Mehrhundehaltung - Zweithund = Welpe - Beißhemmung, Eifersucht & Co.

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    Hallöchen,


    ich hoffe auf eure Hilfe. Jetzt habe ich aber ein paar Fragen, auf die ich in unzähligen Foren und Büchern nicht so richtig antworten gefunden habe.

    Wir haben seit etwas über einer Woche einen 13-wöchigen Welpen als Zweithund, sie ist ein kompletter Mischling.

    Unsere Ersthündin ist 5 1/2 Jahre alt (Labrador Mix) und eine total brave und wohlerzogene Hündin, die ich auch als Welpe bekommen habe und die mit allen Hunden bis jetzt gespielt hat. Die beiden haben sich auch schon vor dem Einzug kennen gelernt.


    1. Mein Welpe scheint nicht auf meine Korrekturen zu reagieren. Ich versuche immer ruhig und bestimmt zu sein. Aber sie beißt alles an (mir ist klar, dass sie die Beißhemmung erst lernen muss) und ich korrigiere sie, aber sie schnappt immer wieder danach. Natürlich habe ich auch probiert ihr eine Alternative immer anzubieten, sie zu ignorieren (was aber schwer ist, wenn sie die Couch gerade bearbeitet), usw. Aber es beeindruckt sie nicht oder sie fängt auch noch an mich anzuknurren. Habt ihr Tipps?

    2. Das führt mich auch zum nächsten Punkt, sie ist immer so aufgedreht, obwohl ich darauf achte, ihrem alter entsprechend nur 20 Minuten spazieren zu gehen. Mit ihr kurze Trainingseinheiten mache usw. Ich verordne ihr dann Zwangspausen in der Box. (Die kennt sie seit dem ersten Tag und sie schläft auch dort.) Ich bleibe dann bei ihr sitzen, bis sie einschläft. Aber sie schläft meines Erachtens viel zu wenig. Was meint ihr?
    3. Meine große Maus lässt sich irgendwie alles gefallen. Die ersten Tage hat sie die Kleine ignoriert. (Am ersten Tag sogar Stress gehechelt.) Dann am 5. Tag haben sie miteinander gespielt. Zusammen liegen tun sie nie. Aber sie korrigiert die Kleine nicht. Lässt sich Spielzeug wegnehmen. Was soll ich tun?
    4. Und die Große verhält sich finde ich komisch. Wenn die Kleine schläft, dann legt sich die Große auch zu mir, aber so bald sich die Kleine rührt (selbst wenn es nur im Schlaf ist), springt sie auf und geht. Sie folgt auf einmal nicht mehr so brav. Sie steht ewig vor mir und will aber nicht gestreichelt werden. Legt sich das?
    5. Prinzipiell bekommt die Große natürlich zu erst das Essen, wenn ich mit der Kleinen trainiere, dann auch mit der Großen, ich mache auch Spaziergänge alleine mit der Großen, ich kuschle auch alleine mit der Großen. Wie lange soll ich das so machen? Kann ich irgendwann mit beiden gleichzeitig trainieren und spazieren gehen oder sollte ich das ein Leben lang so fortführen?


    Mir ist/war natürlich klar, dass ein Welpe wieder viel Arbeit ist und dass sie sich nicht gleich überalles lieben werden. Aber ich wollte eigentlich meiner Großen was Gutes tun.


    Ich weiß, das sind ziemlich viele Fragen, aber ich bin grad auch ein bisschen verzweifelt.
    Ich danke euch schon jetzt aus ganzem Herzen.


    Herzliche Grüße

    Angelika

  • Für wen hast Du den Welpen denn gekauft? Für Dich selbst oder für Deinen älteren Hund?

  • Für uns beide. Einerseits weil ich immer einen zweiten Hund wollte, wenn die Große gut erzogen ist. Weil ich Hunde liebe. Andererseits für die Große, am Land trifft man nicht immer Hunde zum Spielen und da sie sehr verspielt ist, dachte ich das ihr das gut tun wird.

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  • Also, Deine Große findet den Welpen kacke.


    Aber da der Hund ja für Dich da ist ... Was macht ihr so im Tagesverlauf?

