Spaziergänge/Fressen vom Boden/Leine

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    Hallo Ihr!


    Bei uns treten so langsam die nächsten Fragen auf. Die kleine Maus wächst und gedeiht prächtig, es geht immer voran. Mittlerweile ist sie 17 Wochen alt und wir können uns absolut nicht mehr beklagen.


    Folgende Fragen brennen uns auf der Seele und man liest in 10 Quellen natürlich 10 Vorschläge. Folgende drei Fragen sind aktuell vorhanden...


    1. Was macht Ihr mit euren Kleinen, wenn sie beim Spaziergang alles in den Mund nehmen und vom Boden fressen? Mäuse, Unrat etc.? Es wird auch ALLEM, was nur ansatzweise ekelig ist, nachgeschnüffelt...


    2. Habt Ihr Ideen die täglichen Gassirunden altersgerecht interessant und spannend zu gestalten? Irgendwelche Arbeit für den Kopf!?


    3. Habt Ihr Tipps zum Training der Leinenführigkeit mit dem noch zarten Alter? Ich glaube das größte Problem ist hier das Problem aus Punkt 1... ??


    Danke :-)

  • zu 1.: wenn sie "nur" Mäuse und Tierkot aufnimmt, ist das zwar für uns eklig, aber für den Hund erst mal nicht so schlimm. Du mußt nur regelmäßig entwurmen, das ist sehr wichtig.

    Wenn Du in einer Gegend lebst, wo man mit Giftködern rechnen muß, würde ich trainieren, daß sie nichts aufnimmt, was sie findet. Am besten zu Hause ohne Ablenkung etwas Leckeres vor sie auf den Boden legen, Hund festhalten, irgendwann wird sie Dich erstaunt ankucken, in dem Moment bekommt sie von Dir einen Super-Jackpot. Dann kannst Du das schrittweise weiter ausbauen.

    2.: z.B. spielerisch Rückruf trainieren, "Fuß gehen" (da sind wir schon bei 3.): Leckerli in die Hand, Kommando "Fuß" oder "ran" oder was Du willst, bestätigen, solange sie mit lockerer Leine neben Dir geht. Erstmal nur ein paar Meter, später steigern.

    Du kannst auch erste Suchspiele machen, z.B. ein kleines Stoffpüppchen "verstecken", wenn sie es gefunden hat, Party und Leckerli. Du kannst Dich auch selber verstecken und sie sucht Dich (Achtung, zuerst so, daß sie sieht, wo Du verschwindest, damit sie keine Panik bekommt, wenn Du plötzlich weg bist).

    Oder auf liegenden Baumstämmen balancieren, über dünne Stämme springen, erster Kontakt mit Wasser (Pfützen), alles nutzen, was die Natur so bietet.

    Viel Spaß!


    LG,Gisela

  • Massives Fressen oder Sammeln von Unrat kann verschiedene Ursachen haben. Ernährung, Stress, Überforderung etc ... müsste man jetzt ins Blaue raten.

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  • Meiner Erfahrung nach kann das auch ganz normal sein, so wie manche Hunde sich wahnsinnig gern in stinkendem Aas wälzen - ich hatte bisher zwei, die liebend gern Tierkot gefressen haben, ich habe das vom TA abklären lassen, definitiv kein Mangelzustand. Einfach nur persönliche Vorliebe.


    LG,Gisela

  • Hallo PommesPanzer,


    erst mal kann ich dich beruhigen, das hört sich nach dem ganz normalen alltäglichen Wahnsinn mit einem Welpen/Junghund an ;)


