas ernsthafter.


    Wir legen sehr viel Wert darauf, eine Rasse zu finde die zu uns passt. In erster Linie Charakterlich, aber natürlich soll der Hund uns vom Aussehen her auch ansprechen.


    Momentan überlegen wir zwischen verschiedenen Rassen hin und her. Ich liste diese mal hier auf und schreibe euch unsere Gedanken dazu auf.


    Vorher möchte ich noch eben erklären, was wir so mit dem Hund vorhaben:


    Natürlich wandern. Freunde von uns die mit im selben Haus wohnen haben auch einen Hund und größere Runden werden fast täglich gedreht.

    Auch im Urlaub sollte der Hund uns gerne begleiten, wenn wir durch die Wälder wandern und die Gegend erkunden.


    Alles was mit Wasser zu tun hat. Wir haben in der Nähe eine Talsperre wo man sehr viel machen kann. Schwimmen, segeln, mit dem Kanu fahren, stand up paddling, am liebsten hätte ich den Hund bei allem dabei. Eine Wasserratte wäre mir sehr recht und ich würde meinen Hund von Anfang an dahingehend erziehen.


    Wir möchten halt mit dem Hund leben und wir möchten, dass der Hund auch mit uns lebt. Das heißt, wenn ich etwas unternehme, dann sollte es für mich ganz selbstverständlich sein, dass der Hund dabei ist. Wir möchten ihn nicht immer zu Hause lassen müssen und dann die ganze Zeit die Uhr im Blick haben.

    Was soll er können?

    Ich brauche keinen Hund, der einen doppelten Salto rückwärts kann. Ich finde aber, dass wenigstens ein bisschen Lernbereitschaft da sein sollte.


    Der Hund sollte abrufbar sein. Sitz, Platz, Bleib und Notfallstop sollte funktionieren. Impulskontrolle finde ich auch sehr wichtig.


    Der Hund sollte ein ausgeglichenes Wesen haben und mit anderen Hunden gut zurechtkommen. (Ich weiß, das hat man selbst in der Hand)


    Ein Hund, der EXTREM viel Beschäftigung braucht, wie z.B. ein Border Collie ist falsch bei uns.


    Welche Erfahrung haben wir?

    Ich bin mit 2 Hunden groß geworden und habe mal in einer Hundepension ausgeholfen und dort sehr viel Erfahrung gesammelt. Ich habe noch nie einen Welpen alleine erzogen.


    Meine Freundin hatte bisher nur Katzen.



    Irischer Wolfshund:


    Diese Rasse war eigentlich die erste Rasse, bei der wir gesagt haben, dass es wirklich unsere Rasse ist. Das Wesen dieser Hunde ist einfach genial, da sie so ruhig, ausgeglichen und liebenswürdig sind. Im Grunde sind IWs genau das was wir wollen, da wir einen Hund suchen, der nicht die ganze Zeit auf 200 ist.


    Wir waren sogar schon bei einem Züchter und haben uns die Hunde angeschaut. Wir waren danach nur noch mehr begeistert von dieser Rasse, weil Sie alle so ruhig waren aber sich trotzdem gefreut haben und Kontakt gesucht haben. (Es gibt ja auch Hunde die ruhig sind, aber auch dann keinen Bock auf Menschen haben)


    Allerdings gibt es hier ein paar Sachen, die uns etwas stören, bzw. verunsichern.


    Da ist zum Beispiel die Größe. Die meisten IW-Halter finden gerade das ja so toll. Ist es ja auch. Aber ich frage mich, ob das nicht völlig unpraktisch ist.


    Eine große Wohnung brauchen die IWs ja nicht, weil sie in der Wohnung fast nur rumliegen, aber ich denke da an solche Sachen wie: Was mache ich, wenn der Hund krank ist und mir die Wohnung vollmacht?


    Magen-Darm bei so einem Hund stelle ich mir wie die Apokalypse vor.


    Auch die Pubertät bei einem Hund dieser Größe verunsichert mich etwas. Wenn so ein Hund mal in die Couch beißt ist sie halt schnell kaputt.


    Könnte einen die Größe davon abhalten den Hund irgendwo hin mitzunehmen? Der ist halt nicht fix unter den Arm geklemmt oder auf der Rückbank im Auto verstaut wie ein kleinerer Hund. Oder mache ich


    Es ist so eine tolle Rasse, aber ich stelle mir so manche Unternehmungen mit diesem Hund einfach schwierig vor.


    Scottish Deerhound:

    Für uns die kleinere, praktische Variante des Irischen Wolfshundes. Zumindest denken wir das. Von den meisten Leuten hören wir, dass diese Rasse genauso lieb und ausgeglichen ist, wie der Irische. Andere sagen aber, dass der Deerhound gar nicht so lieb und einfach wie der IW ist.


