Chronische Blasenentzündung

Es gibt 36 Antworten in diesem Thema, welches 3.083 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Sacco.

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    Bei unserem Rüden wurde eine Blasenentzündung festgestellt.

    Die Blasenwand ist sehr dick und er hat Grieß in der Blase. Er hat jetzt knapp 2 Wochen Antibiotika bekommen. Seit einer Woche bekommt er zusätzlich Cortison, Cranberrytabletten, Tropfen und Globuli. Es wird aber kein Stück besser. Er trinkt immer noch recht viel und muss sehr oft raus. Ab und zu muss er Nachts nur 1 mal oder gar nicht raus und dann wieder 3-4 mal.

    Die Tierärztin sagte uns das es bei einer chronischen Blasenentzündung sehr lange dauert und es nie wieder richtig gut wird. Es soll, wenn es wärmer wird, wohl besser werden.

    Bei ihm ist es im Sommer, jedenfalls den letzten, genauso wie jetzt.


    Habt ihr Erfahrungen mit chronischen Blasenentzündungen? Kann man etwas machen und was kann man machen? Worauf sollten wir achten?


    Ganz lieben Dank schon mal.


    LG
    Sacco

  • Ich habe nur einen Tipp, mit dem ich meine chronische Blasenentzündung einst in den Griff bekam. Mit dauerhaft Antibiotika bin ich sie nämlich nicht verlässlich losgeworden. Dann bekam ich diesen Ratschlag und habe es mit meiner Verzweiflung eben ausprobiert, glücklicherweise mit Erfolg.

    Allerdings habe ich keine Ahnung, ob man das bei Hunden ausprobieren darf oder ob die Hagebutte vielleicht giftige bzw. unverträgliche Stoffe enthält. Das müsstest du unbedingt zuvor mit deinem Tierarzt abklären.


    1 Teelöffel grober Hagebuttentee aus der Apotheke, also grob gehackt inkl. aller Bestandteile der Frucht, wie Kerne, Schale etc. in

    3 Tassen (normale Kaffeetassen, keine Becher) Wasser mindestens 20 Minuten köcheln lassen, bis sich die Flüssigkeit auf eine Tasse reduziert hat. Danach absieben und die Flüssigkeit trinken, jeweils morgens, mittags und abends.


    Die Hagebutte enthält wohl Gerbstoffe, die beim langen Auskochen frei werden und in Blase und Harnwegen desinfizierend wirken.

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  • Ich habe auch nur reingeschaut, weil ich auch andauernd eine habe und dachte, vielleicht hat jemand eine Idee ^^


    Vielen Dank dafür ;-) Das werde ich testen!

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  • Bei ihm ist es im Sommer, jedenfalls den letzten, genauso wie jetzt.

    Was war denn da? Hat er die Entzündung seit letztem Sommer oder seit zwei Wochen?


    Erst mal würde man, glaube ich, erneut Urinproben abgeben, damit die gucken können, ob das Antibiotikum angeschlagen hat und sonst ein Antibiogram andingsen können.
    Wenn es dagegen angeschlagen hat und die Bakterien gar nicht mehr das Problem sind sondern die Harnsteine (Ultraschall oder Röntgen), dann müssen die gesondert behandelt werden je nach Steinart. Wenn sich rausstellt, dass es nur "Grieß" ist (das ist ja so eine Zwischenstation zwischen Kristallen und Steinen?), dann kann man noch probieren das Futter und den PH-Wert des Harns anzupassen. Dazu läuft man dann dem Hund ständig mit kleinen Messstreifen hinterher, wenn er das Bein hebt. :D
    Auf eigene Faust irgendwelche Tropfen, Früchte oder Globuli zu geben ohne Diagnose kann es sicher auch schlimmer machen.

  • Wurde die Beschaffenheit des Blasengrieses diagnostiziert?

    Meiner Erfahrung nach - unsere Berner-Mix-Hündin hatte immer wieder Probleme - ist das Wichtigste den Gries auszuschwemmen und das "Nachwachsen" zu unterbinden.

    Unsere Bernerin hatte immer wieder Struvitbelastung, das haben wir mit angepasster Fütterung und Nahrungsergänzung von Hagebutte/Cranberry und Produkten von Naturheilkunde bei Tieren in den Griff bekommen. Ich habe regelmäßig 1 x wöchentlich den PH-Wert des Urins mit Teststreifen kontrolliert. Wenn der PH-Wert "gekippt" ist habe ich gegengesteuert.

    Liebe Grüße


    Ute mit Manni und Hera

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich kann auch nur von meiner eigenen chronischen Blasenentzündung berichten. Hund blieb bisher zum Glück verschont.

    Bei mir half nur Erhnährung langfristig möglichst Kohlenhydratarm gestalten, regelmäßig Abends einen halben Liter Schachtelhalmtee trinken und bei akuten Schüben dann ANgocin-Tabletten.

    Die Hagebutte werde ich mal versuchen falls es wieder aufmukt. Die klingt gut.


    Ansonsten hilft Kamileetee auch gut, das wirkt ebenfalls leicht desinfizierend auf den Harntrakt.

    Aber ich schließe mich meinen Vorposterinen an: der Grieß kann gut eine Ursache für die Reizung und das ständige Pinkelnmüssen sein. Hatten wir mal bei einem Kater. Der bekam dann länger ansäuerneds Futter und nachdem die Kristalle bzw. der Grieß weg waren ließ auch das ständige aufs Klo rennen wieder nach.

