Rottweiler als ersten Hund + eure Meinungen!

  • Guten Abend,

    ich bin ganz neu hier im Forum und habe nur 1 Thread gefunden der meinem nicht so ähneln wird, daher hoffe ich, ihr nehmt es mir nicht übel wenn ich euch um Rat frage.


    Zu mir, ich bin im letzten Jahr meiner Ausbildung zum Erzieher, bin 21 Jahre alt und wohne alleine in einer 50 qm2 großen Wohnung. Seit ich denken kann liebe ich Hunde. Ich habe mir schon lange Gedanken darüber gemacht, mir einen eigenen Hund anzuschaffen.


    Nun habe ich mich in die Rasse Rottweiler verliebt. Am liebsten würde ich einen reinrassigen Welpen mit Stammbaum in mein Leben lassen. Wie ich gelesen habe ein sehr loyaler Hund, der sich unglaublich eng an seinem Besitzer bindet.

    Ich werde demnächst anfangen täglich 8h zu arbeiten. Das beginnt Ende Januar. Wie ich gelesen habe brauchen Rottweiler täglich mindestens 2-3h Auslauf. Das wäre kein Problem. Bis Ende Januar hätte ich viel Zeit für den Hund, was in der Anfangsphase ja sehr wichtig ist.


    Die Rasseliste in Thüringen wurde abgeschafft, was mir auch zu gute kommen würde.

    Damit das auch klar ist, ich würde mein Leben auch nach den Hund richten. Ich würde einen Hund niemals zu einem Kampfhund erziehen, oder Ähnliches.


    Auch gelesen habe ich, dass die Größe der Wohnung keinen so großen Stellenwert hat, solange man den Hund genug Auslauf gönnt.


    Was meint ihr? Könnte ich den Hund alleine die Lebensqualität verschaffen die er braucht?


    An der frischen Luft zu laufen bereitet mir sehr viel Freude und ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als einen treuen Wegbegleiter in meinem Leben zu haben.


    Vielen Dank wer bis hierhin gelesen hat, ich bin auf eure antworten gespannt.


    Dass auf meinem Bild ist der Rottweiler von einem Kumpel und ja, dieser ist vielleicht auch daran schuld, dass ich die Rasse so ins Herz geschlossen habe.


    LG Robert

  • Ich finde, dass täglich acht Stunden alleine sein für einen Hund zu viel sind. Mit Hin- und Rückweg und Pausen bleibt es ja nicht dabei. Zumindest sollte der Hund sich mittags lösen können.

  • Mein Rottweiler ist auch mein erster Hund. Ich habe sie mir mit 18 angeschafft.

    Ich hatte und habe allerdings auch genug Zeit für meinen Hund.

    8 Stunden wären mir persönlich einfach viel zu lange für einen Hund um alleine zu bleiben.

    Man muss auch für sich selber überlegen, wozu man sich denn einen Hund anschafft, wenn man gar keine Zeit für ihn hat. Du wirst nach der Arbeit auch kaputt sein und mal Ruhe haben wollen. Aber da ist dann halt noch dein Hund, der gerne bespaßt werden möchte und deine Aufmerksamkeit fordert. Besonders, wenn er jung ist.


    Auch gelesen habe ich, dass die Größe der Wohnung keinen so großen Stellenwert hat, solange man den Hund genug Auslauf gönnt.

    Da stimme ich absolut zu. :)

  • Die Arbeitszeit wäre wahrscheinlich von 13-20 Uhr. Es wäre daher möglich, vormittags ausgiebige Spaziergänge zu unternehmen. Insgesamt mit hin und Rückweg wären es also knapp 8 Stunden. Aber ich verstehe natürlich auch ihre Antwort.

  • Einen Welpen wirst du so lange nicht alleine lassen können.

    Und auch für einen erwachsenen Hund ist es mehr als grenzwertig.

    Vielleicht findest du aber jemand der den Hund nachmittags betreut oder zumindest noch mal raus lässt.

  • 8 std alleine bleiben finde ich auch zuviel, das kann man evtl. einem erwachsenen Hund zumuten, der es gelernt hat, aber einem Welpen niemals.

    Hast du die Erlaubnis zur Hundehaltung von deinem Vermieter, falls du zur Miete wohnen solltest. :denker:

  • Die Rasse fände ich nicht grundsätzlich für Anfänger ungeeignet.