    Flying-Paws hat Recht, massives Fressen kann viele unterschiedliche Ursachen haben, bei dem Alter deines Hundes würde ich aber erst mal alles krankhafte ausschließen und darauf tippen, dass sie einfach nur super neugierig auf alles ist und alles kennenlernen möchte. Dieses „Problem“ legt sich in der Regel wieder von alleine. Dennoch muss man natürlich super vorsichtig sein, was sie da so alles erwischt. Hier hilft auch wunderbar ein positiv aufgebautes „Pfui“-Training. Funktioniert ähnlich wie PicoCoopers Vorschlag, nur ohne Festhalten. Am besten mit 2 Personen aufbauen: etwas leckeres auf den Boden legen und die zweite Person „sichert“ das Leckerchen indem sie jederzeit die Hand drüber legen könnte. Sobald der Hund ran will sagst du Pfui (oder sonst was was du willst wie tabu oder so). Der Ton muss dabei nicht mal schärfer oder lauter sein, du kannst es wenn dann in einer tieferen als gewohnten Tonlage sagen. Dann gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder sie schaut dich direkt an - dann sofort feiern und du hast natürlich etwas viel hochwertigeres als Belohnung als was auf dem Boden liegt. Zweite Variante, sie will trotzdem weiter zu dem Leckerchen —> zweite Person sichert es durch Hand drauf legen, wichtig hier immer schneller sein als der Hund, sie darf da am besten nie Erfolg haben. Dann passiert erst mal weiter gar nichts. Sie wird erst belohnt, wenn sie Blickkontakt zu dir aufnimmt. Alles andere wird ignoriert. Bitte auch nicht den Blickkontakt durch Locken hervorrufen, sie soll bitte selber drauf kommen, dass es sich am allermeisten lohnt dich anzuschauen. Das wird dann weiter ausgebaut, an verschiedenen Orten üben - auch draußen -, verschieden hochwertige Lockleckerchen am Boden (Käse, Semmeln, Wurst etc.).

    Von Antigiftködertraining halte ich persönlich nicht so viel. Ein Hund lernt immer unter Einbezug aller Faktoren, d.h. gefundenes Fressen anzeigen oder nicht aufnehmen funktioniert super, solange sich der Halter im erlernten Einwirkungsradius befindet. Wenn der Hund mal zu weit weg ist oder der Halter außer Sicht, wird das erlernte Verhalten oft nicht abgerufen. Bitte nicht falsch Verstehen es funktioniert, aber es funktioniert halt nicht zu 100% und es wird aber leider gerne so verkauft. Und das ärgert mich, weil sich manch ahnungsloser HH sicher glaubt, weil er war ja beim Antigiftködertraining...


    Zu PicoCoopers Beitrag will ich noch sagen, für mich sind Fußgehen und an lockerer Leine laufen zwei unterschiedliche Sachen. Ich würde nicht wollen, dass mein Hund meint er müsse an der Leine immer im Fuß neben mir gehen, daher baue ich das auch getrennt von einander auf. Locker Leine ist immer von der Motivation des Ziehens abhängig wie man es am besten beibringt. Immer Belohnen und Bestätigen wenn die Leine locker ist, ist immer super. Bei euch würde ich mal drauf tippen, dass die Maus einfach weiter Vorwärts will und du ihr schlichtweg zu langsam bist. Ist nicht böse gemeint, wir sind unseren Hunden allen zu langsam, da die meisten Hunde i.d.R. am liebsten Traben und nicht gehen. Das an der lockeren Leine gehen bitte niemals permanent während eines Spazierganges üben, sondern immer nur gezielt wenige Minuten, dann aber Konsequent, also immer dann wenn du wirklich Zeit hast. Damit sie weiß, wann „schönes Gehen“ angesagt ist, immer ein Halsband umlegen wenn trainiert wird. Nicht am Halsband anleinen, Leine bleibt bitte weiterhin am Geschirr. In dieser Zeit bitte an großen Ablenkungen mit Leckerchen vorbeitreiben, immer wenn sie von alleine schön geht Belohnen und wenn sie nach vorne prescht noch vor Leinenende zu dir locken. Sollte sie bis zum Ende gekommen sein stehen bleiben und erst weitergehen, wenn sie von sich aus sich wieder so orientiert, dass die Leine locker ist.