  • was wird denn gegen den Gries in der Blase unternommen?

    Ares hatte als Junghund ja Symptome, die denen einer Blasenentzündung geähnelt haben. Bei ihm waren aber Kristalle im Urin das Problem. Blasenentzündung hatte er keine.

    Bei ihm wurden dann auch nur die Kristalle behandelt. Nach ein paar Wochen war dann vorbei. Hatte sich anscheinend ausgewachsen.

  • Eni46 , der Tipp ist ja klasse! Danke, das druck ich mir aus.


    Bei einer meiner Hündinnen war jährlich nach dem früher noch üblichen jährlichem Impfen Blasenentzündung angesagt.


    Ich hab und gebe dann sofort hochdosiert VC (künstliches) für einige Tage, so bekam ich es weg. Ab auch.


    VC macht das Blasenmillieu sauer, das mögen Bazillen gar nicht gerne.

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

    23.02.2005 bis 25.12.2019 meine Begleiterin durch dick und dünn. Danke

  • Habt ihr Erfahrungen mit chronischen Blasenentzündungen? Kann man etwas machen und was kann man machen? Worauf sollten wir achten?


    Ich habe auch nur reingeschaut, weil ich auch andauernd eine habe und dachte, vielleicht hat jemand eine Idee ^^

    Hallo, ich habe Erfahrungen in beiden Richtungen, also bei mir und bei Fussel!


    Ich hatte mehrere kurze und eine lange Blasenentzündung über 4 Monate. Antibiotika haben alles verschlimmert (trotz Antibiogramm) und in meiner Verzweiflung hatte ich mich dann umgeschaut und habe dann, mit Unterstützung meiner Gynäkologin, auf Naturheilmittel zurückgegriffen, weil auch schon mein Darm zerschossen war.

    Für jede Blasenentzündung, mein Tipp Nr. 1, egal ob Mensch oder Hund D-Mannose (nur aus Birke, z.B. von Zein Pharma)

    3 Wochen hatte ich Cystorenal (Granberry) genommen.

    Arctuvan (Bärentraubenblätter) nur 1 Woche

    Angocin (Infektabwehr)

    Cantharis Tabletten


    Das Problem bei einer Blasenentzündung ist, das die Bakterien sich in Nischen der Blasenschleimhaut einnisten, da bewirken AB auf Dauer nichts, machen diese aber kaputt und nicht nur diese.

    D- Mannose ist ein Einfachzucker, der in der Blase bewirkt, das sich die Bakterien anheften und ausgespült werden können!!

    Viel trinken, klar!


    So bin ich sie endlich losgeworden und hatte seitdem ( nun schon fast 4 Jahre) nie wieder eine Blasenentzündung.

    Wenn es mal anfing unangenehm zu werden in der Blase, habe ich sofort 2-3 Tage D-Mannose genommen und die Symptome waren sofort wieder verschwunden.


    Nun zu Fussel!

    Er hat seine chronische Blasenentzündung nun schon über 3 Jahre. Symptome - Tröpfeln bis einnässen über Nacht.

    Anfänglich wurden bei den Urinproben Kristalle, Blut etc. gefunden. Im ersten Jahr bekam er 3x AB ohne Besserung.

    Urin wurde im Labor mehrmals untersucht ( auch ein Antibiogramm erstellt), aber es gab dann keine Hinweise mehr auf Kristalle, Blut etc., trotzdem tröpfelte und nässte Fussel weiterhin, nicht kontinuierlich aber immer wieder. Ultraschall ergab nichts, auch keine verdickte Blasenwand.

    Irgendwann meinten die TÄ Fussel ist eben inkontinent, was ich nicht glauben wollte.

    2 Mittel gegen Inkontinenz wurden ausprobiert, führten aber nicht zum Erfolg. In den Nächten trug er dann öfter Rüdenwindeln.

    Er war mal eine begeisterte Wasserratte, das musste ich dann verbieten, weil er darauf ( obwohl ich ihn gleich abtrocknete) sofort wieder eine Blasenentzündung bekam.


    Ich besann mich dann an meine Therapie, gab ihm D- Mannose und Cantharis, mit mal gutem aber auch nur mäßigem Erfolg.

    Bei den letzten Urinproben fiel mir der hohe PH Wert auf, stellte das Futter wieder um, aber der Erfolg blieb aus, aber ich gebe seitdem jeden Tag Guardacid Tabletten dazu, die den Urin ansäuern und überwache den PH Wert mit Indikator Papier. Zusätzlich gebe ich Cantharis Blasen Globuli velati und was soll ich sagen, alles wird gut - keine Entzündungen, kein Tröpfeln, keine Windel und dazu nur noch normale Gassizeiten (4x täglich). Der PH Wert liegt nun im grünen Bereich!! D- Mannose gebe ich noch vorsorglich 1x die Woche.


    Es sind jetzt erst 2 Monate, also einen Langzeitbericht kann ich noch nicht abgeben, aber ich bin glücklich das es dem Lütten endlich wieder gut geht und mein Bauchgefühl richtig war!

  • Bei Blasenentzündungen, die nicht weggehen wollen, würde ich auf multiresistente Keime untersuchen lassen.

    Nach 2 Wochen AB sollte eigentlich schon eine deutliche Besserung zu sehen sein.

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