    Allerdings wäre es eine Frage, in welchem Stockwerk sich deine Wohnung befindet, ist ggf ein Aufzug vorhanden?

    Ist der Vermieter, sofern vorhanden, mit einem Hund, vor allem dieser Größenordnung, einverstanden? Natürlich weckt ein Rottweiler schneller mal Vorurteile und Befürchtungen bei Vermietern oder Nachbarn, als eine kleine Begleithundrasse.


    Hast du eine Lösung, um den Hund nicht 8 Stunden am Stück alleine lassen zu müssen? (z.B. Gassigänger, irgendeine Form von Betreuung durch Nachbarn, Freunde, HundeTagesstätte, ... ?)

    1 Monat halte ich für zu wenig Zeit von der Anschaffung eines Welpen bis zu längerem Alleinebleiben. Bis der Hund 8 Stunden (mit zumindest Gassi-Unterbrechung!) alleine bleiben kann, sollte man mehrere Monate einplanen.

    Ja, es gibt Hunde, die sehr schnell stubenrein werden und sehr lange allein bleiben können. Das ist aber nicht der Normalfall und damit zu rechnen wäre ein sehr unsicheres Glücksspiel.

  • Hallo,


    täglich sollte ein Hund als hochsoziales Lebewesen nicht 8 Stunden alleine sein müssen. Mein Rüde ist hin und wieder 8 Stunden am Stück allein, täglich würde ich ihm das aber nicht zumuten wollen - obwohl er sehr entspannt alleinbleibt, und wir fast jeden Tag viel unterwegs sind.


    Deine voraussichtlichen Arbeitszeiten finde ich nicht so schlecht. Wenn du vormittags eine große Runde mit dem Hund gehst und nachmittags jemand zB stundenweise auf ihn aufpasst oder ein Gassigänger mit ihm zum Lösen rausgeht, fände ich das durchaus machbar. Allerdings sind Rottweiler große und kräftige Hunde, meist selbstbewusst und durchsetzungsstark. Da bräuchtest du dann schon eine sehr zuverlässige Hundesitterperson, die diesen Hundetyp auch führen kann.


    Wenn es ein Welpe vom Züchter werden soll, kommt hinzu, dass du damit rechnen musst, dass es ein paar Monate dauern kann, bis der Hund ein paar Stunden alleinebleiben kann. Wie willst Du da die erste Zeit gestalten?


    Außerdem würde mich interessieren, was Dich noch am Rotti begeistert. Bewegungsfreudig sind ja die meisten gesunden erwachsenen Hunde. Die Rottis, die ich kenne, und die im Hundesport geführt werden, sind da wirklich mit Passion dabei (machen unter anderem IGP und Stöbern), meiner Ansicht nach sollte man sich mit einem Hund dieser Rasse schon auch aktiv beschäftigen über normales Gassi hinausgehend.

  • Danke erstmal für die ganzen Antworten. In meiner Wohnung dürfte ich große Hunde halten, da habe ich mich schon informiert.


    Das mit den Hundesittern sehe ich persönlich etwa kritisch. Damit ich da Ruhe hätte, müsste ich mich erst vergewissern das derjenige auch dafür geeignet ist und ich glaub ich möchte den Part der Erziehung bei meinem eigenen Hund lieber selber in die Hand nehmen.


    An Rottweilern gefällt mir besonders ihr Wesen. Sie binden sich an ihren Besitzer, sind unheimlich loyal, mutig, usw.


    Außerdem gefällt mir die Größe der Rasse und auch das Aussehen.

    Beim Gassi gehen würde ich mich auf jeden Fall beraten lassen, z.B. von bekannten oder einer Hunde Schule. Also wie ich den Hund auf Trapp halte, bspw. Übungen oder mit dem erlernen von Tricks. Da kenn ich mich noch nicht so gut aus, aber da würde ich mich ausgiebig informieren.


    Ich denke aber es wäre vielleicht besser meine Ausbildung erst zu beenden. Danach eventuell erstmal frei nehmen von allen und den Hund zu legen. Dann hätte ich erstmal Zeit mich auf ihn zu konzentrieren. Das wäre auch in Betracht eurer antworten vermutlich die beste Wahl.

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