    Dass diese Hunde auch gerne mal zickig sind, und gerade in der Pubertät anstrengend werden können und extrem viel Energie haben.


    Berger Blanc Suisse:

    Diese Rasse tanzt etwas aus der Reihe und hat andere Anforderungen als der IW und der SD.


    Wir wissen, dass die Berger Blanc Suisse mehr Energie haben und auch sowohl geistig als auch körperlich beschäftigt werden wollen, allerdings geht das für uns noch in Ordnung, da die meisten dieser Rasse auch gefallen wollen.


    Für das was wir so unternehmen würde sich dieser Hund gut eignen. Sie haben ein tolles Wesen, eine tolle Größe und sehen auch noch toll aus.


    Miniatur Bullterrier:

    Meine Freundin findet diese Hunde unglaublich toll. Nach längerem Betrachten finde ich sie auch ganz witzig. Die meisten Leute sagen, dass die Mini Bullys sehr lustig, kuschelig, gutmütig und manchmal ein bisschen faul sind, wenn sie nicht gerade mal wieder übertrieben Vollgas geben. :)


    Allerdings finde ich, dass bei diesen Hunden immer wieder ein ganz Großes ABER rauszuhören ist.


    Zum Beispiel sollen sie angeblich sehr stur und wenig lernbereit sein. Es fühlt sich schon fast ein bisschen so an als müsse man die Macken des Hundes einfach akzeptieren. Sitz und Platz funktioniert nicht, die Couch wird immer wieder als Bett benutzt sogar, wenn Herrchen dabei ist; und auf Abruf zurückkommen klappt auch nur, wenn es gerade passt.


    Ich finde, man muss zwar die Rassen so nehmen wie Sie sind, aber wenn ich so ein Verhalten möchte, bleibe ich bei Katzen.


    Darüber hinaus scheinen andere Hunde doch häufiger Probleme mit diesen Hunden zu haben durch die dominante Körpersprache.


    Bei vielen Mitmenschen kommt dieser Hund wohl auch nicht gut an und man muss sich angeblich diverse Beleidigungen anhören.


    Des Weiteren habe ich auch mal nach Minis im Tierheim geschaut und viele von Ihnen scheinen das gleiche Problem zu haben: sie sind sehr leicht stark erregbar, wobei ich mich frage, was passiert, wenn dieser Hund so stark erregt ist? Beißen?


    Diese Rasse ist mir bis jetzt das größte Rätsel. Werden sie verherrlicht? Wird das ganze etwas überdramatisiert und die Halter haben den Hund nicht im Griff?


    Und wie kommen diese Hunde an, wenn man sie mal mit in den Urlaub nimmt? Haben andere Länder dieselben Vorurteile wie Deutschland?


    Kann diese Rasse überhaupt schwimmen?


    Das sind so die Dinge, die wir jetzt zu diesen Hunderassen zusammengetragen haben.


    Wie sind da eure Erfahrungen? Was stimmt, was stimmt nicht? Was ist vielleicht gar nicht so dramatisch wie jetzt gedacht? Was könnte mehr Probleme machen als gedacht?


    Vielen Dank für eure Hilfe!


    Irgendwelche Fragen die wir noch dringend beantworten müssen damit man uns vernünftig helfen kann?


    Grüße!


    Jin

  • Natürlich wandern.

    Freunde von uns die mit im selben Haus wohnen haben auch einen Hund

    Alles was mit Wasser zu tun hat.

    Das heißt, wenn ich etwas unternehme, dann sollte es für mich ganz selbstverständlich sein, dass der Hund dabei ist.

    Ich finde aber, dass wenigstens ein bisschen Lernbereitschaft da sein sollte.

    Der Hund sollte abrufbar sein. Sitz, Platz, Bleib und Notfallstop sollte funktionieren. Impulskontrolle finde ich auch sehr wichtig.

    Der Hund sollte ein ausgeglichenes Wesen haben und mit anderen Hunden gut zurechtkommen. (Ich weiß, das hat man selbst in der Hand)

    Ein Hund, der EXTREM viel Beschäftigung braucht, wie z.B. ein Border Collie ist falsch bei uns.


    Tut mir wirklich Leid, ich weiß, sie werden oft empfohlen und bei/von den "Ratsuchenden" genauso oft belächelt, aber... Das alles, was ich hier zitiert habe, schreit für mich nach einem Retriever.

    Also wirklich wirklich laut.


    Habt ihr euch mit den verschiedenen Retrievern (gibt ja mehr als Golden und Labrador) mal auseinander gesetzt?

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  • Ich finde keine der Rassen für eure Zwecke geeignet.