  • Ok und das heißt für mich? Kann sich das legen, soll ich irgendwas machen, das dem entgegen wirkt?


    Um 6.30 spazieren gehen, danach Futter. Etwas Training und spielen (gerade in der früh ist sie sehr aufgedreht).

    Um 8.30 schlafen dann beide mal für 2 Stunden (muss sie dazu aber meist zwingen). In der Zeit kuschle ich dann auch mit der Großen für eine halbe Stunde.

    Dann raus nur zum Lösen. 5 Minuten Training.

    Dann spielt sie mit der Großen oder Alleine und schläft ca. 1 1/2 Stunden später wieder ein für 1 Stunde.

    Dann wieder spazieren und Mittag essen. Dann versuch ich sie wieder zum schlafen zu bewegen.

    So gegen 17 Uhr wieder raus und danach wieder essen und spielen. (wieder zum schlafen zwingen)

    Abends ist sie dann ziemlich aufmüpfig, wir spielen und wieder schlafen probieren.

    Gegen 23.30 nochmals ein kurzer 10-minütiger Spaziergang und ab ins Bett.

    Über den Tag verteilt immer wieder kurze Trainingseinheiten oder Suchspiele etc.


    Dazwischen versuche ich mit der Großen zumindet einmal alleine zu gehen (Apportierspiele, Unterordnung und Leinenführigkeit, sowie frei laufen).


    Natürlich gehen wir auch Samstags in die Hundeschule und donnerstags zur Welpengruppe.


    Und was ist wegen dem, dass sie sich nicht wirklich korrigieren lässt?

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich glaube die Kleine kann bei deinem Programm nur sehr schlecht zur Ruhe kommen. Wenn du mehrmals über den Tag verteilt immer wieder Training, Spielen und Suchspiele machst, kratzt sie das immer wieder erneut auf und sie kann schwer dauerhaft runterkommen.


    Ich würde hier den Fokus ganz klar auf Ruhe halten und Schlafen legen. Sie geht ja schon 2x die Woche zur Hundeschule und wenn du dann noch ständig Zuhause etwas machst, kann das je nach Hund sehr überfordernd sein und ein ständiges Hochgedreht-Sein verursachen.


    Vielleicht legt sich die Problematik mit dem beißen etwas, wenn sie allgemein etwas runterfährt.

  • Naja Training heißt vielleicht 3-4x 5 Minuten. Wenn ich nicht mit ihr spiele, fängt sie an aufmüpfig zu werden. Spazieren tun wir nur 3x 20 Minuten, dazwischen immer nur zum lösen raus. Ich versuch sie ständig zum Schlafen zu bewegen, in dem das ich sie in die Box bringe, dort sitze, aber sie schläft nicht ein. Obwohl sie in der Nacht auch ohne Probleme dort schläft und sie dort schon zur Ruhe kommt.

    Ich glaube die Kleine kann bei deinem Programm nur sehr schlecht zur Ruhe kommen. Wenn du mehrmals über den Tag verteilt immer wieder Training, Spielen und Suchspiele machst, kratzt sie das immer wieder erneut auf und sie kann schwer dauerhaft runterkommen.


    Ich würde hier den Fokus ganz klar auf Ruhe halten und Schlafen legen. Sie geht ja schon 2x die Woche zur Hundeschule und wenn du dann noch ständig Zuhause etwas machst, kann das je nach Hund sehr überfordernd sein und ein ständiges Hochgedreht-Sein verursachen.


    Vielleicht legt sich die Problematik mit dem beißen etwas, wenn sie allgemein etwas runterfährt.

    Hast du vielleicht einen Rat bzgl. meiner Großen? Siehst du das genauso wie flying-paws?

  • Mein Welpe hat in dem Alter nichts gemacht. Keine Hundeschule, keine Action, nur kurze Runden ohne Leine im Wald. Ansonsten haben wir viel zusammen geruht und gekuschelt.

    Wenn er mal aufdrehte, habe ich das übernommen und dafür gesorgt, dass mein Großer Ruhe hat - denn ich hab den Zwerg angeschleppt, deshalb bin ich auch dafür verantwortlich, ihn zu bespaßen, und nicht der Große.