    Allgemein würde ich dir raten auf Spaziergängen von ihr hergestellten Blickkontakt zu belohnen. Sie guckt dich an, du sagt das Wort, was du immer sagst wenn sie was richtig macht und Leckerlie rein. Beim den ersten Malen wirklich jedes Anschauen bestätigen, wenn du merkst, dass sie anfängt zu gucken um was zu kriegen fängst du an seltener ein Leckerchen dafür zu geben und sagst ihr auch nur mal dass sie toll ist. Auch selbstständiges zu dir zurückkommen draußen würde ich immer belohnen. Hier das gleiche, falls sie anfängt zu kommen um was zu kriegen.


    Ansonsten wie schon oben erwähnt sind kleine Übungen gut bei denen sie sich konzentrieren muss. Über Baumstämme balancieren - hier bitte immer die Leckerchen auf den Baumstamm legen, nie drüber locken mit vor die Schnauze halten. Auch kannst du ihr immer ein Leckerchen ins Gras werfen und sie das dann suchen lassen. Such dir dafür eine bestimmte Stelle an der du das immer machst und reib die Leckerchen einmal in deiner Faust.


    Entschuldige ist jetzt irgendwie sehr lang geworden, aber ich hoffe dass euch etwas davon helfen kann. Berichte doch bitte mal, falls du etwas davon ausprobierst. LG

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • „Pfui“-Training

    Wo ist denn da der Unterschied zu dem ->

    Von Antigiftködertraining halte ich persönlich nicht so viel. Ein Hund lernt immer unter Einbezug aller Faktoren, d.h. gefundenes Fressen anzeigen oder nicht aufnehmen funktioniert super, solange sich der Halter im erlernten Einwirkungsradius befindet. Wenn der Hund mal zu weit weg ist oder der Halter außer Sicht, wird das erlernte Verhalten oft nicht abgerufen. Bitte nicht falsch Verstehen es funktioniert, aber es funktioniert halt nicht zu 100% und es wird aber leider gerne so verkauft. Und das ärgert mich, weil sich manch ahnungsloser HH sicher glaubt, weil er war ja beim Antigiftködertraining...

  • Beim Antigifköder Training wird der Hund dafür belohnt gefundenes Essbares anzuzeigen und nicht zu essen. Es wird also eine Verhaltenskette antrainiert. Hier wird auch oft dann nicht darauf hingewiesen, dass es nur unter den trainierten Umständen funktioniert. Die Leute meinen also auch, dass wenn der Hund alleine im Garten ist und er was zum Fressen findet würde er es nicht anrühren. Aber sobald ich nicht da bin, kann der Hund es mir nicht anzeigen —> also ist auch keine Belohnung zu erwarten —> die allermeisten Hunde werden sich also selbst belohnen und das gefundene essen.


    Pfui ist ein Kommando, bei dem ich den Hund in diesem Moment verbiete das gefundene Aufzunehmen, unabhängig davon ob es essbar ist. Hier ist auch den Leuten klar, dass das nur funktioniert, wenn ich daneben stehe und das Kommando sage.

  • Was du Pfui nennst, gehört aber doch zum Anti-Giftköder-Training dazu. Die Anzeige ist ein weiterer Bestandteil

  • Ich gebe beim Antigiftködertraining kein aktives Kommando. Ein gutes Antigiftködertraining wird nur mit Clicker bzw. Markerwort aufgebaut und zum Schluss noch das Anzeigeverhalten mittels Sichtzeichen mit hinzugefügt. Hund erblickt essbaren Gegenstand —> Click bzw. Markerwort —> automatische Umorientierung zum Halter —> hochwertige Belohnung. Wenn das gut klappt wird das Anzeigeverhalten noch vor die Belohnung gesetzt. Fertig ist die Verhaltenkette. Wo verbiete ich da aktiv das Fressen?

  • Ich gebe beim Antigiftködertraining kein aktives Kommando. Ein gutes Antigiftködertraining wird nur mit Clicker bzw. Markerwort aufgebaut und zum Schluss noch das Anzeigeverhalten mittels Sichtzeichen mit hinzugefügt.

    Ich dachte, du hältst nichts von Antigiftködertraining. Wo hast du deine Definition denn her?

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