    Für einen immer-mit-dabei-Hund der auch auf dem Wasser dabei sein soll würde ich was kleines bis mittelgroßes wählen das mit im Bott/auf dem Board sein kann, denn der Hund kann ja nicht stundenlang hinterherschwimmen.

    Zumal die genannten Rassen nicht das sind was mit unter "Wasserratte" als erstes einfallen würde.


    Erstere Rassen sind mWn Sprinter und der Bullterrier eher nicht so lauffreudig, dh mit langen Wanderungen und viel Schwimmen sind die vermutlich nicht so glücklich.


    Außerdem sind Riesenrassen erst spät belastbar und werden früh alt, dh Die Zeit in der ihr mit dem Hund wirklich aktiv sein könnt beschränkt sich auf wenige Jahre und die restliche Zeit müsst ihr doch Rücksicht nehmen und den Hund Zuhause lassen.



    Ich würde mich mal bei den Rassen umsehen die ursprünglich für die Wasserarbeit gezüchtet wurden (welche genau in Frage kommen müssen die Experten dir sagen, das ist nicht meine Rassegruppe. Spontan fällt mir der klassische Labrador ein) oder zumindest dafür bekannt sind wasseraffin zu sein. Ich denke da kommen auch einige Terrier in Frage.

    Was genau gut zu euch passt kann hier diskutiert werden.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich würde da eher einen Mittelschnauzer sehen. Eine Größe die ihr wahrscheinlich noch akzeptieren würdet, robuste Hunde die für alles zu haben sind und optisch immernoch halbwegs das was eure Aufzählung hat.


    Bezüglich Ausflügen und Wasserliebe wäre ein Labrador dennoch der beste Hund für euch

  • Du kannst mal bei mir im Thread Deerhounds gucken, wenn du magst. Ich kann auch sonst zu dieser wunderbaren Rasse sehr gerne weiterhelfen :smile:

    ABER: was du schreibst, insbesondere wenn es um Wasseraktivitäten uä geht, klingt leider überhaupt nicht nach einem Deerhound. Auch ich muss da eher an einen Labrador denken.

  • Was ist mit den Wasserhunden? Also Lagotto und Co? Könnten die passen?


    Da hier die Retriever vorgeschlagen wurden:

    Einen Labrador oder Golden aus Showlinie könnte ich mir sehr gut bei euch vorstellen. Vielleicht auch einen Flat Coated Retriever, das sind gut gelaunte Clowns, die ich aktiver als Showlinien bei Golden und Labbi kennengelernt habe. Einen Chesapeake Bay Retriever würde ich als Anfänger nicht nehmen, die bringen ordentlich Schutz- und Wachtrieb mit, das muss man Händeln können. Vom Nova Scotia Duck Tollingg Retriever würde ich auch abraten, die brauchen eine ernsthafte Beschäftigung, die über Gassigehen und Wandern hinaus geht um glücklich zu sein

    Vielleicht kann AnjaNeleTeam etwas zum Curly Coated Retriever sagen?

  • Cocker und English Springer Spaniel könnten auch noch gut passen, oder?

    Ich hab die Spaniel insgesamt als fröhlich, spritzig, gern dabei und wasseraffin kennengelernt.


    Bei den 4 genannten Rassen schließe ich mich an, die passen nicht so richtig.

    Vielleicht noch der Weiße Schäfi, aber ich glaube mit einem anderen Typ Hund tut ihr euch mehr einen Gefallen.

  • Beim Minibully müsstest Du damit leben können, dass sie meistens kleine grobmotorische Abrissbirnen sind und oft die Lernbegeisterung nicht mit Löffeln gefressen haben. Artgenossenunverträglichkeit kommt recht häufig vor. Und ja - Du kannst auch mit negativen Reaktionen rechnen. Und - je nachdem, wo Du wohnst - wenn er etwas größer wird als im Standard angegeben, kanns Dir trotzdem passieren, dass der vom Ordnungsamt als Listenhund eingestuft wird.


    Es sind tolle clowneske Hunde, aber eher nix für Eure Ansprüche, denke ich.


    Zum BBS rufe ich mal Marabea , @Dreamy92 und ThorstenD . Und WeisseSchwalbe hat glaube ich auch einen BBS.


    Für Euer Programm würde ich tatsächlich auch nicht zum Irischen Wolfshund greifen. Die Größe und die gesundheitlichen Einschränkungen, die viele Rassevertreter mittlerweile haben (leider - ist eine meiner absoluten Traumrassen :( :) würden mich da dreimal schauen lassen.


    Zum Deerhound kann ich nichts sagen, noch nie einen live erlebt.


    Bei Wasser fiele mir der Lagotto ein.

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