    Mein Großer korrigiert den Kleinen, wenn er es zu bunt treibt, aber das kann deine Labbihündin nicht, also musst du es für sie tun. Fahr das Programm etwas runter, damit der Zwerg zur Ruhe kommen kann, dann wird das mit dem Beißen auch besser. Viel üben muss der Kleine auch nicht, erstmal würden mir persönlich Abbruch und Rückruf reichen, aber das muss jeder für sich wissen.

    Ich würde der Kleinen auch mal ne Auszeit verordnen, während du mit der Großen trainierst oder kuschelst.

    Deine Große muss ihren Platz auch erst wieder finden, die Kleine ist doch erst ein Woche bei euch und noch ist alles neu. Es dauert, bis sich das einpendelt und die Hunde ihren gemeinsamen Weg finden. Je besser du jetzt regelst und managst, desto besser werden sich die Hunde aufeinander einstellen.

    "I've learned to trust my instincts and commit fully to my choices, that there are no "bad" decisions and that even wrong decisions aren't fatal." (Gillian Anderson)


    Der Spinner und sein Azubi

    Immer im Herzen dabei: Benny, Senta und Assunta und die vielen Tierheimseelen

  • Hast du vielleicht einen Rat bzgl. meiner Großen? Siehst du das genauso wie flying-paws?

    Ich glaube es ist nicht unbedingt ungewöhnlich, dass ein älterer Ersthund zunächst ziemlich wenig begeistert von einem Zuwachs ist. Ich würde auf jeden Fall dafür sorgen, dass die Kleine die Große nicht zu sehr belästigt und da gegebenenfalls auch ein bisschen managen, wenn sie sich gar nicht gegen das Kleinteil wehrt. Außerdem würde ich darauf achten, dass die Große auch genug Zuwendung und Aufmerksamkeit bekommt, aber das scheinst du ja auch zu machen :smile:


    Ich würde mir da erstmal nicht so viel Stress machen. Die Beiden werden sich schon miteinander abfinden und sich mögen lernen. Vielleicht kann deine Hündin auch einfach nicht so viel mit Welpen anfangen und es wird besser, wenn die Zweithündin etwas älter ist?

    Meine Maus kann mit Welpen zum Beispiel auch absolut nichts anfangen. Sie ist nicht böse aber sie weiß einfach nicht, wie sie auf so einen jungen Hund reagieren soll und so richtig spielen kann sie mit denen auch nicht. Vielleicht ist das bei deiner Hündin ja ähnlich?


    Gib den Beiden einfach etwas Zeit. Sie scheint ja zumindest nicht böse gegenüber dem Hundekind zu sein und da würde ich einfach dafür sorgen, dass das auch so bleibt, sprich ihr auch Pausen vom Kleinteil ermöglichen und ihr helfen, wenn es zu viel wird. Vielleicht kannst du dir auch ab und zu mal nur deine Große schnappen und ihr macht einen schönen großen Spaziergang zu zweit wenn jemand auf das Zwergi aufpassen kann.


    Naja Training heißt vielleicht 3-4x 5 Minuten. Wenn ich nicht mit ihr spiele, fängt sie an aufmüpfig zu werden. Spazieren tun wir nur 3x 20 Minuten, dazwischen immer nur zum lösen raus. Ich versuch sie ständig zum Schlafen zu bewegen, in dem das ich sie in die Box bringe, dort sitze, aber sie schläft nicht ein. Obwohl sie in der Nacht auch ohne Probleme dort schläft und sie dort schon zur Ruhe kommt.

    Ich würde das dennoch alles reduzieren und herunterfahren. Gerade wenn ein Hund so schlecht zur Ruhe kommt, ist es meistens eher zu viel als zu wenig. Ruhe und Schlafen ist aktuell wichtig, sonst erstmal nicht viel. Dem ständigen Fordern nach Spiel würde ich auch nicht nachkommen, so erziehst du dir nur einen kleinen Aufmerksamkeitsjunkie der ständig Beschäftigung braucht.


    Hast du denn eine Idee, was in ihr so drinstecken könnte?

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